Verfahren zur Zerlegung des zu sendenden Bildes in Bildpunkte bezw. zur Zusammensetzung des zu empfangenden Bildes aus den empfangenen Bildpunkten mittelst Geräten mit Primär- und Sekundärlenkvorrichtungen und Einrichtung zur Ausübung dieses Verfahrens. Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung für die Fernübertragung von ruhenden oder bewegten Bildern (Bild übertragung, Fernsehen, -Fernkino.). Sie ist anwendbar, ob die Übermittlung mit Draht oder drahtlo-s erfolgt.
Die bisherigen Sende- und Empfangs geräte lassen für jedes Gerät nur eine ein für alle Male gegebene Bil(Ipunktzahl zu. Man mache sich dies an einer Einrichtung mit umlaufenden Scheiben klar. Wollte man nämlich zwecks Erhöhung der Bildpunktzahl die Umlaufzahlen der Scheibe erhöhen, so könnte man damit doch nicht die Zerlegung des Bildes in eine grössere Anzahl von Bild punkten ermöglichen, und zwar schon des wegen nicht, weil ein und dieselbe Scheiben einrichtung den einzelnen Bildpunkten nur die eine, durch die Schlitzbreiten bedingte Flächengrösse geben kann.
Nun könnte man zwar die einzelnen Bildpankte an Fläche auch etwas grösser sein lassen, als der Bild punktzahl entspricht, so dass sie sich etwas überlappten, dies kann sogar gewisse Vorteile haben, anderseits kann es aber auch nur bis zu einem ausserordentlich geringen Mass zu lässig sein, weil sich sonst das Bild über mässig verwisahte. Ebenso kann man auch das Kleinersein der Flächengrösse der einzel- .neu Bildpunkte nur bis zu einem sehr gerin gen Prozentualmasse zulassen, denn sonst würden die Zwischenräume zwischen den Bildpunkten zu gross werden,
um noch einen einigermassen geschlossenen Bildeindruck er möglichen zu können.
Alles dies gilt übrigens nicht nur für Scheibeneinrichtungen, sondern in grundsätz lich völlig gleicher Weise auch für andere Arten der Zerlegung und Zusammensetzung von Bildern, also auch für Spiegelräder. Es ist auch noch aus einem andern Grunde unmöglich, mit den bisherigen Ge räten aus der für das jeweilige Gerät vor bestimmten Bildpunktzahl lierauszugelien, nämlich dem, dass die Sekundär- und die Primärzerlegung bezw. die Sekundär- und die Primärzusa mmensetzung nur bei der einen, eben der vorbestimmten Bildpunktzalil in richtiger Übereinstimmung miteinander arbeiten.
Uin sich dies klar zu machen, stelle man sich zum Beispiel den Empfang mittelst eines Spiegelrades mit sagen wir<B>1,00</B> auf dem Umfang gleich verteilt-en Spiegeln vor, bei welchem von einem Spiegel an jeder nach folgende, im Vergleich zu dem vorangehen den Spiegel auf eine um einen sehr kleinen Winkel geringere Neigung zur Drehachse des Rades eingestellt ist und schliesslich auf den Spiegel geringster Neigung unmittelbar wie der der Spiegel grösstec Neigung fülgt.
Ein solches Spiegelrad ist nur für die Bildpunkt-zahl <B>10000</B> geeignet, das heisst für den Fall, dass das Bild (beim Senden) in <B>100</B> Zeilen zu<B>je 100</B> Bildpunkten zu zer legen bezw. (beim Empfang) aus<B>je 100</B> Bildpunkten in<B>100</B> Zeilen zusammenzuset zen ist. Denn, da jeder Spiegel die Bildpunkte in eine neue, folgende Zeile einordnet und ein Tür alle Mal<B>1.00</B> Spiegel vorhanden sind, so können<U>immer</U> nur<B>100</B> Zeilen geschrieben werden, mit einer andern Bildpunktzahl ist aber notwendig auch eine andere Zeilenzahl verbunden, so verlangt ja zum Beispiel die Bildpunktzahl 40000 die Einordnung der Bildpunkte -zu<B>je</B> 200 und 200 Zeilen.
Grundsätzlich dasselbe gilt auch für die Zerlegung und die Zusammensetzung mittelst Schlitzscheiben.
Das Verfahren gemäss der Erfindung kennzeichnet sich dadurch, dass man zum Zwecke der Ermöglichung der Einstellung des Gerätes auf verschiedene Bildpunktzahlen die beiden Lenkvorrichtungen hinsichtlich des Verhältnisses ihrer Arbeitshäufigkeiten zueinander veränderlich und einstellbar an treibt, und. die. die Bildpunktgrösse bestim- mende Weite der Liehtstrahlendurchgänge entsprechend dem jeweils eingestellten Ver- Uältnis der Arbeitshäufigkeiten der Lenkvor richtungen zueinander grösser oder kleiner einstellt.
Zur Ausübung des Verfahrens gemäss der Erfindung kann eine Einrichtung dienen, die sich dadurch kennzeichnet, dass die Sekun.- därlenkvorrichtung so viel einzelne Licht- bündellenker besitzt, als im Mindestfall die zu sendenden Bilder in Zeilen zu zerlegen bezw. die empfangenen Bildpunkte in Zeilen #nnzuordnen sind, und dass ihre Arbeits häufigkeit gegenüber der Primärlenkvorrich- tung über das der geringsten Zeilenzahl ent sprechende Mass hinaus gesteigert werden kann,
und dass Vorrichtungen zur Einstel lung der Bildpunktilächengrösse entsprechend der gewählten Bildpunktzahl vorgesehen sind.
Auf der Zeichnung sind mehrere Ausfüh rungsformen der Einrichtung gemäss der Er findung dargestellt.
Fig. <B>1</B> zeigt ein Empfangsgerät nach der Erfindung im Längsschnitt; Fig. <B>22</B> zeigt die Sekundärlenkvorrichtung desselben Gerätes in Ansieht; Fig. <B>3</B> zeigt in einem Schnitt einen Durcligangsspalt des umlaufenden Teils der Sekundärlenkvorriehtung; Fig. 4 zeigt die Einstellbarkeit der Breite der Durchgangsspalte des umlaufenden Teils der Sekiiudärlenkvorriehtung; Fig. <B>5</B> zeigt die Vorrichtung zur genauen Bestimmung der Spaltbreite beim Einstellen-.
Fig. <B>6</B> zeigt in Abwicklung die die Pri- märlenkvorrichtung bewegende Führungs kurve; Fig. <B>7</B> zeigt ein zweites Empfangsgerät nach der Erfindung in einem Längsschnitt;
Fig. <B>8</B> zeigt eine Ansicht der umlaufen den Teile der beiden Lenkvorrichtungen; Fig. <B>9</B> ist eine schematische Darstellung einer ganzen Empfangseinrichtung mit einem Gerät nach Abb. <B>7;</B> Fig. <B>10</B> zeigt einen Teil der Synehroni- sierungsvorrielitung für das Synchronisieren der Primärlenkvorrielitung; Fig. <B>11</B> zeigt ein drittes Empfangsgerät im Längsschnitt; Fig. 12 zeigt eine Endansicht dieses Ge rätes;
Fig. <B>15</B> zeigt eine perspektivische Ansicht eines vierten Empfangsgerätes mit Licht quelle, Vorrichtung zum Steuern derselben vom Empfänger aus, Blende usw.; Fig. <B>16</B> zeigt dasselbe Gerät im'Längs- schnitt, wobei die Lichtquelle, die Vorrich tung zum Steuern des Lielitbündels, die Blende usw. schematisch dargestellt sind; Fig. <B>13</B> und 14 zeigen eine einstellbare Blende in einer Ansicht und einem vertikalen Schnitt;
Fig. <B>17</B> zeigt ein fünftes Empfangsgerät in einem Längsschnitt., gleichfalls mit sehe- matisc'h dargestelltem Strahlengang von der Lichtquelle aus; Fig. <B>18-</B> zeigt in schematischer Darstel lung eine Einzelheit des Gerätes nach Fig. <B>17.</B> Die in den Fig. <B>1,</B> 2,<B>3,</B> 4 und<B>5</B> darge stellte Einrichtung kann ihren Haup-Heilen nach sowohl als Sendegerät, als auch als Empfangsgerät verwendet werden. Die nach folgende Beschreibung setzt beispielsweise die Benutzung als Empfangsgerät voraus.
Die Welle<B>1</B> denke man sich mittelst der Kupplungsscheibe 2 mit der Welle eines schnell umlaufenden Motors gekuppelt. Auf ihr sitzt fest verheilt der Träger<B>3</B> einer aus den Einzelscheiben 4 und<B>5</B> bestehenden Doppelscheibe. Jederder beiden Einzelsehei- ben 4 und<B>5</B> besitzt längs des Umfanges in gleichen Abständen voneinander radiale Sel-ilitze <B>6</B> bezw. <B>7.</B>
Die Schlitze<B>6</B> der Scheibe 4 bilden mit den Schlitzen<B>7</B> der Scheibe<B>5</B> paarweise Durchgangsspalte durch die Doppelscheibe 4, <B>5.</B> Jeder dieser Spalte (Fig. <B>3)</B> ist der Off- nungsbreite nach gleich dem Abstand der einen Längskante<B>8</B> des Schlitzes<B>6</B> von der andersseitigen Längskante <B>9</B> des Schlitzes<B>7.</B> Es sind nun die Scheiben 4 und<B>5</B> durch Dre.- hung um kleine Winkel in bezug aufeinan der einstellbar und in jeder einstellbaren Lage aneinander feststellbar, infolgedessen kann man den Durchgangsspalten<B>8, 9</B> der Doppelscheibe 4,
<B>5</B> jede Offnungsbreite von Null bis zu der vollen Breite der (zum Bei spiel gleich breit vorausgesetzten) Schlitze<B>G</B> bezw. <B>7</B> geben.
Zur Ermöglichung der Einstellung der beiden Einzelscheiben 4 und<B>5</B> zueinander sind im einfachsten Fall, wie in Fig. 4 dar gestellt, die Löcher<B>10</B> für die Schraubbolzen lxl, mittelst welchen die Einzelscheiben 4 und <B>5</B> an dem Träger<B>3</B> und aneinander befestigt sind, in der Umfangsrichtung in solchem Masse länglich ausgebildet, dass bei gelocker ten Bolzenmuttern <B>1.9</B> die Einzelscheiben<B>-1</B> und<B>5</B> im Höchstfalle um den der crrössten Spaltbreite entsprechenden Winkel, der<B>ja</B> sehr klein ist, in bezug aufeinander verdreht 2D werden können.
Um die jeweils gewünschte Spaltbreite ihren Massen nach genau treffen zu können, besitzt, wie in Fig. <B>5</B> dargestellt, eine der Einzelseheiben, zum Beispiel die Scheibe 4. einen Ausschnitt und ist einerseits auf der zur Scheibe 4 gehörenden, zwecks Schärfung der innern Aussehnittkante <B>13</B> abgesehrägten Fläche 14, längs der Ausschnittkante<B>13</B> und anderseits auf der durch den Ausschnitt sichtbaren Innenfläche der andern Einzel- scbeibe, der Scheibe<B>5,</B> längs derselben Kante<B>13</B> eine Messteilung vorgesehen, wel che die Spaltbreite,
sagen wir in Zehntel millimetern oder die Bildpunktzahlen, für welche die betreffende SpaItbreite die rich tige Bildgrösse ergibt, anzeigt. Die beiden Teilungen sind zweckmässig noniusartig ge teilt und zueinander in Beziehung gebracht.
In dem Strahlenbereich der von dem Empfänger gesteuerten Lichtquelle ist noch ein ruhender, zu den Spalten<B>8, 9</B> der Scheibe 4,<B>5</B> gekreuzier Spalt<B>15</B> vorgesehen, dessen Breite gleichfalls genau einstellbar ist, und zwar mittelst der mit Handrädchen<B>16</B> ver- sehenen Scliraubenspindel <B>17,</B> welche den obern Teil der den Spalt<B>15</B> habenden Wand der Höhe nach einzustellen erlaubt.
Die Spalte<B>8, 9</B> der Doppelscheibe 4,<B>5</B> einerseits und den ruhenden Spalt<B>15</B> anderseits denke man sich jeweils auf genau gleiche Breite eingestellt, so dass von den Strahlen, welche voll der seitens des Empfängers gesteuerten Lichtquelle, die in Abb. <B>1</B> rechts zu denken ist, kommen,<U>immer</U> nur ein dünnes Bündel von genau quadratischem Querschnitt durch die aus dem ruhenden Spalt<B>15</B> und den Spalten<B>8, 9</B> der Doppelscheibe 4,<B>5</B> beste hende Vorrichtung nach links durchgelassen wird.
Das so begrenzte Strahlenbündel wird, während ein Spalt<B>8, 9</B> der Doppelselleibe 4, <B>5</B> sieh vor dem ruhenden horizontalen Spalt <B>15</B> vorbeibewegt, innerhalb der durch die Länge des ruhenden Spaltes<B>15</B> gegebenen Grenzen horizontal fortbewegt (in Fig. <B>1</B> senkrecht zur Zeichenebene, in Fig. 2 in Richtung der Zeichenebene). Das Strahlen bündel gelangt dann (siehe Pfeil in Fig. <B>1)</B> zunächst auf den Spiegel<B>18,</B> von dort auf den Spiegel<B>19</B> und von diesem schliesslich auf den Aufnahmeseliirm bezw. die Matt scheibe 20.
Die horizontale Fortbewegung des Strah. lenbündels äussert sich darin, dass die zeitlich aneinander anschliessenden Bildpunkte, aus welchen das Strahlenbündel bestellt, auf der Mattscheibe 20 horizontal aneinandergereillt werden.
Nun beginnt aber, wenn ein Spalt<B>8, 9</B> den Längsbereich des ruhenden Spaltes<B>1.5</B> durchlaufen und damit die von ihm durch gelassene Bildpunktreihe ihr Ende erreicht hat, der nächstfolgende Spalt<B>8, 9</B> mit seiner Bildpunktreihe auf der Mattscheibe 20 wie der genau dort, wo auch die Reihe des vor angegangenen Spaltes begonnen hatte.
Die Bildpunkte der neuen Reihe sollen aber auf der Mattscheibe 20 nicht an denselben Stel len oder, wie man sagt, in derselben Zeile der Mattscheibe 20 erscheinen, wie die von dem vorausgehenden Spalt<B>8, 9</B> gelenkten Bild punkte, sondern in der<B>-</B> jeweils anschliessen den Zeile darunter (oder darüber, jenaeli- dem man das Bild von oben nach unten oder von unten nach oben züsammensetzt). Man muss also das Strahlenbündel auch noch in vertikaler Richtung steuern.
Hierzu ist der Spiegel<B>18</B> um die Achse 21 drehbar und wird er mittelst des Hebelgestänges 22,<B>23,</B> 24, dessen anderes Ende in einer Kurve<B>25</B> des von- der Welle<B>1</B> mitgenommenen Kör pers<B>26</B> geführt wird, entsprechend dem Ver lauf der Kurve<B>25</B> gedreht. Eine Abwick lung der Kurve<B>25</B> zeigt die Fig. <B>6.</B>
Man vergegenwärtige sieh nun, wie ein Bildeindruck übertragen wird. Auf der Sen- derseite wird das zu sendende Bild zeilen mässig in (den Helligkeitswerten nach ver- sc'hiedene.) Bildpunkte zerlegt. So ist zum Beispiel bei einer Zerlegung in<B>10000</B> Bild punkte die ganze Bildfläche in<B>100</B> Zeilen und jede Zeile in<B>100</B> Bildpunkte zu zer legen.
Diese Zerlegung lässt man zum Beispiel in %# Sekunde vor sich gehen, und zwar wählt man diese Gesamtdauer mit Rücksicht auf die bekannte Tatsache, dass Lichtein drücke im menschlichen Auge ungefähr '/", Sekunde haften, so dass beim Empfang alle innerhalb dieses Zeitraumes im Auge einge troffenen Lichteindrücke<B>-</B> es sind dies die Bildpunkte<B>--</B> zusammen empfunden werden, also den geschlossenen Bildeindruck hervor rufen.
Selbstverständlich kann man die Ge samtdauer der Zerlegung des Bildes auel. kürzer wählen; da hierdurch, an deh Verfah ren und den Geräten aber nichts geändert wird, sei der Einfachheit wegen in der Folge immer nur die<B>-</B> übrigens auch zumeist übliche<B>-</B> Gesamtdauer von '/" Sekunde vor ausgesetzt.
Gleichzeitig wird auf der Empfangsseite von dem Empfänger mittelst der vom Sender ankommenden Impulse die Lichtquelle so ge steuert, dass das von ihr ausgehende Licht aus so vielen zeitlich unmittelbar aneinander anschliessenden Lichtstössen besteht, wie auf der Senderseite das Bild in Bildpunkte zer legt worden ist, und dass diese Lielitströme im Veihältnis zueinander dieselben Hellig keitsunterschiede aufweisen, wie die entspre chenden Bildpunkte der Senderseite.
In Fig. <B>1</B> ist das Lichtbündel von dem nicht dargestellten Empfänger bereits in die ser Weise gesteuert zu denken. Es bestehe also aus zeitlich unmittelbar aneinander- schliessenden Lichstössen, und zwar errei- ehen gemäss dem gewählten Zahlenbeispiel in '/", Sekunde<B>10000</B> soleehr Lichtstösse, wel che zusammen das zu empfangende Bild aus machen, die Mattscheibe 20.
Und nun sollen diese Bildpunkte von den bewegten Spalten <B>8, 9</B> und dem bewegten Spiegel<B>18</B> so gelenkt werden, dass sie in der Fläche der Mattscheibe 20 als sichtbare Lichtpunkte räumlich genau so angeordnet werden, -wie die entsprechen den Bildpunkte in der Fläche des auf der Senderseite <U>aufgenommenen</U> Bildes angeord net waren. Dann geben sie im menschlichen Auge offenbar dieses Bild wieder.
Nun sind bei einem in<B>10000</B> Bildpunkte zerlegten Bild die ankommenden Bildpunkte (Lichtstösse), -wie schon gesagt, zu<B>je 100</B> in <B>100</B> Zeilen einzuordnen, das heisst es müssen in '/", Sekunde<B>100</B> Spalte<B>8, 9</B> vor dem ruhenden Spalt<B>15</B> vorbeilaufen, und es muss gleichzeitig der Spiegel<B>18</B> so gedreht wer den, dass jede neue Punktreihe von<B>100</B> Punk ten auf der Mattscheibe 20 nicht wieder in derselben Zeile, sondern in der in der Fläche der Mattscheibe räumlich anschliessenden Zeile erscheint.
Bei 20 Spalten<B>8,</B> 9.muss also die Doppelscheibe 4,<B>5</B> in '/", Sekunde<B>fünf</B> Umdrehungen machen, man muss ihr mithin eine Umlaufzahl von<B>3000</B> in der Minute geben und gleichzeitig muss der Spiegel<B>18</B> so gedreht werden, dass nach je<B>100</B> Punkten, das heisst nach<B>je</B> '/.... Sekunde<B>-</B> beim Be ginn jeder Denen Zeile,<B>-</B> das Liehtbündel um einen Zeilenabstand tiefer (.oder höher) auf der Mattscheibe 20 ankommt.
Ist von den<B>10000</B> Bildpunkten schliesslich der letzte Bildpunkt auf der Mattscheibe 20 angekom men, so beginnt gleich anschliessend die Wie dergabe desselben Bildes von neuem. Der Spiegel<B>18</B> muss dann also wieder in seine Anfangslage zurückschnellen.
Die Kurve 25 steigt, wie die Fig, <B>6</B> er kennen filLft, langsam gleichmässig an, der Spiegel<B>18</B> erfährt also eine geringe konti nuierliche Drehung, mit -welcher das Vor rücken von Zeile zu Zeile bewirkt wird, schliesslich geht sieaber steil wieder in die Anfangslage zurück, so dass mit Beginn jeder neuen Bildwiedergabe<B>.</B> der Spiegel<B>18</B> das Lichtbündel wieder in die Anfangszeile züi- rückbringt.
Das Lenken von Zeile zu Zeile, welches gemäss den Fig. <B>1</B> und 2 durch die schwin gende Bewegung des Spiegels<B>18</B> bewirkt wird, könnte man auch dadurch bewirken, dass man den Spalt<B>15</B> quer zu seiner Längs richtung hin und her, also auf- und ab- bewegte. Der Spiegel<B>18</B> könnte dann fort fallen.
Zur Vereinfachung der Darstellung werde nunmehr für die Folge und wie üblich das Lenken der Bildpunkte zur Anordnung der selben innerhalb der einzelnen Zeilen als Se- kundärlenken und das Lenken zur Anord nung von Zeile zu Zeile als Primärlenken bezeichnet. Demgemäss sollen auch die be züglichen Vorrichtungen als Sekundärlenk- vorrichtungen und als Primärleukvorrichtun- gen bezeichnet werden.
Im eben beschrie benen Fall ist also die Vorrichtung mit dem einen ruhenden Spalt<B>15</B> und den bewegten Spalten-8, <B>9</B> die Sekundärlenkvorrichtung, indem sie die Bildpunkte innerhalb der ein zelnen Zeilen lenkt, und der Spiegel<B>18</B> die Primärlenkvorrichtung., indem er die Punkt reihen zeilenmässig getrennt aneinanderreiht.
Wie nun schon eingangs gesagt ist, kön nen bei den bisherigen Geräten mit einem bestimmt-en Gerät immer nur Bilder von einer einzigen Bildpunktzahl empfangen wer den. Damitmit demselben Gerät Bilder aller Bi<B>,</B> Idpunktzahlen empfangen werden können, wird das Gerät so ausgebildet, dass einmal, wie schon beschrieben, die Flächengrösse der einzelnen Bildpunkte auf das der jeweiligen Bildpunktzahl entsprechende Mass gebracht werden kann und sodann,
dass die Primär- lenkvorrichtung und die Sekundärlenkvor- richtung nicht wie bisher starr, sondern züi- einander eingestellt werden können.
Man vergegenwärtige sich die Wirkungs weise des Gerätes nach den Fio,. <B>1</B> bis<B>6.</B> wenn die Primär- und die Sekundärlenkvor- richtung nicht einstellbar miteinander ver- btmden wären, wenn also der die Kurve<B>25</B> besitzende Körper<B>26</B> fest auf der Welle<B>1</B> sässe. Dann würde der Spiegel<B>18</B> eine ganze Periode seiner Drehbewegung (bestellend aus dem allmählichen Anstieg und dem steilen Rückgang in die Anfangslage) in allen mög lichen Fällen während eines Umlaufes der Doppelscheibe 4,<B>5</B> durchlaufen.
Mit einer vollständigen Periode der Spiegelbewegung wird nun aber das Strahlenbündel durch alle Zeilen hindurch, also über die ganze Bild- Iläche bewegt, und es erfolgt am Ende, der Periode auch jedesmal die Zurückbewegung zu dem Anfangspunkt der ersten Zeile, von wo nur eine neue Bildwiedergabe ausgehen kann. Es müsste also mit jeder Umdrehung der Scheibe 4,<B>5</B> eine vollständige Bildwieder gabe ermöglicht werden. Für eine Bild punktzahl von<B>100,00</B> müsste mithin die Scheibe 4,<B>5 100</B> Spalte besitzen.
Löst man hingegen die Primärlenkvor-- richtung aus der starren Verbindung mit der Sekundärlenkvorrichtung und treibt man die beiden Vorrichtungen ihren Umlaufzahlen nach unabhängig voneinander regelbar an, so macht man damit das Gerät für alle Bild punktzahlen brauchbar.
Dies sieht man ohne weiteres ein, wenn man aus den obigen Darlegungen im Auge behält, dass die Gesamtdauer einer ganzen Bildwiedergabe ein für alle-Mal an die Dauer einer Periode der Primärlenkvorrichtung ge knüpft, ihr gleich ist, welche für alle Fälle zum Beispiel '/" Sekunde betrage, wie gross auch die Bildpunktzahl sein möge, dass mit hin der Primärlenkvorrielltung <U>immer</U> die selbe Bewegungsgeschwindigkeit (Umlauf zahl) zu geben ist, die erforderliche Anzahl der in dieser<U>immer</U> gleichen Zeitdauer von der Sekundärlenkvorrichtung zu schreiben den Zeilen aber proportional der Wurzel au-.
der Bildpunktzahl wächst.
Im Falledes beschriebenen Gerätes nach den Fig. <B>1</B> bis<B>6</B> soll hiernach der Körper<B>26</B> mit der Kurve<B>25,</B> ganz unabhängig davon, aus welclier Bildpunktzahl das Bild sieh zu sammensetzt, in '/") Sekunde einmal um laufen.
Bei zum Beispiel<B>10000</B> Bildpunkten sind in dieser Zeit von der Sekundärlenk- vorrichtung <B>100</B> Zeilen zu schreiben, also müssen<B>100</B> Spalte<B>8, 9</B> an dem Spalt<B>15</B> vor- beilaufen. Da die Doppelscheibe 4,<B>5</B> aber nur 20 Spalten<B>8, 9</B> besitzt, muss sie in der Zeit von %,# Sekunde fünf Mal umlaufen (Umlaufzahl von<B>3000</B> pro Minute).
Will man nun mit demselben Gerät ein Bild, zum Beispiel mit der Bildpunktzahl 2500, empfangen, so muss man die Umlauf zahl -der Primärlenkvorrichtung unverändert lassen, die Umlaufzahl der Doppelscheibe 4,<B>5</B> aber auf die Hälfte herunterdrücken, das heisst auf 21/9, Umläufe während '/", Sekunde einstellen, denn jetzt sollen in '/", Sekunden nur noch<B>50</B> Zeilen geschrieben werden, also dürfen in dieser Zeit auch nur<B>50</B> Spalte<B>8, 9</B> an dem Spalt<B>15</B> vorbeilaufen.
Und will man ein Bild, zum Beispiel mit der Bildpunkt zahl 40000, empfangen, so muss man, ohne die Umlaufzahl der Primärlenkvorrichtung zu ändern, die Umlaufzahl der Doppelscheibe 4,<B>5</B> auf zehn Umläufe in '/" Sekunde er höhen, weil 200 Zeilen in dieser Zeit zu schreiben sind, also 200 Spalte<B>8, 9</B> an dem Spalt<B>15</B> vorbeilaufen müssen.
Selbstverständlich ist zugleich auch immer die der jeweiligen Bildpunktzahl ent sprechende Flächengrösse der einzelnen Bild punkte durch entsprechende Einstellung der Breite der Spalte<B>8, 9</B> und<B>15</B> einzustellen, wie dies oben schon beschrieben wurde.
Die Lösung der Primärlenkvorrichtung aus der starren zwangläufigen Verbindung mit der Sekundärlenkvorrichtung hat, abge sehen von dem Vorteil, den Empfang uni versell zu machen, das heisst für alle Bild punktzahlen zu ermöglichen, noch den Vor teil, dass man die Sekundärlenkvorrichtung, hier die Doppelscheibe 4,<B>5,</B> kleiner ausbilden kann.
Um dies einzusehen, erinnere man sich, dass bei starrerVerbindung der Primärlenk- vorrichtung mit der Sekundärlenkvorrichtuug für eine Bildpunktzahl von<B>10000</B> die Scheibe<B>100</B> Spalten besitzen müsste. Da nun aber diese Spalte einen Mindestabstand von einander von der Grösse gleich der Länge des Spalt-es <B>15</B> haben müssen, so wäre man ge zwungen, der Doppelscheibe einen fünf Mal grösseren Durchmesser. zu geben, um statt der <B>20</B> Spalte<B>100</B> Spalte bei demselben Abstand voneinander unterzubringen.
Preilich. mu8 man die Scheibe mit<B>20</B> Spalten da±ür fünf Mal schneller umlaufen lassen, doch steht dem offenbar nichts im Wege, zumal ja auch der Durchmesser entsprechend kleiner sein kann.
Die nächstliegende Ausführungsart des unabhängig voneinander regelbaren Antriebes der beiden Vorrichtungen wäre die, sie über haupt völlig getrennt voneinander anzu treiben.
Man kann aber die beiden Vorrichtungen von derselben Welle antreiben lassen und die Vorrichtung mit der niederen Umlaufzahl (dies ist die Primärlenkvorrichtung) glei tend mitnehmen lassen und jeweils entspre chend bremsen.
Hiernach werde in Fig. <B>1.</B> die Welle<B>1</B> entsprechend der verlangten Umlaufzahl der Doppelseheibe 4,<B>5</B> angetrieben und<B>d</B> er Kör per<B>26</B> mit der Kurve<B>25</B> von:derselben Welle mitgenommen und jeweils so gebremst, dass er in '/" Sekunde einmal umläuft.
Bei den nachher zu beschreibenden'an- dern Ausführungsbeispielen nach der Erfin dung wird auf das Bremsen, und die Ein stellung des Bremsmasses noch näher ein gegangen werden, desgleichen darauf, wie die genaue Synchronhaltung der Umlauf geschwindigkeiten der beiden Vorrichtungen mit den Bewegungen der entsprechenden Teile des Senders bewirkt werden kann.
Die in den Fig. <B>7, 8, 9</B> und <B>10</B> dargestellte Einrichtung unterscheidet sich von der eben beschriebenen Einrichtung im wesentlichen nur darin, dass die Primärlenkvorrichtung nicht ein Spiegel, sondern eine zweite Dop pelscheibe<B>27, 28</B> ist, und zwar eine Scheibe mit einem spiralig umlaufenden Spalt<B>29,</B> dessen Offnungsbreite in grundsätzlich genau der gleichen Weise wie gemäss den Abb. <B>3,</B> 4 und<B>5</B> einstellbar ist,
indem die beiden Ein zelscheiben<B>27</B> und<B>28</B> je einen spiralig ver laufenden Schlitz besitzen und durch Dre- liung dieser Einzelscheiben <B>27</B> und<B>28</B> in' bezug aufeinander der Selilitz der einen Scheibe durch die eine Schlitzkante der an dern -mehr öder weniger überdeckt wird. In Fig. <B>7</B> ist noch der Antriebsmotor<B>30</B> dargestellt. Man wählt ihn zweekmässig so stark, dass die Verschiedenheiten der Brem sung beim genauen Regeln der Umlaufzahl <B>C</B> der Primärlenkvorrichtun- seine Umlaufzahl nicht merkbar beeinflussen.
Die Primärlenkvorrichtung, das heisst die Doppelscheibe<B>27, 28</B> mit dem Spiralspalt 29. sitzt hier beispielsweise nicht auf der Welle<B>1</B> der Sekundärlenkvorrichtung, der Doppel scheibe 4,<B>5,</B> sondern auf einer besonderen Welle<B>31,</B> welche von der Welle<B>1.</B> der Sekun- därvorrielitung gleitend mitgenommen wird. Die Primärlenkvorrichtung sitzt mit ihrem Tragerkörper <B>32</B> fest auf dieser -Welle<B>31.</B>
Zur genauen Einstellung und zum selbst tätigen Gleichhalten der einmal eingestellten Umlaufzahl der Primärlenkvorrichtung ist, die ruhende Bremsbacke der Bremsvorrich tung mittelst der aus dem Handrädchen<B>33,</B> der Spindel 34 und der die Bremsbacke tra genden Doppelbebel <B>35</B> bestehenden Vorrich tung sehr fein verstellbar und sitzt die Bremsseheibe <B>36</B> auf der Welle<B>31</B> achsial verschiebbar an dem federnden Zentrifugal- regler mit den Schwungkörperu <B>37,
</B> welcher Regler beim Wachsen der Umlaufzahl über das eingestellte Mass hinaus den Druck der Bremsselieibe <B>36</B> gegen die Bremsbacke er höht und damit die Umlaufzahl wieder her abdrückt und beim Sinken der Umlaufzahl unter das eingestellte Mass sie wieder zuin Steigen bringt.
Bei dem Gerät gemäss Fig. <B>1</B> ist mit dem entsprechenden Zentrifugalregler <B>37</B> und der Bremsseheibe <B>36</B> das Vorhandensein einer gleichen Vorrichtung zum selbsttätigen Gleichhalten der Umlaufzahl der Primär- lenkvorrichtung angedeutet. Auch dort denke man sich die (nicht dargestellte) Bremsbacke verstellbar.
Eine gleiche Vorrichtung empfiehlt sich auch zur Einstellung und zum selbsttätigen Gleichhalten der Umlaufzahl der Sekundär- lenkvorrichtung vorzusehen. Diese Vorrich tung besteht in Fig. <B>7</B> aus dem Handrädchen <B>38,</B> der Spindel<B>39</B> und dem Doppelhebel 40, -welcher an seinem obern Ende die hier sichtbare Dremsbacke 41 trägt, sowie aus dem federnden Zentrifugalregler mit den Schwungkörpern 42 und der Bremsscheibe 43.
Ausser diesen! Einstellungs- und Ite- gelungsvorrichtungen ist noch eine besondere Synchronisierungsvorrichtung vorgesehen. Sie besitzt eine mit der Primärlenkvorrichtung, der Doppelscheibe<B>27, 28</B> mit dem Spiral- spalt <B>29,</B> zwangläufig umlaufende Glimm lampe 44, deren Stromkreis von den an Schleifflächen der Motorwelle<B>1</B> schleifenden Kontakt-federn 45 und 46 bei jeder Umdre hung des Motors<B>30</B> einmal geschlossen wird,
indem die eine Schleiffläche bis auf einen in der 'Umfangsrichtung möglichst kurzen Kontakt 47 nichtleitend ausgebildet und die ser Kontakt 47 mit der ringsum leitenden andern Schleiffläehe leitend verbunden ist. Die. Glimmlampe 44 leuchtet also bei jedem Umlauf des Motors<B>30</B> einmal auf. Die Syn- ehronisierungsvorrichtung besitzt ferner eine ruhende Schlitzscheibe 48 mit auf dem Um fang gleichmässig verteilten radialen Schlit zen 49.
,Man nehme an, es solle eine Bildsendung von<B>3600</B> Bildpunkten empfangen werden. Dann muss man die zum Beispiel 20 Spalte 8# <B>9</B> besitzende Sekundärschlitzscheibe 4,<B>5,</B> da sie die<B>3600</B> Bildpunkte in<B>60</B> Zeilen zu schreiben hat, in '/", Sekunde drei Umläufe machen lassen. Also leuelitet die Glimm lampe 44 in '/", Sekunde drei Mal auf. Da bei läuft sie in derselben Zeit (/" Sekunde) mit der Primärlenkvorrichtung einmal um.
Infolgedessen geschieht das Aufleuchten der Glimmlampe 44 immer wieder nach Drehung um je 120 Grade, also. immer in den glei chen gleich weit voneinander abstellenden drei Winkellagen, in welchen sie stillzu- stellen scheint. Sind die gleichfalls in diesen Winkelabständen voneinander angeordneten Schlitze 49 der (-durch Drehung einstell baren) Scheibe 48 auf dieselben Winkellagen eingestellt, so leuchtet die Glimmlampe 44 jedesmal dann auf, wenn sie sich gerade hin ter einem Schlitz 49 befindet, die Schlitze 49 erscheinen dann also alle drei hell.
So bald aber -die Umlaufzahlen von dem Ver- hältnis <B>1 - 3</B> auch nur im geringsten abwei- ühen, kann bestenfalls jeweils nur einer der Schlitze 49 hell erscheinen.
Für eine Bildpunktzahl von<B>1600</B> müsste die Scheibe 48 zwei Schlitze 49, für eine Bildpunktzahl von 6400 vier Schlitze 49 usw. besitzen. Die Scheibe 48 denke, man sich also auswechselbar gegen eine Scheibe 48 ent sprechend anderer Sehlitzzahl. <B>-</B> In Fig. <B>9</B> ist auch die Empfangsanlage dargestellt.
Es ist<B>50</B> die Antenne,<B>51</B> der Empfänger, welcher mit den ankommenden Impulsen die Lichtquelle zu steuern hat, und <B>52,</B> die Lichtquelle, -welche hier beispiels weise eine Glimmlampe ist Diese Glimm lampe<B>52</B> ist gemäss Abb. <B>7</B> innerhalb des das ganze Gerät umschliessenden Gehäuses <B>53</B> in einem besonderen Gehäuse 54 unter gebracht, aus welchem die gesteuerten Lichtstrahlen durch die Spalte der beiden Doppelscheiben 4,<B>5</B> und<B>27, 28</B> und nach folgend durch die Linse oder Linsenkombi nation<B>55</B> hindurch nach aussen treten, wo das durch die beiden Doppelscheiben be grenzte und gelenkte Lichtbündel in der schon beschriebenen Weise zu der (nicht, dargestellten) Mattscheibe gelangt.
Die Linse, oder Linsenkombination<B>55</B> ist so beschaffen, dass sie jeweils ein Bild des von den Spalten der beiden Doppelscheiben zusammen gebil deten Durchlasses auf der Fläche der Matt scheibe entstehen lässt.
Die nachfolgend noch zu beschreibenden Ausführungsbeispiele unterscheiden sich von den -schon beschriebenen Ausführungsbei spielen hauptsächlich darin, dass die Sekun- därlenkvorrielltung nicht von bewegten Durchgangsspalten, sondern von bewegten Spiegeln gebildet wird.
In der in Fig. <B>11</B> und 12 dargestellten Einrichtung hat das Rad<B>56</B> am Umfang<B>10</B> ebene, unmittelbar aneinander anschliessende Spiegel<B>57.</B> Dieses Spiegelrad entspricht in allem Wesentlichen der Sekundärlenkvorrich- fung in Fig. <B>7,</B> indem das von der gesteuer ten Lichtquelle kommende Eichtbündel von jedem Spiegel<B>57</B> horizontal fortbewegt wird, wobei jeder nachfolgende Spiegel<B>57</B> wieder genau in der Winkellage das Lielitbündel fortzubewegen beginnt, wo auch der voran gehende Spiegel<B>57</B> sie begonnen hatte.
Von den Spiegeln<B>57</B> horizontal bewegt zurück geworfen, gelangt das Lichtbündel zu dem Spiegel<B>18,</B> welcher genau dieselbe Aufgabe hatund genau so wirkt wie der Spiegel<B>18</B> in Fig. <B>7.</B> Auch im übrigen möge alles den vorbesehriebenen Geräten gleich sein.
Nur eines ist bei den Geräten mit Spie gelrädern anders. Man kann mit ihnen nicht in der Weise wie mit umlaufenden Spalten das Liebtbündel entsprechend der Bildpunkt- flächenform und Bildpunktflächengrösse be grenzen, sondern man sieht hierfür eine be sondere BlendenvorricUtung vor, welche man sich in den Strahlenweg zwischen Licht quelle und Spiegelrad<B>56</B> angeordnet denke. Die Linse oder Linsenkombination<B>58</B> hat hierbei die Aufgabe, die Blende auf der i#la,-H#scheibe 20 abzubilden.
Die Blenden- bilder sind die Bildpi--tnkte.
Es muss auch,diese Blende ihrer quadra tischen Öffnungsgrösse nach einstellbar sein, t3 damit die Grösse der einzelnen Blendenbilder auf der Mattscheibe 20 der jeweiligen Bild- punktza'hl angepasst werden kann.
Eine solche Blende ist in den Fig. <B>13</B> und 14 dargestellt. Sie besteht aus den vier Blendenflächen <B>59, 60, 61</B> und<B>62,</B> welche die Blendenöffnung <B>63</B> der Flächengrösse nach einstellbar, aber immer genau quadra tisch be#,renzen sollen.
ITierzu ist das eine Paax gegenüberliegender Blendenflächen <B>59</B> und<B>60</B> vertikal und das andere Paar<B>61</B> und <B>62</B> horizontal in dem Tragkörper 64 geführt und ist eine Ringselieibe <B>65</B> vorgesehen, wel che für jede der vier Blendenflächen eine exzentrisch verlaufende Nut<B>66</B> besitzt, in die an den Blendenflächen vorgesehene kurze Stifte<B>67</B> greifen.
Wird mittelst des Hand rädchens<B>68,</B> auf dessen Welle ein in die längs des Randes der Ringscheibe<B>65</B> vor gesehene Verzahnung eingreifendes Zalinräd-' D clien <B>69</B> sitzt, die Ringscheibe<B>65</B> gedreht, so, -werden die Blendenflächen <B>59, 60, 61</B> und<B>62</B> offenbar alle gleichzeitig und gleichmässig nach aussen oder nach innen bewegt. Damit ist die Öffnung<B>63</B> auf jede Flächengrösse einstellbar.
Die Flächeno,rössen der Blenden- öffnung <B>63</B> bezw. die Bildpunktzahlen, zu welcher die einzelnen Einstellungen gehören, mögen mittelst einer Teilung auf der Ring scheibe<B>65</B> einerseits iiiid dem Tragkörppr ()t anderseits jeweils ablesbar sein.
Die Einrichtung nach den Fig. <B>15</B> und <B>16</B> unterscheidet sich von der in den Fig. <B>11</B> und 12 dargestellten darin, dass die Spiegel des Spiegelrades nicht nur das Sekundär- lenken, sondern auch das Primärlenken des gesteuerten Lichtbündels besorgen, indem sie von Spiegel züi Spiegel abnehmende Neigung zur Drehachse haben und auf den Spiegel geringster Neigung unmittelbar wieder der Spiegel grösster Neigung folgt. Dieses schon in der Einleitung erwähnte Prinzip ist an sich bekannt.
Hier sind aber die einzelnen Spiegel nicht, wie bei den bekannten Creräten dieser Art, ihren Neigungsmassen nach un veränderlich fest, sondern veränderlich, um tangentiale Achsen schwenkbar an dem Rad körper angebracht, wobei sie von einem hin sichtlich seiner Umlaufzahl von dem die Spiegel tragenden Radkörper unabhängig regelbaren Kurvenkörper primär gelenkt werden.
Jeder einzelne Spiegel sitzt aussen auf einem besonderen Träger<B>70,</B> #velcher um die tangentiale Achse<B>71</B> schwenkbar an den Radkörper<B>72</B> angebracht ist. Der Radkörper <B>72</B> sitzt fest auf der mit dem Motor<B>30</B> ge- kuppelten Welle<B>1</B> und auf dieser gleichen Welle<B>1</B> sitzt, jedoch nicht fest, sondern glei tend von ihr mitgenommen, der Kurvenkör per<B>73</B> mit dem dem Spiegelrad zugewen deten umlaufenden Kurvenschlitz 74, in welchem die etwa stiftförmigen freien Enden der Spiegelträger<B>70</B> geführt sind.
Den Verlauf der Kurve 74 denke man sich analog dem Verlauf der Kurve<B>25</B> des Kurvenkörpers<B>26</B> gemäss der vorbesehrie- benen Geräte, das heisst es verläuft die Kurvc an Abstand von der Achse langsam zu- C nehmend bis zu einem Höchstabstand und von dort- steil abfallend wieder zurück zu der Kurvenstelle geringsten, Abstandes von der Achse (Fig. <B>15).</B> Die Kurvenscheibe<B>73</B> mache für jede einzelne Bildwiedergabe, wel che voraussetzungsgemäss die Dauer von 'h# Sekunde habe,
einen Umlauf.<B>In</B> der gleichen Zeit soll das Spiegelrad so viel Ein zelspiegel<B>70</B> durch den Wirkungsbereich des Strahlenbündels (in Fig. <B>16</B> zum Beispiel ganz oben die höchste Stelle der Umlauf bahn) hindurchlaufen lassen, wie jeweils Zeilen zu schreibeneind. Dabei erfahren die Spiegel<B>70,</B> indem sie durch den Arbeits bereich hindurchlaufen, eine von Spiegel zti Spiegel zunehmende (oder abnehmende) Nei- guno. zur Achse, denn die Kurve 74 läuft ja, um, so dass sieh an der Stelle, wo sie deit jeweils durch den Arbeitsbereich laufenden Spiegel<B>7-0</B> führt,
ihr Abstand von der Achse kontinuierlich ändert.
Besitzt das Rad 20 Einzelspiegel und soll ein Bild mit der Bildpunktzahl<B>1600</B> empfangen werden, so müssen, während der Kurvenkörper einmal in ',1", Sekunde um läuft, 40 Spiegel durch den Wirkungsbereiell hindurchlaufen, es muss also das Spiegelrad <B>72</B> zweimal umlaufen. Ist die Bildpunkt zahl des zu empfangenden Bildes<B>3600,</B> so muss das Spiegelrad.<B>72</B> drei Umläufe in 11u Sekunde machen, während der Kurven körper nur einmal umläuft usw.
Da das Spiegelrad<B>722</B> schneller umläuft als der Kurvenkörper<B>73,</B> reiben die freien Enden der einzelnen Spiegelträger<B>70</B> infolge der Schwungkräfte längs der äussern Kante des-Kurvenschlitzes 74. Die Reibungskräfte kann man übrigens dazu benutzen, den Kur venkörper<B>73</B> von dein Spiegelrad<B>72</B> über die Spiegelfräger <B>70</B> mitnehmen zu lassen.
Es empfiehlt sich dann aber, dem Kurven rad<B>73</B> möglichst keine Reibung gegen die Welle<B>1</B> zu geben, es etwa mit einem Kugel lager<B>75</B> auf ihr zu lagern.<B>-</B> Sind die durch die Schwungkräfte entstandenen Reibungs kräfte der Spiegelträger <B>70</B> gegen den Kur venkörper<B>73</B> zu gross, so wird -vorgeschlagen, die Masse jedes einzelnen Spiegelträgers<B>70</B> durch einstellbare Gegengewichte<B>76</B> jenseits der Drehaahse <B>71</B> mehr oder weniger auszu balancieren. In den Fig, <B>15</B> und<B>16</B> sind noch die Lichtquelle und die Mittel zu ihrer Steue rung usw. schematiscli angedeutet.
Es soll bedeuten:<B>52</B> wieder die Lichtquelle,<B>77</B> die Vorrichtung zur Steuerung des Lichtbündels, eine Kerrzelle, <B>78</B> die etwa gemäss Fig. <B>13</B> und 14 verstellbar züi denkende Blende,<B>79</B> eine Linsenkombination zur Lenkung des Lichtes in die Kerrzelle, <B>58</B> wieder die Linse oder Linsenkombination, welche die Bilder ,der Blendenöffnung auf der Fläche der Mattscheibe entstehen lässt, und<B>80</B> ein Spie gel, welcher das Lichtbündel in Richtung auf den Wirkungsbereich des Spiegelrades wirft.
In Fig. <B>15</B> ist die Lichtquelle<B>59,</B> in dem Gehäuse 54 zu denken, in deren Offnung für den Durchgang der Strahlung die Linse oder Linsenkombination <B>79</B> sitzt.
Die in den Fig. <B>17</B> und<B>18</B> dargestellte Einrichtung besitzt zwei Spiegelräder 72.1 und<B>72b,</B> von -welchen jedes genau in dersel ben Weise wie gemäss Fig. <B>15</B> und<B>16</B> mit dem Kurvenkörper<B>73</B> zusammen arbeitet-, indem dieser für die Spiegel jedes der beiden Spiegelräder eine besondere Umlaufkurve, die Kurven 74a und<B>74b,</B> besitzt. Das eine Spie gelrad 72a sitzt fest auf der Welle<B>- 1</B> und treibt mittelst der Kegelräder<B>81.</B> und<B>82</B> das andere, lose. auf der Welle<B>1</B> sitzende Spie gelrad<B>72b</B> im umgekehrten Drehsinne an. Die beiden Spiegelräder 72a und<B>72b</B> laufen also gleich schnell, aber in entgegengesetzten Drehrichtungen, um.
Bei jedem Spiegelrad folgen die Spiegel mit, Zwischenräumen auf einander, welche der Spiegelbreite gleich sind. Die Kurven 74a und<B>74b</B> denke man sieh einander parallel verlaufend.
Dieses Gerät wirkt offenbar so, dass jede:s mal nach einem Spiegel des einen Spiegel rades ein Spiegel des andern Spiegelrades in den Wirkungsbereich des Strahlenbündels gelangt, wobei infolge der entgegengesetzten Drehrichtungen der Spiegelräder die von den einzelnen Spiegeln geschriebenen Zeilen (gleichsam wie ein Mäanderfries) abwecli- selnd in entgegengesetzten Richtungen ge schrieben werden, wie die schematisch dureli die Pfeile angedeuteten Zeilen angeben.
Selbstverständlich kommt diese Arbeits weise nur für die Fälle in Frage, in welchen auf der Senderseite das Bild mäanderartig zerlegt worden ist.
Dasselbe Gerät kann man aber auch in ein solches verwandeln, welclies die Zeilen nicht hin- und zurücklaufend, mäanderartig, sondern<U>immer</U> an demselben Ende begin nend, schreibt-, wie dies durch die die Zeilen darstellenden gleichgerichteten Pfeile oben ganz links angedeutet ist. Man braucht hierzu nur den längs der Welle<B>1</B> fortgesetzten Körper des Spiegelrades<B>721</B> mit der Welle<B>1</B> zu kuppeln, wo-zu der Kupplungskörper<B>83</B> mittelst des Hebelgriffes 84 nach links zu schieben ist.
Die beiden Spiegelräder 72a und<B>72b</B> sind dann# ein starres Ganzes und die beiderseitigen Spiegel 70a und 70b zu sammengenommen gewissermassen ein ein ziges, mit Spiegeln ohne Zwisehenräume versehenes Spiegelrad der gleichen Wir kungsweise, wie das Spiegelrad der Abb. <B>15</B> und<B>16.</B>
Die Einstellungs- und Regelungsvorrich tungen mögen im wesentlichen wieder die selben sein wie die der schon beschriebenen Geräte, worauf durch die gleichen Bezugs zeichen hingedeutet ist. Die Synchronisie- rungseinrichtung ist hier, beispielsweise, nur insoweit anders, umgel,--ehrt ausgebildet, als die Glimmlampe 44, deren Stromkreis in der selben Weise unterbrochen -werden möge wie der Stromkreis der Glimmlampe 44 der vor- beschriebenen Geräte, ortsfest angebracht ist und dafür die der Scheibe 48 entsprechende stroboskopische Scheibe<B>85</B> umläuft.
Sie sitzt auf der Welle<B>86,</B> welche von dem als Zahnrad<B>87</B> ausgebildeten einen Teil des Zentrifugalreglers über das in dieses Zahn rad<B>87</B> eingreifende Zahnrad<B>88</B> angetrieben wird.
Man kann übrigens auch die Vorrichtung zum Synchronisieren in bezug auf den Sen der zugleich als Synchronisierungsvorrich- tung zur Einhaltung des genauen Verhält nisses der Umlaufzahlen. einerseits der Pri- niär- und anderseits der Sekundärlenkvor- riehtung benutzen.
Eine solche Vorrich- tung stellt sieh zum Beispiel bei einem Ge rät nach den Abb. <B>1</B> und 2 wie fol--t dar: An der den ruhenden Spalt<B>15</B> habenden Wand ist sagen wir etwas unterhalb des einen Längsendes des Spaltes<B>15</B> eine kleine Koiiiaktieder angebracht, welche nach der umlaufenden Doppelsalleibe 4,<B>5</B> vorspringt. An der Scheibe 4 dieser Doppelscheibe 4,<B>5</B> sitzt beispielsweise unter jedem Schlitz<B>6</B> ein Kontakt. Diese Vorrichtung befindet sieh sowohl an dem Sende-, als auch an dem Empfangsgerät.
Auf der Senderseite wird ,jedesmal, wenn die ruhende Kontaktfeder beim Spalt<B>15</B> über einen Kontakt d-r Scheibe 4 läuft, ein Impuls ausgesendel, Offenbar wird nun auf der Empfangsseite nur dann die Synchronisierungsstromleitung geschlossen, wenn die Kontakte einerseits des ruhenden und anderseits des bewegten Teils nicht nur gleich oft, sondern auch genau in Phase mit der Senderseite Stromschlüss geben. Es soll dann auf der Empfangsseite die Glimmlampe 44 aufleuchten.
Nehmen wir nun zum Beispiel an, es solle das Bild in 40 Zeilen geschrieben werden, so leuchtet die Lampe 44 auf der Empfangs seite, wenn die Doppelscheibe 4,<B>5</B> der Emp fangsseite nach Zeilenzahl und Phase syu.- chron mit der Senderseite umläuft 40 Mal während der Zeit einer ganzen Bilddauer auf.
MTenn dabei dieselbe Glimmlampe mit der Primärlenkvorrichtung, in dem gewähl ten Beispiel mit dem Kurvenkörper<B>26</B> um läuft und die Scheibe 48 auf dem Umfang 40 gleich verteilte Schlitze besitzt, so leueli- ten die Schlitze alle nur dann auf, wenn auch das Verhältnis der Umlaufzahlen der Sekundär- und Primärlenkvorrichtung das Richtige ist. Selbstverständlich ist dieses Verfahren auch anwendbar, wenn die Glimm lampe ortsfest ist und statt ihrer die Scheibe 48 umläuft.
Man muss also die Umlaufzahl des Motors so einstellen, dass die Glimmlampe überhaupt bezw. regelmässig aufleuchtet und die Pri- märlenkvorrichtung dabei gleichzeitig so regeln, dass sie genau hinter den Schlitzen aufleuchtet. Auch hier muss natürlich die ruhende Schlitzscheibe mit ihren Schlitzen auf die Stellen des Aufleuelitens einstellbar sein.
Dieser Notwendigkeit wegen ist es ein facher, die Glimmlampe 44 ortsfest anzuord nen und statt ihrer die Scheibe (siehe Scheibe <B>85</B> in Fig. <B>17)</B> mit der Primärlenkvorrich- tung umlaufen zu lassen, wobei sie als schwarze Scheibe mit einem hellen radialen Strich auszubilden ist.
Es leuchtet dann dieser Strich an 40 gleichweit voneinander entfernten Winkel stellen ruhend auf. Die geringste Abwei- ehung der Umlaufzahlen voneinander zeigt sich darin an, dass die aufleuchtenden Striche wandern.