Zusammenlegbares Turngerät. Es hat sich gezeigt, dass Tarngeräte, wie Barren, Reck oder Pferd, zwar geeignet sind, als Übungsgeräte zur Erzielung allge meiner turnerischer Gewandtheit zu dienen, dass jedoch für Turnen mit Sonderzwecken, zum Beispiel für .orthopädisches Turnen, Bedarf nach einem Turngerät besteht, das verschiedenartig zusammenstellbare Kletter- und Kriechübungen :
ermöglicht, wodurch nicht nur besondere Gewandtheit und Elasti- zität, des Gesamtkörpers, sowie Kräftigung dessen Muskulatur gefördert werden, son dern wodurch auch dasselbe insbesondere zur Bekämpfung und Beseitigung von (zum Beispiel durch das Schulsitzen entstande nen und geförderten) Haltungsfehlern der Schuljugend erfolgreiche Verwendung finden kann.
Einem solchen Zwecke soll die vor liegende Erfindung dienen, welche ein zu sammenlegbares Turngerät betrifft, das ge kennzeichnet ist durch gelenkig miteinander verbundene Stäbe, welche mindestens zwei mittelst Verbindungstangen zu einem Gestell vereinigte Nürnberger Scheren bilden.
Die Zeichnung zeigt als Beispiel eine Ausführungsart, und zwar in Fig. 1 im aus einandergezogenen, gebrauchsbereiten Zu stande; in Fig. 2 und 3 zusammengeklappt.
Die vier Latten a,<I>b, c</I> und<I>d</I> bilden mit den Verbindungsstangen e, f,<I>g, h</I> und<I>i</I> ein räumliches Sciherenteil, welches um die Achse e zusammengeklappt werden kann, was in den Fig. 2 und 3 gezeigt wird.
Weitere vier Latten<I>m,</I> n, o und<I>p</I> bilden mit den zugehörigen Verbindungsstangen ein zweites räumliches Scherenteil, welches sei nerseits um seine Achse r zusammengeklappt werden kann. und anderseits mit dem vor stehend beschriebenen Scherenteil<I>a, b, c, d</I> dadurch verbunden ist, dass es die Verbin dungsstangen g und h mit dem ersten Scherenteile gemeinsam hat; demnach sind die Latten<I>a</I> und n, um<I>h,</I> die Latten b und <I>m</I> um g drehbar.
Auf diese Weise sind die Latten <I>a, b, in,</I> <I>n, s,</I> meinerseits und die Latten c,<I>d, o,</I> <I>p, v, t</I> anderseits gelenkig miteinander ver bunden und bilden je eine Nürnberger Schere, welche mittelst der erwähnten Verbindungs stangen zu einem Gestell vereinigt sind, das gemäss Fig. 2 und 8 zusammengeklappt und wieder auseinandergezogen werden kann.
Das beschriebene Gestell könnte minde stens auf einem Teil seiner Länge der Seite hin durch Verlängerung der Verbindungs stangen und durch Anfügen je entsprechend weiterer Scherenteile erweitert sein.
Auch können, wie beispielsweise in der Zeichnung an den Latten s,<I>t,</I> u und v ge zeigt ist, die Latten über ihre Kreuzungs stellen mit den Verbindungsstücken, zum Beispiel xx, verlängert und mit einer oder mehreren weiteren Verbindungsstangen, zum Beispiel y und z, versehen sein. Auf diese Weise lässt sich das Turngerät auch in der Höhe oder auch nach unten hin ebenfalls als eine sogenannte räumliche Nürnberger Schere beliebig erweitern.
Es sind Sicherungsvorrichtungen gegen ungewolltes Verschieben oder Zusammen klappen vorgesehen, welche irgend eine ge eignete Form haben können; es. können hier bei gemäss dem Beispiele Latten 1c verwendet werden, welche die am Boden liegenden Lat tenkreuzungspunkte zum Beispiel mit Hilfe eines Dornes oder Zapfens w gegen eine un gewollte Verschiebung in der Längsrichtung festlegen.
Latten und Stangen können aus irgend einem geeigneten Materiale bestehen, zum Beispiel aus Holz oder Stahl, oder einer Kom bination verschiedener Materialien. Der Quer schnitt der Latten und Stangen kann eben falls beliebig sein. Ein Turngerät gemäss vorstehender Be schreibung lässt sich praktischerweise mit einem Bodenteppich q versehen, indem zum Beispiel ein läuferartiger Teppich mit dem einen schmalen Ende zum Beispiel an der Verbindungsstange i festgemacht wird, wo bei das Turngerät so aufgestellt wird, dass es auf den .ausgebreiteten Teppich zu stehen kommt.
Mit dem beschriebenen Turngerät lassen sich verschiedenartige turnerische, bezie hungsweise orthopädisch-turnerische Übungen ausführen; zum Beispiel kann man das Turn gerät der Länge oder .der Seite nach durch kriechen oder durchklettern oder auch über klettern .lassen.
Ist die Verwendung des Turngerätes be endet, so lässt es sich infolge seiner Eigen schaft der Zusammenklappbarkeit leicht auf einen engen Raum zusammenschieben und kann dadurch, dass es in den erwähnten Bo denteppich eingerollt wird, praktisch staub frei aufbewahrt werden.
Die Verwendbarkeit eines Turngerätes, wie vorstehend beschrieben, ist ausserordent lich vielseitig; insbesondere kann es dadurch, dass die Weite des Auseinanderziehens be liebig verändert und das Gerät in verschie denen Lagen festgelegt werden kann, sowohl der verschiedenen Körpergrösse der Übenden, als auch verschiedenen Übungsarten angepasst werden.