CH150556A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Faserzementkörpern. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Faserzementkörpern.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Faserzernenthörpern. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Faserzementkörpern und be steht darin, dass Faserzementbrei, zum Bei spiel Asbestzementbrei, unter Druck in eine Form eingeführt wird, die aus zwei gegen einander verschieblichen Teilen besteht, von denen der eine Teil ein dem Profil des her zustellenden Körpers entsprechend geformtes Sieb zur Entwässerung des Breies bildet.
Hierbei werden die beiden Formteile, von de nen zweckmässig der eine ortsfest und nur der andere verschiebbar ist und das Sieb bildet, durch den Druck des zwischen sie ein gebrachten Breies gegeneinander verschoben, so dass der Inhalt der Form allmählich ver grössert wird.
Nach diesem Verfahren ist es auf ein- faclie Weise möglich, Körper -verschieden artigen Querschnittes herzustellen. Beispiels weise können ebene, gewellte oder sonstwie profilierte Platten erzeugt werden, in wel chem Falle der auf den Brei auszuübende Druck zweckmässig durch einen Druckstem- pel -erzeugt wird, der zwischen beiden Form teilen angeordnet ist und eine derartige hin- und hergehende Bewegung ausführt,
dass die Öffnung zum Zuführen des Breies in die Form jeweilig verschlossen und züm Nach- seliub des Breies wieder freigegeben wird. Durch das Vorschieben des Siebes mit dem auf ihm aufgestauten Material wird erreicht, dass die Entwässerung und Pressung sich nur über eine verhältnismässig schmale Zone der Siebfläche erstreckt. Es versteht sich von selbst, dass von einer Bewegung des Siebes Abstand genommen werden kann, wenn die Ausmasse des herzustellenden Körpers in der Druchrichtung genügend klein sind.
Es ist ferner möglich, das Sieb ortsfest und den mit ihm zusammenwirkenden Formteil be weglich anzuordnen, da es bloss auf die re lative Bewegung beider Formteile ankommt. Zur Herstellung rohrförmiger Körper mit be- ?Z <B>,</B> quadrati- liebigein, beispielsweise ovalem.
schem usw. Querschnitt ist zweckmässiger- weise das Sieb in sich geschlossen und von ei-ifein rolirförmig ausgebildeten Druckstem pel umgeben. Im Falle der Herstellung von Rohren mit kreisfürmigem Querschnitt kann statt eines Druckstempels eine rotierende, hohle Fördervorriehtung, beispielsweise eine Schnecke,.Anwendung finden, in welcher ein Siebzylinder verschiebbar gelagert ist.
Der auf den Brei auszuübende Druck kann auch bereits in der Zuleitnug für denselben, beispielsweise durch eine Pumpe oder mit- felst auf den Brei wirkender Druckluft, er zeugt werden, in welchem Falle der Brei be reits unter Druck in die Form eintritt, so dass die Anordnung eines Druckstempels oder anderer Druckorgane innerhalb der Form ent behrlich wird.
Durch die Wirkung der Druckvorrichtung wird der Brei auf der Siebiläche angestaut und hierdurell entwässert. Infolge des an steigenden, nach vorne gerichteten Druckes kann ein bewegliches Sieb samt der auf ihr befindlichen Materialschicht allmählich vor geschoben werden, wobei die Länge des zu erzeugenden Körpers von der Länge des Sie bes abhängt.
Bei Herstellung von rohrförmigen Kör pern wird das Innere des Siebes zweckmässig -unter Vakuum gesetzt, wodurch ein eventuel les Abheben der auf dem Siebe befindlichen Materialschicht unter dem Einfluss des in der Bewegungsrichtung wirkenden Druckes ver- el hin dert wird.
<B>In</B> der Zeichnung sind vier beispielsweise Ausführungsformen von zur Du-rebführung des genannten Verfahrens geeigneten Vor richtungen im Längsschnitt dargestellt.
Die zur Herstellung beliebig geformter Körper geeignete Vorrichtung nach Fig. <B>1</B> weist eine auf der Unterlage<B>1</B> verschiebbare Siebplatte 2 auf, die an ihrem vordern Ende eine Stirnplatte<B>3</B> trägt. Oberhalb des Siebes 2 ist der Druchstempel 4 angeordnet, der mit- telst einer an ihn angelenkten und durch das Exzenter<B>5</B> angetriebenen Exzenterstange <B>6</B> in hin- und hergehende Bewegung versetzt wird. Damit der Gewebebelag der Siebplatte 2 durch das Hin- und Hergleiten des Druck stempels 4 nicht beschädigt wird, ist zwischen Siebplatte und Druckstempel ein Schutzblech <B>7</B> geschaltet.
In der voll ausgezogen gezeichneten (hin- tern) Stellung des Druckstempels fliesst das Material aus dem Trichter<B>8</B> auf die Sieb platte 2. Beim Vorgehen in die gestrichelt ,gezeichnete Stellung wird die Einfüllöffnung D bezw. Mündungsstelle des Trichters<B>8</B> ver schlossen und das Material im Druckraum<B>9,</B> der nach vorne von der Stirnplatte<B>3,</B> nach unten von der Siebplatte 2, nach hinten vom Druckstempel 4 und nach oben vom orts festen Formteil<B>10</B> begrenzt ist, verdichtet.
Bei der weiteren Bewegung des Druckstem pels 4 tritt aus der jeweils freigegebenen Einfüllöffnung Material in den Druckraum<B>9</B> ein, wird hier fortgesetzt verdichtet und dabei durch das Sieb hindurch entwässert. Übersteigt nun der nach vorne gegen den Stirnteil<B>3</B> gerichtete Druck den gegen die Bewegung der Siebplatte 2 gerichteten, be liebig gewählten Widerstand, welcher zum Beispiel durch Reibung bewirkt wird, so setzt sich die Siebplatte 2 nach vorne in Be wegung, wobei sich fortgesetzt neues Mate rial unter Verdichtung anlagert. Die Länge des erzeugten Körpers hängt offensichtlich von der Länge der Siebplatte<B>2</B> ab.
Das Profil der Siebplatte 2, sowie des Druck stempels 4 und des Formteils<B>10</B> kann ent sprechend der gewünsehten Form des herzu stellenden Körpers eben, wellig oder sonstwie gestaltet sein.
Gemäss Fig. 2 ist die Siebplatte 2' in sich geschlossen und von einem rohrförmi gen Stempel 4' umgeben. Mit dieser Vorrich tung können rohrförmige Körper mit beliebi gem, beispielsweise ovalem oder quadrati schem Querschnitt erzeugt werden, Durch das in die Stirnplatte<B>3'</B> des Siebes mündende Rohr<B>11</B> kann das Presswasser abgeführt und gegebenenfalls auch das Innere des Siebes <B>zum</B> oben erwähnten Zweck evakuiert wer den.
Wenn der Brei bereits im Zuführungs- trichter,8 bezw. <B>8'</B> unter Druck gesetzt wird, so kann der Druckstempel entfallen. In die- sein Falle reicht die rechte Seite. des Trich ters bis zur Siebplatte 2 bezw. 2' herab und bildet so die Begrenzung des Druckraunies <B>9</B> bezw. <B>9'</B> nach rechts. Auch hier findet in folge des Druckes eine Entwässerung durch das Sieb und eine fortgesetzte Anlagerung neuer Masse statt.
Um die Breite der Entwässerungszone im Druckrauin <B>9</B> reguliereii zu können, kann bei beiden beschriebenen Ausführungsbeispielen das Schutzblech<B>7</B> bezw. <B>7'</B> verschiebbar sein.
Nach Fig. <B>3</B> wird der Brei durch den Kanal<B>17</B> auf die Druckschnecke 12 auf gebracht, die sich innerhalb der zylindrischen Form<B>13</B> dreht. Der Siebzylinder 14 ist in nerhalb der hohlen Schnecke verschiebbar olelagert und trägt einen Stirnring<B>15</B> zur Aufnahme des nach vorn gerichteten Druckes. Der aus dem Raume<B>17</B> in den Druckraum<B>16</B> geförderte Brei wird hier in ähnlicher Weise wie bei den vorbeseliriebenen Beispielen ver dichtet und entwässert. Zur Evakuierung des innern Siebes dient auch hier das Rohr<B>11,</B> das auch zum Abführen des Presswassers be nützt werden kann.
Zur Herstellung von mit Muffen versehe- nen Rohren dienen Vorrichtungen nach Art der Fig. 2 und 4. Zu diesem Zwecke sind der Formteil<B>10'</B> bezw. <B>13'</B> vorne muffen- förmig erweitert. Eine ähnliche Erweiterung (2", Fig. 2, bezw. 14', Fig. 4) ist an dem Siebzylinder 2 bezw. 14 vorgesehen.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCEE: I. Verfahren zur Herstellu'ng von Faser- zementkörpern, dadurch gekennzeichnet, dass Faserzementbrei unter Druck in eine Form eingeführt -wird, die aus zwei ge geneinander verschieblichen Teilen be sieht, von denen der eine Teil (2, 2', 14) ein dem Profil des herzustellenden Kör pers entspreel#end geformtes Sieb zur Entwässerung des Breies bildet, wobei die beiden Formteile durch den Druck des ein gebrachten Breies gegeneinander verscho ben werden und so der Inhalt der Form allmählich vergrössert wird.II. Vorrichtung zur Durchführung des Ver fahrens gemäss Patentanspruch<B>1,</B> ge kennzeichnet durch eine Form aus zwei gegeneinander verschieblichen Teilen, von denen der eine Teil (2, T, 14) ein dem Profil des herzustellenden Körpers ent sprechend geformtes Sieb zur Entwäs serung des Breies bildet, und durch Mittel zum Einführen des Faserzement- breies in die Form unter solchem Druck. dass die beiden Formteile durch den Druck des eingebrachten Breies gegen einander verschoben werden und so der Inhalt der Form allmählich vergrössert wird.UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Verfahren nach Patentansprueli I, da durch gekennzeichnet, dass man den in die Form eingeführten Brei durch einen zwischen beiden Formteilen angeordne ten Druckstempel (4, 4') verdichtet, der eine hin- und hergehende Bewegung der art ausführt, dass die Zufuhröffnung für den Brei jeweilig verschlossen und zum Nachschub des Malerials wieder freige geben wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass Asbest- zementbrei auf einen in einer hohlen Druckvorrichtung (12) beweglichen und aus ihr herausragenden Siebzylinder (14) aufgebracht wird. <B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man das In nere des in sich geschlossenen Siebes zur Herstellung rohrförmiger Körper unter Vakuum setzt, wodurch ein<B>Ab-</B> heben der im späteren Arbeitsgang frei liegenden Faserzementschicht von der Siebfläche verhindert wird. 4.Vorrichtung nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch ein mit einer Stirn fläche<B>(3, 3)</B> versehenes, verschiebbares Sieb (2, 2'.), auf dem ein hin- und her gehender Druckstempel (4, 4') angeord net ist, der die Zufuhröffnung für den Brei jeweils verschliesst und zum Nach schub des Materials wieder freigibt. <B>5.</B> Vorrichtung nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass zwecks Her stellung rohrförmiger Körper das ent sprechend dem Profil des. herzustellen den Körpers geformte, in sich geschlos sene Sieb (2) von dem rohrförmig aus gebildeten Druchstempel (4) umgehen ist.<B>6.</B> Vorrichtung nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass zwischen Drue'kstempel und Sieb ein Schutzblech <B>(7, V)</B> geschaltet ist, das zur Schonung des Siebes und zur Regelung der Breite der Entwässerungszone dient. <B>7.</B> Vorrichtung nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch einen mit einer Stirnplatte<B>(15)</B> verselienen, verschieb baren Siebzylinder (14), der von einer hohlen Förderschnecke (12) umgeben ist, die sich in einer zylindrisehen Form<B>(13)</B> dreht.
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