CH150488A - Einrichtung für Gitterdetektion. - Google Patents

Einrichtung für Gitterdetektion.

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CH150488A
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Gloeilampenfabrieken N Philips
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Philips Nv
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      Eiurichtung    für     Gitterdetektioii.       Die Erfindung betrifft eine Einrichtung  für     Gitterdetektion    von' Hochfrequenz  schwingungen. Unter     Hochfrequenzschwin-          gungen    sollen hier und im folgenden auch  Schwingungen verstanden werden, die in der  drahtlosen Empfangstechnik als     mittelfre-          quent    bezeichnet werden. Das     Steuergitter     des Detektors ist dabei bekanntlich über  einen verhältnismässig kleinen Kondensator  mit der Quelle der     hochfrequenten-    Schwin  gungen verbunden.

   Die Folge dieses Um  standes und der einseitigen Leitfähigkeit der       Bahn-Gitterglühdraht    ist, dass bei jedem       hochfrequenten    Wellenzug das     mittlere    Poten  tial des Gitters abnimmt, da sich auf dem  Gitter Elektronen ansammeln, die     .-über    die  vorhandenen Ableitungswege. (unvollkom  mene Isolierung) oder über einen besonders  zu diesem Zweck vorgesehenen     Ableitungs-          wiederstand    abfliessen können.  



  Mit dieser Ab- und Zunahme des mitt  leren Gitterpotentials gehen selbstredend  eine Ab- und Zunahme des Anodenstromes    einher, die also im (hörbaren) Rhythmus der  Wellenzüge verlaufen und im Empfänger  wahrgenommen werden können.  



  Diese     Detektionsart    hat den Vorzug, be  sonders empfindlich zu sein und sie wird  deshalb ziemlich allgemein angewendet, im  Gegensatz zur     Anodendetektion,    die nur  praktisch anwendbar ist, wenn die Ampli  tude der empfangenen     Hochfrequenzschwin-          gungen    einen ziemlich erheblichen Wert hat  oder auf einen solchen Wert gesteigert ist.

    Die     obenbeschriebene        Gitterdetektion    weist  jedoch. den Nachteil -auf, dass die Anoden  stromschwankungen nur innerhalb gewisser  Grenzen mit den     Amplitudenänderungen    der  eintreffenden     Hochfrequenzschwingungen     gleichen     Schritt    halten, welche Proportio  nalität natürlich im allgemeinen erwünscht  ist.  



  Bei grosser Amplitude der hochfrequen  ten Gitterschwingungen nimmt nämlich das  mittlere - Gitterpotential um soviel ab, dass       die-    Röhre im untern gekrümmten Teil ihrer      Kennlinie zu arbeiten     beginnt,    was bedeutet,  dass der     mittlere    Anodenstrom nicht mehr  dem Wert entspricht, der aus der statischen       Kennlinie    als zu dem obenerwähnten niedri  gen Gitterpotential gehörig ablesbar ist, son  dern einen Wert enthält, der höher liegt,  und zwar infolge der auftretenden     Anoden-          detektion.    Letztere wirkt hier also der     Git-          terdetektian    entgegen,

       zerstört    die     obenei=     erwähnte Proportionalität und kann sogar  bei sehr kräftigen eintreffenden Signalen  eine     Umkehrung    der     Stärkenverhältnisse     veranlassen, das     heisst    bei zunehmender Am  plitude der eintreffenden Hochfrequenz  schwingungen wird der Empfang schwä  cher.  



  Wenn man sich also mit einer Vorrich  tung, die für den Empfang schwacher Sig  nale eingerichtet und zu diesem Zweck unter  anderem mit     Gitterdetektion    versehen ist,  einem kräftigen Sender     nähert,    so zeigt sich  die eigentümliche, aber     unerwünschte    Er  scheinung, dass man diesen Sender nur ge  hörig empfangen kann, wenn die Vorrich  tung nach der einen oder der andern Seite  hin     verstimmt    wird, denn bei     Abstimmung     auf Resonanz     wird    die Amplitude der Git  terschwingungen des Detektors so gross,

   dass  die     Gitterdetektion    durch die gleichzeitig  auftretende     Anodendetektion    nahezu ganz  zerstört     wird.     



  Die Erfindung betrifft eine Schaltung  für     Gitteidetektion,    bei der der oben  erwähnte Nachteil     vermieden        ist.     



  Das dabei gefolgte, neue     Prinzip    ist fol  gendes  Werden innerhalb einer     Detektorröhre     nicht ein, sondern zwei oder mehrere Steuer  gitter angeordnet, so können diese mit eben  sovielen     Punkten        einer        Schaltung    verbunden  werden, in der     hochfrequente        Schwingungen     laufen.

   Sofern die     obenerwähnte    Verbin  dung über einen     Gitterkondensator    erfolgt,  werden diese Gitter infolge der auftretenden       Gitterdetektion    den     mittleren    Anodenstrom,  unabhängig von einem gegebenenfalls vor  bandenen Phasenunterschied zwischen den er-    wähnten Punkten, in gleichem Sinne beein  flussen.  



  Für .die gegebenenfalls     gleichzeitig    auf  tretende     Anodendetektion    ist die Frage der  Phase, in der die verschiedenen Gitter  schwingen., jedoch von grosser Wichtigkeit.  Es ist nun möglich, durch richtige Wahl der  Punkte der Schaltung, mit .denen die Gitter  verbunden werden, einen derartigen Phasen  unterschied zwischen diesen Gittern herbei  zuführen, dass die Wirkung eines Gitters,  was die     Anodendetektion        betrifft,    in jedem  Augenblick durch die eines andern     Gitters     ganz oder grossenteils ausgeglichen wird.  



  Der einfachste Fall ist wohl, dass zwei  Steuergitter vorgesehen werden, zwischen  denen ein Phasenunterschied von etwa<B>180'</B>  unterhalten wird.  



  Liegen diese beiden Gitter in einer ein  zigen Ebene oder ist im allgemeinen     ihr    Ver  stärkungsfaktor (oder ihr Durchgriff) der  selbe, so müssen auch .die Amplituden der  diesen Gittern aufzudrückenden     Hochfre-          quenzschwingungen    in jedem Augenblick ein  ander in absolutem Wert gleich sein.  



  Bei verschiedenen     Verstärkungsfaktoren     muss das Verhältnis     zwischen    den den Git  tern aufzudrückenden Schwingungsampli  tuden entsprechend anders gewählt werden.  



  Bei drei Gittern sind diese an     Punkte    an  zuschliessen, zwischen     denen.        Phasenunter-          schiede    von 120   herrschen, usw.  



  Die Erfindung     ist        nachstehend    anhand  der Zeichnung näher     erläutert,    in :der in den       Fig.    1, 2 und 4     Ausführungsformen    beispiels  weise dargestellt sind.  



       Fig.    3     gibt    einen     graphischen        Vergleich     zwischen den     Ergebuissen    der neuen und der  alten     Gitterdetektionssehaltung    an.  



  In     Fig.    1 werden die von einer Antenne 1  aufgefangenen     Hochfrequenzschwingungen     über     einen        Reihenkondensator    2 in einen ab  stimmbaren Eingangskreis     _    3     einer        lloch-          frequenzverstärkerröhre    I geleitet. Diese  Röhre hat ein Steuergitter 4, eine Kathode 5  und eine Anode 6, die mit dem einen Ende  eines zweiten     abstimmbaren        greises    7 ver  bunden ist, der einen Drehkondensator 8 und      eine parallel zu diesem geschaltete.

   Spule 9  in     sich-schliesst,    die einen zwischenliegenden  Abzweigpunkt 10 aufweist: Das mit der  Anode 6 verbundene Ende des Kreises 7     ist     überdies über einen Gitterkondensator 11 mit  einem Gitter 13     einer        Detektorröhre        II    ver  bunden, während das andere Ende der Spule  9 über einen zweiten Gitterkondensator mit  einem zweiten Gitter 14 dieses Detektors  verbunden ist. Der Abzweigpunkt 10 der  Spule 9 ist     ferner    mit dem     positiven    Pol einer       Anodenstromquelle    verbunden.  



  Die     Detektorröhre    enthält ferner eine  Kathode 15 und     eine    Anode 16, die über ein  Telephon 17 mit dem     erwähnten        positiven     Pol verbunden ist. Die beiden Gitter 13 und  1.4 sind schliesslich über Ableitungswider  stände 18     bezw.    19 mit der Kathode 15 ver  bunden.    Die Wirkung ist wie folgt:    Nachdem .die aufgefangenen Schwingun  gen durch die Röhre I verstärkt worden sind,  gelangen sie     in.    den Kreis 7 und sie veran  lassen zwischen den Enden der Spulen 9       hochfrequente    Spannungsschwankungen, wo  bei zwischen diesen Enden ein Phasenunter  schied von<B>180'</B> . auftritt.

   Angenommen, dass  der Punkt 10 in der     Mitte    der Spule     9-liegt,     so sind die Amplituden der Schwingungen in  den genannten Enden untereinander in abso  lutem -Wert .gleich.  



  Diese     Schwingungen    werden über die  Kondensatoren 11     bezw.    12 den beiden Git  tern 13     bezw.    14 aufgedrückt, deren     mittlere     Potentiale beim Passieren eines Wellenzuges  also um einen gleichen     Betrag    abnehmen., so  dass, was die     Gitterdetektion    betrifft, das eine  Gitter die Wirkung des andern     unterstützt.     Die     hochfrequenten    Änderungen, welche die  beiden     Gitterpotentiale    beim Passieren des       \Vellenzuges    zeigen, haben     hingegen    keinen  Einfluss auf     die;

      Stärke des Anodenstromes,  da sie für das eine     Gitter    in jedem Augen  blick denen des andern     Gitters    ,gleich aber  entgegengesetzt sind. Die unerwünschte     Ano-          den.detektion    unterbleibt in diesem Falle also  ganz.    Es ist zu bemerken, dass bei ideeller Aus  gleichung durch Anwendung entgegengesetzt  wirkender Gitter- gar keine Hochfrequenz  ströme im Anodenkreis     des    Detektors mehr  auftreten, so dass es daher keinen Sinn mehr  hat, diesen     greis    auf den Gitterkreis zurück  zukoppeln.

   Auch der gebräuchliche     Telephon-          oder        Umlaufkondensator    parallel zum Emp  fänger 17 kann hier fortgelassen werden, da  bereits infolge der genannten Ausgleichung  das Fliessen von     Hochfrequenzströmen    in dem       niederfrequenten    Teil der Schaltung genü  gend verhindert wird.  



  Man kann einer völligen Ausgleichung  möglichst nahe kommen, wenn die beiden  Gitter 13     und    14 in derselben Ebene ange  ordnet werden und die Stäbe dieser Gitter  miteinander abwechseln.  



  Es können jedoch unbedenklich auch Git  ter in verschiedenen     Ebenen    verwendet wer  den, wenn nur bei der Wahl der Lage des  Punktes 10 diesem Umstand Rechnung ge  tragen wird.  



  Die     in        Fig.    1 dargestellte     Schaltung    hat  den Nachteil, dass die beiden Elektroden des  Drehkondensators 8 schwingen, wodurch der  sogenannte Handeffekt störend werden  könnte.  



  Um dies zu vermeiden, kann die in     Fig.    2  dargestellte Schaltung benutzt werden, die  nur was den Kreis 7 betrifft, von der in       Fig.    1 dargestellten abweicht. Der     Konden-          sator    8 liegt hierbei nämlich nicht zwischen  den beiden Enden der Spule 9, sondern zwi  schen dem Anodenende dieser Spule und dem       nichtschwingenden    Punkt 10, wodurch das  Abstimmen .des Kreises 7 vereinfacht wird.  



  In     Fig.    3 sind zwei Kurven a und b dar  gestellt, welche die am Empfänger 17 auf  tretende niederfrequente Wechselspannung  in Volt als Funktion     dar    Amplitude der       hochfrequenten    Gitterschwingungen in Volt  für normale     Gitterdetektion        bezw.    für mehr  fache, ausgeglichene     Gitterd-etektion    gemäss  der Erfindung darstellen. Beim Aufnehmen  der Kurve b wurde eine     Detektorröhre    mit  zwei in einer einzigen Ebene liegenden Git-           tern    benutzt, die beide mit einem Gitter  kondensator versehen waren.  



  Der durch die     Erfindung    erreichbare  Vorteil ist in dieser     graphischen    Darstellung  deutlich ersichtlich. Bei     geringen    Werten  der hochfrequenten     Gitterschwingungen,    bis  zu etwa 1 Volt, ist der Unterschied zwischen  den beiden     Detektionsarten    nur gering, aber  bereits bei 3 Volt ist ein Unterschied von  mehr als<B>100%</B> zu Gunsten der neuen     Schal-          tung    vorhanden.  



  Es zeigt sich also, dass der Detektor be  deutend stärker hochfrequent belastet werden  kann, was, wie bereits anfangs bemerkt, in  der Nähe von kräftigen Sendern von gröss  tem Vorteil ist, aber auch beim Empfang  von Sendestellen mit     geringer        Modulations-          tiefe    stets einen .grossen Nutzen hat, und als  allgemeiner Vorteil     gilt,    dass es möglich  wird, eine einzige     Niederfrequenzverstär-          kungsröhre    ziemlich grosser     Leistung    unmit  telbar hinter den Detektor zu schalten und  diese Röhre dennoch voll zu belasten.  



  In     Fig.    4 ist eine     Schaltung    nach der Er  findung gezeigt, in -der die     Detektorröhre     mit vier     Gittern    versehen ist, welchen Span  nungen zugeführt     werden-,    zwischen denen  90   Phasenunterschied besteht. Das Kupp  lungselement     zwischen    den beiden Röhren ist  hier aperiodisch.  



  Für das Wesen der Erfindung ist es  gleichgültig, ob der Detektor von einer, zwei  oder mehreren vorgeschalteten     Ilochfrequenz-          verstärkungsstufen,    oder unmittelbar aus der  Antenne gespeist wird.  



  Auch ist es. nicht notwendig, beide     bezw.     alle     Gitter    der     Detektorröhre    mit einem Git  terkondensator zu versehen, obwohl dies hin  sichtlich der Empfindlichkeit und der für die  Ausgleichung der     Anodendetektion    er  wünschten Symmetrie dennoch empfehlens  wert ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung für Gitterdetektion von Hochfrequenzschwingungen" dadurch gekenn- zeichnet, dass mindestens innerhalb derselben Detektorröhre angeordnete Gitter, von denen wenigstens einest mit einem Gitterkondensa tor versehen ist, mit ebensovielen Punkten der Schaltung verbunden sind, die derart ge wählt sind, dass, was die Anodendetektion betrifft, diese Gitter ihre Wirkungen gegen seitig wenigstens teilweise aufheben. UNTERANSPRüCHE: 1.
    Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass n Gitter mit rr schwingenden Punkten der Schaltung ver bunden sind, zwischen denen ein Phasen unterschied von EMI0004.0039 besteht. 2. Einrichtung nach Unteranspiuch 1, da durch, gekennzeichnet, dass die n Punkte der Schaltung überdies derart gewählt sind, dass die Amplituden der Hochfre- quenzschwingungen in diesen Punkten in absolutem Wert einander gleich sind.
    3. Einrichtung nach Unteranspruch 2, da durch. gekennzeichnet, dass die n Gitter innerhalb der Detektorröhre in derselben Ebene angeordnet üind. 4. Einrichtung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass .die Elemente, aus denen die Gitter bestehen, sich in der Ebene abwechseln.
    5, Einrichtung nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, däss die Detektor röhre zwei Gitter enthält, die je mit einem der beiden schwingenden. Enden einer Spule verbunden .sind, von der ein zwi schenliegender, nichtschwingender Punkt über einen Abstimmkondensatar mit einem der genannten schwingenden Enden ver bunden ist.
CH150488D 1929-06-20 1930-05-07 Einrichtung für Gitterdetektion. CH150488A (de)

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