CH151685A - Biegsames Erzeugnis. - Google Patents

Biegsames Erzeugnis.

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CH151685A
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Description


  Biegsames     Erzeugnis.       Die vorliegende Erfindung bezieht sich  auf ein biegsames Erzeugnis, wie zum     Bei-          sp        iel    Automobilreifen, Treibriemen, Schläu  che oder dergleichen; gekennzeichnet durch  einen mit     einem    biegsamen     Resinoid    im  prägnierten, faserhaltigen Stoff, der mit  Kautschuk überzogen ist.  



  Für die Herstellung von Automobilreifen,       Treibriemen,        Druckschläuchen    und derglei  chen für gewisse Arten von     Isolierungen    und  ähnliche Gegenstände ist es bisher üblich  gewesen, die aus Gewebestücken bestehende  Einlage mit Gummi oder Gummilösung zu  imprägnieren     bezw.    zu überziehen. Eine sol  che in geeigneter Weise ausgeführte Behand  lung macht das Gewebestück wasserdicht,  erhöht aber nicht wesentlich die Zugfestig  keit, und die Haftung der Gummischicht ist  ziemlich mangelhaft.  



  Es wurde gefunden, dass man viel bessere  Resultate erhalten kann, wenn man das Ge  webestück anfangs mit einer biegsamen, ein       härtbares    Kunstharz enthaltenden Masse im  prägniert. die ein Zwischenbindemittel bildet    und die, verglichen mit     Kautschuklösungen,     eine bessere     -Eindringungsfähigkeit    besitzt,  dann die Gummischicht, gegebenenfalls zu  sammen mit den erforderlichen Zusätzen und       Vulkanisiermitteln,    aufbringt     und    schliesslich  die     Vulkanisierung    vornimmt.

   Als erste Im  prägnierflüssigkeit verwendet man vorzugs  weise     eine    Lösung, die einen biegsamen Film  des     Phenol-Methylen-Resinoid-Typus    liefert,  zum Beispiel . eine Lösung, wie sie     in    der       amerikanischen    Patentschrift von     Byck     Nr.     1590079    vom 22.     Juni   <B>1926</B> beschrieben  ist, jedoch ist die vorliegende Erfindung       nicht    auf die Benutzung dieser besonderen  Masse beschränkt.

   Nach     unseren    Unter  suchungen ist allerdings die. oben erwähnte  erhöhte Zugfestigkeit- und die geringere Ab  nutzung der aus Gewebestücken     bestehenden     Einlage beim Gebrauch eine- spezifische  Eigenschaft_ der biegsamen     Resinoide.des          Phenol-Methylen-Typus.    Unter "biegsames       Resinoid"        wird    das     unschmelzbare    Umwand  lungsprodukt der durch ein geeignetes Ver  fahren biegsam gemachten,     härtbaren    Harze      des     Phenol-Methylen-Typus    oder ein anderes  künstliches     Resinoid    verstanden.

   Die in der  genannten amerikanischen Patentschrift von       Byck        beschriebene    Arbeitsweise ist ein Bei  spiel für derartige Verfahren. Es werden im  wesentlichen ähnliche Resultate erzielt, wenn  das     Resinoid    durch     Hinzufügen    von an  dern     Plastizierungsmitteln    biegsam gemacht  wurde.  



  Man zieht im allgemeinen vor, das     härt-          bare    Harz zu härten oder zu polymerisieren,  das heisst es in den     Resinoidzustand    über  zuführen, ehe man die Gummischicht auf  bringt, da die     Temperaturen,    die für die Um  wandlung in den     Re"sinoidzustand    zweck  mässig angewandt werden, das heisst etwa  160 bis 170   C, etwas höher sind als die  übliche     Vulkanisationstemperatur.    Es liegt  aber im Rahmen der Erfindung, die Kaut  schukschicht auf das noch     härtbare    Harz       aufzutragen    und das Ganze den Bedin  gungen der     Vulkanisierung    zu unterwerfen.  



  Ein gemäss der Erfindung hergestellter  biegsamer Schlauch besteht zum Beispiel aus  mehreren Gewebestücken, die mit einem bieg  samen     Resinoid    des beschriebenen Typus im  prägniert sind. Diese imprägnierte Unterlage  wird mit Kautschuk oder einer Kautschuk  komposition auf der einen oder auf beiden  Seiten überzogen.  



  Zwecks Herstellung von biegsamen Er  zeugnissen gemäss der     Erfindung    behandelt  man hauptsächlich Gewebestücke und ins  besondere Leinenstücke, zum Beispiel für  Automobilreifen, Treibriemen, Schläuche und  ähnliche biegsame Gegenstände, doch kann  man auch zweckmässig andere biegsame,  faserige Stoffe, wie zum Beispiel Seile, Bän  der, Filz, Papier und dergleichen anwenden.  



  Der eigentliche Kautschuk kann ganz  oder teilweise durch     Balata    oder     Guttapercha     ersetzt werden.     Unter        "Resinoid"    werden  alle     unschmelzbaren    synthetischen Harze, die  das Gewebestück in gleicher Weise leicht  durchdringen und sich mit den aufgebrach  ten Kautschukschichten gut verbinden, ver  standen.

      Ausser den aus     Phenolen    und Formalde  hyd hergestellten Kunstharzen kann man zur  Herstellung der     Resinoide    mit ähnlichen Re  sultaten auch solche verwenden, bei deren  Herstellung der Formaldehyd durch andere  Stoffe von gleicher Wirkung ersetzt wurde,  wie zum Beispiel Polymere des     Formalde-          hydes,        Hegamethylentetramin    oder andere       aktive        Methylengruppen    enthaltende Sub  stanzen. In gleicher Weise kann man auch  andere, aus     Phenolen,        Furfurol    und andern  Aldehyden hergestellte, künstliche Harze.

    ferner Harze aus Harnstoff oder     Thioharn-          stoff    und Formaldehyd, oder die polymeri  sierten, durch Einwirkung von Glyzerin und       Phthalsäure    erhaltenen Harze verwenden.  An Stelle von Glyzerin und     Phthalsäure     kann man andere ähnliche Alkohole     bezw.     andere ähnliche organische Säuren,     wie    zum  Beispiel     Bernsteinsäure,        Maleinsäure    oder  Apfelsäuren     verwenden.    In allen     diesen    Fäl  len erhält man Harze des     Glyzerin-Phta.1-          säure-Typus..  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Biegsames Erzeugnis, gekennzeichnet durch einen mit einem biegsamen Re sinoid imprägnierten, faserhaltigen Stoff, der mit Kautschuk überzogen ist. 1l. Verfahren zur Herstellung eines bieg samen Erzeugnisses gemäss Patentan spruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Gewebestück mit einem härt- baren und ein biegsames Resinoid liefern den Phenol-Methylen-Harz imprägniert,
    das härtbare Phenol-Methylen-Harz in ein biegsames R.esinoid verwandelt und das Gewebestück mit einem Kautschuk überzug versieht. UNTERANSPRÜCHE: 1.. Biegsamer Gegenstand nach Patentan spruch I, gekennzeichnet durch ein mit einem biegsamen Resinoid des Phenol- Methylen-Typus imprägniertes Gewebe stück, das mit Kautschuk überzogen ist.
    Verfahren zur Herstellung von bieg samen Gegenständen nach Patentan- spruch II, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Gewebestück mit einem härt- baren und ein biegsames Resinoid lie fernden Phenol-Methylen-Harz impräg niert, das härtbare Phenol-Methylen- Harz in ein biegsames Resinoid verwan- delt, das Gewebestück mit einem Kaut schuküberzug versieht und diesen vul kanisiert. .
CH151685D 1930-05-12 1930-05-12 Biegsames Erzeugnis. CH151685A (de)

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