CH150400A - Einrichtung zum Steuern der Ventile von Kraft-, insbesondere Brennkraftmaschinen mittelst einer Druckflüssigkeit. - Google Patents
Einrichtung zum Steuern der Ventile von Kraft-, insbesondere Brennkraftmaschinen mittelst einer Druckflüssigkeit.Info
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Description
Einrichtung zum Steuern der Ventile von Kraft-, insbesondere Brennkraftmaschinen mittelst einer Druckflüssigkeit. Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Einrichtung zum Steuern der Ven tile von Kraft-, insbesondere .Brennkraftma- schinen mittelst einer Druckflüssigkeit, die zwischen zwei Kolben liegt, von denen einer durch einen Steuernocken betätigt wird, wäh rend der andere auf das Ventil wirkt. Bei dieser Einrichtung ist die Druckflüssigkeits menge in der Druckrohrleitung zwischen den beiden Kolben während des Öffnens und Schliessens des Ventils konstant.
Die Druck rohrleitung steht mit einem mit einer Pumpe versehenen, Nachfüllbehälter in Verbindung, damit die Menge der Druckflüssigkeit in der Druckrohrleitung vergrössert werden kann.
Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungs beispiele des Erfindungsgegenstandes darge stellt, und zwar zeigen Fig. 1 und 2 je einen Aufriss einer Brenn- kraftmaschine mit der Steuerung gemäss der Erfindung, und Fig. 3 eine Detailvariante.. In Fig. 1 besitzt der Zylinder 1 der Brenn- kraftmaschine einen Eimass 2 und einen Aus puff 3, die durch Ventile 4 gesteuert sind. Die Ventilköpfe sind durch Deckel 5 ver schlossen, in denen Kolben 6 verschiebbar gelagert sind, die auf die Stangen der unter Federdruck stehenden Ventile wirken.
In jeden Deckel 5 ist eine Rohrleitung 7 einge führt, die ein Manometer 8 und ein Entlüf tungsventil 9 aufweist. Das andere Ende der Rohrleitung 7 ist an einen Steuerzylinder 13 angeschlossen, der in ein Vorbaugehäuse 10 des Kurbelkastens eingesetzt ist. Dieses ent hält' die Steuernocken 11, welche mittelst Zahnrädern von der Kurbelwelle 12 aus an getrieben werden. In jedem Steuerzylinder 13 ist ein Kolben 14 eingebaut, der von einer Feder 16 mit einer Laufrolle 15 an einen der Steuernocken 11 gepresst wird.
Die Druckrohrleitungen 7 für jedes Ven- tit stehen miteinander durch eine Rohrleitung 17 in Verbindung, die mit Dreiwegbahnen 18 ausgestattet ist. An die Rohrleitung 17 ist über ein Rückschlagventil 19 eine Füllrohr leitung 20 angeschlossen, die mit einem ab schliessbaren Flüssigkeitsbehälter 21 in Ver bindung steht, der durch eine Luftpumpe 22 unter Druck gesetzt werden kann, damit Flüssigkeit durch entsprechende Einstellung der Bahnen 18 in die eine öder die andere der Leitungen 7 eingepresst werden kann, bis dort der zum Betriebe notwendige am Mano meter 8 ablesbare Druck erreicht ist.
Ist der Druck zu hoch geworden, so kann er dadurch herabgesetzt werden, dass durch Umschal tung des Hahnes 18 eine entsprechende Menge durch einem Auslassstutzen abgelas sen wird.
Bei richtiger Füllung der Druckrohrlei tungen 7 mit Flüssigkeit vollzieht sich der Steuerungsvorgang durch die Flüssigkeitssäule vom Steuernocken zum Ventile in folgender Weise: Schiebt der Steuernocken 11 den Kol ben 14 hoch, so drückt dieser auf die Flüs sigkeitssäule in der Druckrohrleitung 7 und diese schiebt ihrerseits den Kolben 6 im Ven tildeckel 5 vor, so dass sich das Ventil 4 ent gegen dem Drucke seiner Schliessfeder öffnet.
Weicht der untere Kolben 14 dem Steuer nocken 11 folgend zurück, so lässt der Flüs sigkeitsdruck nach und die Schliessfeder des Ventils schliesst das letztere, wobei gleichzei tig der Kolben 6 in seine Ausgangsstellung zurückgeführt wird, dabei die Flüssigkeits säule zurückdrängt und die Feder 16 beim Anpressen der Rolle 15 des Kolbens 14 an den Steuernocken 11 unterstützt. Wenn die Ventilfeder stark genug ist, kann die Feder 16 fehlen.
Als Steuerungs- oder Druckflüssig keit wird vorzugsweise Öl angewendet, das im Gebrauch äusserst sparsam ist, zumal wenn die Kolben derart ausgebildet sind, dass sie selbst dichtend wirken, so dass nur ein äu sserst geringer:, kaum beachtenswerter Verlust an Druckflüssigkeit eintritt, der aber, wenn er sich nach längerem Betriebe doch bemerk bar macht, durch Nachfüllung aus dem Be hälter 21 durch Betätigung der Pumpe 22 rasch ersetzt werden kann. Die Druckrohr- eitungen zu den Ventilen können auch un@ abhängig voneinander an den Flüssigkeitsbe hälter 21 angeschlossen sein.
Nach Fig. 2 ist im Behälter 21 mit einer mittelst des Schraubstöpsels abschliessbaren Füllöffnung eine Flüssigkeitspumpe vorgese hen, deren Kolben 22 die Flüssigkeit beirr> Hochziehen zunächst durch ein Saugventil 23 in den Pumpenzylinder 22' einsaugt und dann beim Niederdrücken über ein Rückschlagven- til 1.9' in die Füllrohrleitung 20 presst.
Fig. 3 zeigt eine in den Ölraum o eines abgeteilten Betriebstofftankes T eingebaute Druckpumpe, welcher Tank T in dem Behäl terraume b den Brennstoff für die Kraftma schine enthält. Auch hier hat der Pumpen zylinder 22' ein Saugventil 23 und ein Rückschlagventil 19'.
Auf den Kolben 22 wirkt eine Druckfeder 24, welche sich beim Hochziehen des Kolbens spannt und nachher die durch den Stutzen 23 in den Zylinder 22' eingesaugte Flüssig keit in die Füllrohrleitung 20 und die nicht gezeichnete Verbindungsleitung 17 der Druck rohre 7 presst, wobei sich die Feder allmäh lich wieder entspannt und den Kolben dabei nach abwärts drückt. Hier wird der Kolben nur hochgezogen und die Druckfeder drückt die Flüssigkeit in die Füllrohrleitung 20, so dass die Druckrohrleitungen automatisch und für längere Zeit mit Druckflüssigkeit nach- gespiesen werden.
Der Pumpenzylinder 22' ist versenkt in einer Vertiefung 25 des Tan- kes T angeordnet, damit die Kolbenstange beim Hochziehen des Kolbens 22 nicht zu weit über den Tank vorsteht.
Mittelst der beschriebenen Steuerungsein richtung wird bei einfachster Ausbildung, wie dies insbesondere für schnellaufende Fahr zeugmotoren Voraussetzung ist, eine einwand freie Steuerung erreicht. Irgendwelche Ab- oder Umleitungen der Druckflüssigkeitssäule findet nicht statt. Tritt nach längerer Betriebs dauer ein Flüssigkeitsverlust auf, so macht er sich durch die Arbeitsweise der Ventile bemerkbar und ist die Möglichkeit vorhanden neue Druckflüssigkeit aus dem Nachfüllbehäl- ter mittelst der Pumpe einzubringen, so dass der Druck im Druckrohr wieder hergestellt wird.
Diese beschriebene Steuerungseinrichtung kann sowohl bei Zweitakt- als auch bei Viertaktmaschinen mit jeder Ventilanordnung angewendet werden.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH:</B> Einrichtung zum Steuern der Ventile von Kraft-, insbesondereBrennkraftmaschinen mit- telst einer Druckflüssigkeit, die zwischen zwei Kolben liegt, von denen einer durch einen Steuernocken betätigt wird, während der an dere auf das Ventil wirkt, dadurch gekenn zeichnet, dass die Druckflüssigkeitsmenge in der Druckrohrleitung zwischen den beiden Kolben während des Offnens und Schliessens des Ventiles konstant ist und dass diese Druckrohrleitung mit einem mit einer Pumpe versehenen Nachfüllbehälter in Verbindung steht,damit die Menge der Druckflüssigkeit in der Druckrohrleitung vergrössert werden kann. UNTERANSPRÜCHE: 1. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass für jedes Ventil der Maschine eine besondere Druckrohrleitung angeordnet ist und dass diese Druckrohr leitung über eine mit EIahnen versehene Rohrleitung (17) miteinander in Verbin dung stehen, welche über eine mit Ventil ausgerüstete Zuführungsleitung (20) mit dem Nachfüllbehälter verbunden ist. 2. Einrichtung nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpe in den Nachfüllbehälter ein gebaut ist. 3.Einrichtung nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die Pumpe auf der Zu führungsleitung (20) sitzt. 4. Einrichtung nach Patentanspruch und LTn- teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpe in eine Ölkamrner (o) des Brennstofftanks der Maschine eingebaut ist. 5.Einrichtung nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Feder (24) auf den Kolben der Pumpe drückt, welche beim Hochziehen des Kol bens gespannt wird und den letztern all mählich nach abwärts drückt, so dass der Kolben die Druckflüssigkeit automatisch durch die Füllrohrleitung (20) in die Druckrohrleitungen (7) presst, damit dort der zum Betriebe erforderliche Druck auf recht erhalten wird. 6. Einrichtung nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1, 4 und 5, dadurch gekenn zeichnet, dass die Pumpe in einer Vertie fung (25) des Tanks (T) liegt, so dass die Kolbenstange bei hochgezogenem Kolben (22) nicht in ihrer ganzen Länge über den Tank vorsteht.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE150400X | 1929-05-30 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH150400A true CH150400A (de) | 1931-10-31 |
Family
ID=5673888
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH150400D CH150400A (de) | 1929-05-30 | 1930-05-28 | Einrichtung zum Steuern der Ventile von Kraft-, insbesondere Brennkraftmaschinen mittelst einer Druckflüssigkeit. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH150400A (de) |
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1930
- 1930-05-28 CH CH150400D patent/CH150400A/de unknown
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