CH150848A - Verfahren und Vorrichtung zum Durchtränken von Faserstoffen mit Emulsion, zwecks Herstellung von Bauplatten. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Durchtränken von Faserstoffen mit Emulsion, zwecks Herstellung von Bauplatten.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zum Durchtränken von Faserstoffen mit Emulsion, zwecks Herstellung von Bauplatten. Die Erfindung bezieht sich auf die Her stellung von Bauplatten aus gehärteten und verkitteten Faserstoffen, zum Beispiel von Bauplatten aus durch Sorelzement oder an dere Bindemittel gehärteter und verkitteter Holzwolle. Zwecks Erzeugung solcher Bau platten wird Holzwolle mit einer das Binde mittel enthaltender Emulsion durchtränkt und sodann in Formen gebracht, wo das Ab binden vor sich geht.
Um die Fabrikation wirtschaftlich zu gestalten, wird das For men auf maschinellem Wege in der Weise durchgeführt, dass' der Faserstoff, durch Transportbänder in die Gestalt eines Stran ges gebracht, durch eine Abbindekammer durchgeführt und hierauf zu Platten zer teilt wird. Die Handarbeit wird auf diese Weise aber nur zum Teil entbehrlich ge macht, denn das Durchtränken des Faser stoffes. mit der das. Bindemittel enthaltenden Emulsion und das Einbringen in die Formen muss auch weiterhin zum grossen Teil von Hand aus geschehen. Dieser Vorgang voll zieht sich in der Weise, dass man den Faser stoff in eine Emulsion des Bindemittels taucht und den Überschuss abtropfen lässt.
Das Abtropfen kann dadurch beschleunigt werden, dass man den durchtränkten Faser stoff zwischen durchlochten Blechen einem entsprechenden Druck aussetzt. Hierauf wird die Masse von Hand in die Formen ein gebracht.
Vorliegende Erfindung stellt sich die Aufgabe, das Vermengen von Faserstoff und Emulsion auf maschinellem Wege in kon tinuierlichem Arbeitsgange durchzuführen. Im Sinne der Erfindung gelingt dies da durch, dass aus dem Faserstoff ein locker go- presster. Strang geformt wird, den man dur_cli ein Emulsionsbad hindurchführt und beim Austritt aus dem Bad zwecks Entfernung des Emulsionsüberschusses ausquetscht.
Der Strang wird dabei zweckmässig am Boden des die Emulsion enthaltenden Troges glei tend durch das Bad geführt und während des Durchganges durch den Trog verzogen. Der vom Emulsionsüberschuss befreite Strang -kann vor dem Einbringen in die Formen, beziehungsweise die Formmaschine noch einer Verarbeitung unterzogen werden, die den Zweck hat, das Material aufzulok- kern und in gleichförmiger Verteilung den Formen, beziehungsweise dem Transport organ am Eingang der Formmaschine zu zuführen.
Diese Verarbeitung besteht zum Beispiel darin, dass' der vom Emulsionsüber- schuss befreite Strang vor dem Einbringen in die Formen, beziehungsweise die Form maschine zu Portionen zerteilt wird, die auf eine gleichmässig .bewegte Transportbahn vorgeworfen werden. Da die Wurfweite je nach der Masse der abgerissenen Portionen verschieden ist, bewirkt diese Verarbeitung, die auch wiederholt durchgeführt werden kann, eine Vergleichmäss'igung des Stranges.
Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens besteht am besten aus einem die Emulsion enthaltenden Trog, der ständig mit Emulsion beschickt wird, einem Paar Walzen an dem einen Ende des Troges, die den Faserstoffstrang einführen, und einem Paar Quetschwalzen an dem andern Ende des Troges, die den Faserstoffstrang aus heben und so. angeordnet sind, dass der Emulsionsüberschuss in den Trog zurück fliesst..
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel der Vorrichtung gemäss der Erfin dung dargestellt. Die Fig. 1 zeigt einen Vertikalschnitt, die Fig. 2 eine Draufsicht des Antriebes für die Walzen und die Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 1.
Die Holzwolle wird in einen geraden Schacht 1 gefüllt, dessen Boden von Um fangsteilen der Walzen 2 und 3 gebildet wird. Die Walze 2 ist fix gelagert und er hält ihren Antrieb vom Motor unter Ver mittlung eines Schneckenradgetriebes. Die gegen die Walze 2 versetzt angeordnete Walze 3 ist auf einem Arm 4 beweglich gelagert und wird von einem auf der Welle der Walze 2 aufgekeilten Zahnrad 5 ange trieben, das mit dem Zahnrad 6 kämmt. Die bewegliche Anordnung der Oberwalze hat den Zweck, die Pressung des Stranges konstant zu erhalten.
An das Walzenpaar 2, 3 schliesst ein Trog 7 an, dem die Emul sion aus einem, gegebenenfalls mit regelbarer Ausflussöffnung ausgestatteten Behälter 8 ständig zufliesst. Die Vorderkante des Tro ges liegt an der untern Walze des Quetsch walzenpaares 9 und 10, das durch einen Kettenantrieb 11 von der Walze 2 aus an getrieben wird. Die obere Walze 10 ist im Knie eines Winkelhebels 12 gelagert, an dem ein gewichtsbelasteter Hebel 13 angreift. Durch Verstellung des Belastungsgewichtes ist die Pressung, unter welcher das Ausquet schen des Emulsionsüberschusses vor sich geht, regelbar.
Die Abstimmung der Pres sung mit der Dichte der verwendeten Emul sion ermöglicht es, die erforderliche Emul- sionsmenge auf die Fasern zu bringen. 14 ist eine an die Quetschwalzen anschliessende, in der Längsrichtung bogenförmige Bahn, die von. Wurfgabeln 15 bestrichen wird. Die Wurfgabelarme sind an die Zapfen 16 ver setzt .angeordneter Kurbeln 17 aasgelenkt und an den Enden mit Lenkern. 18 verbunden. Dieser Antrieb verleiht den Wurfgabeln eine kreisende Bewegung in annähgrnd elliptischer Bahn.
Durch die Wände .des Schachtes 1 wird die eingefüllte Holzwolle zu einem lockeren Strang geformt. Das Walzenpaar 2, 3 för dert den Strang aus dem Schacht und presst ihn gleichzeitig zusammen. Eine andere Aufgabe dieser Walzenpaare ist das Vor schieben des Stranges längs des Bodens des Troges 7, der zum Teil mit Emulsion ge füllt ist. Das Walzenpaar 9, 10 zieht den Strang aus dem Trog, und zwar mit einer Geschwindigkeit, die grösser ist als die Vor- schubgeschwindigkeit des Walzenpaares 2, 3.
Auf diese Weise wird der Strang beim Durchgang durch den Trog ein wenig ver zogen und aufgelockert, wodurch eine voll kommene Durchtränkung der Fasern ge sichert wird. Der Emulsionsüberschuss' wird beim Austreten des Stranges aus dem Trog ausgequetscht und fliesst in den Trog zurück. Versuche haben ergeben, dass ein gleichmässi ges Quetschen nur dann gelingt, wenn zu mindest eine der Walzen 9, 10 im Mittel dünner ist als an den Enden. Der vom Emulsionsüberschuss befreite Strang besitzt nicht durchaus gleichen Querschnitt und muss daher noch vergleichmässigt werden, bevor er in die Formmaschine gebracht wird.
Diese Aufgabe vollführen die Wurfgabeln 15, die den Strang auflockern und portions- weise auf das am Eingang der Formmaschine angeordnete Transportorgan der Formma schine, zum Beispiel ein Transportband, vor werfen. Die durch die Gabeln abgetrennten Portionen haben annähernd gleiche Grösse, die Einwirkung des Luftwiderstandes beim Vorwerfen ist aber je nach der Masse der Portionen verschieden, was zur Folge hat, dass das am Transportband abgelagerte Ma terial grössere Gleichförmigkeit aufweist. Gegebenenfalls kann die Verarbeitung des Stranges durch die Wurfgabeln wiederholt durchgeführt werden.
Ein wesentlicher Vorteil der Vorrichtung gemäss der Erfindung besteht darin, dass' sich am Boden des Troges, der vom Strang be strichen wird, weder losgelöste Fasern, noch erhärtete Emulsion absetzen können.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum Durchtränken von Faser stoffen, wie Holzwolle, mit Emulsion in kon tinuierlichem Arbeitsgang, zwecks Herstel lung von Bauplatten, dadurch gekennzeich net, dass aus dem Faserstoff ein locker ge presster Strang geformt wird, den man durch ein Emulsionsbad hindurchführt und beim Austritt aus dem Bad zwecks Entfernung des Emulsionsüberschusses ausquetscht. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> I. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der Strang, am Boden des die Emulsion enthaltenden Troges gleitend, durch das Bad geführt wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass der Strang während des Durch ganges durch das Emulsionsbad ver zogen wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass der vom Emulsions- überschuss befreite Faserstoffstrang vor dem Einbringen -in die Formen, bezie hungsweise die Formmaschine zu Portio nen zerteilt wird, die auf eine gleich förmig bewegte Transportbahn vorgewor fen werden.PATENTANSPRUCH II: Vorrichtung zum Durchführen des. im Patentanspruch I gekennzeichneten Verfah rens, gekennzeichnet durch einen die Emul sion enthaltenden Trog (7), der ständig mit Emulsion beschickt wird, einem Paar Wal zen (2, 3) an dem einen Ende des Troges, die den Faserstoffstrang einführen, und einem Paar Quetschwalzen (9, 10) an dem andern Ende des Troges., die den Faserstoff strang ausheben und so angeordnet sind, dass der Emulsionsüberschuss in den Trog zurück fliesst. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 4.Vorrichtung nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch einen Schacht (1), in dem das Fasermaterial zu einem Strang vorgeformt wird, und ein am Auslauf des Schachtes angeordnetes Walzenpaar (2, 3), das den Strang un ter Zusammenpressung aus dem Schacht fördert. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass die Oberwalze (3) gegen die Unterwalze (2) versetzt ist, so dass das Walzenpaar (2, 3) gleichzeitig zum Fördern des Stranges aus dem Schacht und zum Einführen des Stranges in den Trog dient. 6.Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberwalze (10) des Quetsehwalzenpaares unter regel barer Gewichtsbelastung steht. 7. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberwalze (3) des Zuführungswalzenpaares unter Ge wichtsbelastung steht. B. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Walze des Quetschwalzenpaares (9, 1,0) in der Mitte dünner ist als an den Enden.9. Vorrichtung nach Patentanspruch TI und Unteransprüchen 1 bis 5, gekenn zeichnet durch eine bogenförmige Bahn (14) für den aus den Quetschwalzen aus tretenden Faserstoffstrang, längs welcher Wurfgabeln (15) mechanisch bewegt werden, die vom Strang Portionen ab trennen und einer gleichförmig bewegten Transportbahn zuwerfen. 10. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 6, dadurch gekenn zeichnet, dass die Wurfgabeln (15) an versetzten Kurbeln (17) angelenkt und durch Lenker (18) gesteuert sind.
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