CH151811A - Vorrichtung zur Erzeugung eines eine grosse Zahl von Ionen fast nur einer Polarität enthaltenden Gasstromes. - Google Patents

Vorrichtung zur Erzeugung eines eine grosse Zahl von Ionen fast nur einer Polarität enthaltenden Gasstromes.

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CH151811A
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Dessauer Friedrich Dr Prof
Institut Fuer Physikal Medizin
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Dessauer Friedrich Dr Prof
Inst Physikalische Grundlagen
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      Torrichtung    zur Erzeugung eines eine grosse Zahl von Ionen fast nur einer Polarität  enthaltenden Gasstromes.    Die Erfindung bezieht sich auf     eine    Vor  richtung zur Erzeugung eines eine grosse  Zahl von Ionen fast nur     einer    Polarität ent  haltenden Gasstromes, der sich namentlich  zur Beeinflussung biologischer Vorgänge eig  net.     Ihrzufolge    ist im Weg des Gasstromes  ein solcher     Ionenerzeuger    angeordnet und der  Gasstrom von einem solchen elektrischen  Feld durchsetzt, dass der über sie hinweg  streichende Gasstrom überwiegend mit schwer  beweglichen Ionen in der Art von     Langevin-          Ionen    angereichert wird.  



  Zum besseren Verständnis der Erfindung  ist ein Hinweis auf den bisherigen Stand der  Technik angebracht. Es     sind    bereits Vor  richtungen zur Erzeugung eines eine grosse  Zahl von Ionen fast nur einer Polarität ent  haltenden Gasstromes vorgeschlagen worden,  die dem Erfindungsgegenstand insofern glei  chen, als sie im Weg des Gasstromes auch  einen     Ionenerzeuger    aufweisen und der Gas-         strom    bei ihnen auch von einem elektrischen  Feld .durchsetzt wird. Bei den bereits vor  geschlagenen Vorrichtungen hatten der Zonen  erzeuger und das elektrische Feld eine solche  Beschaffenheit, dass Gasströme entstanden,  die überwiegend Gasionen nur einer Polari  tät enthielten.

   Demgegenüber unterscheidet  sich die Erfindung durch     Anwendung    eines       Ionenerzeugers,    der     Langevin-Ionen    zu er  zeugen vermag, und eines solchen elektrischen  Feldes, das     praktisch    alle andern Ionen als  die     Langevin-Ionen    der gewünschten posi  tiven oder negativen Polarität unterdrückt.  Ein solches Feld ist stärker als dasjenige, das  bei den bereits vorgeschlagenen Vorrichtun  gen benutzt wird.

   Unter     Langevin-Ionen,    die  man auch Staubionen     nennt,    versteht man  Ladungsträger, .deren Beweglichkeit den an  nähernden Grenzwert von 0,02     cm/Sek.:     Volt/cm     unterschreitet.    Hingegen bezeichnet  man als Gasionen Ionen grösserer Beweglich-           keit.    Beispielsweise beträgt die Beweglich  keit der Ionen des Azetons (Gasionen) etwa  0,3 cm/Sek. : Volt/cm.  



  Der Vorteil der neuen Einrichtung be  steht darin, dass der praktisch     monopolar    ge  ladene Gasstrom grössere Strecken hindurch  mit geringeren Verlusten     fortgeleitet    werden  kann als     ein    entsprechend mit Gasionen an  gereicherter Gasstrom. Auch sind die thera  peutischen Wirkungen, die mittelst     eines     praktisch     monopolaren        Langevin-Ionenstro-          mes    bei der     bekannten        Ionenbehandlung    er  zielt werden können, weitaus bessere, was  eine Folge der geringen Leitungsverluste sein  dürfte.  



  Was     Langevin-Ionen    oder Staubionen  sind, ist noch nicht einwandfrei geklärt.       blan    nimmt an, dass es sich hierbei um  äusserst kleine, mehrmolekulare Teilchen  eines Körpers handelt, an denen ein Gasion  oder eventuell mehrere solcher Ionen haften.  



  Als Erzeuger der     Langevin-Ionen    werden  zweckmässig selbststäubende Körper benutzt,  das heisst Körper, die     unter    dem Einfluss  einer schwachen mechanischen Kraft, wie die  des     vorbeistreichenden    Gasstromes, kleine  Teilchen absondern. Anderseits kann der       Ionenerzeuger    auch aus einem Staub tragen  den Körper bestehen. Sieht man an einem       Ionenerzeuger    der oben angegebenen Art,  das heisst einem selbststäubenden oder Staub  tragenden Körper eine     Heizvorrichtung    vor,  so     emittiert    er reiche Mengen von     Langevin-          Ionen.     



  Die Zeichnung stellt einige Ausfüh  rungsbeispiele der Erfindung schematisch  dar.  



       Fig.    1 zeigt einen     Ionenerzeuger    an sich,       Fig.    2 eine mit diesem     Ionenerzeuger    aus  gestattete, vollständige Vorrichtung und       Fig.    3 eine andere Vorrichtung gemäss  der Erfindung.  



  Der     Fig.    1 zufolge ist der Körper a, der  aus schwach gepresstem     l@Iagnesiumogyd    be  steht, mit der Heizwicklung b aus Platin  draht     umwunden.     



  Gemäss     Fig.    2 ist der Körper a einschliess  lich seiner     Heizwicklung    in einem Kanal    untergebracht, durch den ein Ventilator einen  Luftstrom     hindurchbläst.    Im Weg des Luft  stromes hinter dem     Ionenerzeuger    a ist das       Gitter    G     vorgesehen,    dem ein     konstantes,    po  sitives oder negatives Potential geeigneter  Höhe aufgedrückt ist.     Hinter    dem Gitter  befinden sich hauptsächlich nur positive oder       negative        Langevin-Ionen,    je nachdem, ob das  Gitterpotential negativ oder     positiv    ist.

   Man  kann in Fällen, in denen angezeigt ist, flüs  sige Ladungsträger zu haben, in     den.        Weg     des Gasstromes einen     Dampfzuführungskanal     münden lassen; dann kondensiert der Dampf  an den     Langevin-Ionen,    das heisst es bilden  sich feine Nebeltröpfchen.  



  Die nachstehende Tabelle gibt die Daten  eines Versuches wieder, der mit der Vorrich  tung gemäss     Fig.    2 ausgeführt wurde:  Luftmenge 2     1/Sek.          Strömungsgeschwindigkeit    40     cm/Sek.     Durchmesser der Kammer 80 mm  Länge der Kammer von ihrer Ein  trittsöffnung bis zur Mündung 500 mm       Gitterspannung    7-10 KV       Ionenerzeuger        Mg0    oder     3#IgC03    oder     CaCO3     Abstand     zwischen        Ionenerzeuger     und     Gitter    45 mm  Drahtabstand des Gitters 4     mm     

  Gitterform rund  Durchschnittliche Raumladung       101         ElementarladungeniLiter     Beweglichkeit der Ionen gemessen nach der  Mündung 0,0l-0,001     cm/Sek.    : Volt/cm.  Bei Anwendung eines glühenden     Mag-          nesiumoaydkörpers    als     Ionenerzeuger    und       firasserdampfbeschwerung    erhält man Ionen  einer Beweglichkeit von 0,0015-0,0007  cm/Sek. : Volt/cm.  



  Bisher schien es nicht möglich     bezw.     unzweckmässig, bei der     Ionentherapie    mit  therapeutischen Zwecken angepassten Aus  trittsansätzen etwa in Gestalt von Gesichts  masken zu arbeiten, oder den     Ionenstrom    in  einen eigens zur     Ionenbehandlung    dienenden  Krankenraum zu leiten; denn die Wirksam  keit eines     Gäsionenstromes    klingt schon bei      seiner     Fortleitung    über kurze Strecken stark  ab. Die Vorrichtung nach vorliegender Er  findung kann aber mit therapeutischen  Zwecken angepassten Austrittsansätzen, etwa,  einer Gesichtsmaske, versehen werden.

   Dies  ist, ungeachtet der hierzu erforderlichen län  geren Schlauchleitungen, ohne weiteres mög  lich, weil die Leitungsverluste bei der     Fort-          leitung    von     Langevin-Ionen    gering sind.       'Mittelst    des Erfindungsgegenstandes ist auch  eine Einzel- oder Gruppenbehandlung wie in  einem     Emanatorium    ohne weiteres möglich.  



  Bei dem Ausführungsbeispiel gemäss       Fig.    3 mündet in den Weg des Gasstromes  ein     düsenförmig    ausgebildeter     Flüssigkeits-          zuführungskanal,    der zweckmässig isoliert  und mit einer Hochspannungsquelle verbun  den ist. Hinter .dem Kanal befindet sich das       Gitter    C, dem ein hohes Potential auf  gedrückt ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zur Erzeugung eines ins besondere für die Beeinflussung biologischer Vorgänge verwendbaren, eine grosse Zahl von Ionen fast nur einer Polarität enthaltenden Gasstromes, gekennzeichnet durch einen sol chen Ionenerzeuger und ein solches elektri sches Feld, dass der über sie hinwegstrei chende Gasstrom überwiegend mit schwer beweglichen Ionen in der Art von Langevin- Ionen angereichert wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Ionen- erzeuger durch einen selbststäubenden Körper gebildet wird. 2.
    Vorrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Ionen erzeuger durch einen Staub tragenden Körper gebildet wird. 3. Vorrichtung nach dem Patentanspruch, gekennzeichnet durch eine Heizvorrich- tung am Ionenerzeuger. 4. Vorrichtung nach dem Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 3, da durch gekennzeichnet, da.ss der Ionen erzeuger durch einen mit einer Heizwick- lung umwundenen l3Zagnesiumogydkörper gebildet ist. 5.
    Vorrichtung nach dem Patentanspruch, gekennzeichnet durch einen in den Weg des Gasstromes mündenden Dampfzufüh- rungskanal. 6. Vorrichtung nach dem Patentanspruch, ge kennzeichnet durch einen in den Weg des Gasstromes mündenden, düsenförmig aus gebildeten Flüssigkeitszuführungskanal. 7. Vorrichtung nach dem Patentansprucb, gekennzeichnet durch einen therapeuti schen Zwecken angepassten Austritts ansatz. S. Vorrichtung nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 7, gekennzeichnet.
    durch einen mit einer Gesichtsmaske ver- sehenen Austrittsansatz.
CH151811D 1927-09-30 1928-10-01 Vorrichtung zur Erzeugung eines eine grosse Zahl von Ionen fast nur einer Polarität enthaltenden Gasstromes. CH151811A (de)

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