CH150505A - Hydraulische Bremsvorrichtung, vornehmlich für Kraftfahrzeuge. - Google Patents

Hydraulische Bremsvorrichtung, vornehmlich für Kraftfahrzeuge.

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CH150505A
CH150505A CH150505DA CH150505A CH 150505 A CH150505 A CH 150505A CH 150505D A CH150505D A CH 150505DA CH 150505 A CH150505 A CH 150505A
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Company Hydraulic Brake
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Description


  Hydraulische     Bremsvorrichtung,    vornehmlich für Kraftfahrzeuge.    Eine der Schwierigkeiten beim Bau eines       Hauptzylinders    für eine hydraulische Brems  vorrichtung besteht in der Schaffung eines       Antriebsmittels    für den Kolben des Zylin  ders, das die Abdichtung des Zylinders ge  gen das Eindringen von Luft ermöglicht.  Das Vorhandensein selbst kleiner Luftmen  gen im Hauptzylinder oder Flüssigkeits  system     beeinträchtigt    wesentlich den ord  nungsgemässen Betrieb des Bremssystems  wegen der     hohen,        gomprimierbarkeit    der Luft.  



  Zweck der Erfindung ist die Schaffung  einer verbesserten hydraulischen Bremsvor  richtung, vornehmlich für Kraftfahrzeuge,  die sich durch einen senkrecht angeordneten  Hauptzylinder kennzeichnet, der mit seinem  offenen obern Ende in einen Flüssigkeits  behälter hineinreicht, welch letzterer von  oben durchsetzt wird von einer Stange zur  Betätigung des Kolbens im Hauptzylinder  zwecks     Erzeugung        eines    Flüssigkeitsdruckes  für die     Bremsung.       Die Zeichnung veranschaulicht ein Aus  führungsbeispiel des Erfindungsgegenstan  des.  



       Fig.    1 zeigt das Gesamtschema. einer hy  draulischen Bremsvorrichtung gemäss der Er  findung;       Fig.    2 ist ein Schnitt durch den Haupt  zylinder und Flüssigkeitsbehälter.  



  Die gezeichnete Vorrichtung besitzt einen  Hauptzylinder 11 und einen Flüssigkeits  behälter 12. Der Hauptzylinder besteht aus  einem     Gussstück    mit einem angegossenen,  radial abstehenden Flansch 13, mittelst des  sen der Apparat an einer Platte 14 am  Kraftfahrzeug befestigt werden kann. Das  untere Ende des Zylinders ist geschlossen  und     mit    einer Anzahl rohrförmiger Bohrun  gen 15 versehen, in die Gewinde eingeschnit  ten sind und die Nippel 16 aufnehmen,     mit-          telst    deren der Anschluss an die Rohre 17  bewirkt wird.

   Von     letzteren    führen zwei  zu     Radbremszylindern    18 der Vorderräder      und die andern zu den     Radbremszylindern     18 der Hinterräder.  



  Unmittelbar oberhalb des Flansches 13  ist der Zylinder mit einem verdickten Teil  versehen, der Gewinde trägt und den     becher-          förmigen    Unterteil 19 des Flüssigkeitsbehäl  ters 12 aufnimmt.  



  Der     becherförmige    Unterteil hat einen  sich radial erstreckenden Flansch 21, der  nach oben gebogen ist und einen Ansatz  22 bildet. Dieser Ansatz ist zum Teil etwas  abgesetzt, um den Rand des Behältermantels  23, vorzugsweise aus Metallblech, aufzuneh  men, der an den Ansatz     angeschweisst    oder  angelötet werden     kann..     



  Das obere Ende des Flüssigkeitsbehälters  12 ist mit einem Deckel 24, vorzugsweise aus  Metallblech versehen, der mit ersterem  dauernd durch     Schweissung    oder dergleichen  verbunden sein kann.  



  Der Behälter 12 besitzt einen Füllstopfen  24a, der in eine Öffnung des Deckels 24 ein  geschraubt wird.  



  Im Behälter ist ein     Flüssigkeitsstandzei-          ger    24b angeordnet, der zum Beispiel aus  einem Schwimmer 24e und einer Anzeige  stange 24d besteht, die am Schwimmer be  festigt ist und durch eine Bohrung 24e des  Füllstopfens 24a über den Behälter hinaus  ragt.  



  Der Deckel 24 ist mit einer kreisrunden  Öffnung versehen, deren Begrenzungsrand  nach oben gebogen ist und einen Ansatz 25  bildet, der rings herum mit     einem    Wulst  26 versehen ist.  



  Das unten liegende Austrittsende des Zy  linders 11 besitzt ein Ventil 31, das durch  eine Feder 32 gegen das Zylinderende ge  drückt wird. Das Ventil 31 hat eine mittlere  Bohrung 33, die durch ein zweites Ventil  34 gewöhnlich verschlossen wird. Das Ven  til 34 ist mit einem Ventilschaft 35 ausge  rüstet, der die Bohrung 33 durchsetzt und  eine Kappe 36 trägt.  



  Zwischen dem Ventil 31 und der Kappe  36 sitzt     eine    Feder 37, die normalerweise  das Ventil 34 in seiner Schliessstellung hält.  Im obern Ende des Zylinders 11 ist     ein    Kol-         ben    38 angeordnet, der eine ringförmige       Ausnehmung    39 und eine besondere trich  terförmige Vertiefung 41 zur Aufnahme des  Endes einer Kolbenstange 51 aufweist. Die  Vertiefung 41 und die     Ausnehmung    39 ste  hen durch eine Anzahl Kanäle 43 in Ver  bindung miteinander. Die     Ausnehmung    39  ist mit dem Flüssigkeitsbehälter auch durch  eine grosse Öffnung 44 im Mantel des Zy  linders 11 verbunden.  



  Die vordere Kolbenfläche ist mit einem       Dichtungsstulp    45 versehen, der normaler  weise die vertikalen Bohrungen 46 in der  Kolbenfläche abdeckt. Ein Ende der Feder  32 liegt auf einer Scheibe 47 auf, die den       Dichtungsstulp    zur Anlage an die untere  Kolbenfläche bringt.  



  Während der     Vorwärtsbewegung    des Kol  bens wird in dem Hauptzylinder ein Flüs  sigkeitsdruck erzeugt, der das Ventil 34 vom  Sitz abhebt, so dass     die    Flüssigkeit in die  Bremsleitungen 17 und zu den     Radbremszy-          lindern    18 gelangen kann. Nach     Aufhebung     der den Kolben nach unten treibenden Kraft  ist die Feder 32, bestrebt, den Kolben in seine  normale Stellung     zurückzubringen,    wodurch  im Zylinder ein Unterdruck entsteht.

   Trotz  dem wird in .den     Flüssigkeitsleitungen    und       Radbremszylindern    ein Überdruck aufrecht  erhalten, weil die Feder 32 das Ventil 31  auf seinen Sitz drückt und die Rückkehr der  Flüssigkeit in den Hauptzylinder nur entge  gen der     Wirkung    des     Ventils    gestattet.  



  Der Unterdruck im Hauptzylinder wäh  rend des Rückganges des Kolbens veranlasst  den     Dichtungsstulp    45, die Bohrungen. 46  freizulegen. Dadurch kann Flüssigkeit aus  dem Flüssigkeitsbehälter in den Hauptzylin  der eintreten. Nach Rückkehr des Kolbens  in seine ursprüngliche Stellung, die durch  eine Anzahl aus der Zylinderwand nach in  nen ragender Stifte 40 bestimmt wird, fliesst  eine weitere Menge von Flüssigkeit aus:

   den  Flüssigkeitsrohren 17 in den Zylinder, wobei       eine    Bohrung 48 in der     Zylinderwand    un  mittelbar unterhalb dem untern Kolbenrand  in der obern     Endstellung    des, Kolbens der      überschüssigen Flüssigkeit die Rückkehr in       den    Flüssigkeitsbehälter ermöglicht und be  wirkt, dass der Hauptzylinder und die Flüs  sigkeitsleitungen jederzeit mit -einer     genii-          genden    Menge von Flüssigkeit gefüllt sind.  



  Das obere Ende der Stange 51 ist mit  einem Kupplungsglied 52 mit Innengewinde  versehen, in das eine     Stange    42 eingeschraubt  ist, deren Länge somit .eingestellt werden  kann. Eine Gegenmutter 54     sichert    die Ein  stellung der wirksamen Länge der Stange 42.  Am     untern    Ende des Kupplungsgliedes 52  befindet sich .eine Nut 55, in die eine     Scheibe          .\r6    eingreift. Bei der Abwärtsbewegung der  Stange 42 und damit der Stange 51 begrenzt  die Scheibe 56 diese Bewegung dadurch, dass  sie sich auf den obern Rand des Hauptzylin  ders aufsetzt.

   Das Kupplungsglied 52 ist  auch mit einer Ringnut 57 zur Aufnahme  des. einen Endes einer elastischen Kappe 58       ans    Gummi oder einem andern geeigneten  Stoff versehen. Das obere Ende der Kappe  besitzt einen Wulst 59, der in die Ringnut  57 an dem Kupplungsglied eingreift, worin       (#r    durch einen Ring 61. festgehalten ist.  



  Die Kappe 58 ist kegelförmig und an  ihrem untern Ende mit einem Wulst 62 ver  sehen, der bei     Überschieben    über den Wulst.  26 in die Nut des Ansatzes 25 einschnappt  zu dem     Zwecke,    einen dichten Abschluss ge  gen das Austreten von Flüssigkeit an dieser  Stelle zu bewirken. Das obere Ende der  Stange 42 ist am Arm 64 des Bremspedals  65     angelenkt.    Letzteres ist bei 66 schwing  bar am Fahrgestell des     Kraftfahrzeuges    ge  lagert. Eine     Rückzugfeder    67 für das  Bremspedal ist zwischen dem Deckel 24 und  einem Federteller 68 angeordnet. Der Fe  derteller ist zwischen die Gegenmutter 54  und das Ende des Kupplungsgliedes 52 ein  gesetzt.

   Die Feder 67 ist um den Wulst  62 der Kappe 58     gewickelt    und verstärkt       5o    die Abdichtung zwischen Wulst 62 und  Ansatz 25. Um die Bremse zur     Wirkung     zu bringen, tritt der Fahrer auf das Pedal  65, wodurch .die Stange 42     nach;    unten ge  schoben und der Kolben betätigt wird, der    einen Flüssigkeitsdruck im System zum  Zwecke der Bremsung     hervorruft.     



  Durch die     Abwä.rtsbeweg-ung    der Stange  42 wird die elastische Kappe 5<B>8</B> genügend  schlaff, um eine geringe Bewegung der  Stange 42 nach     rechts    in bezug     auf        Fig.    1.  zuzulassen,     wenn    der Arm 64 sich um seinen  Zapfen 66 dreht. Wird das Bremspedal nach  einer Bremsung losgelassen, so kehren Brems  pedal 65 und Stange 42 sofort in ihre Ruhe  stellung unter der Wirkung der Feder<B>67</B>  zurück, und der Kolben 38 folgt dann all  mählich in der angegebenen Weise nach.  



  Wegen ihrer ausserordentlichen Einfach  heit ist .die beschriebene Vorrichtung billig  in der Herstellung und sichert .einen wir  kungsvollen Bremsanzug.  



  Ein wichtiger Vorteil der neuen Brems  vorrichtung besteht darin, dass der Behälter  in der Hauptsache aus Blech hergestellt wer  den kann, was die     Herstellung    erheblich ver  einfacht und verbilligt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Hydraulische Bremsvorrichtung. vor nehmlich für Kraftfahrzeuge, gekennzeich net durch einen senkrecht angeordneten Hauptzylinder, der mit seinem offenen obern Ende in einen Flüssigkeitsbehälter hinein reicht, welch letzterer von oben durchsetzt wird von einer Stange zur Betätigung des Kolbens im Hauptzylinder zwecks Erzeu gung eines Flüssigkeitsdruckes für die Bremsung.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die ge- nannte Stange federnd auf dem Flüssig keitsbehälter angeordnet ist und eine Verbindung zwischen einem Bremspedal und dem Kolben im Hauptzylinder bil det. z. Bremsvorrichtung nach Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet, dass die Stange federnd auf dem obern Ende des Behäl ters mittelst eines. elastischen Gliedes und einer dieses Glied umgebenden Rückzugsfeder gelagert ist. 3.
    Bremsvorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückzugsfeder nach jeder Betätigung des Bremspedals die Stange unabhängig vom Kolben in ihre normale Ruhestellung zurückführt. d.. Bremsvorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das obere Ende des Behälters mit einem eine Öffnung auf weisenden Deckel versehen ist, welche Öffnung eine seitliche Bewegung der durch dieselbe sich erstreckenden Stange erlaubt. 5.
    Bremsvorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekenn zeichnet, dass das elastische Glied die Stange umgibt und an ihr sowie an dem Behälter befestigt ist, um letzteren ge gen Eintritt von Staub zu schützen. 6. Bremsvorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 2, 4 und 5, da durch gekennzeichnet, dass die Öffnung im Deckel des Behälters von einem eine umlaufende Nut bildenden Flansch be grenzt wird, welche Nut zur Aufnahme.
    eines Randwulstes des elastischen Glie des dient und wobei die Rückzugsfeder derart angeordnet ist, dass sie das Be- ureben hat, den Randwulst des elasti schen Abdichtungsgliedes dicht in die umlaufende Nut zu pressen. 7. Bremsvorrichtung nach Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet, dass der Haupt zylinder aus einem mit. einem Befesti gungsflansch versehenen Gussstück be steht, während der Flüssigkeitsbehälter in der Hauptsache aus Blech besteht. B.
    Bremsvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Flüs sigkeitsbehälter auf dem Hauptzylinder mittelst eines flansohförmigen, zwischen dem obern und untern Ende des letz teren abnehmbar befestigten Glied auf gesetzt ist, welch letzteres als Boden des Behälters dient. 9. Bremsvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Flüssigkeitsbehälter eine Füllöffnung vorgesehen ist, die gleichzeitig zur Auf nahme von Mitteln dient, um Abwei chungen des Flüssigkeitsstandes von der zum Betrieb erforderlichen Höhe anzu- zeigen.
    10. Hydraulische Bremsvorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 9, wie in der Zeichnung .dargestellt und in bezug darauf beschrieben.
CH150505D 1929-04-12 1930-03-27 Hydraulische Bremsvorrichtung, vornehmlich für Kraftfahrzeuge. CH150505A (de)

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