CH151277A - Verfahren zur Herstellung von trockenen, haltbaren, in Wasser löslichen und aktives Chlor liefernden Gemischen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von trockenen, haltbaren, in Wasser löslichen und aktives Chlor liefernden Gemischen.

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CH151277A
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CH
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Aktiengesellschaft Chem Heyden
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Heyden Chem Fab
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C01—INORGANIC CHEMISTRY
    • C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B7/00—Halogens; Halogen acids
    • C01B7/01—Chlorine; Hydrogen chloride

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Description


  Verfahren zur Herstellung von trockenen, haltbaren, in Wasser löslichen  und aktives Chlor liefernden Gemischen.         Bekanntlich    entsteht aktives Chlor aus  den anorganischen     Hypochloriten,    wie Chlor  kalk, und den nur in Form wässeriger     Lösun-.     gen     bekanntenAlkalihypochloriten    (Eau     deJa-          velle),        sowie    aus den organischen     Sulfochlor-          amiden,    z.

       B.    dem als Chloramin bekannten       p-Toluolsulfochloramidnatrium.    Während die  anorganischen     Hypochlorite    in den bekann  ten Formen leicht     zersetzlich    sind und da  durch stark oxydierend wirken, ist das er  wähnte     Chloramin    sehr beständig, enthält  aber     verhältnismässig    wenig aktives Chlor.  Das Präparat besitzt aber den grossen Vorteil,  ein haltbares, leichtlösliches, trockenes Pulver  zu sein.

   Diese letztere, für die Praxis sehr  erwünschte Eigenschaft suchte man in den  letzten Jahren auch den     anorganischen        Hypo-          chloriten    zu verleihen, hat die Aufgabe aber  nur insofern lösen können, als es gelang,       hochwertige        Hypochlorite    des     Calciums    her  zustellen, denen zwar grosse Haltbarkeit,       nachgerühmt        wird,    die aber infolge ihres         Calciumgehaltes    gewisse Nachteile haben;  zum Beispiel wird durch     calciumhaltige    Lö  sungen Seife in Form eines unlöslichen Kalk  salzes gefällt.

   Bisher ist es noch nicht ge  lungen, haltbare,     pulverförmige,    aktives  Chlor liefernde Stoffe herzustellen, deren  Metallanteil nur aus     Alkalien    besteht und  deren Chlorgehalt wirtschaftlich hoch genug  ist.  



  Es ist     nun    gelungen, das Problem da  durch zu lösen, dass man die an sich unlös  lichen     Dichloramide    der aromatischen     Sülfo-          säuren        mit        gepulverten,    alkalisch     wirkenden     Stoffen vermischt und so Mischungen er  hält, welche in Wasser löslich sind und sich       dabei    derart umsetzen,

       dass    beispielsweise  bei einem Gemisch von     p-Toluolsulfodichlor-          amid    und Natriumkarbonat aus einem Mo  lekül     p=Toluolsulfodichlora@mid    ein     Molektil          p-Toluolsulfochloramidnatrium    und ein Mo  lekül     Natriumhypochlorit    entsteht. Wenn  auch diese Reaktion an sich bekannt. ist, so           ist    es doch sehr überraschend,     dass    die er  wähnten Gemische haltbar sind und nicht  schon beim     Vermischen    und Lagern der Be  standteile die     beschriebene        Umsetzung    statt  findet.

   Die Gemische zeichnen sich ferner  durch hohen Chlorgehalt aus, da zum Bei  spiel das     Toluolsulfodichloramid    für sich  beim Lösen in Alkalien rund<B>60%</B> seine       gewichtes    an     titrierbaxem    aktivem Chlor lie  fert. Man hat es in der Hand, die Gemische  auf einen beliebigen,     unter    diesem liegenden       Wert    einzustellen, um Gemische zu erhalten,  die entweder ohne weiteres in kaltem oder       heissem    Wasser löslich sind oder zu deren  vollkommener Auflösung man dem Lösungs  wasser noch Alkalien zusetzt.  



  Durch das     Vermischen    der     Sulfodichlor-          amide    mit den     alkalisch    wirkenden Stoffen  verlieren die ersteren den überaus durch  dringenden lästigen Chlorgeruch und werden  dadurch     als    Pulver erst handelsfähig.  



  Die beschriebenen Gemische haben weiter  den     grossen    Vorteil, dass sie bei ihrer Auf  lösung in Wasser aktives Chlor von ver  schiedener Reaktionsenergie liefern, nämlich  der     Hypochloritanteil    äussert seine Wirksam  keit schon in der Kälte, während der Chlor  amidanteil in der Hitze weiter wirkt. Dabei  wurde gefunden,     da-ss    auch der     Hypochlorit-          a-nteil    in der Hitze in diesen Lösungen eine       erstaunliche        Beständigkeit    besitzt.

   So zum  Beispiel kann man eine Mischung von 1 Ge  wichtsteil     p-Toluolsulfodichloramid    mit 2 Ge  wichtsteilen Natriumkarbonat in 10 bis  20 Teilen Wasser kochen, ohne dass bei dar  auf folgendem     Titrieren    ein wesentlicher  Verlust an aktivem Chlor zu konstatieren  ist.  



  Selbstverständlich können anstatt     Alka-          lien    oder alkalisch reagierenden     Alkalisalzen     auch die Oxyde oder     Hydroyde    der Erd  alkalien zum Vermischen mit aromatischen       Sulfodichloramiden    verwendet werden, wenn  für einen Verwendungszweck die     Gegenwart     solcher Stoffe nicht stört.  



  <I>Beispiele:</I>  1. Man vermischt 1 Gewichtsteil     p-Toluol-          sulfodichloramid    mit 1 Gewichtsteil Natrium-         karbonat.    Die Mischung ist ein haltbares,  trockenes,     weisses    Pulver, welches beim Auf  lösen in 10 bis 20 Teilen heisser     Sodalösung     von 10 % einen     titrierba.ren    Chlorgehalt von  nahezu 30% ergibt.  



  2. Man vermischt 1 Gewichtsteil     p-Toluol-          sulfodichloramid    mit 2 Teilen     pulverförmi-          gem        Natriumsilikat.    Das Gemisch bildet ein  weisses, haltbares Pulver.  



  3. Man arbeitet nach Beispiel 1 unter  Verwendung von 1 Gewichtsteil     p-Toluol-          sulfodichloramid    und 1 bis 3 Gewichtsteilen       Tr        inatriumphosphat.     



  4. Man arbeitet nach Beispiel 1 unter  Verwendung von 1. Gewichtsteil     p-Toluol-          sulfodichloramid    und 0,5 bis 1 Gewichts  teil     Ätznatronpulver.     



  5. Man arbeitet nach Beispiel 1 unter  Verwendung von 1 Gewichtsteil     p-Toluol-          sulfodichloramid    und 1 bis 3 Gewichtsteilen  Pulver von gelöschtem Kalk.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von trockenen, haltbaren, in Wasser löslichen und aktives Chlor liefernden Gemischen, dadurch gekenn zeichnet, dass man aromatische Sulfodichlor- amide mit gepulverten, alkalisch wirkenden Stoffen mischt. <B>UNTERANSPRÜCHE</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man als alka lisch wirkende Stoffe Ätzalkalien ver wendet. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet dass man als alka lisch wirkende Stoffe Oxyde von Erd alkalien verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man als alka lisch wirkende Stoffe Hydrooxyde von Erdalkalien verwendet. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man als alka lisch wirkende Stoffe alkalisch reagie rende Salze verwendet.
    PATENTANSPRUCH 1I: Gemisch, erhalten nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass es ein aromatisches Sulfodichlor- amid und einen gepulverten, alkalisch wir kenden Stoff enthält. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 5. Gemisch nach. Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass es Toluolsulfo- dichlo@ramid und Natriumkarbonat ent hält. 6.
    Gemisch nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass es Toluolsulfo- dichlaramid und Natriumsilikat ent hält. 7. Gemisch nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass es Toluolsulfo- dichloramid und Trinatriumphosphat ent hält. B.
    Gemisch nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass es Toluolsulfo- dichloramid und Atznatron enthält. 9. Gemisch nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass es Toluolsulfo- dichloramid und Kalk enthält.
CH151277D 1931-01-10 1931-01-10 Verfahren zur Herstellung von trockenen, haltbaren, in Wasser löslichen und aktives Chlor liefernden Gemischen. CH151277A (de)

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