CH150745A - Verfahren zum Sterilisieren von organische Substanzen enthaltenden Produkten für medizinische, chirurgische, zahnärtzliche und technische Zwecke. - Google Patents

Verfahren zum Sterilisieren von organische Substanzen enthaltenden Produkten für medizinische, chirurgische, zahnärtzliche und technische Zwecke.

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CH150745A
CH150745A CH150745DA CH150745A CH 150745 A CH150745 A CH 150745A CH 150745D A CH150745D A CH 150745DA CH 150745 A CH150745 A CH 150745A
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CH
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hydrocupreine
highly homologous
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sterilization
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Schulze Erich
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Schulze Erich
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L2/00Disinfection or sterilisation of materials or objects, in general; Accessories therefor
    • A61L2/16Disinfection or sterilisation of materials or objects, in general; Accessories therefor using chemical substances

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  • Apparatus For Disinfection Or Sterilisation (AREA)

Description


      Verfahren    zum Sterilisieren von     organische        Substanzen        enthaltenden        Produkten     für medizinische,     chirurgische,        zahnärztliche        und        technische        Zwecke.       Den Gegenstand der vorliegenden Erfin  dung bildet ein Verfahren zum Sterilisieren  von organische Substanzen enthaltenden Pro  dukten für medizinische, chirurgische, zahn  ärztliche und     technische    Zwecke,     welche-:

            gestattet,    eine Sterilisierung von derartigen  Produkten, welche leicht durch Fermente,  Fäulniserreger,     Schimmelpilze    usw.     zersetz-          bare    Bestandteile enthalten, unterhalb ihrer       Zersetzungstemperatur,    zum Beispiel auch  bei gewöhnlicher Temperatur in Gegenwart       dor    sonst nur geringe Sterilisationskraft aus  üuenden     Benzoesäure,    vorzunehmen.

   Das     Ver-.     fahren ist dadurch gekennzeichnet, dass die  Produkte mit einer Verbindung von der all  gemeinen Formel     RO(C1iH230N,),    welche  einen     Oxychinolinrest,    dessen     Oxygruppe    mit  einem höheren     Alkylrest    R     veräthert    ist, und  einen     Äthylpiperidinrest    enthält, oder eines  ihrer Salze behandelt werden, wobei die Ste  rilisationswirkung durch     Benzoesäurezusatz     beschleunigt und verstärkt wird.

   Die Be  handlung geschieht bei einer unterhalb der    Zersetzungstemperatur der zu     sterilisierenden     Produkte liegenden Temperatur.     Versuche     haben ergeben, dass sich für das Verfahren  gemäss der Erfindung besonders Chinatoxine  und     Hydrokupreine    eignen, bei welchen     Iso-          amyl    oder     Isooctyl    als hochhomologe     Alkyl-          äther    bildende     Alkyle    auftreten,

   also bei  spielsweise die Chinatoxine des mit dem Han  delsnamen     Eucupin    bezeichneten     Isoainyl-          hydrokupr.c-ins    und des als     Vuein        bezeiehnc-          ten        Isooctylhydrocupreins.    Die Wirkung  dieser hochhomologen     Alkyläther    des     Hydro-          cupreins    und der ihnen entsprechenden  Chinatoxine kann dadurch verstärkt werden,

    dass man sie in Lösung in einer eine     toxische     Wirkung ausschliessenden     Konzentration    und  in Mischung mit einer Lösung von     Benzoe-          säure    anwendet. Dabei hat sich     gezeigt.     dass bereits wenige oder ein Tropfen einer       10%igen    alkoholischen Lösung eines derarti  gen Chinatoxins, die etwa 0.1 bis 0,2ö     Ben-          zoesäure    enthält,     7eniigt,    um eine vollkom  mene Sterilisation zu behandelnder flüssiger      oder fester Substanzen hervorzubringen, ohne  dass dabei eine Erhitzung der Substanzen  notwendig ist.

   Bei der Sterilisation von Flüs  sigkeiten hat sich beispielsweise unter Ver  wendung des dem     Isooctylhydrokuprein    ent  sprechenden Chinatoxins ergeben, dass eine       vollkommene    Sterilisation durch Zusatz einer  etwa 10 ö     igen    Lösung dieses Stoffes, welche  0,1 bis 0,2 %     Benzoesäure    enthält, im Ver  hältnis von etwa 1 zu     40tausend    bis herunter  zu etwa 1 zu     80tausend    Teilen Flüssigkeit  erreicht wird, das heisst, also     etwa    innerhalb  der Grenzen von 1 : 0,0025 bis 1     :0,00l25     Milligramm eines derartigen Chinatoxins auf  100 Kubikzentimeter Flüssigkeit.

   Unter  Verwendung eines     -derartigen    Zusatzes wur  den bei den angestellten Versuchen ausge  säte Kulturen von     Staphylococcus        aureus     und     albus,    sowie von sonst sehr beständigen  Luftbakterien, schon nach 15 Minuten er  heblich vermindert und nach 45 Minuten ver  nichtet.

   Auch die Verwendung derartiger  hochhomologer     Alkyläther    des     Hy        drokupreins     und der     diesen    entsprechenden Chinatoxine  allein bringt, wie schon nach einstündiger  Beobachtung festgestellt werden konnte, eine  erhebliche Abnahme der Kulturen hervor,  die nach Zusatz von etwa 0,2 %     Benzoesäure     ganz abgetötet wurden.  



  Statt der hochhomologen     Alkyläther    des       Hydrokupreins    und der ihnen entsprechenden  Chinatoxine kann man ihre Salze verwenden.  



  C;     egenüber    der Verwendung üblicher Des  infektionsmittel, beispielsweise von Karbol  säure,     Kresol,        Thymol    usw. für Sterili  sationszwecke, zeichnen sich die hochhomo  logen     Alkyläther    des     Hydrokupreins    und die  ihnen entsprechenden Chinatoxine und ihre  Lösungen mit     Benzoesäure    durch ihre     Ge-          zuchlosigkeit    aus, ferner dadurch, dass sie  die Vornahme der Behandlung bei gewöhn  licher     bezw.    einer unter der Zersetzungstem  peratur der     zii    sterilisierenden Stoffe liegen  den niedrigen Temperatur ermöglichen,

   keine  ätzenden Eigenschaften besitzen und nicht  flüchtig sind. Dadurch ist es möglich, beim  Erhitzen Zersetzung erleidende     -Substanzen,            wie        beispielswei.ae        Horphin,    Adrenalin oder  Leimlösung ohne deren Zersetzung und     ohiae     Beeinträchtigung ihrer wertvollen Eigen  schaften, dauernd derart zu sterilisieren,     class     man diese Stoffe enthaltende, gemäss dem  Verfahren der Erfindung sterilisierte Flüs  sigkeiten in offenen Gefässen an Orten star  ken Verkehrs ohne die Gefahr der Infizie  rung stehen lassen und beispielsweise an  gebrochene, solche Flüssigkeiten oder     An#i-          sthetika,

      beispielsweise das unter dem Han  delsnamen Novocain bekannte     p-Aminoben-          zoyl-diäthylamino-äthanol-hydrochlorid        oder     das als Adrenalin bekannte     o-Dioxyphenyl-          äthanol-methyla:min,    enthaltende Tuben oder  sonstige Behälter weiter benutzen kann.  



  Von technischen Anwendungsmöglichkei  ten des Erfindungsgegenstandes ist beispiels  weise die Anwendung für die Sterilisation  von Leimlösungen, von Lösungen von     Dex-          trin,    von Gerbstoffen,     von        Appretierungs-          flüssigkeiten    usw., an Stelle der bisher be  nutzten keine vollkommene     Sterilisierung    er  möglichenden     Salizylsäure    und anderer Prä  parate, zu erwähnen; ferner die Anwendung  zum Sterilisieren von Verbandstoffen,     Näh-          eide        üsw.,    sowie für Spüllösungen.  



  Bei der Anwendung von gemäss dem Ver  fahren der Erfindung erhaltenen Produkten  für medizinische und allgemein therapeu  tische Zwecke können bisher gebräuchliche  Gefässe, Röhren,     Spritzen,        Abmessapparate     usw. benutzt werden. Es ist ferner für ver  schiedene Anwendungszwecke möglich, die  Sterilisationsflüssigkeit mit     Inprägnierungs-          mitteln,    sowie mit     desinfizierenden    Metall  salzen zu vermischen, wie beispielsweise mit  Zinkchlorid, mit welchem eine klare Lösung  entsteht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Sterilisieren von orga nische Substanzen enthaltenden Produkten für medizinische, chirurgische, zahnärztliche oder technische Zwecke, dadurch gekenn zeichnet, dass die Produkte bei einer unter halb ihrer Zersetzungstemperatur liegenden Temperatur in Gegenwart von Benzoesäure mit einer Verbindung von der allgemeinen Formel RO(C"Hi#sONz), welche einen Oxy- chinolinrest, dessen Oxygruppe mit einem höheren Alkylrest R veräthert ist, und einen A.thylpiperidinrest enthält oder eines ihrer Salze, behandelt werden. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Behandlung mit einer hochhomologe Alkyläther des Hydrokupreins und Benzoesäure enthal tenden Lösung vornimmt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung mit einer ein Salz eines hochhomologen Al kyläthers des Hydrokupreins und Ben- zoesäure enthaltenden Lösung erfolgt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung mit.
    einer Benzoesäurelösung von 0,1 bis 0,2 % geschieht, welche einige Tropfen einer I0%igen Lösung des dem Isooctyl- hydrokupreins entsprechenden China toxins enthält. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass 40000 bis: 8000-0 Teile zu sterilisierende Flüssigkeit mit 1 Teil einer 10%igen Lösung des dem Isooctylhydrokupreins entsprechenden Chinatoxins behandelt werden. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung des zu sterilisierenden Produktes bei gewöhn licher Temperatur erfolgt. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Sterilisation unter Verwendung einer Lösung des dem Isoamylhydrokuprein entsprechen den Chinatoxins erfolgt. 7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss Leimlösungen be handelt werden. B. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Lösungen von Dex- trin behandelt werden. 9. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Lösungen von Gerb stoffen behandelt werden.
    10. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Appretierungsflüs- sigkeiten behandelt werden. 11. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Verbandstoffe mit den hochhomologen Alkyläthern des Ily- drokupreins entsprechenden Chinatoxinen behandelt werden. 12. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Spüllösungen mit den hochhomologen Alkyläthern des Hydrokupreins entsprechenden China toxinen behandelt werden. 13.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die zu behandelnden Produkte mit den hochhomologen Alkyl- äthern des Hydrokupreins entsprechen den Chinatoxinen behandelt werden. 14. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Produkte mil; Salzen von den hochhomologen Alkyl- äthern des Hydrokupreins entsprechen den Chinatoxinen behandelt werden.
CH150745D 1929-07-15 1929-07-15 Verfahren zum Sterilisieren von organische Substanzen enthaltenden Produkten für medizinische, chirurgische, zahnärtzliche und technische Zwecke. CH150745A (de)

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