CH151056A - Selbsttätiger elektrischer Umkehrantrieb für Arbeitsmaschinen mit regelmässigem Arbeitsspiel. - Google Patents

Selbsttätiger elektrischer Umkehrantrieb für Arbeitsmaschinen mit regelmässigem Arbeitsspiel.

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CH151056A
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reversing drive
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Cie Aktiengesellschaft Boveri
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Bbc Brown Boveri & Cie
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Description


  Selbsttätiger elektrischer     Umkehrantrieb        für    Arbeitsmaschinen  mit regelmässigem     Arbeitsspiel.       Bei gewissen elektrischen Umkehrantrie  ben, bei denen die Umsteuerung der Dreh  richtung in regelmässigen Zeitabständen er  folgt, zum Beispiel bei Waschmaschinen,       Gerbfässern,    Mischtrommeln für Weine, ver  wendet man vielfach unmittelbar umsteuer  bare Motoren. Für     Drehstromanschluss    wer  den in Anbetracht der kleinen Leistung für  gewöhnlich     gurzschlussankermotoren    ver  wendet. Die Umsteuerung selbst erfolgt vor  zugsweise durch einen Zeitschalter, wofür  verschiedene     Ausführungsformen    bereits be  kannt sind.  



  Es liegt im Wesen dieser Umkehrantriebe  begründet, dass die     Umschaltung    des Motors  nicht plötzlich erfolgt sondern innerhalb  eines Zeitraumes, der so gross gewählt ist,  dass der ausgeschaltete Motor zum Stillstand  kommt, bevor er im andern Drehsinne wie  der eingeschaltet wird. Andernfalls würden  sich elektrisch und mechanisch unzulässig  hohe Stösse ergeben.    Das Einschalten dieser Ruhepause macht  sich aber als Zeitverlust nachteilig bemerk  bar, und zwar um so mehr, je grösser die  Auslaufdauer der Maschine ist. Eine Ver  kürzung der Umkehrdauer durch einfache  elektrische Gegenstrombremsung verbietet  sich aber in der Regel aus den bereits er  wähnten Gründen.  



  Gegenstand der Erfindung ist nun die  Anwendung einer einfachen elektrischen  Schaltung, mit der nicht nur     aljzugrosse     Stromstösse     vermieden,    sondern auch ein  sanfteres Abbremsen und     Wierderanlaufen     des Motors ermöglicht werden. Gemäss der       Erfindung    wird der Antriebsmotor der Ar  beitsmaschine bereits vor deren Stillstand  umgesteuert und dabei so geschaltet, dass .die  Werte seines Stromes und seines elektrischen  Drehmomentes gegenüber den beim Um  steuern in normaler Betriebsschaltung auf  tretenden Werten     vermindert    sind.

        Zum Antrieb der Arbeitsmaschine kann  ein     Wechselstrommotor    Verwendung finden,  bei dem nach     und    gegebenenfalls schon vor  der Umsteuerung eine geschwächte Gegen  strombremsung eingeleitet wird. Es kann  zum Beispiel ein Motor mit     Kurzschlussanker     zusammen mit einem     Stern/Dreieckschalter     benutzt werden. Dabei wird der Motor nor  malerweise in     Dreieckschaltung    betrieben.  Beim Umkehren wird er vom Netz abge  schaltet und unmittelbar     nachher    mit ver  tauschten Phasen in Sternschaltung wieder  eingeschaltet. Nach einer kurzen Zeit, zum  Beispiel 1 bis 2 Sekunden, wird wieder auf       Dreieckschaltung    umgeschaltet.  



  Der Antrieb der Arbeitsmaschine kann  auch durch einen polumschaltbaren     Motor     erfolgen, wobei beim Umsteuern zunächst  auf .die grössere Polzahl und dann auf die  kleine Polzahl geschaltet wird.  



  Eine Verwirklichung der Erfindung ist  auch in der Weise möglich, dass bei Ver  wendung eines     Wechselstrommotors    ein Wi  derstand im Ständer- oder Läuferstromkreis  und bei Verwendung eines Gleichstrom  motors ein Widerstand im Ankerstromkreis  während der Umkehrung vorgeschaltet wird,  und dass hierbei eine Gegenstrombremsung  erfolgt, worauf der Widerstand wieder abge  schaltet wird.

   Bei Verwendung von Wider  ständen lässt sich die Einrichtung ohne An  wendung zusätzlicher Mittel so durchbilden,  dass der Widerstand bereits vor dem Ab  schalten des Motors eingeschaltet wird, wo  durch der     Umsteuerschalter    noch weniger  beansprucht     lind    die     Drehrichtungsumkeh-          rung    noch     etwas    sanfter wird.  



  Zum Antrieb der Arbeitsmaschine kann  ferner ein     Wechselstrommotor    mit umschalt  baren     Ständerwicklungen    benutzt werden,  und zwar     derart,    dass diese Wicklungen beim  Anlauf und Auslauf des Motors hintereinan  der und während des normalen Betriebes  parallel liegen.  



  Der Vorzug, der durch alle die genann  ten Mittel erreicht wird, besteht in der  Schonung des Schalters, des Motors, des  Netzes und der angetriebenen Maschine, so-    wie ihrer Antriebsorgane selbst, und ausser  dem in einem unter Umständen     beträeht-          lichen    Zeitgewinn. Für .die Umkehrung wird  ein selbsttätiger Schalter     verwendet,    der  zum Beispiel in Abhängigkeit von der Be  wegung der Maschine selbst oder der Zeit  gesteuert wird.

   Es ist ausserdem selbstver  ständlich, dass die Zeitdauer der Umkehrung  nach Bedarf einstellbar sein kann, und zwar  entweder unabhängig von irgendwelchen Be  triebsgrössen oder gegebenenfalls nicht nur  abhängig von der Bewegung der Maschine,  sondern auch von elektrischen Grössen des  Antriebsmotors, zum Beispiel des Stromes  oder der Läuferfrequenz.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Selbsttätiger elektrischer Umkehrantrieb für Arbeitsmaschinen mit regelmässigem Ar beitsspiel, zum Beispiel für Waschmaschi nen, dadurch gekennzeichnet, dass .der An triebsmotor der Arbeitsmaschine bereits vor deren Stillstand umgesteuert und dabei so geschaltet wird, da,ss die Werte seines Stro mes und seines elektrischen Drehmomentes gegenüber den beim Umsteuern in normaler Betriebsschaltung auftretenden Werten ver mindert sind. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Umkehrantrieb nach Patentanspruch mit einem mehrphasigen Antriebsmotor, da durch gekennzeichnet, dass nach der Um steuerung des Motors eine geschwächte Gegenstrombremsung eingeleitet wird. 2. Umkehrantrieb nach Patentanspruch, mit einem dreiphasigen Kurzschlussanker- motor, dadurch gekennzeichnet, dass beim Umsteuern der Motor zuerst in Stern- schalhing und während des normalen Be triebes in Dreieckschaltung betrieben wird. 3.
    Umkehrantrieb nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Antrieb der Arbeitsmaschine durch einen pol umschaltbaren Motor erfolgt, und dass beim Umsteuern zunächst auf die grössere Polzahl und dann auf die kleine Polzahl geschaltet wird. f. Umkehrantrieb nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass bei Verwen dung eines Wechselstrommotors ein Wi derstand im Läuferstromkreis während der Umkehrung vorgeschaltet wird, und dass hierbei eine Gegenstrombremsung er folgt, worauf der Widerstand wieder ab geschaltet wird.
    Umkehrantrieb nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Antrieb der Arbeitsmaschine durch einen Wech- selstrommotor mit umschaltbaren Ständer- wicklimgen erfolgt, und zwar derart, dass diese Wicklungen beim Anlauf und Aus laeuf des Motors hintereinander und wäh rend des normalen Betriebes parallel liegen. 6. Umkehrantrieb nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Umsteuer vorrichtung derart ausgebildet ist, dass die Umsteuerung abhängig von bestimmten Betriebsgrössen erfolgt.
CH151056D 1930-10-15 1930-10-29 Selbsttätiger elektrischer Umkehrantrieb für Arbeitsmaschinen mit regelmässigem Arbeitsspiel. CH151056A (de)

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