Torrichtung zur Erzeugung eines eine grosse Zahl von Ionen fast nur einer Polarität enthaltenden Gasstromes. Die Erfindung bezieht sich auf eine Vor richtung zur Erzeugung eines eine grosse Zahl von Ionen fast nur einer Polarität ent haltenden Gasstromes, der sich namentlich zur Beeinflussung biologischer Vorgänge eig net. Ihrzufolge ist im Weg des Gasstromes ein solcher Ionenerzeuger angeordnet und der Gasstrom von einem solchen elektrischen Feld durchsetzt, dass der über sie hinweg streichende Gasstrom überwiegend mit schwer beweglichen Ionen in der Art von Langevin- Ionen angereichert wird.
Zum besseren Verständnis der Erfindung ist ein Hinweis auf den bisherigen Stand der Technik angebracht. Es sind bereits Vor richtungen zur Erzeugung eines eine grosse Zahl von Ionen fast nur einer Polarität ent haltenden Gasstromes vorgeschlagen worden, die dem Erfindungsgegenstand insofern glei chen, als sie im Weg des Gasstromes auch einen Ionenerzeuger aufweisen und der Gas- strom bei ihnen auch von einem elektrischen Feld .durchsetzt wird. Bei den bereits vor geschlagenen Vorrichtungen hatten der Zonen erzeuger und das elektrische Feld eine solche Beschaffenheit, dass Gasströme entstanden, die überwiegend Gasionen nur einer Polari tät enthielten.
Demgegenüber unterscheidet sich die Erfindung durch Anwendung eines Ionenerzeugers, der Langevin-Ionen zu er zeugen vermag, und eines solchen elektrischen Feldes, das praktisch alle andern Ionen als die Langevin-Ionen der gewünschten posi tiven oder negativen Polarität unterdrückt. Ein solches Feld ist stärker als dasjenige, das bei den bereits vorgeschlagenen Vorrichtun gen benutzt wird.
Unter Langevin-Ionen, die man auch Staubionen nennt, versteht man Ladungsträger, .deren Beweglichkeit den an nähernden Grenzwert von 0,02 cm/Sek.: Volt/cm unterschreitet. Hingegen bezeichnet man als Gasionen Ionen grösserer Beweglich- keit. Beispielsweise beträgt die Beweglich keit der Ionen des Azetons (Gasionen) etwa 0,3 cm/Sek. : Volt/cm.
Der Vorteil der neuen Einrichtung be steht darin, dass der praktisch monopolar ge ladene Gasstrom grössere Strecken hindurch mit geringeren Verlusten fortgeleitet werden kann als ein entsprechend mit Gasionen an gereicherter Gasstrom. Auch sind die thera peutischen Wirkungen, die mittelst eines praktisch monopolaren Langevin-Ionenstro- mes bei der bekannten Ionenbehandlung er zielt werden können, weitaus bessere, was eine Folge der geringen Leitungsverluste sein dürfte.
Was Langevin-Ionen oder Staubionen sind, ist noch nicht einwandfrei geklärt. blan nimmt an, dass es sich hierbei um äusserst kleine, mehrmolekulare Teilchen eines Körpers handelt, an denen ein Gasion oder eventuell mehrere solcher Ionen haften.
Als Erzeuger der Langevin-Ionen werden zweckmässig selbststäubende Körper benutzt, das heisst Körper, die unter dem Einfluss einer schwachen mechanischen Kraft, wie die des vorbeistreichenden Gasstromes, kleine Teilchen absondern. Anderseits kann der Ionenerzeuger auch aus einem Staub tragen den Körper bestehen. Sieht man an einem Ionenerzeuger der oben angegebenen Art, das heisst einem selbststäubenden oder Staub tragenden Körper eine Heizvorrichtung vor, so emittiert er reiche Mengen von Langevin- Ionen.
Die Zeichnung stellt einige Ausfüh rungsbeispiele der Erfindung schematisch dar.
Fig. 1 zeigt einen Ionenerzeuger an sich, Fig. 2 eine mit diesem Ionenerzeuger aus gestattete, vollständige Vorrichtung und Fig. 3 eine andere Vorrichtung gemäss der Erfindung.
Der Fig. 1 zufolge ist der Körper a, der aus schwach gepresstem l@Iagnesiumogyd be steht, mit der Heizwicklung b aus Platin draht umwunden.
Gemäss Fig. 2 ist der Körper a einschliess lich seiner Heizwicklung in einem Kanal untergebracht, durch den ein Ventilator einen Luftstrom hindurchbläst. Im Weg des Luft stromes hinter dem Ionenerzeuger a ist das Gitter G vorgesehen, dem ein konstantes, po sitives oder negatives Potential geeigneter Höhe aufgedrückt ist. Hinter dem Gitter befinden sich hauptsächlich nur positive oder negative Langevin-Ionen, je nachdem, ob das Gitterpotential negativ oder positiv ist.
Man kann in Fällen, in denen angezeigt ist, flüs sige Ladungsträger zu haben, in den. Weg des Gasstromes einen Dampfzuführungskanal münden lassen; dann kondensiert der Dampf an den Langevin-Ionen, das heisst es bilden sich feine Nebeltröpfchen.
Die nachstehende Tabelle gibt die Daten eines Versuches wieder, der mit der Vorrich tung gemäss Fig. 2 ausgeführt wurde: Luftmenge 2 1/Sek. Strömungsgeschwindigkeit 40 cm/Sek. Durchmesser der Kammer 80 mm Länge der Kammer von ihrer Ein trittsöffnung bis zur Mündung 500 mm Gitterspannung 7-10 KV Ionenerzeuger Mg0 oder 3#IgC03 oder CaCO3 Abstand zwischen Ionenerzeuger und Gitter 45 mm Drahtabstand des Gitters 4 mm
Gitterform rund Durchschnittliche Raumladung 101 ElementarladungeniLiter Beweglichkeit der Ionen gemessen nach der Mündung 0,0l-0,001 cm/Sek. : Volt/cm. Bei Anwendung eines glühenden Mag- nesiumoaydkörpers als Ionenerzeuger und firasserdampfbeschwerung erhält man Ionen einer Beweglichkeit von 0,0015-0,0007 cm/Sek. : Volt/cm.
Bisher schien es nicht möglich bezw. unzweckmässig, bei der Ionentherapie mit therapeutischen Zwecken angepassten Aus trittsansätzen etwa in Gestalt von Gesichts masken zu arbeiten, oder den Ionenstrom in einen eigens zur Ionenbehandlung dienenden Krankenraum zu leiten; denn die Wirksam keit eines Gäsionenstromes klingt schon bei seiner Fortleitung über kurze Strecken stark ab. Die Vorrichtung nach vorliegender Er findung kann aber mit therapeutischen Zwecken angepassten Austrittsansätzen, etwa, einer Gesichtsmaske, versehen werden.
Dies ist, ungeachtet der hierzu erforderlichen län geren Schlauchleitungen, ohne weiteres mög lich, weil die Leitungsverluste bei der Fort- leitung von Langevin-Ionen gering sind. 'Mittelst des Erfindungsgegenstandes ist auch eine Einzel- oder Gruppenbehandlung wie in einem Emanatorium ohne weiteres möglich.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 3 mündet in den Weg des Gasstromes ein düsenförmig ausgebildeter Flüssigkeits- zuführungskanal, der zweckmässig isoliert und mit einer Hochspannungsquelle verbun den ist. Hinter .dem Kanal befindet sich das Gitter C, dem ein hohes Potential auf gedrückt ist.