CH151946A - Verfahren zur Beeinflussung der Gärung von Flüssigkeiten und Apparat zu dessen Durchführung. - Google Patents

Verfahren zur Beeinflussung der Gärung von Flüssigkeiten und Apparat zu dessen Durchführung.

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CH151946A
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  • Apparatus Associated With Microorganisms And Enzymes (AREA)

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  Verfahren zur     BeeinUussung    der Gärung     von    Flüssigkeiten und Apparat  zu dessen     Durchführung.       Es ist bekannt, dass bei     Gärungsprozessen,     besonders in den Brauereien, aber auch den  Brennereien, Hefefabriken und dergleichen  in häufigen Fällen     Gärungsstörungen,    die  zu recht beträchtlichen     Betriebsstörungen    und  auch materiellen Verlusten führen, vor  kommen.  



  Es treten Fälle auf, bei denen die Gä  rung, sowohl die Haupt- als auch die Nach  gärung, vorzeitig aussetzt und in keiner  Weise wieder recht in Gang zu bringen ist,  trotzdem die zu vergärende Flüssigkeit noch  genügende Mengen     vergärbaren    Zuckers ent  hält. Auch     Blasengärungen    und ähnliche un  angenehme     Gärerscheinungen    sind zu be  obachten.  



  Es wurde erkannt, dass bei der bisherigen  Gärführung die ungeeignete Abführung der  Gärungswärme durch relativ kleine, stark  gekühlte Kühlflächen eine besonders nach  teilige Rolle spielt. Die     Temperaturdifferen-          zen    an den Kühlflächen der bisher verwen-         deten    Kühlsysteme, zum Beispiel in die     Gär-          bottiche    eingesetzte Kühlschlangen, Eis  schwimmer und dergleichen oder aussen um  die Gärgefässe herumgeführte, in die Bottich  wände eingelassene Rohrschlangen oder der  gleichen, die von ziemlich tief     temperierten     Kältemitteln bedient werden,

   so dass zwi  schen gärender Flüssigkeit und     Kältemittel     ein relativ grosses Temperaturgefälle vorhan  den ist,     bewirken    ein Abschrecken der Gä  rung und eine     ungünstige        Beeinflussung    der  Gärungserreger.  



  An und für sich wäre es denkbar, die  Kühlung allein durch entsprechend kühl ge  haltene Kellerluft zu bewirken und die     Gä-          rungswärme    nur durch die     Gärgefässwände     nach aussen an die Kellerluft abzuführen.  Dieses Verfahren der Kühlung durch die.

         Bottichwände,    das im Interesse der Qualität  der hergestellten     Gärungsgetränke    und der  gleichen wegen der Gleichmässigkeit der       Temperierung    den Vorzug verdienen würde,      lässt sich praktisch bisher nicht durchführen,  weil in einem Gär=. oder Lagerraum stets  gefüllte Gärgefässe in den verschiedensten  Stadien des Gärungsprozesses, die bekannt  lich ganz verschieden     temperiert    werden  müssen, untergebracht sind. Da also die  Temperatur der Raumluft für alle Gär- oder  Lagergefässe, gleichgültig, in welchem Sta  dium sich ihr Inhalt befindet, die gleiche ist,  so musste man notgedrungen zu den oben er  wähnten Flüssigkeitskühlern schreiten.  



  Nach vorliegender Erfindung bringt man  die Flüssigkeiten in Gefässe, die sich einzeln  oder zu mehreren zusammen in einem Hohl  raum befinden und durch deren Wandungen  hindurch die     Gärungswärme    abgeführt wer  den kann, wobei in dem Hohlraum ein     Tem-          perierungsmedium        enthalten    ist, welches die  Gärungswärme aufzunehmen und aus dem  Hohlraum abzuführen hat und dessen Tem  peratur derjenigen des Gefässinhaltes     ange-          passt    wird.

   Zu diesem Zweck kann jedes     Gär-          gefäss    oder eine Gruppe von solchen mit einer  Umhüllung versehen werden, die zwischen sich  und der Gefässwand den genannten Hohl  raum freilässt, wobei durch den Hohlraum       vorteilhafterweise    ein gasförmiges Medium,  zweckmässig Luft, als     Temperierungsmittel,     geleitet werden kann. Dabei können sich die  Einrichtungen zur     Temperierung    desselben  innerhalb oder ausserhalb des Hohlraumes be  finden. In letzterem Falle kann das     Tempe-          rierungsmedium    durch den Hohlraum gesaugt  oder gedrückt werden.  



  Es kann also Beeinflussung der Gärung,  worunter nicht nur die Hauptgärung, son  dern auch die Nachgärung zu verstehen ist,  in jedem Gefäss' oder dergleichen oder in  jeder Gruppe. von Gefässen individuell durch  geführt werden, wobei tatsächlich eine     Tem-          perierung    im Sinne der so erwünschten di  rekten     Kellerluftkühlung    stattfindet.  



  Eine ähnlich gleichmässige Kühlung über  die ganze Gefässfläche kann man auch bei  Verwendung einer Flüssigkeit als     Temperie-          rungsmedium    erzielen, wobei man zum Bei-    spiel eine     Flüssigekit,    deren Temperatur sich  dann     nur    wenig beim Passieren des Hohl  raumes ändert, mit grösserer Geschwindigkeit  durch den Hohlraum strömen lässt oder auch  durch eine in den Hohlraum eingebaute Ein  richtung     temperiert,    wobei dann ein Strömen  der Flüssigkeit nicht erforderlich ist.

   Wäh  rend aber die gleichmässige     Bespülung    der  Gefässwände mit einem gasförmigen     Medium     keine besonderen     technischen    Schwierigkeiten  bereitet, ist die Anwendung von Flüssigkei  ten als     Temperierungsmedium    für den Hohl  raum schon wegen des zur Überwindung der  Leitungswiderstände     erforderlichen    grösseren  Kraftbedarfes,     wegen    der sorgfältigen Ab  dichtungen usw. schwieriger durchführbar.  



  Ausserdem ist die Umhüllung der Gefässe,  wenn der Hohlraum ein elektrisch isolieren  des     Temperierungsmedium,    zum Beispiel  Luft, enthält, denselben in bezug auf die  Haltbarkeit in jeder Beziehung zuträglich.  Bekanntlich kommen in .der Technik der Gä  rungsgewerbe in immer weiterem Umfange       Metallgär-    und Lagergefässe, besonders auch  aus Aluminium, zur Anwendung.

   Ist die  Verwendung .dieser Metallgefässe durch das  eben     geschilderte        Temperierungsverfahren     einen bedeutenden Schritt weiter gebracht,  da sich naturgemäss besonders metallene Ge  fässe zur     Temperierung    durch die Gefäss  wände eignen, so wurde doch weiterhin er  kannt,     da.ss    sich die     obenerwähnten        Gärungs-          schwierigkeiten    nicht nur auf die Mängel .der  bisherigen     Temperierungsmethoden    zurück  führen lassen, sondern auch in vielen     Fällen     auf elektrischen Vorgängen beruhen.  



  Derartige elektrische oder     elektrolytisehe     Vorgänge treten in den gärenden oder lagern  den     Flüssigkeiten    besonders dann auf, wenn  die     elektrolythaltige    gärende Flüssigkeit  während des Gärungsprozesses mit zwei Me  tallen in Berührung kommt, wie das zum  Beispiel bei den üblichen     Aluminium-          bottichen,    die mit kupfernen Kühlschlangen  ausgerüstet sind, der Fall ist.

   Aber auch  wenn zum Beispiel ein Aluminiumbottich in  einem     Gärkeller        unisoliert    aufgestellt     ist,         wie das bisher der Fall war, so steht dieser  Bottich infolge der stets vorhandenen, den  Boden überziehenden dünnen Schichten     elek-          trolythaltiger    Flüssigkeiten, mit denen fort  gesetzt manipuliert wird, in leitender Ver  bindung mit andern     Metallteilen,    die sich in  einem solchen Keller immer vorfinden, zum  Beispiel in     Form.    eiserner Treppen und der  gleichen.

   Es resultieren dann vagabundie  rende Ströme,     die    an und für sich gering  sind, aber in .den langen Zeiträumen, wäh  rend deren sie zur Wirkung kommen, erheb  liche Korrosionen an     Metallbottichen    hervor  rufen.     Denn    wenn auch die sich abspielen  den elektrischen und elektrolytischen Vor  gänge während des     Gärungsprozesses        gering-          fügig    sind, so, ist doch immer zu bedenken,  dass dabei gewisse Mengen Metall in Lösung  gehen, beziehungsweise sich die     Aziditätsver-          hältnisse    der Flüssigkeit eventuell zonen  weise ändern, was eine nachteilige Wirkung  mit sich bringt.  



  Wenn nun die Gefässe gemäss dem vor  liegenden Verfahren     temperiert    werden, so  fällt einerseits .die Innenkühlung, zum Bei  spiel durch Kühlschlangen, fort und die  Flüssigkeit kommt nur mit dem Metall der  Gefässwand in Berührung, und anderseits       kann    durch eine     isolierte        Aufstellung    der Ge  fässe die Entstehung vagabundierender Ströme  verhindert werden.  



  Ausser dem Vorteil, dass sich die Gärung  in-     'einwandfreier    Weise abspielt, hat eine       elektrisch    isolierte Aufstellung der Gefässe  noch den Vorteil, dass die bisher kaum be  herrschbaren elektrolytischen Zerstörungs  prozesse an metallischen Gefässen, insbeson  dere solchen aus Aluminium, so     verzögert     oder verhindert werden, dass sie praktisch  nicht mehr ins Gewicht fallen.     Zweckmässi-          gerweise    werden, um die Bildung von Strom  brücken zu verhindern, Isolatoren verwendet,  die die Entstehung überbrückender Flüssig  keitshäutchen so gut     wie    unmöglich machen.

    Es können nach den Erfahrungen der Hoch  spannungsisolierung ausgebildete Celler- oder  glockenartig geformte Elemente zur Verwen-  
EMI0003.0023     
  
    dung <SEP> kommen. <SEP> Solche <SEP> Elemente <SEP> werden <SEP> wei  ter <SEP> unten <SEP> anhand <SEP> der <SEP> Zeichnung <SEP> im <SEP> einzelnen
<tb>  beschrieben.
<tb>  Im <SEP> einfachsten <SEP> Falle <SEP> können <SEP> schon <SEP> zwi  schen <SEP> Gefäss <SEP> und <SEP> Erdboden <SEP> gelegte <SEP> Streifen
<tb>  oder <SEP> Blöcke <SEP> aus <SEP> stromisolierendem <SEP> Material,
<tb>  zum <SEP> Beispiel <SEP> Glas, <SEP> keramischen <SEP> Stoffen,
<tb>  Hartgummi <SEP> und <SEP> dergleichen, <SEP> eine <SEP> Lösung
<tb>  darstellen,

   <SEP> wobei <SEP> die <SEP> Isolierung <SEP> vorteilhafter  weise <SEP> in <SEP> die <SEP> Sockel <SEP> oder <SEP> Füsse <SEP> der <SEP> Gefässe
<tb>  eingebaut <SEP> wird.
<tb>  Die <SEP> beiliegenden <SEP> Abbildungen <SEP> zeigen <SEP> bei  spielsweise <SEP> Ausführungsformen <SEP> von <SEP> zur <SEP> Aus  übung <SEP> des <SEP> Verfahrens <SEP> geeigneten <SEP> Apparaten.
<tb>  Fig. <SEP> 1 <SEP> ist <SEP> ein <SEP> Längsschnitt <SEP> einer <SEP> ersten
<tb>  Ausführungsform <SEP> nach <SEP> der <SEP> Linie <SEP> 14-.-1 <SEP> dur
<tb>  Fig. <SEP> 2, <SEP> und <SEP> Fig. <SEP> 2 <SEP> ein <SEP> Querschnitt <SEP> nach <SEP> der
<tb>  Linie <SEP> <I>B-B</I> <SEP> der <SEP> Fig. <SEP> 1; <SEP> Fig. <SEP> 3 <SEP> und <SEP> -1 <SEP> zei  gen <SEP> je <SEP> eine <SEP> weitere <SEP> Ausführungsform <SEP> im
<tb>  Längsschnitt;

   <SEP> Fig. <SEP> 5 <SEP> zeigt <SEP> in <SEP> grösserem <SEP> l#1a13  stab <SEP> 'ein <SEP> Detail <SEP> von <SEP> Fig. <SEP> 4 <SEP> und <SEP> Fig. <SEP> 6 <SEP> ehre
<tb>  Detailvariante.
<tb>  Gemäss <SEP> Fig. <SEP> 1 <SEP> und <SEP> 2 <SEP> ist <SEP> der <SEP> Gärbottich <SEP> 1
<tb>  mit <SEP> einer <SEP> Umhüllung <SEP> 2, <SEP> zum <SEP> Beispiel <SEP> ans
<tb>  Stampfbeton, <SEP> umgeben, <SEP> die <SEP> aussen <SEP> in <SEP> üblicher
<tb>  Weise <SEP> mit <SEP> Klinkerplatten <SEP> 3 <SEP> verschalt <SEP> ist.
<tb>  Das <SEP> Gärgefäss <SEP> 1 <SEP> ruht <SEP> nur <SEP> mit <SEP> seiner <SEP> Bord  kante <SEP> auf <SEP> der <SEP> Umhüllung <SEP> 2 <SEP> auf <SEP> und <SEP> läfit
<tb>  zwischen <SEP> sich <SEP> und <SEP> der <SEP> Umhüllung <SEP> eint>>>
<tb>  Raum <SEP> 13 <SEP> frei.

   <SEP> Zur <SEP> Abstützung <SEP> der <SEP> Seiten  wände <SEP> und <SEP> des <SEP> Bodens <SEP> des <SEP> Gefässes <SEP> inner  halb <SEP> des <SEP> Raumes <SEP> 13 <SEP> sind <SEP> Stützrippen <SEP> 11.
<tb>  aus <SEP> Belageisen <SEP> oder <SEP> Eisenträgern <SEP> (Grev  Profile) <SEP> vorgesehen. <SEP> Diese <SEP> Stützrippen, <SEP> die
<tb>  natürlich <SEP> auch <SEP> aus <SEP> Mauerwerk <SEP> gebildet. <SEP> sein
<tb>  können, <SEP> sind <SEP> zweckmässig <SEP> labyrinthartig <SEP> an  geordnet, <SEP> wie <SEP> das <SEP> auf <SEP> Abb.

   <SEP> 2 <SEP> zu <SEP> sehen <SEP> is1-.
<tb>  dass <SEP> das <SEP> durch <SEP> den <SEP> Raum <SEP> 13 <SEP> strömend(,
<tb>  Teniperierungsmittel <SEP> gezwungen <SEP> ist, <SEP> die
<tb>  ganze <SEP> Gefässwand <SEP> und <SEP> Bodenfläche <SEP> zu <SEP> be  streichen.
<tb>  Das <SEP> Temperierungsmittel, <SEP> im <SEP> einfachsten
<tb>  Falle <SEP> Luft, <SEP> tritt <SEP> bei <SEP> dem <SEP> Einlassrohr <SEP> 6 <SEP> ein,
<tb>  durchstreicht <SEP> :den <SEP> Mantelraum <SEP> 13, <SEP> gelangt
<tb>  durch <SEP> das <SEP> Abzugsrohr <SEP> 7 <SEP> zu <SEP> dem <SEP> Exhaustor <SEP> 9
<tb>  und <SEP> das <SEP> Abzugsrohr <SEP> 11 <SEP> ins <SEP> Freie <SEP> oder <SEP> zur         Kühlkammer 4 zurück, in welcher die     Tem-          perierung    der Luft erfolgt.

   Diese Kühl  kammer 4 ist mit der Aussenluft ausserhalb  des     Gärraumes    oder mit dem Rohr 11 durch  den Windkanal 5 verbunden. Im ersteren  Falle wird dann Frischluft aus der Atmo  sphäre entnommen und nach Ausübung des  Kühleffektes wieder dorthin entlassen; es  wird also in offenem Kreislauf gearbeitet,  während im zweiten Falle die Kühlluft im  geschlossenen Kreislauf umgepumpt wird.  



       Man    kann nun auch die Kellerluft in den  Kreislauf mit einbeziehen, indem man Ver  bindungskanäle vorsieht, die die Kühlkam  mer mit dem     Kellerraum    verbinden. Wenn  man zum Beispiel den Windkanal 5 mit dem  Kellerraum verbindet und das Rohr 7 in  den Keller münden lässt, so nimmt die Keller  luft an der umwälzenden Bewegung teil und  wird gleichzeitig temperiert. Will man dem  Keller Frischluft zuführen, so lässt man,  wenn die Kühlkammer 4 mit der Aussenluft  verbunden ist, die Kühlluft ganz oder teil  weise aus dem Rohr 7 in den Keller aus  treten. Zur Luftmengenregulierung ist in  den Kanal 5 eine Mappenjalousie 8 oder ir  gend eine andere     Regulierungseinrichtung    ein  gebaut.  



  Innerhalb der Kammer 4 befindet sich       eine    der bekannten Einrichtungen zur Luft  kühlung. Beim gezeichneten Ausführungs  beispiel ist eine von kalter Sole oder     der-          g        o        leichen        durchströmte        Kühlschlange        10        vor-          gesehen.     



  Eine Kühlkammer 4, sowie der Exhaustor  9 kann für eine ganze     Serie    von hinterein  ander oder parallel geschalteten Gefässen ge  meinsam Verwendung finden, wobei im Falle  der     Hintereinanderschaltung    das     Temperie-          rungsmedium    nacheinander mehrere Gefässe  bestreicht, bevor .es wieder in die     Kühlkam-          m-er    zurückkehrt, um dann erneut zu dem  ersten Gefäss der Reihe zurückgeleitet zu  werden, während im Falle der Parallelschal  tung von der Kühlkammer ein     Abzweigungs-          rohr    für das     Temperierungsmedium    ausgeht,    das Abzweigungen besitzt,

   die jeweils zu  einem Gefäss führen und dessen Mantelraum  mit dem     Temperierungsmedium    bestreichen.  Das aus den     Mantelräumen    austretende     Tem-          perierungsmedium    sammelt sich wieder in  .einem gemeinsamen Sammelrohr, das zur  Kühlkammer führt. Die     Temperierung    der  einzelnen Bottiche kann bei Parallelschal  tung durch     Dosierung    des durch die einzel  nen Räume 13 strömenden     Temperierungs-          mediums        mittelst    in die Abzweigrohre ein  gebauter Regulierorgane erfolgen.  



  Die einzelnen oder mehreren hinterein  ander oder parallel angeordneten Gefässen zu  geordnete Kühlkammer kann eine Kühlein  richtung enthalten, wie eine solche in     Fig.1     dargestellt ist. Wenn immer dasselbe     Tem-          perierungsmedium    in geschlossenem Kreislauf  zirkulieren soll, so bilden die einzelnen oder  die mehreren hintereinander oder parallel  geschalteten Gefässe mit der zugehörigen       Temperierungsvorrichtung    ein in sich ge  schlossenes Aggregat.  



  Bei der     Ausführungsform    nach     Fig.    3  ist der Gärbottich 1 wie beim     ersten    be  schriebenen Ausführungsbeispiel von einer  Umhüllung 2 aus     Gussbeton    und einer     Klin-          kerschicht    3 umgeben. In den Raum zwischen  Gefässwand und Umhüllung sind     Hohlklin-          kerscha.len    15 derart eingelegt, dass deren  Hohlräume 16 um den ganzen Gärbottich  und seinen Boden herum ein System von  miteinander kommunizierenden Kanälen bil  den. Diese Umhüllung selbst ist mit einer       Gussbetonschicht    2 und einer     Klinkerdecke    3  umbaut.

   Den Kanälen 16 wird von der  Pumpe 17 durch das Rohr 19 das gas  förmige oder flüssige     Temperierungsmedium     zugeführt und bei 20 abgeführt. Das     Z.üz-          führungsrohr    19     passiert    vor dem Eintritt  in die Kanäle 16 eine Einrichtung 21, um  das     Temperierungsmedium    auf die richtige  Temperatur einzustellen.  



  Bei der dritten     Ausführungsform    nach       Fig.    4 ist der Gärbottich 1, wie bei der  ersten Ausführungsform, mit einer Umhül  lung 2, zum     Beispiel    aus     Stampfbeton,    um-      geben, die aussen in herkömmlicher Weise  mit     Klinkerplatten    3 verschalt ist. Der Bot  tich 1 ruht nur mit seiner Bordkante auf  einer in die     Umhüllung    2 eingelassenen Ein  lage 22 aus einem elektrisch isolierenden Ma  terial, zum Beispiel Kautschuk oder Kunst  harzplatten, auf und     lässt,    zwischen sich und  der Umhüllung den     mantelförmigen,    mit  Luft gefüllten Raum 13 frei.

   Zur     Abstützung     des Gefässbodens sind die Isoliersockel 18  vorgesehen, die in ähnlicher Weise auch zur       Abstützung    der     Gefässseitenwände    verwendet  werden können. In dem Raum 13. ist die  Rohrschlange 10 untergebracht, der durch das       Zuführungsrohr    20 und das     Abführungsrohr     21 das Kühlmittel für das     Temperierungs-          medium,    zum Beispiel gekühlte Sole oder  dergleichen, zu- und abgeführt wird. Die  Schlange 10 wird an drei Stellen von Trä  gern 33 gehalten, die     zweckmässigerweise    in  die Umhüllung 2 eingelassen sind.  



  Die Kühlschlange 10 berührt die Bottich  wände nicht direkt, sondern gibt die Kälte  nur an die den Mantelraum ausfüllende Luft  ab, die als Kälteträger ihrerseits gleichmässig  die     Bottichwände    temperiert.  



  Der Bottich 1     ist    durch die elektrisch  isolierenden Sockel 18 und die Einlage 22  vollkommen isoliert aufgestellt und besitzt  keine irgendwie geartete leitende Verbindung  mit der Erde.  



  Bei 34 ist -ein in den     Mantelraum        füh-          rend-er        Auslass    vorgesehen, um etwa sich in  dem Mantelraum bildendes Kondenswasser  abzulassen.  



  An und für sich kann natürlich der Man  telraum 13 auch vollkommen luftdicht gegen  die Umgebung abgeschlossen und     statt    mit  Luft mit einem andern     gasförmigen        Tempe-          rierungsmedium    gefüllt sein.  



  Die Kühlschlange 10     kann    innerhalb das  Mantelraumes in jeder gewünschten Weise  angeordnet sein, so dass sie zum Beispiel  auch unterhalb des     Bottichbodens    entlang  laufen kann. Es können auch     mehrera     Kühlschlangen in Raum 13 angeordnet     seit.     



  Es sei darauf hingewiesen, dass auch Gär-  
EMI0005.0027     
  
    gefässe <SEP> von <SEP> vornherein <SEP> mit <SEP> hohlen <SEP> Wänden
<tb>  und <SEP> Böden <SEP> hergestellt <SEP> werden <SEP> können.
<tb>  Die <SEP> Gärgefässe <SEP> der <SEP> beschriebenen <SEP> Aus  führungsform <SEP> sind, <SEP> wie <SEP> die <SEP> Zeichnung <SEP> zeigt,
<tb>  oben <SEP> offen.

   <SEP> Sie <SEP> könnten <SEP> aber <SEP> auch <SEP> geschlossen
<tb>  sein.
<tb>  Besonders <SEP> zu <SEP> erwähnen <SEP> ist, <SEP> dass <SEP> bei
<tb>  wendung <SEP> der <SEP> beschriebenen <SEP> Gär- <SEP> und <SEP> Lager  gefässe <SEP> die <SEP> Tiefkühlung <SEP> der <SEP> Gär- <SEP> und <SEP> Lager  räume <SEP> gar <SEP> nicht <SEP> mehr <SEP> in <SEP> der <SEP> bisher <SEP> erforder  lichen <SEP> exakten <SEP> Weise <SEP> für <SEP> den <SEP> ganzen <SEP> Raum
<tb>  erfolgen <SEP> muss, <SEP> sondern <SEP> da.ss <SEP> sich <SEP> die <SEP> Tem  perierung <SEP> in <SEP> der <SEP> Hauptsache <SEP> auf <SEP> die <SEP> ge  rade <SEP> gefüllten <SEP> Gefässe <SEP> beschränken <SEP> kann,
<tb>  was <SEP> zu <SEP> ganz <SEP> wesentlichen <SEP> Ersparnissen <SEP> führt.
<tb>  Die <SEP> Isoliersockel <SEP> 18 <SEP> von <SEP> Fig.

   <SEP> 4 <SEP> werden
<tb>  zweckmässigerweise <SEP> zur <SEP> Unterstützung <SEP> von
<tb>  starkwandigen <SEP> Gefässen <SEP> mit <SEP> frei <SEP> tragendem
<tb>  Boden <SEP> verwendet. <SEP> Gemäss <SEP> Fig. <SEP> 5 <SEP> besitzt <SEP> jeder
<tb>  dieser <SEP> Sockel <SEP> einen <SEP> kräftigen <SEP> Klotz <SEP> 23 <SEP> aus
<tb>  Gummi, <SEP> Hartgummi <SEP> und <SEP> dergleichen, <SEP> der
<tb>  zentral <SEP> in <SEP> dem <SEP> Scheitelpunkt <SEP> einer <SEP> Glock,
<tb>  24 <SEP> aus <SEP> Steinzeug, <SEP> Porzellan <SEP> oder <SEP> dergleichen
<tb>  sitzt <SEP> und <SEP> auf <SEP> dem <SEP> der <SEP> Boden <SEP> des <SEP> <I>Gefässes</I> <SEP> 1
<tb>  ruht. <SEP> In <SEP> der <SEP> Mitte <SEP> der <SEP> Unterfläche <SEP> der
<tb>  Glocke <SEP> 24 <SEP> ist.

   <SEP> eine <SEP> Lagerbüchse <SEP> aus <SEP> oxyd  festem <SEP> Metall <SEP> eingesetzt, <SEP> in <SEP> deren <SEP> Innerem
<tb>  die <SEP> Spitze <SEP> 25 <SEP> einer <SEP> kräftigen <SEP> Schrauben  spindel <SEP> 27 <SEP> gelagert <SEP> ist. <SEP> Ungefähr <SEP> in <SEP> ihrer
<tb>  Mitte <SEP> trägt <SEP> die <SEP> Schraubenspindel <SEP> 27 <SEP> den <SEP> ver  breiterten <SEP> Bund <SEP> 26 <SEP> mit <SEP> .eingebohrten <SEP> radialen
<tb>  Löchern, <SEP> so <SEP> da-ss <SEP> die <SEP> Schraubenspindel <SEP> mit  telst <SEP> eines <SEP> Steckschlüssels <SEP> gedreht <SEP> werden
<tb>  kann:

  . <SEP> Die <SEP> Schraube <SEP> \37 <SEP> selbst <SEP> steht <SEP> mit <SEP> der
<tb>  Mutterbüchse <SEP> 28, <SEP> die <SEP> unverdrehbar <SEP> in <SEP> dem
<tb>  zylindrischen <SEP> Fusssockel <SEP> 29 <SEP> aus <SEP> Isoliermate  rial <SEP> eingesetzt <SEP> ist, <SEP> im <SEP> Eingriff. <SEP> Die <SEP> Anord  nung <SEP> der <SEP> Schraubenspindel <SEP> mit <SEP> Mutter <SEP> zwi  schen <SEP> den <SEP> Isolierkörpern <SEP> 24 <SEP> und <SEP> 29 <SEP> hat <SEP> den
<tb>  Zweck, <SEP> Unebenheiten <SEP> des <SEP> Bodens <SEP> unter <SEP> denn
<tb>  Gefäss <SEP> auszugleichen <SEP> und <SEP> den <SEP> Gefässboden
<tb>  von <SEP> Spannungen <SEP> zu <SEP> entlasten.
<tb>  In <SEP> einfacherer <SEP> und <SEP> billigerer <SEP> Ausführung
<tb>  kann <SEP> der <SEP> Fusssockel <SEP> 29, <SEP> wie <SEP> üblich, <SEP> aus <SEP> 'Me  tall <SEP> ausgebildet <SEP> werden,

   <SEP> in <SEP> den <SEP> dann <SEP> die
<tb>  Mutterbüchse <SEP> 28 <SEP> aus <SEP> Isoliermaterial <SEP> einge  setzt <SEP> ist. <SEP> Mit <SEP> dieser <SEP> Mutterbüchse <SEP> 28 <SEP> steht              dann.    wieder die Schraubenspindel 27 mit  verbreitertem Bund 26 in Eingriff. Unter       Fortlassung    der Glocke 24 kann dann die       Spitze    25 der Schraubenspindel in einem am  Gefässboden vorgesehenen Schulter- oder       Spurlager    geführt sein.  



       Fig.    6 veranschaulicht eine Variante der  isolierenden Stützeinrichtung, die zur Unter  stützung     schwachbödiger,    flacher oder zy  lindrischer Gärgefässe zweckmässig ist, und  zwar stellt die linke Hälfte der Figur einen       Querschnitt    in der Schnittebene     C-C    und  die rechte Hälfte einen Längsschnitt in der  Ebene     D-.D    und eine Teilansicht dar.  



  Der Gefässboden 1 kommt auf einen pris  matischen Gummiklotz 23 geeigneter Länge  zu liegen, der in der Scheitellinie einer       schwalbenschwanzförmigen    Leiste 30 aus       Isoliermaterial    ruht. Zwischen dieser     Leiste     und der darunter liegenden Grundleiste 32,  ebenfalls aus     Isoliermaterial,    sind     kräftige     Streifen 31 aus schmiegsamem, aber genügend  starrem     Material,    zum Beispiel Blei, ein  gesetzt, die mit ihrer     untern    Kante in einer  Längsnut im Scheitel der Grundleiste 32  zu liegen kommen.

   Diese Anordnung ermög  licht es, vermöge ihrer     innern        Elastizität,     auch grössere Gefässstrecken spannungsfrei zu  lagern.  



  Es sei noch erwähnt, dass die Gefässe  auch     isoliert    aufgehängt werden können,  zum Beispiel an Isolatoren nach Art  der Hochspannungsisolatoren bei Überland  leitungen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Beeinflussung der Gärung von Flüssigkeiten, dadurch gekennzeich net, dass man die Flüssigkeiten in Ge fässe bringt, die sich einzeln oder zu mehreren zusammen in einem Hohlraum befinden und durch deren Wandungen hindurch die Gärungswärme abgeführt werden kann, wobei in;
    dem Hohlraum ein Temperierungsmedium enthalten ist, welches die Gärungswärme aufzunieh- men und aus dem Hohlraum abzuführen hat und dessen Temperatur derjenigen des Gefässinhaltes angepasst wird. IL Apparat zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Umhüllung ein oder mehrere Gefässe untergebracht sind, wobei zwischen der Umhüllung und dem oder den Gefässen ein Hohl raum freibleibt, in dem das Temperie- rungsmedium enthalten ist. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Apparat nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der Hohlraum ein gasförmiges Temperierungsmedium enthält. 2. Apparat nach Patentanspruch II und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass der Hohlraum Luft enthält. 3. Apparat nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass das Temperie- rungsmittel im Hohlraum zirkuliert. 4.
    Apparat nach Patentanspruch II und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeich net, da.ss das Temperierungsmedium flüs sig ist. 5. Apparat nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass zur Tempe- rierung des Temperierungsmediums eine Temperiervorrichtung vorgesehen ist. 6.
    Apparat nach Patentanspruch II und Unteranspruch 5, dadurch *gekennzeich- net, dass eine Mehrzahl von Hohlräumen miteinander verbunden ist und eine ge meinsame Temperierungsanlage aufwei sen. 'l. Apparat nach Patentanspruch II und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeich net, dass die Temperierungseinriehtung im Hohlraum selbst untergebracht ist. B.
    Apparat nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 5 und 7, dadurch kennzeichnet, dass die Temperierungs- vorrichtung im Hohlraum derart an geordnet ist, dass' sie nicht direkt auf die Gefässaussenwandungen einwirkt. 9.
    Apparat nach Patentanspruch II und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeich- net, dass die Temperierungsvorrichtung eine an einen oder mehrere Hohlräume angeschlossene Kammer aufweist, in der Einrichtungen zur Temperierung des Temperierungsmediums angeordnet sind. L0. Apparat nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass im Hohlraum Stützorgane für das oder die Gefässe vor gesehen sind. 11.
    Apparat nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 3 und 10, dadurch ge kennzeichnet, dass die Stützorgane so an geordnet sind, dass das Temperierungs- medium die ganzen Gefässwandungen und Böden bestreicht. 12. Apparat nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet; dass ein Regu lierungsorgan vorhanden ist, mittelst welchem die Menge des dem Hohlraum zugeführten Temperierungsmediums re guliert werden kann.
    13. Apparat nach Patentanspruch II und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeich net, dass' ein oder mehrere Verbindungs wege vorhanden sind, welche gestatten, Luft aus dem Raum, in dem der Appa rat aufgestellt ist, durch die Temperier- vorrichtung hindurch und wieder in den genannten Raum zurück zu führen, zum Zweck, gleichzeitig mit der Temperie- rung der Gefässe eine Temperierung und Belüftung des Raumes zu bewirken.
    1d. Apparat nach Patentanspruch II und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeich net, dass ein oder mehrere Hohlräume mit einer Tem#perierungsvorrichtung 'ein in sich geschlossenes Aggregat bilden, in dem immer dasselbe Temperierungs- medium umströmt. 15. Apparat nach Patentanspruch II, mit metallenen Gär- und Lagergefässen, da durch gekennzeichnet, dass alle mit der Flüssigkeit in Berührung kommenden Teile jedes Gefässes aus einem einzigen Metall bestehen. 16.
    Apparat nach Patentanspruch II und Unteranspruch 15, dadurch gekennzeich- net, dass die Gefässe elektrisch isoliert aufgestellt sind. 17. Apparat nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 15 und 16, dadurch gekennzeichnet, da,ss die Gefässe gegen die Temperierungsvorrichtung und gegen die Umhüllung elektrisch isoliert sind, wobei der Hohlraum ein elektrisch iso lierendes Temperierungsmedium enthält. 18.
    Apparat nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 15 bis 17, dadurch ge kennzeichnet, dass die Gefässe durch iso lierende Stützvorrichtungen abgestützt sind und dass der Gefässrand auf einer Isolierschicht der Umhüllung ruht. 19. Apparat nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 15 bis 1.8, dadurch ge kennzeichnet, dass als isolierende Stütz- vorrichtungen Isolationssockel dienen, die derart ausgebildet sind, dass die Ent stehuug überbrückender Flüssigkeitshäute verhindert ist. 2,0.
    Apparat nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 15 bis 19, dadurch ge kennzeichnet, dass bei einem aus min destens zwei Isolierkörpern bestehenden Isoliersockel zwischen mindestens zwei Isolierkörpern eine Einrichtung vorgese hen ist, die es erlaubt, die Höhe des Iso- liersockels zu verändern. 21.
    Apparat nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 15 und 16, dadurch ge- kennzeichnet, dass jede isolierende Stütz vorrichtung mindestens zwei leisten- förmige Isolierkörper besitzt, zwischen welche Streifen aus schmiegsamem, aber genügend starrem Material eingesetzt. sind. 22. Apparat nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 15 und 16, dadurch ge kennzeichnet, dass die Gefässe elelrtrisch isoliert aufgehängt sind.
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