CH151599A - Kaltflüssige Masse zur Herstellung bituminöser Strassendecken und Verfahren zur Herstellung dieser Masse. - Google Patents

Kaltflüssige Masse zur Herstellung bituminöser Strassendecken und Verfahren zur Herstellung dieser Masse.

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CH151599A
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  Kaltflüssige Masse zur Herstellung bituminöser     Strassendecken    und     Verfahren          zur    Herstellung dieser )Tasse.    Die Erfindung bezieht sich auf eine     Masse     zur Herstellung bituminöser Strassendecken  und ein Verfahren zur Herstellung dieser  Masse.  



  Der Erfindung gemäss handelt es sich um  eine Masse, die eine in kaltem Zustand leicht  flüssige     Lösung    von bituminösem Stoff dar  stellt, deren Lösungsmittel mindestens teil  weise aus     Chlorkohlenwasserstoffen    besteht.  Das Verfahren zur Herstellung der Masse  ist dadurch gekennzeichnet, dass man bitu  minösen Stoff in einem mindestens teilweise  aus     Chlorkohlenwasserstoffen    bestehenden Lö  sungsmittel löst. Das Lösungsmittel kann  auch noch nicht gechlorte     gohlenwasserstoffe     enthalten.  



  Allerdings sind kaltflüssige Massen mit  bituminösen Grundstoffen für die Herstellung  von Strassendecken an sich bekannt, aber nur  in der Form einer wässerigen Emulsion oder  auch einer wässerigen kolloidalen Lösung  der bituminösen Grundstoffe. Der Wasserge-    halt verteuert die Anwendung dieser bekann  ten kaltflüssigen Massen durch Erhöhung der  Unkosten für Anschaffung, Verzinsung und  Amortisation von Lager- und Transportge  fässen, Erhöhung der Transportkosten usw.,  stört die Anwendung bei starkem Regen und  bei Frost und vermindert die Haltbarkeit  der Masse. Diese Nachteile lassen sich durch  die vorliegende Masse vermeiden, da der  zur Erzielung der Leichtflüssigkeit benötigte  grosse unnütze Wasserballast, der durchschnitt  lich 50 % der bisher bekannten Emulsionen  beträgt, fehlt.

   Statt dessen kann die neue       )Tasse    nur einen wesentlich geringeren Pro  zentsatz eines Lösungsmittels oder einer Mi  schung von Lösungsmitteln enthalten, die  überdies noch bei der Erhärtung der Masse  vorteilhafte Wirkungen ergeben, insbesondere  zum Teil     Verharzungsprodukte    bilden können,  die in der Strassendecke verbleiben.     .Ausserdem     kann die neue Masse so hergestellt werden,  dass sie ganz besonders die Fähigkeit besitzt,      das zur Herstellung von Strassendecken zur  Verwendung gelangende Gesteinsmaterial gut  zu benetzen, selbst wenn dieses in kaltem,  verstaubtem oder gar in feuchtem Zustand  ist.

   Es gelingt auf diese Weise mittelst     ver-          hältnismässiggeringer        Mengen    der neuen Masse  sehr grosse Mengen zum Beispiel von Steinsplitt  gleichmässig und wirksam allseitig zu um  hüllen. Es ist freilich auch schon vorgeschla  gen worden, feste bituminöse     Grundstoffe     durch flüssige     Kohlenwasserstoffe    zu verdün  nen, was aber nicht bis zu dem Grade einer  Leichtflüssigkeit geschah. Wenn Chlorkohlen  wasserstoffe benutzt wurden, so geschah dies  überhaupt nicht mit dein Ziel, eine in kaltem  Zustand flüssige Masse für die unmittelbare  Anwendung als Bindemittel bei der Her  stellung von Strassendecken zu erhalten.

   Die  Verwendung von     Chlorkoblenwasserstoffen     als Lösungsmittel ist aber gerade bei einer  flüssig aufzubewahrenden, zu transportieren  den und anzuwendenden Bindemasse für die  Herstellung von Strassendecken besonders  wichtig, schon weil hierdurch die Herstellung  feuergefährlicher Massen und die Brennbar  keit der Strassendecke verhütet werden kann.  



  Die Vorteile gegenüber Massen, die bei  der Herstellung     vor)    Strassendecken erwärmt  werden müssen, sind ohne weiteres erkenn  bar und bedürfen keiner weitern Erörterung.  



  Als bituminösen Stoff verwendet man  zweckmässig Teer, Asphalt oder Pech oder  Mischungen dieser     Stoffe,    weil sie sich den  technischen und wirtschaftlichen Bedürfnissen  besonders anpassen. Diese bituminösen     Stoffe     ermöglichen in jedem Fall die Anpassung  an die Anforderungen, .die jeweilig an die  Strassendecken zu stellen sind, und lassen  sich auch je für sich oder in Mischung durch       Chlorkohlenwasserstoffe,    gegebenenfalls unter  Zusatz anderer     Kohlenwasserstoffe,    in eine  Lösung bringen, die in kaltem Zustand leicht  flüssig ist. Die Auflösung kann durch die  Anwendung von Druck begünstigt werden.

    Man kann zum Beispiel die bituminösen     Stoffe     in einem -geschlossenen Behälter     (Autoklav)     erwärmen und unter Druck mit den Chlor-         kohlenwasserstoffen,    und gegebenenfalls an  dern     Köhlenwasserstoffen    mischen.  



  Als zu verwendende     Clilorkohlenwasser-          stoffe    sind alle flüssigen     Chlorkohlenwasser-          stoffe    zu verstehen. Ein genaueres Beispiel  für das Verfahren zur Herstellung der Masse  sei nachstehend geschildert:  Bituminöse     Stoffe,    zum Beispiel<B>632</B> Teile  Teer und 223 Teile Pech     werden.    bis unge  fähr 75  C in einem     Autoklaven    erwärmt  und alsdann mit einem Gemisch von     7.5     Teilen Benzol und 70 Teilen     Trichloräthylen     ständig ungerührt und die Temperatur all  mählich auf die Höhe der Aussenluft gesenkt.  



  Sobald diese ei-reicht ist, ist die Masse  fertig geworden. Sie ist     leichtflüssig,        unver-          brennbar;    besitzt eine ausserordentlich hohe  Klebekraft.  



  Die Anwendung der Masse beim Strassen  bau kann in verschiedener Weise geschehen.  Die Masse wird beispielsweise mittelst einer  Spreng- oder     Spritzvorrichtung    aus in Be  wegung befindlichen, unter Überdruck stehen  den Strassentankwagen unter     Zerstäubung     durch komprimierte Luft in dünner Schicht  auf die vorhandene Strassendecke aufgebracht.  Schon nach wenigen Minuten erhärtet die  Schicht an der Oberfläche. Die Erhärtung  der unter der Oberfläche liegenden Teile der  Schicht vollzieht sich innerhalb 3-4 Stunden.  Dabei bleibt. die erhärtete Masse elastisch  und wird nicht brüchig.

   Man kann die Strassen  decke kurz vor dem völligen Austrocknen  mit Sand bestreuen, oder feinkörnigen Splitt       aufstreuen    und durch Walzen einwalzen oder  dies zu tun dem Verkehr selbst überlassen.  Auch Strassendecken aus     Stampfasphalt,    Be  ton, Asphaltplatten oder Asphaltbeton kön  nen mit der neuen Masse behandelt werden  und durch Aufsprengen einer- dünnen Schicht,  die ausserordentlich fest sich mit der Unter  lage verbindet, wesentlich verbessert werden.

    Soll eine neue Schottendecke mittelst der  neuen Masse nach dem     Innenbehandlungs-          verfahren    hergestellt werden, so kann die  Masse mit grobem Schotter in einfachster  Weise auf keltern Wege gemischt und     auf     die Unterlage aufgebracht, durch Walzen      verdichtet, dann Splitt auf eine vorher auf  gesprengte feine Schicht des neuen Stoffes  aufgebracht und gewalzt werden. Handelt es  sich um     Strassendecken,    die speziell dem  Kraftfahrzeugverkehr dienen, so kann noch  auf den Splitt eine feine Schicht des neuen       Stoffes    aufgebracht werden, die eine durchaus  ebene Bahn von guter Griffigkeit ergibt, wie  sie für solche Zwecke besonders erwünscht ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE I. Kaltflüssige Masse zur Herstellung von bituminösen Strassendecken, dadurch ge kennzeichnet, dass sie eine im kalten Zu stand leicht flüssige Lösung von bitu- rninösem Stoff darstellt, deren Lösungs mittel mindestens teilweise aus Chlor kohlenwasserstoffen besteht. II. Verfahren zur Herstellung der lbIasse nach Patentanspruch I, dadurch gekenn- zeichnet, dass man bituminösen Stoff in einem mindestens teilweise aus Chlor kohlenwasserstoffen bestehenden Lösungs mittel löst. UNTERANSPRüCHE: 1.
    Kaltflüssige Masse nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Lösungs mittel auch nicht gechlorte Kohlenwasssr- stoffe enthält. 2. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass man ein Lö sungsmittel verwendet, das aus einem Ge misch von Chlorkohlenwasserstoffen mit nicht gechlorten Kohlenwasserstoffen be steht.
CH151599D 1929-07-20 1930-07-18 Kaltflüssige Masse zur Herstellung bituminöser Strassendecken und Verfahren zur Herstellung dieser Masse. CH151599A (de)

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