Rüntgeneinriehtung, bei der Transformator und Rüntgenröhre in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht sind. Es ist bereits eine Röntgeneinrichtung bekannt, bei der Rönigentransfürmator und Rüntgenröhre in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht sind, das entweder mit Luft oder<B>01</B> ausgefüllt ist.
Bei derartigen Einrichtungen macht sich jedoch der Nachteil bemerkbar, dass auf dem äussern Umfann, der Transfürmatorwicklun- das höchste Potential herrscht und demgemäss die Überschlagsabstäude der spannungsffil-i- renden Teile nach dem geerdeten Gehäuse, sowie der Eisenkern des Transformators -ver hältnismässig gross werden, so dass das Ge- liäuse und der Eisenkern eine beträchtliche Grüsse annehmen.
Verwendet man aber zur Verminderung der Abstände<B>01</B> oder Verguss- masse, so ergibt sich der weitere Übelstand, dass das Gewicht zunimmt und das Gehäuse abgedichtet werden muss. Wenn auch in die sem Falle das Gehäuse verkleinert werden kann, so wird doch durch die Abmessungen des Eisenkernes die Magnetisierungsleistung erhöht und damit die Leistung des Transfer- mators herabo-esetzt.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine möglichst gedrungene Röntgen einrichtung mit geringstem Gewicht und höchster Leistung zu schaffen.
Die erfindungsgemässe Einrichtung ist ge kennzeichnet durch einen Transformator, bei dem mindestens zwischen der einen Ober fläche der Hochvoltspule und Erde ein Iso- lierkörper liegt, an dessen von der Ilochvolt- spule abgewendeten Teilen der Oberfläche das Erdpotential herrscht und das Höchst potential der Hochvoltspule durch die ge erdete Oberfläche des Isolierkörpers isoliert berausgeführt ist.
Um den Erfindungs gedanken durchzuführen, kann die Transfür- matorhochvoltspule in verschiedener Weise durchgebildet werden. Die Transformator- hochvoltspule kann aus Spulenträger, Hoch- voltwicklung und<U>um</U> ;den Umfang der Spule herumgelegten, gegebenenfalls Kondensator- beläge enthaltenden Isoliermantel bestellen, wobei die Zwischenräume zwischen Mantel -und Wicklung, mit Vergussmasse, beispiels weise Kabelmasse oder vulkanisiertem Gummi, ausgefüllt sind.
Oder sie kann aus einem mit Flanschen versehenen Spuleniso- lierkörper und einer darin befindlichen, lagenweise an,-ecrclneten Wicklung bestehen, deren innerste Wicklungslage das Höehgt- patential und deren äusserste Wicklungs- lagge das Erdpotential führt.
Die das Höchst potential führenden Enden der Wicklung werden dann durch Isolatoren, die von der Hochvoltspule getragen sind, durch den ge- t' ZD erdeten Mantel herausueführt. Diese Isola toren sind dabei entweder in der Verguss- masse mit ihren dem Transformator zu gf- legenen Enden eingebeitet, oder sie bilden mit dem Spulenisolierkörper ein Stück.
Die Isolatoren werden dabei so weit hin erstreckt, dass die zu den Polen der Röntgenröhre füh renden Hochspannungsleitungen ausschliess lich in diesen verlaufen.
In den Abbildungen sind Ausführungs beispiele der Erfindung dargestellt.
Nach den Abb. <B>1</B> und 2, die um<B>90'</B> ver setzte Schnitte durch einürstes Ausführungs beispiel der Erfindung zeigen, ist an dem geerdeten Gehäuse<B>11</B> der Eisenkern 12 des Transformators befestigt. Auf dem untern Schenkel des Eisenkernes sitzt die an das Netz anzuleoende Unterspannungswicklung- 2n 23 <B>13,</B> die ihrerseits von zwei Flanschen besit zenden Spulenisalierhörpern 14,<B>1,5</B> umgeben wird.
In die Spulenkörper 14,<B>15</B> ist die in zwei Teile zerlegte Oberspannungswicklung <B>16, 17</B> lagenweise eingewickelt, wobei die innerste Wicklungslage das Höchstpotential und die äusserste Wicklungslage das Erd- potential besitzt. Die Spulenisolierkörper 14, <B>15</B> sind dabei an denjenigen Teilen ihrer Oberflächen, die nicht von der Wicklung be deckt werden, metallisiert oder mit einem Metallmantel umkleidet, so dass um den gan zen Spulenhörper herum das Erdpotential herrscht.
Um nun das -Höchstpotential der innersten Wieklungslage herauszuführen, sind Ausführungsisolatoren<B>18, 19</B> vor- 0,eschen"die mit den Spulenisolierhörpe-rn 14, <B>15</B> ein Stück, bilden, bezw. bei Herstellung der Spulenkörper und Isolatoren aus Porzel lan an diesen angarniert werden. Die Isola toren<B>18, 19</B> sind von den Stirnwänden der Spulenisolierkörper nach unten zu abge- kröpft und sind mit ihren Enden 20,<B>21</B> um die Püle der Röntgenröhre herumgezogen.
Die Hochspannungsleitungen und die Heiz- 1,eitungen sind nur an die Enden der Röntgen röhre angeschlossen, -während die Röntgen röhre 22 selbst nur in ihrer Mitte an einem Drehring<B>23</B> gehalten wird. Für die Heizung der Glühkathode der Röntgenrühre ist auf dem 8pulenkörper 14. eine besondere Ileiz- wicklungslage vargesehen, so dass ein beson derer lleiztransformator in diesem Falle ent fällt.
Der untere Raum, in dem sich die Röntgenröhre befindet, wird durch Luft schlitze 24 und eine Entlüftungsvorrichtung <B>25</B> ventiliert.
Aus Abb. <B>9,</B> ist ersielitliell, dass die Rünt- genröhre infolge der Eiuschnürungen <B>59,6</B> des C Gehäuses<B>11</B> um mehr als<B>180'</B> gedreht wer den kann.
Während naeh Abb. <B>1</B> und<B>92</B> die hoeh- spannungsführenden Enden der Röntgen röhre freischwebend in Luft getragen wer den, so dass die erforderlichen Luftüber- schlagsabstände eingehalten werden können, wird nach Abb. <B>3</B> und 4 das hochspannungs führende Ende der Röntgenröhre 22 in den Isolierwerkstoff des als eine Gehäusewand ausgebildeten Isolators<B>27</B> des Spulenisolier- körpers <B>28</B> eingebettet.
Die der Röntgenröhre zu ekehrten Flächen der Gelläusewand wer- .g den durch Erhebungen und Vertiefungen möglichst gross gemacht, um einen langen Kriecliweg nach der geerdeten, äussern Ober- flä.che der Hochvoltspule und nach der ge erdeten Gehäusewanclung <B>11</B> zu erhalten.
Uni die Röntgenröhre 22 herum legt sich ein die Röntgenstrahlen absGrbierender Mantel<B>'29,</B> der nur mit einem Strahlenaustrittsfenster <B>30</B> versehen ist. Um eine weitere Herabsetzung der Übersehlagsabstände zu erreichen, wird der zwischen dem röntgenstrahlensicheren Mantel<B>299</B> (Bleiglas, Bleigummi) und einem äussern, Alantel <B>31</B> vorhandene Zwischenraxun mit einer Vergussmasse <B>32.</B> ausgefüllt.
An dem andern, <B>,</B> geerdeten Ende der Röntgen- röhre 22 ist ein Schraubeinsatz <B>33</B> vor gesehen, der das etwa koniscli auscrebildete D <B>C</B> Antikathodenende der Rüntgenrühre 22 trägt.
Der Schraubkörper ist dabei mit einer der artig grossen Oberfläche versehen und steht über die konische Halterung in derart inniger Verbinduno, mit dem Antikathodenende der Röntgenröhre, dass eine gute Wärmeablei- tuna nach aussen hin möglich ist. Gegebenen falls trägt der Schraubkörper noch Strah lungsrippen 34. Durch die andere Gehäuse wand<B>35</B> wird der Schraubkörper gehalten.
Nach Herausschrauben des Sehraubkörpers <B>33</B> aus der Gebäusewand <B>35</B> kann die, Rönt genröhre in einfachster Weise durch Drehen aus der Fassung im Isolator<B>27</B> lierausgenom- men werden.
In der in* Abb. <B>5</B> und<B>6</B> dargestellten Röntgeneinrichtung wird der Mantelkern<B>36</B> von dem Gehäuse<B>11</B> getragen, der seinerseits wieder von der Unterspannungswickluno, <B>37</B> umfasst wird.
Auf dem mit seinem oewissen Abstand herumgelegten Iselierträ.-er <B>38</B> be findet sich die in zweiHälften <B>39,</B> 40 unter teilte Oberspannungswicklung. Die einander gegenüberliegenden Enden der untersten La gen der Oberspannungswicklung sind mitein ander verbunden, während die das Höchst potential führenden, äussersten Lagen durch die als Ausführungsisolatoren ausgebildeten Gehäusewandungen 41, 42 herausgeführt sind.
Dabei erstrecken sieh die Fortsätze 43, 44 der Isolierwan-dungen 41, 42 bis in die unmittelbare Nähe der äussersten Lage der Oberspannungswicklung. Die beiden Hälften <B>39,</B> 40 der Oberspannungswieklung werden von einem beiden gemeinsamen Iselierzylin- der 45 umgeben, der mit leitenden Einlagen <B>;D</B> 46 versehen ist.
Auf dem äussern Umfang des Isolierzylinders 45- herrscht das Erd potential entweder dadurch, dass der Zylin der von einem Metallmantel oder einer Me- tallisierung umgeben ist, oder eine in der Nähe der Oberfläche liegende, leitende Ein- lage erhält.
Ebenso herrscht am innern Um fang des Spuleniselierträgers <B>38</B> Erdpoten- tial. Zwischen dem Spulenisolierträger <B>38</B> und dem IsolieTzylinder 45 einerseits und den Gehäusewandungen 41, 42 bezw. den Fort- sätzen 43, 44 derselben anderseits befindet sich eine Vergussmasse 47, die die Zwischen räume vollkommen ausfüllt und dadurch Lufteinschlüsse zwischen den hochspan nungsführenden Teilen und Erde vermeidet.
Die Isolatorengehäusewandungen 41, 42 wer den dabei von dem Spulenisolierträger <B>38</B> und somit von der Hochvoltspule getragen. In ähnlicher Weise, wie schon die Abb. <B>3</B> beschreibt, wird durch die Gehäusewandung 41. das eine Ende der Rönigenröhre getragen, wobei noch ein weiterer Isolierkörper 48 an der Gehäusewand befestigt wird, um die Unterspannungswicklung 49 und Oberspan- nungswicklung <B>50</B> des Heiztransformators für die Röntgenröhre aufzunehmen.
Von<B>'</B> der an dern Gehäusewand 42 -wird in ähnlicher Weise das hochspannungsführende Ende eines -#"entilrohres <B>51</B> getragen, wobei in die sem Falle der Isolierkörper<B>Ö2</B> zur Verlänge- rungo der Kriechwege dient. Der Heizstrom für das Glühkathodenventil <B>51</B> wird von einem ausserhalb der Röntgeneinriehtung auf zustellenden Heiztransfo-rmator ohne Hoch- spannungsisalation gespeist.
Um die Lüftung der auf diese Weise geka-pselten Röntgen einrichtung vorzunehmen, wird ein Entlüf- tungsmator <B>53</B> an das Gehäuse angebaut, der über einen Lüftungskanal 54,die Luft in den obern, die Ventilröhre<B>51</B> und den die obere Hälfte des Transformators enthaltenden Teil des Gehäuses<B>11</B> hineindrückt.
Aus diesem Teil des Gehäuses wird die Luft durch in der GehKusewandung 42 vorgesehene, spiral förmig geführte, in Abb. <B>6</B> gestriclielt ein gezeichnete Kanäle<B>55</B> hinpingedrüekt, deren Enden innerhalb des Spulenisolierkörpers <B>38</B> münden.
Die Luft streicht also zwischen der Ober- und Enterspannungswicklung durch den ganzen Transformator hindurch und tritt wieder durch in der Gehäusewanclung 41 vor- lyesehene Kanäle<B>56</B> in den untern, die Rönt- "enröhre enthaltenden Teil des Gehäuses ein. Durch -die Verschraubuno, <B>33</B> tritt sodann die Kühlluft wieder aus.
Die Kanäle<B>55</B> und<B>56</B> in den Gehäusewandungen 42 und 41 sind aus dem Grunde spiralig geführt, um einen möglichst langen Kriechweg von den hoch spannungsführenden Enden der Röntgenröhre und des Ventils nach dem geerdeten -Mittel teil des Gehäuses zu schaffen.