CH150424A - Einrichtung zum Prüfen der dielektrischen Verluste von kleinen kapazitätsbehafteten Stücken betriebsmässig verlegter Kabelanlagen. - Google Patents

Einrichtung zum Prüfen der dielektrischen Verluste von kleinen kapazitätsbehafteten Stücken betriebsmässig verlegter Kabelanlagen.

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CH150424A
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N V Tot Keuring Van Materialen
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  Einrichtung zum Prüfen der     dielektrischen    Verluste von kleinen kapazitätsbehafteten  Stücken betriebsmässig verlegter     Nabelanlagen.       Messungen der elektrischen Eigenschaf  ten bilden ein wesentliches Kriterium für  die Betriebsbrauchbarkeit und den Sicher  heitsgrad elektrischer Anlagen, zum Beispiel  einer Fernleitung, insbesondere einer Hoch  spannungskabelanlage.

   Während man in der  Fabrik oder im Laboratorium alle     einzelnen     Teile einer Fernleitung oder einer Kabelan  lage gesondert leicht messen kann, auch wenn  es sich um Teile sehr kleiner Kapazität, bei  spielsweise einzelne Muffen handelt, konnte  man bisher derartige Teile mit sehr kleiner  Kapazität bei einer betriebsmässig verlegten,  elektrischen     Kabelanlage    nicht messen. Man  konnte nur die Gesamtanlage     als,    Einheit un  tersuchen, wobei die charakteristischen elek  trischen Werte sehr kleiner Teile im Mittel  wert der Gesamtanlage untergehen, zu dem  sie als räumlich oder     kapazitiv    sehr kleine  Teile praktisch nichts beitragen.

   Es ist  aber gerade hei einem     verlegten    Kabel sehr    wichtig, elektrische Messungen an einzelnen  Teilen, insbesondere an Muffen,     Endver-          schlüssen    und dergleichen auszuführen, weil  gerade Muffen und Endverschlüsse besonders  schwache Stellender Anlage sein können.  



  Die Erfindung betrifft eine Einrichtung,  die es ermöglicht, solche Teile kleiner Ka  pazität innerhalb der Gesamtanlage in be  triebsmässig verlegtem Zustande     gesondert     zu messen. Gemäss der Erfindung ist eine  leitende Belegung in geringem Abstand von  der einen     Kondensatorfläche    des durch Mes  sungen zu untersuchenden Teils isoliert von  dieser angeordnet und mit einem nach aussen  führenden     Leiter    verbunden.  



  Auf der Zeichnung sind Ausführungsbei  spiele der Erfindung veranschaulicht und im  folgenden beschrieben:       Fig.    1 zeigt schematisch einen Teil eines  Ausführungsbeispiels zur Messung der     di-          elektrischen    Verluste einer Muffe eines me-           tallisierten    Einfachkabels,     Fig.    2 einen Teil  eines     Ausführungsbeispiels    der Einrichtung  zur Messung der     dielektrischen    Verluste einer  Muffe eines     normalen,        unmetallisierten    Ein  fachkabels;

         Fig.    3 zeigt ein Schaltungsbeispiel der  Einrichtung, mit dessen Hilfe man die Stör  wirkung der Erdkapazität -auf die Brücken  abgleichung beseitigen kann;       Fig.4    stellt ein Schaltungsbeispiel der       Einrichtung    dar, das ebenfalls ermöglicht,  die Erdkapazität für die Messung unwirksam  zu machen.  



  Für die elektrischen Messungen, zum  Beispiel elektrischen Verlustmessungen an  Teilen einer Kabelanlage,     wie    Muffen,     End-          verschlüssen    und Durchführungen, werden       s        c        'hon        bei        der        Montage        der        Kabelanlage        t'        Vor-          kehrungen    getroffen, die es ermöglichen,

   die  zu-     untersuchenden    Teile sowohl für die Vor  nahme der     .erforderlichen    Messungen von der  Anlage unabhängig zu machen, als auch  durch eine einfache Umschaltung für den  Betrieb wieder an die     Anlage    anzuschliessen.

    Da die zu untersuchenden Teile, wie Muf  fen und dergleichen, als     kondensatorhafte     Gebilde in die Messungen eingehen und die       Kondensatorbelegungen    einerseits die strom  führenden Kabelleiter und     anderseits    der  Kabelmantel oder die mit ihm metallisch  verbundenen Teile sind, kann man sie ent  weder an der Hochspannungsseite am Kabel  leiter oder an der Erdseite am Kabelmantel  herausgreifen, wenn man in der Nähe dieser  Belegungen leitende Schichten anordnet, die  von den Belegungen nur schwach isoliert  sind, für die vorzunehmenden Messungen  einen nach aussen führenden Leiter besitzen  und für den     Betrieb    in einfacher     Weise    an  die zugehörigen Belegungen anzuschalten  sind.

   Diese leitenden Schichten können bei  spielsweise metallisiertes Papier, eine dünne  Stanniol- oder     Aluminiumschicht    sein und  werden in der zur Messung gewünschten  Ausdehnung entweder über dem Leiter oder  unter dem     Muffengehäuse    schwach isoliert  angeordnet und mit einer     Herausführung       versehen. Bei Endverschlüssen ist die An  ordnung der metallischen. Schicht am Leiter,  also     hochspannungsseitig;    vorteilhaft, wäh  rend bei den übrigen Teilen der Kabelan  lage, bei denen die Hochspannung von aussen  nicht ohne weiteres zugänglich ist, die An  ordnung der metallischen Schicht an der     Erd-          seite    günstiger ist.

   Im letzteren Fall wird  man bei Kabeln mit     metallisierten    Einzel  adern vorteilhaft die     Metallisierung    .selbst  an beiden Enden des     Messstückes    unterbre  chen, so dass diese     Metallisierung    des     Mess-          stückes    selbst als     Messbelegung    dient. Bei  Kabeln mit     unmetallisierten    Adern wird die  metallische Hülle nur im Bereich der     Mess-          strecke    aufgebracht.  



  Bei der     dielektrischen        Verlustmessung     nach der Brückenmethode an kleinen Teilen  innerhalb der verlegten Kabelstrecke kann  die     Messleitung    sehr lang sein, da es nötig  ist, sie bis zum     Brückenmessplatz    nahe der  Hochspannungsklemme, die einen Brücken  eckpunkt bildet, zu führen.

   Da eine solche       Messzuleitung,    selbst wenn man dafür ein       Telephonkabel    niedriger spezifischer Kapazi  tät anwenden würde, eine grosse     Erdkapazi-          tät    hat, und diese Erdkapazität in der Schal  tung parallel dem einen     Brückenwiderstand     liegt, wird ,sie die     Brückenabgleichung    in  unerwünschter     Weise    ändern.

   Dieser Übel  stand wird dadurch vermieden, dass man ihre  Grösse bestimmt und sie -durch eine hiernach  berechnete     Induktivität    oder eine Kapazität  in den jeweils in Betracht kommenden     Brük-          kenzweigen        kompensiert.     



  In     Fig.    1 ist eine schematische Darstel  lung gegeben, in der zwei Kabelstücke eines       metallisierten    Einfachkabels durch eine  Muffe     miteinander    verbunden sind. Dabei  ist 2 die Leiterverbindungsstelle, 3 die abge  stufte ursprüngliche Aderisolierung, 4 die       ursprüngliche        Adermetallisierung,    5 die bei  der     Montage    gewickelte Papierisolierung und  6 die getränkte     Wickelpapierlage,    welche die       ursprüngliche        Metallisierung    der Ader ein  Stück überdeckt.

   Auf die     getränkte    Wickel  papierlage 6     ist    eine metallische Schicht 7  aufgebracht, die jedoch in der Längsrichtung           etwas    kürzer als 6 ist und die ursprüngliche       Metallisierung    -4 ein kleines. Stück überdeckt,  jedoch durch die     Wickelpapierlage    6 von ihr  isoliert ist.

   Die     Metallsehiclit    7 dient als       Messbelegung,    durch deren     kapazitives    Über  greifen über die     Adermetallisierung    4       Strünge    der     elektrischen    Feldstärke und kon  zentrierte Beanspruchungen verhindert wer  den.     Getränktes    Wickelpapier 8 dient zur  Isolierung der     Messbelegung    6 gegen das       Muffengehäuse    9,     welches    geerdet und mit  dem Kabelmantel 13 verbunden ist.

   Als Zu  leitung und Ausführung aus dem Muffen  gehäuse 9 dient eine schwach isolierte Lei  tung 12, die bei normalem     Betrieb    an Erde  liegt.  



  Für metallisierte Mehrfachkabel wird die  eben     erläuterte        Einfachkonstruktion    mehr  fach innerhalb desselben     Muffengehäuses    aus  geführt; für     unmetallisierte    Mehrfachkabel  entspricht die Ausführung derjenigen bei  einem     unmetallisierten        Einfachkabel.     



  Wenn hier als     Ausführungsbeispiel    ein  solches     beschrieben    wurde, bei dem die     di-          elektrischen        Verluste    einer Muffe gemessen  werden, so sei doch darauf hingewiesen, dass  an Stelle der Muffe auch irgendein anderer  Teil,     beispielsweise    ein gekrümmter oder ge  neigter Teil der Kabelanlage zwecks Verlust  messung vorhanden sein könnte, wenn es  wünschenswert erscheint,     derartige    Teile zu       überwachen.     



  In     Fig.    2 ist die     entsprechende    Anord  nung für ein Kabel zeichnerisch dargestellt  worden, dessen Einzelader     unmetallisiert    ist.  dabei ist 22 die     Leiterverbindungsstelle,    23  die abgestufte ursprüngliche Aderisolierung  und 25 die bei der Montage gewickelte Pa  pierisolation. Über die Papierisolation 25 ist  eine als     Messbelegung    dienende metallische  Hülle 27 aufgebracht worden, welche den  Mantel '33 mit derselben Wirkung, wie bei       Fig.    1 zu 7 beschrieben,     kapazitiv    übergreift.

    Das getränkte Wickelpapier 28     isoliert    die       Messbelegung    27 gegen das geerdete und mit  dem Kabelmantel     verbundene        Muffengehäuse     29. 82. ist eine schwach isolierte Zuleitung    zur     Messbelegung,    die bei normalem Betrieb  mit an Erde liegt.  



  In     Fig.    3     bedeutet        Ci    das zu messende  Stück der     Kabelanlage,    C2 den verlustfreien  Vergleichskondensator;     Cr    ist die für sich  gemessene Erdkapazität der Zuleitung.     R3     und     R4    sind Brückenwiderstände.

       C4    ist ein  variabler Kondensator zum Einstellen des       Verlustwinkels    und     C.        eine    zur     Kompen-          sation    von     Cr        dienende    Kapazität, die aus       Cr,        R3    und     R4    .errechnet ist. Sie kann ge  gebenenfalls durch eine     Induktivität    bei     R3     ersetzt werden.  



  Eine andere Art, die Erdkapazität     CE    für  die Messung unwirksam zu machen, besteht  in der Anwendung eines     Hilfszweiges    nach  dem     Vorgange    von K. W. Wagner und ist  in     Fig.    4     zeichnerisch    wiedergegeben worden.  Die metallische Hülle der     Messzuleitung    darf  dabei aber nicht an Erde liegen, sondern muss  durch den Hilfszweig auf das Potential der       Messzuleitung    gebracht werden, so dass kein  Verschiebungsstrom durch die Kapazität der       Messzuleitung    zustande kommt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum Prüfen der dielektri- schen Verluste von kleinen, kapazitätsbehaf teten Stücken betriebsmässig verlegter Ka belanlagen, dadurch gekennzeichnet, dass eine leitende Belegung in geringem Abstande von der einen Kondensatorfläche des zu messen den Teils isoliert von dieser angeordnet und mit einem nach aussen führenden Leiter ver bunden ist, so dass bei der Durchführung der Messung die Prüfspannung einerseits an die eine Kondensatorfläche des zu messenden Teils,
    anderseits an die in der Nähe der an dern Kondensatorfläche liegenden Messbele- gung gelegt und während des normalen Be triebes die Messbelegung des zu messenden Teils kleiner Kapazität an die zugehörige wirksame Kondensatorfläche der Kabelan lage geschaltet werden kann. UNTERANSPR tTCHE 1. Einrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Messbe- legung so angeordnet ist, dass die Feld verzerrung gering ist. 2.
    Einrichtung nach dem Patentanspruch und dem Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die Messbelegung der spannungsführenden Kondensatorbelegung zugeordnet ist. 3. Einrichtung nach dem Patentanspruch und dem Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die Messbelegung der erdseitigen Kondensatorbelegung zugeord net ist.
    4. Einrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Stück einer bereits an dem zu untersuchenden Kabel vorhandenen leitenden Belegung vom übrigen Teil der Belegung isoliert ist und als Messbelegung dient. 5. Einrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Einfluss der Kapazitäten einer langen Messleitung auf die Abgleichung der Messbrücke kom pensiert ist.
    Einrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Einfluss einer langen Messleitung auf die Brücken abgleichung durch Anwendung eines Hilfszweiges unwirksam gemacht wird.
CH150424D 1929-01-18 1930-01-09 Einrichtung zum Prüfen der dielektrischen Verluste von kleinen kapazitätsbehafteten Stücken betriebsmässig verlegter Kabelanlagen. CH150424A (de)

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