CH150471A - Vorrichtung zur Gewinnung von Emanation und Abfüllen derselben in Behältnisse, Kapillaren usw. - Google Patents

Vorrichtung zur Gewinnung von Emanation und Abfüllen derselben in Behältnisse, Kapillaren usw.

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CH150471A
CH150471A CH150471DA CH150471A CH 150471 A CH150471 A CH 150471A CH 150471D A CH150471D A CH 150471DA CH 150471 A CH150471 A CH 150471A
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CH
Switzerland
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emanation
capillaries
radium
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filling
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English (en)
Inventor
Deutsche Gasgluehlicht-Auer- H
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Auergesellschaft Gmbh
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Description


      vorrichtane    zur     Gewinnung    von Emanation und Abfüllen derselben in Behältnisse,  Kapillaren usw.    Für medizinische und wissenschaftliche  Zwecke besteht das     Bedürfnis,    die Emana  tion, die ja bekanntlich ein Zerfallsprodukt  des Radiums ist, vom Radium abzutrennen  und in Behältnissen aufzufangen und zu ver  schliessen. Mit den so     gewonnenen        Emana-          tionspräparaten    werden Bestrahlungen vor  genommen.

   Die Bestrahlung (es handelt sich  meistens um     Bestrahlungen    von Krebs  geschwülsten) wird in der Weise vorgenom  men, dass entweder das     Emanationspräparat     von     aussen    an das pathologische Gewebe an  gelegt wird, oder die Emanation in dünne  Kapillaren eingebracht wird, und diese in  das kranke Gewebe     eingespickt    werden. Für  diese     Spickmethode    ist es naturgemäss wich  tig, die Emanation in räumlich konzentrier  ter Form herzustellen, da sonst die Kapil  laren zu dick würden.

   Die Herstellung von       Emanationspräparaten,    insbesondere der  letztgenannten     Emanationskapillaren,    geschah    bisher mittelst der sogenannten     Emana.tions-          pumpen.    Die Schwierigkeit der räumlichen  Konzentrierung von Emanation liegt darin.  dass letztere stets mit Fremdgasen sehr stark  verdünnt ist, die vom     Radiumpräparat    unter  der Einwirkung der radioaktiven Strahlung  abgegeben werden. Mit Hilfe der     Emanations-          pumpen    wurde die Emanation von den ver  unreinigenden Gasen auf chemischem     oder     physikalischem Wege befreit..

   Es war dann  möglich, :die Emanation in die Kapillaren  hineinzubringen.     Emanationspumpen    stellen  sehr     komplizierte        Hochvakuumapparaturen     dar. Ihre Bedienung ist mit grossen Schwie  rigkeiten verbunden. Sie kann nur von einem  vakuumtechnisch ausgebildeten Personal ge  handhabt werden.

   Ausserdem arbeiten die       Emanationspumpen    nur dann einigermassen  rationell, wenn man sehr grosse Radium  mengen anwendet (500 bis 1000     mgr).    Die  Gewinnung von Emanation war daher nur      ,     -t        .n        wenigen        Stellen        möglich.        Es        bestand        schon     lange der Wunsch, -Emanation -in einfacherer  Weise als bisher an zahlreichen Stellen zu       gewinnen.     



  Die vorliegende Erfindung zeigt eine Lö  sung dieser Aufgabe, welche eine Vorrich  tung zur Gewinnung von Emanation und       Abfüllen    derselben in Behältnisse,     Kapilla,-          ren    usw. umfasst, wobei letztere mit einer  stark absorbierenden Substanz gefüllt sind,  das Volumen des     Radiumpräparates    mög  lichst klein gewählt ist im Verhältnis. zum  Volumen des zu füllenden Behältnisses, die  beiden Teile voneinander durch ein gasdurch  lässiges Filter getrennt und tote Volumina  in den beiden genannten Teilen möglichst  vermieden sind.  



  Eine solche Vorrichtung zur Gewinnung  von Emanation und Abfüllen derselben in  Behältnisse, Kapillaren usw. ist beispiels  weise in der Zeichnung dargestellt.  



  Die mit einem festen     Absorptionsmittel.     zum Beispiel Kohle oder     Silikagel,    gefüllte  Kapillare 1 ist mittelst einer Fassung, die  aus den einzelnen Teilen<I>g, f</I> und<I>d</I> be  steht, wobei unter     g    .ein Dichtungsring     h'     eingelegt ist, möglichst -     liftdicht    auf dem  Teil     a    der Vorrichtung aufgeschraubt.

   Zwi  schen Kapillare und     Radiumpräparat    i, wel  ches sich in dem Kanal b des Teils     a    be  findet, ist eine als     Filter        dienende    gasdurch  lässige Wand h angeordnet, zum Beispiel  aus Asbestpapier, welche die gasförmige Ema  nation durchlässt, dagegen das kostbare Ra  diumpräparat gegen Herausfallen schützt,  so dass dies nicht verloren gehen kann.  Gleichzeitig verhindert diese Wand     la    gegen  seitige Verunreinigung des Raumes für das       Radiumpräparat    i und des     Innenraumes    der  Kapillare 1.

   Mittelst des beweglichen Stem  pels     k    ist es möglich, das     Radiumpräparat   <I>i.</I>  durch Druck auf einen möglichst kleinen  Raum zusammenzupressen. Diesem Punkte  kommt besondere Wichtigkeit zu, indem das  Volumen des     emanierenden        Radiumpräpara-          tes    zum Volumen des zu füllenden Behält  nisses, beziehungsweise der Kapillare nicht  allzu gross, sondern möglichst klein sein muss,    da sonst ein zu grosser Teil der Emanation  im     Radiumpräparat    verbleibt und die Aus  beute sinkt.

   Die Verschraubung c dient zum  Abschluss des ganzen Apparates.     Vorteilhaf-          terweise    wird der freibleibende Teil des Ka  nals b mit Wachs oder Paraffin ausgefüllt.  um jeglichen Verlust an Emanation zu ver  hindern.  



  Die Gewinnung     bezw.    das Abfüllen der  Emanation geschieht nun in der Weise, dass  man den konischen Kopf f, in den die Ka  pillare     l    eingekittet ist, in den Apparat ein  setzt und mittelst des Dichtungsringes     h.'     und der Kappe     g    luftdicht festschraubt.  Nunmehr überlässt man die Apparatur sich  selbst, bis die erforderliche     Emanations-          menge    entstanden ist.

   Sodann schneidet man       mittelst    einer Zange die Kapillare von ihrem  Träger, dem Kopf f, ab.     Vorteilhafterweiae     bestehen die Kapillaren aus Goldröhrchen  von etwa 0,5 mm innerem Durchmesser und  0,1 mm Wandstärke, welche sich für die       erwähnte        Spickmethode    besonders eignen.  Mit Hilfe der     dargestellten    Vorrichtung ist  es möglich,     Ausbeuten    von     90%,sogar    von  <B>95%</B> der insgesamt vom     Radiumpräparat    er.  zeugten Emanation zu erreichen. Selbstver  ständlich kann statt einer Kapillare ein an-.

         ders    geformtes Behältnis benützt und mit  Emanation gefüllt werden.  



  Da die Emanation ein Produkt von ge  ringer Lebensdauer darstellt (3,8 Tage Halb  wertzeit) ist ein Transport der Emanation  über längere     Strecken    nicht möglich. Die  Herstellung der Emanation     muss    daher an  demselben Ort erfolgen, wo die Verwertung  stattfindet. Mit den bisherigen äusserst kom  plizierten teuren und zerbrechlichen     Ema-          nationspumpen    war die Herstellung der Ema  nation an bestimmte Stellen gebunden. Da  gegen gestattet die beschriebene Vorrichtung  die     Emanationsgewinnung    überall durchzu  führen, wo Emanation gebraucht wird, da  die Apparatur so zuverlässig und so einfach  arbeitet, dass sie auch in Händen von Nicht  physikern ohne weiteres funktioniert.

   Es sei  noch betont.     da.ss    die neue     Vorrichtung    mit      beliebiger     Radiummenge    arbeiten kann. Man  ist also nicht mehr genötigt, wie es bei den       Emanationspumpen    der Fall war, Radium  mengen von 500 bis 1000     mgr    anzuwenden.  Die Gewinnung von Emanation ist somit  auch kleinen Krankenanstalten und Privat  ärzten ermöglicht.  



  Die bisher bekannten, stark     emanierenden,     trockenen     Radiumpräparate    besitzen eine so  grosse Menge von Trägersubstanz (Eisen,       Thorium        etc.),    dass das Volumen dieser Prä  parate für den vorliegenden Zweck zu gross  ist. Bei Anwendung dieser Präparate würde  ein zu grosser Teil der Emanation im Ra  diumpräparat verbleiben. Es ist deshalb not  wendig, für den vorliegenden Zweck     emanie-          rende    Trockenpräparate mit weniger Träger  substanz als bisher herzustellen. Nach Hahn  wurde die Trägersubstanz so gewählt, dass  auf ein Atom Radium etwa 100 Atome Eisen  oder     Thorium    oder einer andern Träger  substanz genommen wurden.

   Für den vor  liegenden Zweck sind konzentrierte Präparate  vorgesehen, bei welchen auf ein Atom Ra-         dium    nur etwa 1,0 bis 30 Atome Eisen kom  men. Die     Vorrichtiwg    funktioniert natürlich  auch mit verdünnten Präparaten; aber es  ist nicht vorteilhaft, solche verdünnten Prä  parate anzuwenden, da. dann ein grosser Teil  der Emanation im     Radiumpräparat    verbleibt  und für die Ausnutzung verloren geht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zur Gewinnung von Ema nation und Abfüllen derselben in Behält nisse, Kapillaren usw., dadurch gekenn zeichnet, dass letztere mit einer stark absor bierenden Substanz gefüllt sind, das Volumen des Radiumpräparates möglichst klein ge wählt ist im Verhältnis zum Volumen des zu füllenden Behältnisses, die beiden Teil, voneinander durch ein gasdurchlässiges Fil ter getrennt sind und tote Volumina in den beiden genannten Teilen möglichst vermieden sind.
CH150471D 1928-11-05 1929-02-18 Vorrichtung zur Gewinnung von Emanation und Abfüllen derselben in Behältnisse, Kapillaren usw. CH150471A (de)

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DE150471X 1928-11-05

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CH150471D CH150471A (de) 1928-11-05 1929-02-18 Vorrichtung zur Gewinnung von Emanation und Abfüllen derselben in Behältnisse, Kapillaren usw.

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