CH150737A - Einrichtung zur Verhütung von Rückzündungen bei Quecksilberdampfgleichrichtern. - Google Patents
Einrichtung zur Verhütung von Rückzündungen bei Quecksilberdampfgleichrichtern.Info
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- H02H7/00—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions
- H02H7/10—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for converters; for rectifiers
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- H02H7/125—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for converters; for rectifiers for static converters or rectifiers for rectifiers
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Description
Einrichtung zur Verhütung von Rückzündungen bei Quecksilberdampfgleichrichtern. Es ist bekannt, zur Verhütung von Rück zündungen bei Quecksilberdampfgleichrich- tern die Anoden mit Gittern oder deren Äquivalenten zu versehen und diese Gitter an Steuerspannungen zu legen, welche ihnen in denjenigen Zeitmomenten ein zur Anode negatives Potential geben, in welchen die Gefahr des Einsetzens einer Rückzündung besteht.
Es handelt sich dabei vor allem um die Zeit kurz nach Erlöschen des Vorwärts liehtbogens, weil die Anode dann noch er hitzt und in einem Zustand ist, welcher das Ansetzen eines Rückzündungslichtbogens be günstigt. Man hat nun das Steuern von Git- tern. abhängig vom Rüekzündungsstrom selbst gemacht, indem man die Steuerspannung durch von diesem Strom gesteuerte Relais an die Gitter legte. Dies hat aber den Nach teil, dass mechanisch bewegte Einrichtungen verwendet werden, die eine gewisse Massen trägheit besitzen, und dass die ganze Ein richtung erst wirksam ist, wenn bereits die Rückzündung eingetreten ist.
Es sind aber auch prohibitiv wirkende Einrichtungen vor geschlagen worden, bei denen die Gitter an die Phasenklemmen einer einen Sternpunkt besitzenden Hilfsspannungswicklung ange schlossen sind, wobei aber der Sternpunkt die ser Wicklung mit dem negativen Pol einer Gleichstromquelle verbunden ist, deren po sitiver Pol an den Sternpunkt der den Gleichrichter speisenden Sekundärwicklung des Gleichrichtertransformators angeschlossen ist. Der Potentialkreis jedes Gitters ist dann um die eingefügte Gleichspannung gegen den Potentialkreis der Anoden abgesenkt,
da der Mittelpunkt des erstgenannten Kreises um diese konstante Spannung tiefer liegt als der Mittelpunkt des andern.
Die Grösse der Steuerspannung (Hilfs spannung) kann nun so gewählt werden, dass das Gitterpotential der arbeitenden Anode höher liegt als das Kathodenpotential, das Gitterpotential der nichtarbeitenden Anode jedoch tiefer als das Potential der Anode selbst und auch als das der Kathode. Eine Rückzündung auf die Anode kann aus die sem Grunde nicht entstehen, denn das stark negativ geladene Gitter lässt die Elektronen nicht hindurch und verhindert damit die Zündung.
Der Nachteil dieser Anordnung ist die Notwendigkeit der Verwendung einer be sonderen Gleichstromquelle, die man gern vermeiden möchte. Aus diesem Grunde ist bereits in Vorschlag gebracht worden, den Sternpunkt der Hilfswicklung mit der Ka thode selbst zu verbinden. In diesem Falle muss das Gitterpotential dem Potential der Anode um mindestens einen vollen Phasen winkel voreilen, damit die Einrichtung den beabsichtigten Zweck - Verhütung der Rückzündung - erfüllt.
Ausserdem aber darf die Hilfsspannnung nicht viel grösser als der Lichtbogenabfall gewählt werden, weil sonst starke Rückzündung auf das Git ter zu befürchten ist. In dieser Beschränkung der Grösse der Steuerspannung liegt aber der Nachteil dieser Einrichtung, weil die Zeit der wirksamen Sperrung .der Rückzündung nur einem geringen Bruchteil einer Wechsel stromperiode entspricht.
Erfindungsgemäss werden nun die Nach teile der erwähnten Einrichtungen dadurch vermieden, dass man dem Sternpunkt der Hilfswicklung 'ein Potential gibt, welches gleich oder höher als das Potential des Stern punktes der den Gleichrichter speisenden Se- kundärwicklung des Gleichrichtertransforma- tors, aber niedriger als das Potential der Ka thode liegt.
Die Zeichnung stellt einige Ausführungs beispiele der Erfindung dar. Fig.1 zeigt einen Gleichrichter G mit Anoden a, Kathode k und gesteuerten Gittern <I>g.</I> Die Anoden<I>a</I> erhalten Strom von der Sekundärwicklung S, des Gleichrichtertransformators, dessen Pri märwicklung P von dem Dreiphasennetz Nv aus gespeist wird. SZ ist die Hilfswicklung, deren Phasen in der richtigen Reihenfolge mit den Gittern g verbunden sind.
Die Se- kundärwicklung S, hat einen Sternpunkt 0, der den negativen Pol des gleichgerichteten Stromes bildet, während die Hilfswicklung einen Sternpunkt 0-. besitzt, welcher an dem Hilfswiderstand P angeschlossen ist, so dass das Potential des Anschlusspunktes Q, sowie des Sternpunktes gleich oder höher als das Potential des Sternpunktes 0, der Sekundär wicklung S, ist,
gleichzeitig .aber niedriger als das Potential der Kathode K liegt. Die Gleich strombelastung ist mit 1Y 7 bezeichnet. Fig. 2 zeigt ebenfalls einen Gleichrichter mit Ano den<I>a,</I> Kathode k und gesteuerten Gittern g.
\Die Anoden a erhalten Strom von der Se kundärwicklung ,S, des Gleichrichtertrans- formators, dessen Primärwicklung P von dem Dreiphasennetz N,; aus gespeist wird. S2 ist wieder die Hilfswicklung, deren Phasen in der richtigen Reihenfolge mit den Gittern g verbunden sind. Die Sekundärwicklung S, hat einen Sternpunkt 0,, der den negativen Pol des gleichgerichteten Stromes bildet..
Der Punkt 0, ist auch direkt mit dem Punkt 02, dem Sternpunkt der Hilfswicklung S,: verbunden. Diese Hilfswicklung ist so ein gerichtet, dass die Phasen der in ihr erzeug ten Spannung und infolgedessen die Span nung an den Gittern g mit Bezug auf die entsprechenden Anodenspannungen um den halben Winkel zwischen zwei aufeinander folgenden sekundären Phasen voreilen.
Fig. $ stellt ein weiteres Ausführungs beispiel der Erfindung dar. P ist die Primär wicklung des Gleichrichter transformators, die von dem Dreiphasennetz Nw aus gespeist wird. Die einzige Sekundärwicklung ist durch Ga belschaltung zwölfphasig ausgebildet und be sitzt einen Sternpunkt 0. Die sechs Phasen S,, sind mit den Anoden a des Gleichrichters G und die sechs Phasen S2 mit den Gittern g verbunden.
Die Sekundärwicklung ist so ge wickelt, dass die Phasen SZ mit Bezug auf die Phasen<B>8,</B> der Reihenfolge nach um den halben Winkel zwischen zwei aufeinander folgenden Phasen S, voreilen. In Fig. 1 beträgt der Voreilungswinkel der Gitterspannung 60 elektrische Grade, in Fig. 2 und 3 dagegen nur 30 elektrische Grade. In Fi. 1 ist das Potential des Stern- in punkten der die Gitter speisenden Wicklung höher als das Potential des Sternpunktes der die Anoden speisenden Wicklung.
In Fig. 2 und 3 sind diese Potentiale gleich. Der Ein fluss dieser Verschiedenheit macht sich in der Zeitdauer geltend, während welcher das Po tential der Gitter negativer als das der zu gehörigen Anode ist. Je höher das Potential des Sternpunktes der die Gitter speisenden Wicklung gewählt wird, um so kleiner ist jene Zeitdauer.
Um die Sperrung trotzdem wirksam zu gestalten, ist die Voreilung der Gitterspannung in Fig. 1 grösser gewählt als in Fig. 2 und 3, wo die Zeitdauer der nega tiven Absenkung der Gitter gegenüber der Anode erheblich länger ist als in Fig. 1.
Die Hilfswicklung kann auch auf einem besonderen Transformator untergebracht sein, gegebenenfalls kann auch ein kleiner Hilfs generator zur Erzeugung der Steuerspannung verwendet werden. Dieser Steuergenerator kann auch durch den die Vorvakuumpumpe antreibenden Motor angetrieben werden, oder nach Arteines Synchron-Synchron-Umformers ausgeführt sein, wobei dieser Umformer auch zur Lieferung von Blindleistung an das Pri märnetz herangezogen werden kann. Dieses Ausführungsbeispiel ist durch Fig. 4 ver anschaulicht. Gleiche Bezeichnungen wie in Fig. 1 bis 3 haben die gleiche Bedeutung wie in diesen.
Mit SM ist eine Synchronmaschine bezeichnet und HG ist der Hilfsgenerator, der die Gitterspannung liefert. Erregt man die die Blindleistung liefernde Synchronmaschine r5 \M ganz oder zusätzlich mit dem Belastungs gleichstrom der Gleichrichteranlage, dann lässt sich erreichen, dass der cos 9p zwischen dem Belastungswechselstrom und der Netzspan nung bei allen Belastungen den Wert 1 be sitzt oder dass sogar ein überschuss an Blind leistung an das Netz abgegeben werden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Verhütung von Rück zündungen bei Quecksilberdampfgleichrich- tern durch Anschluss der Anodengitter an Spannungen, welche einer mit Sternpunkt ver- sehenen Hilfswicklung entnommen sind, deren Phasenzahl gleich der Phasenzahl des Gleich richters ist und deren Sternpunkt an ein annähernd konstantes Potential gelegt ist.dadurch gekennzeichnet, dass der Sternpunkt der Hilfswicklung ein Potential besitzt, wel ches gleich oder höher als das Potential de> Sternpunktes der den Gleichrichter speisen den Sekundärwicklung des Gleichrichter trausformators, aber niedriger als das Poten tial der Kathode liegt. UNTERAN SPRüCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Phase der an das Gitter gelegten Steuerspannung gegenüber der Phase der zugehörigen Anodenspannung um einen Winkel vor eilt, der kleiner ist als der Winkel zwi schen zwei aufeinanderfolgenden Phasen des Gleichrichters. 2.Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Potential der Sternpunktes der Hilfswicklung gleich dem Potential des Sternpunktes der Se- kundärwicklung des Gleichrichter-Speise- transformators ist und dass die Gitter an Spannungen gelegt sind, die mit den Spannungen der zugeordneten Anoden einen Phasenwinkel einschliessen, der gleich dem halben Phasenwinkel zweier aufeinanderfolgender Phasen des Gleich richters ist. 3.Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Schaffung des Anschlusspunktes für den Sternpunkt der Hilfswicklung ein mit Anzap- fungen versehener Belastungswiderstand dient. 4. Einrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass als Hilfswick lung eine Wicklung mit kombinierten Phasenwicklungen verwendet wird. 5. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Hilfswick- lung auf dem Gleichrichter-Speisetrans- formator untergebracht ist.6. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Lieferung der Steuerspannung ein besonderer Hilfs transformator verwendet wird, welcher die mit dem Sternpunkt versehene Hilfs wicklung trägt. 7. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Lieferung der Steuerspannung ein Hilfsgenerator verwendet wird, der nach Art eines Syn- chron-Synchron-Umformers gebaut ist, dessen einer Teil am Netz liegt und des sen anderer Teil die Steuerspannung liefert. B. Einrichtung nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass der Hilfs generator zur Lieferung von Blindleistung an das Primärnetz herangezogen wird. 9.Einrichtung nach. Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, dass der Hilfs generator mit dem Belastungsgleichstrom der Gleichrichteranlage erregt wird. 10. Einrichtung nach Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, dass der Hilfs generator mit dem Belastungsgleichstrom der Gleichrichteranlage zusätzlich erregt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE362931X | 1929-09-09 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH150737A true CH150737A (de) | 1931-11-15 |
Family
ID=6308401
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH150737D CH150737A (de) | 1929-09-09 | 1930-09-02 | Einrichtung zur Verhütung von Rückzündungen bei Quecksilberdampfgleichrichtern. |
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1930
- 1930-09-02 CH CH150737D patent/CH150737A/de unknown
- 1930-09-05 AT AT129665D patent/AT129665B/de active
- 1930-09-05 GB GB26520/30A patent/GB362931A/en not_active Expired
- 1930-09-08 FR FR701766D patent/FR701766A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB362931A (en) | 1931-12-07 |
| AT129665B (de) | 1932-09-10 |
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