CH150294A - Verfahren zur Herstellung von reinem, hochprozentigem Vinylchlorid. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von reinem, hochprozentigem Vinylchlorid.

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CH150294A
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trichloroethane
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Herstellung von reinem, hochprozentigem     Vinylchlorid.       Es wurde gefunden. dass die Abspaltung  von Chlor aus dem asymmetrisch substi  tuierten     Trichloräthan    unter Bildung von       Chlorvinyl    mit überraschend einfachen Mit  teln und praktisch     quantitativ    durchführbar  ist. Behandelt man das     1,1,2-Trichloräthan     vom S. P. 113,5   beispielsweise mit einer       Aufschlämmung    von Zinkstaub in Wasser  hei mässiger Wärme. so erhält man in fast.

         quantitativer    Ausbeute     Vinylohorid.    Das       Vinylchlorid    verlässt als Gas das     Reaktions-          1efäss    und ist von grosser Reinheit, so dass  dasselbe ohne jede weitere Reinigung als       Hochprozentiges    Gas verdichtet werden kann.       I)as    Verfahren bietet also in solchen Fällen  besondere Vorteile, wo ein reines Produkt  gefordert wird, das sich durch seine völlige  Freiheit von Acetylen vorteilhaft von dem  auf synthetischem Wege hergestellten     Vinyl-          ehlorid    unterscheidet.  



  An Stelle von Zink lassen sich auch an  dere leicht     oxydierbare    Metalle, wie Eisen         (Feilspäne.    Eisenpulver) oder     Aluminium     verwenden; allerdings sind dann entspre  chend der etwas geringeren Reaktionsintensi  tät höhere Temperaturen, oder auch Anwen  dung von Druck, erforderlich.  



  Die     Abspaltbarkeit    von Halogenatomen  aus symmetrisch substituierten Halogenderi  vaten der     aliphatischen        Kohlenwasserstofft-          beim    Behandeln derselben beispielsweise mit  Zink in dieser oder jener Verteilungsform in  Anwesenheit von Wasser bei erhöhter     Tem-          peratur    oder mit Wasserdampf ist. aus     deni     Herstellungsverfahren von symmetrischem       Dichloräthylen    aus symmetrischem     Azety-          lentetrachlorid    bekannt:

   dass diese Reaktion  sich auch auf das asymmetrisch substituierte       1,1,2-Triohloräthan    mit dem Erfolg einer  praktisch quantitativen Überführung in       Chlorvinyl    anwenden liesse. war nicht vor  auszusehen.  



  Es ist bereits vorgeschlagen worden.       Chlorvinyl    durch Reduktion mit Hilfe von      Zink aus     1.1,2-Trihalogenäthan    herzustellen.  hierbei hat man jedoch die Verwendung von  alkoholischen Lösungen für unentbehrlich  gehalten.    <I>Beispiele:</I>    1. In einem Kessel, der eine     wässerige     Aufschlämmung von Zinkstaub     (10%        mehr,     als theoretisch erforderlich ist) enthält, lässt  man unter Umrühren     1,1,9-Trichloräthan     einfliessen. Bei einer     Temperatur    von 50    beginnt die     Chlorvinylgasentwicklung,    bei  60   verläuft die Reaktion quantitativ.

   Das  abgehende Gas verlässt durch     einen    Rück  flusskühler den Reaktionsapparat und kann  direkt bei - 45   durch Verflüssigung ver  dichtet werden.  



  2. Man setzt ein Gemisch von     Fe-Feil-          spänen.    Wasser und     1,1,2-Trichloräthan    un  ter Druck einer     Temperatur    von 100 bis  120   aus. Von Zeit zu Zeit lässt man das       Vinylchlorid    in eine     Kühlvorrichtung    ab  blasen, aus der es gesammelt wird.  



  3. Man leitet     1,1,2-Trichloräthan    mit  Wasserdampf über Eisenspäne bei einer  Temperatur von 300  , nimmt durch ange  passte Kühlung das nicht umgesetzte     Tri-          chloräthan    aus den Reaktionsgasen heraus,  wäscht letztere zur Neutralisation mit Was  ser und verdichtet das erhaltene reine Vinyl-         ehlorid    durch Tiefkühlung oder auf andere  geeignete, Weise.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von reinem, hochprozentigem Vinylchlorid, dadurch ge kennzeichnet, dass man 1,1,2-Trichloräthaai bei erhöhter Temperatur mit leicht oxydier- baren Metallen in Anwesenheit von Wasser behandelt. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man 1,1,2-Trichlor- äthan bei erhöhter Temperatur mit leicht oxydierbaren Metallen in Anwesenheit von Wasserdampf behandelt. ?. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss man Zinkstaub an wendet.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Eisen als Feil späne anwendet. -l. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Aluminiumgriess anwendet.
CH150294D 1929-10-18 1930-10-01 Verfahren zur Herstellung von reinem, hochprozentigem Vinylchlorid. CH150294A (de)

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