CH150755A - Verfahren zum Betrieb elektrischer Verteilungsnetze. - Google Patents

Verfahren zum Betrieb elektrischer Verteilungsnetze.

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CH150755A
CH150755A CH150755DA CH150755A CH 150755 A CH150755 A CH 150755A CH 150755D A CH150755D A CH 150755DA CH 150755 A CH150755 A CH 150755A
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electrically conductive
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Aktiengesellschaft Siem Halske
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Siemens Ag
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  Verfahren zum     Betrieb    elektrischer     Verteilungsnetze.       Zur Fernbildübertragung sind bezüglich  der     Abtastung    des Bildes zwei     Verfahren          bekannt.    Das eine Verfahren arbeitet etwa  so, dass die zu übertragende Schrift oder  Zeichnung mit elektrisch leitender Tinte auf  ein     Blatt    geschrieben oder gezeichnet wird.       Mittelst    eines     Kontaktstiftes    wird dieses  Bild elektrisch abgetastet.

   Auf der Emp  fangsseite wird ein entsprechender Kontakt  stift über ein auf     eire    Trommel     auf-          gespanntes    Blatt Papier. geführt, das so im  prägniert ist, dass ein Stromdurchgang durch  das Papier     eine        Farbveränderung    hervorruft.  Das zweite Verfahren arbeitet grundsätzlich  in der gleichen Weise.

   Der Unterschied be  steht nur     darin,    dass das Bild oder die Zeich  nung von einer     Selen.zelle    abgetastet wird  und an der Empfangsstelle lichtempfind  liches Papier entsprechend     den.    von der       Selenzelle    ausgehenden     Stromstössen        bezw.          -schwankungen    belichtet wird.    Gemäss der Erfindung lassen sich diese  bekannten Verfahren zum Betrieb elek  trischer Verteilungsnetze verwenden, indem  von den einzelnen Schaltungen in dem Ver  teilungsnetz Bilder an einer Stelle hergestellt  werden und diese Bilder mit Mitteln der  Bildübertragung an eine andere Stelle über  mittelt werden.

   Vorzugsweise wird das erst  genannte Verfahren verwendet, hei dem das  aus elektrisch leitenden Strichen hergestellte  Bild mittelst eines Kontaktstiftes elektrisch  abgetastet wird.  



  Da es sich stets     um,    dasselbe Verteilungs  netz handelt, in dem Schaltungen vorgenom  men werden sollen, ist es nicht erforderlich,  immer wieder dasselbe Schaltungsbild aufzu  zeichnen, welches zum Zwecke von Schalt  massnahmen jedesmal nur anders kombiniert  wird. Man kann daher Blätter, auf denen  die Linienführungen des Netzes aufgezeich  net sind,     voll    Fall zu Fall derart ergänzen,      dass die Teile der     Linienführungen,    welche  jeweils zu schaltende oder geschaltete Lei  tungsstrecken darstellen, gegenüber den  übrigen Teilen der Linienführungen ver  ändert werden und die so     entstandenen     Schaltbilder auf ähnliche Blätter der Emp  fangsstelle übertragen, auf denen die Linien  führungen ebenfalls vorgezeichnet sind.

   Auf  diese Weise kann man sowohl Kommandos  von der einen Stelle zur andern, als auch  umgekehrt Rückmeldungen über ausgeführte  Kommandos oder selbsttätige Verstellungen  übertragen. Die jeweils zu verändernden  Teile der     Linienführungen    werden zweck  mässigerweise mit einem elektrisch leitenden  Aufstrich versehen.  



  Ein Beispiel für ein solches Schaltbild  zeigt die     Abb.    1. Mit einfach ausgezogenen  Strichen sind die Linienführungen des Netzes  aufgezeichnet, zum Beispiel zwei Sammel  schienen 2 und     .3,    an die über die     Leitungen     4 oder 5 die zu einem Stromerzeuger füh  rende Leitung 6 angeschlossen werden kann.  Das Gleiche gilt für die Leitungen 7 bis 12.  Angenommen, der an die Leitung 6 an  geschlossene Stromerzeuger soll auf die Sam  melschiene 3 arbeiten, die an die Leitungen  9 und 12     angeschlossenen    Stromerzeuger auf  die Sammelschiene 2, so werden die     in    der  Abbildung durch     Doppellinien    angedeuteten  Teile mit einem elektrisch leitenden Auf  strich versehen.

   Beim Abtasten erscheint  dann an der Empfangsstelle ein entsprechen  des Bild, und die Schaltungen können dort  vorgenommen werden. Die gleichen Bilder  werden zur Rückmeldung der Schaltvor  gänge hergestellt und     übermittelt.     



  Man kann die Anordnung aber auch so  treffen, dass entsprechend der Linienführung  und Unterteilung des Netzes auf einer iso  lierenden Unterlage elektrisch leitende, un  tereinander nicht zusammenhängende Strich  stücke angeordnet werden. Diese werden ent  sprechend der vorzunehmenden Schaltung  über je einen Schalter mit dem einen Pol  einer Stromquelle verbunden. Tastet man       nun,    wie üblich, diese Unterlage ab, so wer-    den diejenigen leitenden Striche, deren An  schlussschalter zur Stromquelle geschlossen  sind, abgebildet. Diejenigen Strichstücke,  deren Schalter nicht geschlossen sind, wer  den dagegen in der Empfangsstelle nicht ab  gebildet. Wenn es sich um die Übermittlung  eines Kommandos handelt, werden die Strich  stücke durch handbetätigte Schalter, Kom  mandoschalter, an     Spannung    gelegt.

   Sollen  Rückmeldungen von den Schaltvorgängen in  einer Nebenstelle nach einer Hauptstelle  übermittelt werden, werden die     Strichstücke     in Abhängigkeit von dem Schaltzustand der       entsprechenden    Leitungsstrecke an Spannung  gelegt, so dass ohne besondere Massnahmen  von Hand der Schaltzustand der Nebenstelle  nach der Hauptstelle übermittelt werden  kann. Entweder kann man das Anschliessen  der Strichstücke an die Stromquelle davon  abhängig machen, ob die den     Strichstücken     entsprechenden Netzteile unter Spannung  stehen. Oder die Schalter, welche die Strich  stücke an Spannung legen, werden über  Hilfskontakte der zu überwachenden Netz  schalter betätigt. In der     Abb.    2 ist ein Bei  spiel für diese Anordnung dargestellt.

   Das  Schaltbild     entspricht    dem in     Abb.    1 ge  zeichneten. 13 und 14 sind die die Sammel  schienen darstellenden Strichstücke. Die Be  zugszeichen 15 bis 23 bezeichnen die den  Leitungen 4 bis 1 2 der     Abb.    1 entsprechen  den Strichstücke. Sie können durch die  Schalter 24 bis 32 an den einen Pol einer  Spannungsquelle gelegt werden. In der ge  zeichneten Stellung der Schalter wird das  selbe Schaltbild übermittelt wie in     Abb.    1.  Der an die Leitung 17 angeschlossene Strom  erzeuger arbeitet auf die Sammelschiene 14,  die beiden andern auf die     Sämmelschiene    13.

    Wenn es sich um die Übermittlung von  Kommandos handelt, stellen die Schalter<B>2</B>4  bis 3,2 die Kommandoschalter dar und müs  sen von Hand betätigt werden. Handelt es  sich um eine Einrichtung zur Übermittlung  von     Rückmeldungen,    so werden die Schalter  in Abhängigkeit von dem Schaltzustand des  zu überwachenden Netzes     selbsttätig    be  tätigt.

        In der Nebenstelle, in .der sich die     zu          steuernden    Organe, Schalter, Netzschalter       usw.        befinden,    können in gleicher Weise wie  an der Kommando- oder Hauptstelle elek  trisch leitende Strichstücke angeordnet -wer  den, an welche die Betätigungsspulen für die  zu verstellenden Organe usw. angeschlossen  sind, und zwar in ähnlicher Weise wie in       Abb.21    die Kommandoschalter. Beim Ab  tasten der Strichstücke in der Kommando  stelle werden dann die     zugehörigen    Betäti  gungsspulen an     Spannung    gelegt, so dass die  von ihnen gesteuerten Organe betätigt wer  den.

   Auf dieselbe Weise können auch die  Rückmeldungen über die     Schaltvorgänge    in  der Nebenstelle in der Hauptstelle kenntlich  gemacht werden, indem dort ebenfalls elek  trisch leitende Strichstücke angeordnet wer  den, an welche die Betätigungsspulen für  Leuchtschaltbilder steuernde Schalter, Sig  nallampen oder dergleichen angeschlossen  sind, so dass beim Abtasten der Strichstücke  das     Leuchtschaltbild        bezw.    die Signallampen  entsprechend dem Schaltzustand des' Netzes  verstellt werden.  



  Da die     Ölschalter    eines Netzes diejenigen  Organe sind, die am ersten ohne Wissen des       Über-,vachungsbeamten    in der Zentrale ihre  Stellung ändern können und da diese Stel  lungsänderungen dem     Überwachungsbeamten     in der Zentrale möglichst schnell zur Kennt  nis gebracht werden sollen, ordnet man  zweckmässig die den Ölschaltern entsprechen  den Strichstücke in dem zu übertragenden  Schaltbild am Umfang des Bildes an, so dass  die Stellung der Ölschalter schon nach  einigen wenigen     Abtastumläufen        übermittelt     wird.  



  Es lässt sich das Verfahren auch noch der  art erweitern, dass an geeigneten Stellen der  zu übertragenden Schaltbilder die Angaben  von     Messinstrumenten    aufgezeichnet werden.  Dies lässt sich beispielsweise so ausführen,  dass ein Speicher entsprechend der Instru  mentenangabe aufgeladen wird und dass ein  auf den     Blättern    an geeigneter Stelle vor  gesehenes Strichstück so oft, wie der Ruf  ladung des Speichers entspricht, an Span-         nung    gelegt wird.

   Zum Beispiel kann man,  wie dies in     Abb.3    schematisch angedeutet  ist, an der     l@Iessstelle    einen Zähler 33 auf  stellen, der mit einer der zu messenden  Grösse , proportionalen Geschwindigkeit um  läuft und dabei periodisch einen     Kontald        3-1     schliesst. Die hierdurch     hervorgerufenen.     Stromimpulse beeinflussen einen     Schritt-          inagneten    35, der bei     seiner    Erregung  und     Entregung    einen Kontaktarm 36  über eine     Kbntaktreihe    37 von Kontakt  zu     Kontakt    verstellt.

   Die Anzahl der  Kontakte, um die der Kontaktarm in  einer bestimmten Zeit verstellt worden ist,  entspricht dann der     Messgrösse.    Sobald ein  auf dem Blatt 3,8 vorgesehenes Strichstück  3,9 von dem abtastenden Kontaktstift er  reicht wird, kann man den als Speicher wir  kenden Kontaktarm     3,6    um dieselbe Anzahl  Kontakte zurücklaufen lassen, um die er  vorher entsprechend der     Messgrösse    verstellt  worden war. Dabei wird jetzt das Strich  stück so oft an eine Spannungsquelle     4O    ge  legt, wie dieser Anzahl Kontakte entspricht.  Auf dem Blatt an der Empfangsstelle er  scheint dann eine Punktreihe, deren Länge  ein Mass für die Grösse des     liIesswertes    ist.

    Um einen besseren Vergleich zu haben, kann  man auch noch einen Endpunkt übermitteln.  der die Gesamtlänge einer Punktsäule an  gibt, die dem vollaufgeladenen Speicher ent  sprechen würde. Statt diese Punktreihe auf  zuzeichnen, kann man sie auch in eine     Mess-          instrumentenangabe    umwandeln, indem an  der Empfangsstelle ebenfalls ein leitendes  Strichstück angeordnet wird,     welches    dem  in der Sendestelle entspricht. Über dieses  Strichstück in der Empfangsstelle werden  dann die ankommenden Stromstösse einem       Messinstrument    in bekannter Weise zu  geführt.  



  Es ist auch möglich, Fernmessungen nach  dem in der Einleitung an zweiter Stelle er  wähnten Verfahren vorzunehmen, indem die  Zeigerstellungen mit     Selenzellen    abgetastet  werden.  



  Das Verfahren gemäss der Erfindung hat  verschiedene Vorteile. Man kann einen für      alle möglichen Zwecke dienenden Fernbild  apparat durch Auflegen einer besonderen  Unterlage zu einem Fernbedienung- und       Fernüberwachungsapparat    machen. der in  Bildform oder in Gestalt von     Leucbt-    oder  Blindschaltbildern seine Meldungen wieder  gibt. Wenn man nicht nur die Schalter  stellungen     rückmeldet,    sondern das Gesamt  schaltbild der Stationen zum mindesten an  schliessend nachfolgen lässt, sind     Störungen     in dem Arbeiten des Apparates sofort er  kennbar.

   Unter Umständen kann man auch  den Apparat schneller laufen lassen     11s    bei  der normalen Bildübertragung, da nur grobe  Zeichnungen oder Bilder zu     übermitteln    sind,  und auf diese Weise die Übermittlung von  Kommandos, Rückmeldungen, Fernmessun  gen beschleunigen. Da nicht nur bestimmte  Punkte darzustellen sind, sondern diese an  der Empfangsstelle an einer ganz bestimm  ten Stelle in -,dem     Bild    erscheinen müssen,  werden Fehler in der Übertragung sowohl  der Kommandos, als auch der Rückmeldun  gen erkennbar.

   Da ferner der gewünschte       bezw.    tatsächliche Betriebszustand jedes  Teils des     Energieverteilungsnetzes    nicht nur  durch einen Impuls, sondern durch eine  Mehrzahl von Impulsen übermittelt wird,  ist die Gefahr, dass falsche Kommandos  oder     falche        Meldungen    übermittelt werden.       @iusserst    gering.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Betrieb elektrischer Ver teilungsnetze, dadurch gekennzeichnet, dass von den einzelnen Schaltungen im Ver teilungsnetz Bilder an einer Stelle her gestellt werden, und dass diese Bilder mit Mitteln der Bildübertragung an eine andere Stelle übermittelt werden. UNTERANSPRtrCHE I.. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Übertragung der Bilder ein Verfahren verwendet wird, bei dem das aus elektrisch leitenden Strichen hergestellte Bild mittelst eines Kontakt stiftes elektrisch abgetastet wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Blätter, auf denen die Linienführungen des Netzes auf gezeichnet sind, von Fall zu Fall derart ergänzt werden, dass die Teile der Linien führungen, welche jeweils zu schaltende oder geschaltete Leitungsstrecken dar stellen, gegenüber den übrigen Teilen der Linienführungen verändert werden, und dass die so entstandenen Schaltbilder auf ähnliche Blätter in der Empfangsstelle übertragen werden. 3. Verfahren nach Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweils zu verändernden Teile der Linienführun gen mit einem elektrisch leitenden Auf strich versehen werden. 4.
    Verfahren nach Unteranspruch l., da durch gekennzeichnet, dass entsprechend der Linienführung und Unterteilung des Netzes auf einer isolierenden Unterlage angeordnete, elektrisch leitende, unterein ander nicht zusammenhängende Strich stücke entsprechend der vorzunehmenden Schaltung an Spannung gelegt werden. 5.
    Verfahren nach Unteranspruch l., da durch gekennzeichnet, dass die Strich stücke durch handbetätigte Schalter bezw. in Abhängigkeit von dem Schalt zustand der entsprechenden Leitungs strecke an Spannung gelegt werden, zu dem Zwecke, Kommandos von einer Hauptstelle nach einer Nebenstelle bezw. Rückmeldungen von den Schaltvorgängen in der Nebenstelle nach der Hauptstelle zu übermitteln. 6.
    Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Empfangs stelle befindliche, in gleicher Weise wie in der Sendestelle angeordnete, elektrisch leitende Strichstücke, an welche die zu verstellenden Organe (Betätigungsspulen für Netzschalter oder für Leuchtschalt- bilder steuernde Schalter, Signallampen oder dergleichen) angeschlossen sind, beim Abtasten der Strichstücke in der Sende stelle, entsprechend an Spannung gelegt werden, so da.ss die an sie angeschlossenen Organe betätigt werden. 7.
    Verfahren nach Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass in den Schaltbildern die Angaben von Mess- in.strumenten eingezeichnet werden:. B.
    Verfahren nach Unteranspruch 7, dadürch gekennzeichnet, dass ein Speicher entspre chend der Instrumentenangabe aufgeladen wird und dass ein auf den Blättern vor gesehenes Strichstück so oft, wie der Ruf ladung des Speichers entspricht, an Span nung gelegt wird, so dass an die Emp fangsstelle eine Impulsreihe übermittelt wird, deren Impulszahl ein Mass für die Grösse des Messwertes ist. 9.
    Verfahren nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Impulsreihe in eine Messinstrumentenangabe umgewandelt wird, indem an der Empfangsstelle über ein leitendes Strichstück, welches dem jenigen in der Sendestelle entsprechend an geordnet ist, die ankommenden Strom stösse einem Messinstrument zugeführt werden.
CH150755D 1955-07-15 1930-10-13 Verfahren zum Betrieb elektrischer Verteilungsnetze. CH150755A (de)

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