Verfahren zur feinstufigen Fernsteuerung elektrisch gekuppelter Wechselstromfahrzeuge. Feinstufige Regeleinrichtungen für Stu fentransformatoren, bei denen innerhalb aller oder einzelner Grobstufen eine Anzahl durch Kollektor- oder Flachbahnregler geschal tete Feinstufen liegen, haben den Nachteil, dass die Kontakte und das Widerstands material der Feinstufen leicht verbrennen, wenn sie zu langsam oder zu schnell ge schaltet werden.
Bei den handbetätigten Regeleinrichtun gen für die Stufentransformatoren einzelner Wechselstromfahrzeuge fällt der geschilderte -Mangel gar nicht oder nur wenig ins Ge wicht, weil die vorschriftsmässige Betätigung solcher Schalter allein schon ziemlich viel Kraft erfordert, ein zu schnelles Schalten der Feinstufen sich daher ganz von selbst verbietet. Der Führer muss lediglich ein zu langsames Schalten der Feinstufen, insbeson dere aber jedes Stehenbleiben auf den Fein stufen innerhalb der Grobstufen vermeiden.
Ganz anders liegen die Verhältnisse in- ,dessen bei der Steuerung von mehreren eIeh- trisch gekuppelten Einzelfahrzeugen. Ein(, Regeleinrichtung, welche die Feinstufexi der Stufentransformatoren mehrerer elektrisch gekuppelter Einzelfahrzeuge mittelst Kol lektor- oder Flachbahnregler schaltet, wäre nur möglich.
wenn jedes Einzelfahrzeug fair den Antrieb seines Feinreglers einen beson deren Hilfsmotor erhielte, und wenn die Hilfsmotoren aller elektrisch miteinander ge kuppelter Fahrzeuge dann vom führenden Fahrzeuge aus ferngesteuert würden. Ein(, derartige Feinregelung der Triebtnotorer) mehrerer elektrisch gekuppelter Einzelfahr zeuge aber würde, falls man nicht zu auBer- ordentlich umständlichen Anordnungen grei fen wollte, von einer für ein synchrones Arbeiten erforderlichen, absolut konstanten Drehzahl aller Hilfsmotoren abhängig sein.
Sie wäre daher für den Rangierbetrieb völli- ungeeignet, weil dabei ein verhältnismässig sehr schnelles Aufwärts- und Abwärtäregeln gefordert wird.
Aber selbst. bei der Fahrt auf freier Strecke würden sich die Mängel einer starren Antriebsgeschwindigkeit für die ferngesteuerten Kollektor- oder Flach- bahnregler ohne Zweifel häufig genug zei gen (so zum Beispiel infolge des stets un gleichmässigen Zustandes der Strecke, infolge der wechselnden Steigungen usw.).
Wollte man anderseits, um diesen Nachteil zu ver meiden, die Hilfsmotoren, trotz der dadurch bedingten Verwicklung der Anordnungen, für verschiedene Schaltgeschwindigkeit ein richten, so würde .bei zu schnellem oder zu langsamen Schalten wiederum die Gefahr des Verbrennens der Kontakte und des Wi derstandsmaterials der Feinstufen gegeben sein:
Die vorliegende Erfindung betrifft nun ein -Verfahren zur feinstufigen Fernsteue rung, für elektrisch gekuppelte Wechsel- stromfahrzeuge, die alle diese Mängel nicht aufweist, und die dabei den weiteren Vor teil hat, dass zwischen je zwei Fahrzeugen nur zwei Starkstrom führende Kupplungs leitungen erforderlich sind.
Die Erfindung besteht darin, dass die von den Motoren der Einzelfahrzeuge aufge nommene Leistung nur zu einem den jeweils eingeschalteten Grabstufen entsprechenden Teil dem Eigentransformator eines jeden ein zelnen Fahrzeuges entnommen wird, während die für die Feinregelung sämtlicher elektrisch miteinander Crekuppelter Fahrzeuge erforder liche zusätzliche Leistung von dem Trans formator des führenden Fahrzeuges allein geliefert wird.
Die Grobstufenschaltung einer solchen Regeleinrichtung für die Stufentransforma toren elektrisch miteinander gekuppelter Fahrzeuge erfolgt vorzugsweise mittelst fern gesteuerter, elektropneumatischer oder elektro magnetischer Schütze, die an Anzapfungen der Niederspannungsseite der Stufentransfor matoren angeschlossen sind.
Die Anzahl der Schütze, die dabei an jede einzelne Grobstiifenanzapfung a.nzu- schliessen sind (eines, zwei, drei oder noch mehr), hängt sowohl von den durch die ein- zelnen Schütze zu bewältigenden maximalen Stromstärken als auch von ihrer Belastungs fähigkeit ab,
Das Anlegen der Triebmotoren an Span nung erfolgt beispielsweisz durch die Grob- @tufenschütze über die Sekundärwicklungen von Hilfstransformatoren und an die Mittel punkte dieser Sekundärwicklungen ange schlossene Spannungsteiler. Die Sekundär wicklungen der Hilfstransformatoren sind dann also an die einzelnen Grobstufenschütze angeschlossen. Es können Zweifach- oder Mehrfach-Hilfstransformatoren nach Art der sogenannten Zweifach- bezw. Mehrfach- Schaltdrosseln vorgesehen werden.
Die Zahl der Hilfstransformatoren entspricht der Zahl der an die Anzapfungen angeschlossenen Schütze. In .dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 1 sind zwei, in dem Ausführun gsbei- spiel nach Abb. \? dagegen drei Hilfstrans formatoren vorgesehen.
Die Verbindung der Grobstufenschütze finit den Hilfstransformatoren erfolgt, wenn Zweifach - Hilfstransformatoren vorgesehen sind, beispielsweise derart, dass in jedem Fahrzeug das erste Schütz einer jeden An zapfung mit dem ersten Hilfstransformator, das zweite Schütz mit dem zweiten verbun den sind. Dabei sind die Schütze in jedem Einzelfahrzeuge zweckmässigerweise so an die Sekundärwicklungen der Hilfstransformato ren angeschlossen, dass die Schütze der Grob stufen-Anzapfungen mit ungerader Ord nungszahl mit der einen der beiden.
Hälften der Sekundärwicklungen der Hilfstransfor matoren verbunden sind und diejenigen der Anzapfungen mit. gerader Ordnungszahl sämtlich mit der andern Hälfte verbunden sind.
Innerhalb der so geschalteten Grobstufen können die Feinstufen lediglich vom führen den Fahrzeuge aus durch die Beeinflussung der Erregung der Hilfstransformatoren in allen elektrisch miteinander gekuppelten Fahrzeugen geschaltet werden.
Diese Beeinflussung erfolgt zum Beispiel durch einen - zweckmässig als '.\locken- sehalter ausgebildeten - Regelschalter im führenden Fahrzeuge, der mit seinen An schlüssen gleichfalls an eine Reihe von An zapfungen der Sekundärwicklung des Stu fentransformators liegt und demzufolge un mittelbar aus dieser fliessende Ströme führt. Die Anzapfungen für die Anschlüsse des Noekenschalters können dabei in jeder zweck mässig erscheinenden Weise auf der Sekun därwicklung des Stufentransformators ange ordnet sein. Besonders vorteilhaft ist es, sie mit den für die Stufenschütze der Grob stufenschaItung bereits vorhandenen Anzap- fungen zu vereinigen.
Unter Umständen können sie auch an einen besonderen Zwi schentransformator angeschlossen werden, der seinerseits an der Sekundärwicklung des Stufentransformators liegt.
Die durch den Regelschalter des führen den Fahrzeuges bewirkte Beeinflussung der Hilfstransformatoren aller elektrisch mitein ander gekuppelten Fahrzeuge erfolgt zweck mässigerweise durch die Änderung der Er regung ihrer Primärwicklungen, und zwar so, dass immer die Primärwicklungen der jenigen Hilfstransformatoren in den einzel nen Fahrzeugen erregt werden, die der je weils zu überbrückenden Grobstufe gerade zugeordnet sind:
Die Erregung jeder Pri märwicklung erfolgt dabei mit Vorteil in der Weise, dass sie durch den Regelschalter des führenden Fahrzeuges über Schaltdrosselspu len oder andere Widerstände nacheinander an verschiedene Spannungsbereiche der Se- kundärwicklung des Stufentransformators gelegt wird. Dabei können die Schaltdros seln oder die an ihrer Stelle verwendeten Widerstände auf den Feinstufen entweder einschenklig oder auch zweischenklig an den Nockenschalter bezw. an die Sekundär wicklung des Stufentransformators angelegt werden.
Die Zuordnung der einzelnen Hilfstrans formatoren - sofern in den Fahrzeugen zwei oder mehr vorgesehen sind - zu der jeweils zu überbrückenden Grobstufe erfolgt bei spielsweise während des Regelvorganges durch Hilfsschütze, welche die Primärwick lungen der Hilfstransformatoren in ständi- der Aufeinanderfolge an die von dem Regel schalter abgegriffene Regelspannung anlegen und wieder abschalten.
Der im vorstehenden beschriebene fein stufige Rebelvorgang setzt voraus, dass das Übersetzungsverhältnis der Hilfstransforma toren derart gewählt ist. dass die durch eine Drehung .des Nockenschalters im führenden Fahrzeug um den vollen auf eine Grob#4nfe entfallenden Schaltwinkel in den Sekundär wicklungen der Hilfstransformatoren verur sachte Spannungsänderung der Spannungs differenz einer Grobstufe entspricht.
Das bei Beginn der Feinstufenregelung abzuschal tende Schütz der zu überbrückenden Grob stufe fällt dann stets funkenlos ab und das nach Beendigung des Regelvorganges bis dahin noch offene Schütz der nächsten Grob stufe schaltet ebenso funkenlos ein.
Der auf eine Grobstufe entfallende Schaltwinkel des Regelschalters Bann grund sätzlich beliebig gross gewählt werden. Prak tisch ist er jedoch meist dadurch bestimmt, dass eine fortschreitende Regelschaltung bei gleichbleibender Drehrichtung der Nocken walze angestrebt wird, welche ihrerseits aber einen gewissen Durchmesser nicht überschrei ten darf.
Auf jeden Fall müssen die Pri märwicklungen der Schaltdrosselspulen so angeschlossen, die Schaltwinkel des Regel schalters so gewählt und die Nocken auf sei ner Nockenwalze so angeordnet sein, dass die Schaltdrosselspulen stets in der richtigen Weise, das heisst also in einem einer fort schreitenden Feinstufenschaltung entspre chenden Sinne magnetisiert werden.
Ist eine für eine gleichbleibende 1-Tmdrehungsrichtung der Nockenwalze geeignete Abwicklung nicht zu erreichen, so kann die für eine ffortsehrei- tende Feinstufenschaltung erforderliche Er regung der Primärwicklungen aller Schalt drosselspulen in ihrer Aufeinanderfolge auch durch die Anordnung von Umkehrgetrieben im Nockenschalter oder von geeigneten Um schaltvorrichtungen im Erregerkreis erzwän- gen werden.
Die Steuerung der Umschalt- einrichtungen im Erregerkreis kann dabei durch die Nockenwalze selbst erfolgen.
Während des Schaltens der Feinstufen innerhalb einer Grobstufe soll der Erreger kreis der Schaltdrosselspule niemals unter brochen werden, die Nocken auf der Mantel fläche des Nockenschalters sind daher zweck- mä.ssigerweise so angeordnet, dass der Regel vorgang bei der Feinstufenschaltung ohne jede Unterbrechung erfolgt.
Der für die Schaltung der Feinstufen vor- #0esehene Nockenschalter kann hinsichtlich seiner praktischen Ausführung im wesent lichen den allgemein bekannten Strassenbahn- Nockenschaltern entsprechen.
Mit besonderem Vorteil wird dieser Fein stufen-Nockenschalter mit der Meisterwalze für die Grobstufenschaltung zu einem Füh rerschalter zusammengebaut, wobei die Schaltbewegungen des Nockenschalters und der Meisterwalze in einem bestimmten ge genseitigen Verhältnis stehen. Die in dem Führerschalter vereinigten beiden Schaltor gane werden dann durch einen gemeinsamen Handantrieb betätigt. -Unter 'Umständen -ist ein Wendebetriebe für die Nockenwalze vor gesehen.
In jedem der beiden Führerstände eines Einzelfahrzeuges kann ein Führerschalter der beschriebenen Art angeordnet sein. Mit ganz besonderem Vorteil wird jedoch anstatt dessen ein einziger Führerschalter in der Mitte des Fahrzeuges vorgesehen, der dann durch Handantrieb von den Führerständen des Fahrzeuges aus unter Zuhilfenahme me- cltanischer Übertragungsvorrichtungen betä tigt wird. Eine besonders einfache und bil lige Anordnung ergibt sich dabei, wenn der Führerschalter mit dem Stufentransformator fest verbunden, zum Beispiel unmittelbar zu sammengebaut ist.
In den Abb. 1 und 2 sind Ausführungs beispiele von jeweils zwei elektrisch mitein ander gekuppelten und mit einer feinstufigen Regeleinrichtung; nach der vorliegenden Er findung ausgerüsteten Wechselstromfahr- zeugen dargestellt. In beiden Fällen sind die gekuppelten Fahrzeuge im Aufbau völ- lig gleich, so dass jedes einzelne als füh rendes Fahrzeug dienen kann.
In dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 1 sind die Sekundärwicklungen Toi und eo2 der Stufentransformatoren in den beiden Fahr zeugen 1 und 2 mit je elf Anzapfungen ver sehen. An jeder dieser Anzapfungen liegen je zwei Grobstufenschütze. Jedes Fahrzeug besitzt also zweiundzwanzig Grobstufen schütze. Diejenigen des Fahrzeuges 1 sind mit den Sekundärwicklungen der Hilfstrans formatoren dil und d12 und diejenigen des Fahrzeuges 2 mit. den Sekundärwicklungen der Hilfstransformatoren d." und d== verbun den.
In welcher Weise die verschiedenen Grobstufensehütze dabei an die einzelnen Hälften der Sekundärwicklungen angeschlos sen sind, ergibt sich aus der Darstellung in der Abb. 1 ohne Schwierigkeit.
Die Triebmotoren des Fahrzeuges 1 sind mit den Mittelpunkten der Sekundärwick lungen der Hilfstransformatoren dii und d,., über den Spannungsteiler tl, diejenigen des Fahrzeuges 2 mit den Mittelpunkten der Se kundärwicklungen der Hilfstransformatoren d." und d== über den Spannungsteiler t2 ver bunden.
Die Primärwicklungen der Zweifach Schaltdrosselspulen dil und d1, sind über die in dem Fahrzeuge 1 durchgehenden Leitun gen Teil und 7c1_ einerseits an den Nullpunkt der Schaltdrossel sil und anderseits an den Nullpunkt der Schaltdrossel sie angeschlos sen.
In gleicher Weise sind die Primärwich- lungen der Zweifach-Sehaltdrosselspulen d.,l und d=2 über die in dem Fahrzeuge 2 durch gehenden Leitungen 7c::1 und lc., .einerseits an den Nullpunkt der Schaltdrossel sn und anderseits an den Nullpunkt der Schaltdros sel angeschlossen.
An Stelle der Schaltdrosseln s11, s1", s.,l und s.22 können übrigens, falls eine noch fei nere Abstufung erforderlich sein sollte, zwei Gruppen von mehreren durch Spannungsteiler zusammengefassten Schaltdrosselspulen ange ordnet werden.
Die Regelung der Feinstufen erfolgt ent weder vom Fahrzeug 1 aus durch den Nok- kenschalter n1 oder aber vom Fahrzeuge 2 aus durch den Nockenschalter n2 dadurch. dass sie die Drosselspulen s11 und s" b.ezw. s21 und s22 nacheinander an verschiedene Spannungsbereiche der Sekundärwicklung 2.0, bezw. w2 legen.
Die in der A.bb. 1 dargestellte Abwick lung der Nockenwalze des Nockenschalters 1 zeigt die für die Feinstufenregelung inner halb einer Grobstufe erforderliche Nocken anordnung mit. 10 Schaltstufen zwischen zwei Nullstellungen.
Damit sich die Wirkung der vom füh renden Fahrzeuge ausgehenden Feinstufen regelung auch auf das zweite Fahrzeug er streckt, ist dieses. mit dem führenden Fahr zeug derart gekuppelt, dass die durchgehen den Leitungen k" und k" des Fahrzeuges 1 mit den durchgehenden Leitungen k21 und k 22 des Fahrzeuges 2 über die Kupplung zwischen den Fahrzeugen 1 und 2 hinweg ein durchgehendes Leitungspaar k11 bis k 21 und lc" bis k22 bilden.
Dadurch werden die Primärwicklungen der H11fstranSformatssren beider Fahrzeuge, die an .dieser durchgehen den Doppelleitung liegen, an die Feinstufen Regelvorriohtung des jeweils, führenden Fahrzeuges gelegt. Es ergibt sich also, dass, wie bereits erwähnt, bei der vorstehend be schriebenen feinstufigen Regeleinrichtung lediglich zwei Starkstrom führende Leitun gen gekuppelt werden müssen.
Gegebenenfalls kann die im vorstehenden beschriebene Anordnung auch auf mehr als zwei miteinander gekuppelte Fahrzeuge aus g o edehnt werden. Es ist dann nur erforder- lich, die durchgehenden Leitungen sämt licher Fahrzeuge, an denen die Primärwick lungen der Schaltdrosselspulen liegen, mit einander zu verbinden, um den gewünschten Effekt,
das heisst also die Beeinflussung der Schaltdrosselspulen in allen miteinander ge- kuppelten Fahrzeugen zwecks Regelung der Feinstufen, zu erzielen.
Eine der Darstellung 1 entsprechende Re geleinrichtung wirkt nun folgendermassen: Angenommen, das Fahrzeug 1 sei das füh rende und seine Schützgruppen 41-42 und 51-52 seien, ebenso wie die Schützgruppen 41'-42' und 51'-52' des damit gekuppel ten Fahrzeuges 2, geschlossen.
Dann werden die Triebmotoren des führenden Fahrzeuges 1 durch die eingeschalteten Schütze 41-42 und 51-52 über die Sekundärwicklungen der Hilfstransformatoren d11 und d12,
sowie über den diese zusammenfassenden Spannungstei- ler t1 an die Sekundärwicklung 2i-1 des einen Hilfstransformators gelegt und die Triebmo- toTen .des mit dem führenden Fahrzeug ge- kuppelten Fahrzeuges 2 durch die einges.ehal- t.eten Schütze 41'-42' und 51'-52' über die Hilfstransformatoren d21 und d22,
sowie über den diese zusammenfassenden Spannungstei- ler t2 an die Sekundärwieklung 2c,. Abge sehen vom Magnetisierungsstrom werden dann die beiden Hälften der Sekundärwick- lungen jedes der Hilfstransformatoren d".
dl." d21 und d22 von zwei Strömen durch- flossen, deren magnetische Einwirkungen auf den primärseitig unerregten Hilfstrans- formater sich aufheben.
Die Sekundärwicklungen der Hilfstrans formatoren wirken dabei ebenfalls als Span- nungsteiler. Fallen nun beim Aufwärtsregeln die ferngesteuerten Schütze 41, 41' ab, so wird durch die vorher in der ersten Fein- stufensch.afstellung des Nockenschalters ri 1 erregten Primärwicklungen in den Hilfs transformatoren ein Feld erzeugt, welches in den Sekundärwicklungen eine der Span nung der Haupttransformatoren entgegenge setzte Spannung induziert. Der Hilfstrans formator ist so bemessen, dass diese Spannung die an die Motoren gelegte Gesamtspannung;
etwa auf den in der vorhergehenden Span nungsstufe vorhandenen Wert herabsetzt.
Beim Weiterschalten des N ockenschalters n1 wird die den Primärwicklungen der Hilfshansformatoren d11 und d21 aufge drückte Spannung stufenweise kleiner, in folgedessen sinkt .die in den Sekundärwick lungen der Hilfstransformatoren d", d21 in duzierte Gegenspannung und steigt. die an die Motoren gelegte Spannung.
In der mittleren Schaltstellung (das ist die Schaltstellung- 5 der Abwicklung) wir- ken die Primärwicklungen der Hilfstrans formatoren d" und d2, ivie eine kurzgeschlos sene Kompensationswicklung. Die Spannung, welche die Nullpunkte der Spannungsteiler t, und t= bei dieser Schaltstellung des Nok- kenschalters 7t, gegen Erde haben, ist - ver glichen mit der Spannung im Augenblick des Abfallens der Schütze 41 und 41' um die Hälfte des zu überbrückenden Grob stufen-Spannungswertes gestiegen.
Beim Weiterbewegen des Nockenschalters n, über .die fünfte Schaltstellung hinaus wird die den Primärwicklungen der HilfstransTor- matoren d" und d2, aufgedrückte Spannung umgekehrt und steigt wieder an.
Da nun aber die Eisenkerne der Hilfstransformatoren d" und d_, im umgekehrten Sinne magneti- siert werden, so wird in den an die Schütze 51 bezw. 51' angeschlossenen Zweigen der Sekundärwicklungen der Hilfstransformato ren d" bezw. d2, eine stufenweise wachsende Zusatzspannung erzeugt, bis schliesslich auf der letzten - der zehnten - Schaltstellung des Nockenschalters 7t, ein Spannungswert erreicht ist,
der einem zwischen zwei den Grobstufenschützen 51 und 61 bezw. 51' und 61' zugeordneten Spannungswerten liegenden Spannungsmittelwert entspricht. Die Über brückung der Grobstufe ist. damit vollendet, und die, Schütze 61 und 6l.' sehalten, kurz bevor der Nockenschalter yt, wieder in Null stellung geht, funkenlos ein.
Während dieses feinstufigen Aufwärts, regelns vom Abfallen der Schütze 41 und 41' bis zum Anziehen der Schütze 61 und 61' waren die ferngesteuerten Hilfssehütze h" und lz_, eingeschaltet, und die Primär wicklungen der Hilfstransformatoren d" und d21 an die miteinander verbundenen durch gehenden Leitungen k, 1-1v2, und 1c,- 1e22 ge legt.
Geht nun, nach dem Anziehen der Sehütze 61 und 61', der grobstufige Regel vorgang mit. dem Abfallen der Schütze 51 und 51' weiter, so fallen die bisher einge schalteten Hilfsschütze A" und<I>1t.2,</I> selbsttätig ab, und die Hilfs.sehütze h,2 und h22 ziehen an ihrer Stelle an. Diese bleiben dann so lange eingeschaltet., wie der feinstufige R.e- gelvorgang vom Abfallen der Grobstufen- schütze 42 und 42' bis zum Einschalten der Grobstufenschütze 62 und 62' dauert.
Beim Weiterregeln ziehen dann die Hilfsschütze h" und lt:;, wieder an. Während des Regel vorganges werden also die Primärwicklun gen der Hilfstransformatoren d" und d.=, einerseits und die der Hilfstrausformatoren d,2 und d.,, anderseits durch die Hilfsschütze h-" und h.2, einerseits und die Hilfsschütze h12 und h,- anderseits in ständiger Aufein anderfolge zu- und abgeschaltet.
Die Steue rung der Hilfsschütze erfolgt dabei zwang läufig mit dem Fortschreiten der Grobstufen- schaltung.
Die Magnetisierung der Hilfstransforma toren muss immer im Sinne einer stetig fort schreitenden Feinstufensehaltung erfolgen, das heisst also im Sinne einer stetig anstei genden oder abfallenden Spannung im Fahr stromkreis.
Das bedingt, dass eine Noeken- anordnung gemäss der in der Abb. 1 darge stellten Abwicklung zweimal hintereinander in rechtsläufigem und zweimal hintereinan der in linksläufigem Sinne bewegt wird, das heisst die in der Abb. 1 .dargestellte Abwick lung muss einmal bei eingeschalteten Schüt zen h" und lag, rechtsläufig, darnach bei eingeschalteten Schützen 1a.,2 und h22 rechts läufig,
darnach bei eingeschalteten Schüt zen 7e" und 1t.,2 linksläufig, darnach bei eingeschalteten Schützen h12 und h22 links läufig und darnach wieder bei ein geschalteten Schützen h," und h2, rechts läufig bewegt werden. Diese Schaltfolge kann aber auch noch auf andere Arten bewirkt werden.
So kann zum Beispiel die N ockenwalze mit vier der gewünschten Schaltfolge entsprechenden und durch vier Nullstellungen unterbrochenen Nockenanord- r.ungen versehen werden; eine solche Nocken walze erspart dann die Verwendung aller zu sätzlichen mechanischen oder elektrischen Umschaltvorrichtungen.
Sodann kann die Nockenwalze nur mit zwei durch zwei Null- stellungen -unterbrochenen gleichartigen Nok- kenanordnungen versehen und nach einer Drehbewegung von<B>360'</B> durch ein Wende- getriebe auf Rücklauf umgeschaltet werden.
Das für die Umkehrung des Magnetisierungs- sinnes erforderliche Wendegetriebe kann auch durch Einfügen einer Umschaltvorrichtung in die Zuleitungen zwischen den Sammellei- tungen k11, 7c12, 7c_1, 1c- einerseits und den Schaltdrosselspulen 811, S12, S21, S22 bezw. Schaltdrosselspulen und Kegelwalzen rai,
n. anderseits ersetzt werden. Dabei kann. die erforderliche Umschaltvorrichtung durch Nocken gesteuert werden, die ebenfalls auf der Nockenwalze angeordnet sind. Als Um schaltv orrichtung können auch von der N'ok- kenwalze oder von einer Hilfswalze aus fern gesteuerte Schütze Verwendung finden.
Die Umkehrung des Magnetisierungssin- nes in den Primärwicklungen der Hilfstrans formatoren während des Überbrücken-,- einer Grobstufe wird bei einer Feinstufen-Regel- schaltung entsprechend der Anordnung nach Abb. 1 durch ein auf den Schaltstellungen 5 und 6 erfolgendes Überkreuzlaufen der Nocken erzielt.
Die Umkehrung des Magnetisierungs- sinnes während des Überbrückens, einer Grob stufe kann indessen auch so erfolgen, wie sie in dem Ausführungsbeispiel gemäss Abb. 2 dargestellt ist.
Die Primärwicklungen der Hilfstransformatoren dl,, d12 und dis sind dabei auf der einen Seite mit dem Nullpunkt eines - die beiden Schaltdrosseln s11 und s12 zusammenfassenden - Spannungsteilers f1 und auf der andern Seite mit der mittleren Anzapfung des für die Schaltung der Fein stufen auf der Sekundärwicklung W1 des Stufentransformators im Fahrzeuge 1 abge griffenen Spannungsbereiches verbunden;
die Primärwicklung der Hilfstransformatoren d2,. dz. und dz; in entsprechender Weise mit dein Nullpunkt des Spannungsteilers f, und der mittleren Anzapfung auf der Sekundär wicklung w2 des Stufentransformators im Fahrzeuge ?. Die Anordnung der Nocken auf der Nockenwalze ist dabei einfach stu fenweise ansteigend.
Die Umkehrung des Magnetisierunussinnes erfolgt dabei automa tisch im Augenblick des Überganges über die der mittleren Anzapfung zugeordneten Nocken; hier also beim Übergang von der sechsten auf die siebente Schaltstufe.
Wie bereits gesagt wurde, kann grund sätzlich eine beliebige Anzahl von Schützen an den einzelnen Grobstufen- Auzapfungen der Stufentransformatoren angeordnet wer den.
In dem Ausführungsbeispiel nach Abb. I sind an jeder Grobstufenanzapfung zwei Schütze, in dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 2 dagegen an jeder Anzapfung drei Schütze angeschlossen. Wie aus der Abb. -? hervorgeht,
sind beim Vorhandensein von drei Schützen an jeder Grobstufen-Anzap- fung auch drei Hilfstransformatoren d11, d,.. und dis bezw. d21, d_- und d23 erforderlich.
die über einen gemeinsamen Spannungsteiler t1 bezw. t= zusammengefasst sind. Das zwang läufige Zu- und Abschalten der Hilfstrans formatoren d11, d12 und d13, sowie d_,, d2, und d23 an die durchgehenden Leitungen 7c11 k21 und klz-Iczz erfolgt dabei durch die Hilfsschütze h11,
h12 und 1i13 bezw. <B><U>lt.",</U></B> 122z und hzs mit dem Fortschreiten der Grob stufenschaltung.
Auch bei einer Feinstufen-R-egeleinrich- tung entsprechend dem Ausführungsbeispiel in Abb. 2 kann der für eine stetig auf- bezw. absteigende Feinstufenschaltung erforder liche Wechsel des Magnetisierungssinnes ii;
den Hilfstransformatoren bei der Aufeinan derfolge der einzelnen Grobstufen entweder durch eine entsprechende Anordnung von Nocken auf der Walze des N ockenschalters, oder durch ein Wendegetriebe im oder aber durch eine Umsehaltvor- richtung im Erregerkreise der Hilfstransfor matoren beider Fahrzeuge bewirkt we rden.