Verfahren zur BeeinUussung der Gärung von Flüssigkeiten und Apparat zu dessen Durchführung. Es ist bekannt, dass bei Gärungsprozessen, besonders in den Brauereien, aber auch den Brennereien, Hefefabriken und dergleichen in häufigen Fällen Gärungsstörungen, die zu recht beträchtlichen Betriebsstörungen und auch materiellen Verlusten führen, vor kommen.
Es treten Fälle auf, bei denen die Gä rung, sowohl die Haupt- als auch die Nach gärung, vorzeitig aussetzt und in keiner Weise wieder recht in Gang zu bringen ist, trotzdem die zu vergärende Flüssigkeit noch genügende Mengen vergärbaren Zuckers ent hält. Auch Blasengärungen und ähnliche un angenehme Gärerscheinungen sind zu be obachten.
Es wurde erkannt, dass bei der bisherigen Gärführung die ungeeignete Abführung der Gärungswärme durch relativ kleine, stark gekühlte Kühlflächen eine besonders nach teilige Rolle spielt. Die Temperaturdifferen- zen an den Kühlflächen der bisher verwen- deten Kühlsysteme, zum Beispiel in die Gär- bottiche eingesetzte Kühlschlangen, Eis schwimmer und dergleichen oder aussen um die Gärgefässe herumgeführte, in die Bottich wände eingelassene Rohrschlangen oder der gleichen, die von ziemlich tief temperierten Kältemitteln bedient werden,
so dass zwi schen gärender Flüssigkeit und Kältemittel ein relativ grosses Temperaturgefälle vorhan den ist, bewirken ein Abschrecken der Gä rung und eine ungünstige Beeinflussung der Gärungserreger.
An und für sich wäre es denkbar, die Kühlung allein durch entsprechend kühl ge haltene Kellerluft zu bewirken und die Gä- rungswärme nur durch die Gärgefässwände nach aussen an die Kellerluft abzuführen. Dieses Verfahren der Kühlung durch die.
Bottichwände, das im Interesse der Qualität der hergestellten Gärungsgetränke und der gleichen wegen der Gleichmässigkeit der Temperierung den Vorzug verdienen würde, lässt sich praktisch bisher nicht durchführen, weil in einem Gär=. oder Lagerraum stets gefüllte Gärgefässe in den verschiedensten Stadien des Gärungsprozesses, die bekannt lich ganz verschieden temperiert werden müssen, untergebracht sind. Da also die Temperatur der Raumluft für alle Gär- oder Lagergefässe, gleichgültig, in welchem Sta dium sich ihr Inhalt befindet, die gleiche ist, so musste man notgedrungen zu den oben er wähnten Flüssigkeitskühlern schreiten.
Nach vorliegender Erfindung bringt man die Flüssigkeiten in Gefässe, die sich einzeln oder zu mehreren zusammen in einem Hohl raum befinden und durch deren Wandungen hindurch die Gärungswärme abgeführt wer den kann, wobei in dem Hohlraum ein Tem- perierungsmedium enthalten ist, welches die Gärungswärme aufzunehmen und aus dem Hohlraum abzuführen hat und dessen Tem peratur derjenigen des Gefässinhaltes ange- passt wird.
Zu diesem Zweck kann jedes Gär- gefäss oder eine Gruppe von solchen mit einer Umhüllung versehen werden, die zwischen sich und der Gefässwand den genannten Hohl raum freilässt, wobei durch den Hohlraum vorteilhafterweise ein gasförmiges Medium, zweckmässig Luft, als Temperierungsmittel, geleitet werden kann. Dabei können sich die Einrichtungen zur Temperierung desselben innerhalb oder ausserhalb des Hohlraumes be finden. In letzterem Falle kann das Tempe- rierungsmedium durch den Hohlraum gesaugt oder gedrückt werden.
Es kann also Beeinflussung der Gärung, worunter nicht nur die Hauptgärung, son dern auch die Nachgärung zu verstehen ist, in jedem Gefäss' oder dergleichen oder in jeder Gruppe. von Gefässen individuell durch geführt werden, wobei tatsächlich eine Tem- perierung im Sinne der so erwünschten di rekten Kellerluftkühlung stattfindet.
Eine ähnlich gleichmässige Kühlung über die ganze Gefässfläche kann man auch bei Verwendung einer Flüssigkeit als Temperie- rungsmedium erzielen, wobei man zum Bei- spiel eine Flüssigekit, deren Temperatur sich dann nur wenig beim Passieren des Hohl raumes ändert, mit grösserer Geschwindigkeit durch den Hohlraum strömen lässt oder auch durch eine in den Hohlraum eingebaute Ein richtung temperiert, wobei dann ein Strömen der Flüssigkeit nicht erforderlich ist.
Wäh rend aber die gleichmässige Bespülung der Gefässwände mit einem gasförmigen Medium keine besonderen technischen Schwierigkeiten bereitet, ist die Anwendung von Flüssigkei ten als Temperierungsmedium für den Hohl raum schon wegen des zur Überwindung der Leitungswiderstände erforderlichen grösseren Kraftbedarfes, wegen der sorgfältigen Ab dichtungen usw. schwieriger durchführbar.
Ausserdem ist die Umhüllung der Gefässe, wenn der Hohlraum ein elektrisch isolieren des Temperierungsmedium, zum Beispiel Luft, enthält, denselben in bezug auf die Haltbarkeit in jeder Beziehung zuträglich. Bekanntlich kommen in .der Technik der Gä rungsgewerbe in immer weiterem Umfange Metallgär- und Lagergefässe, besonders auch aus Aluminium, zur Anwendung.
Ist die Verwendung .dieser Metallgefässe durch das eben geschilderte Temperierungsverfahren einen bedeutenden Schritt weiter gebracht, da sich naturgemäss besonders metallene Ge fässe zur Temperierung durch die Gefäss wände eignen, so wurde doch weiterhin er kannt, da.ss sich die obenerwähnten Gärungs- schwierigkeiten nicht nur auf die Mängel .der bisherigen Temperierungsmethoden zurück führen lassen, sondern auch in vielen Fällen auf elektrischen Vorgängen beruhen.
Derartige elektrische oder elektrolytisehe Vorgänge treten in den gärenden oder lagern den Flüssigkeiten besonders dann auf, wenn die elektrolythaltige gärende Flüssigkeit während des Gärungsprozesses mit zwei Me tallen in Berührung kommt, wie das zum Beispiel bei den üblichen Aluminium- bottichen, die mit kupfernen Kühlschlangen ausgerüstet sind, der Fall ist.
Aber auch wenn zum Beispiel ein Aluminiumbottich in einem Gärkeller unisoliert aufgestellt ist, wie das bisher der Fall war, so steht dieser Bottich infolge der stets vorhandenen, den Boden überziehenden dünnen Schichten elek- trolythaltiger Flüssigkeiten, mit denen fort gesetzt manipuliert wird, in leitender Ver bindung mit andern Metallteilen, die sich in einem solchen Keller immer vorfinden, zum Beispiel in Form. eiserner Treppen und der gleichen.
Es resultieren dann vagabundie rende Ströme, die an und für sich gering sind, aber in .den langen Zeiträumen, wäh rend deren sie zur Wirkung kommen, erheb liche Korrosionen an Metallbottichen hervor rufen. Denn wenn auch die sich abspielen den elektrischen und elektrolytischen Vor gänge während des Gärungsprozesses gering- fügig sind, so, ist doch immer zu bedenken, dass dabei gewisse Mengen Metall in Lösung gehen, beziehungsweise sich die Aziditätsver- hältnisse der Flüssigkeit eventuell zonen weise ändern, was eine nachteilige Wirkung mit sich bringt.
Wenn nun die Gefässe gemäss dem vor liegenden Verfahren temperiert werden, so fällt einerseits .die Innenkühlung, zum Bei spiel durch Kühlschlangen, fort und die Flüssigkeit kommt nur mit dem Metall der Gefässwand in Berührung, und anderseits kann durch eine isolierte Aufstellung der Ge fässe die Entstehung vagabundierender Ströme verhindert werden.
Ausser dem Vorteil, dass sich die Gärung in- 'einwandfreier Weise abspielt, hat eine elektrisch isolierte Aufstellung der Gefässe noch den Vorteil, dass die bisher kaum be herrschbaren elektrolytischen Zerstörungs prozesse an metallischen Gefässen, insbeson dere solchen aus Aluminium, so verzögert oder verhindert werden, dass sie praktisch nicht mehr ins Gewicht fallen. Zweckmässi- gerweise werden, um die Bildung von Strom brücken zu verhindern, Isolatoren verwendet, die die Entstehung überbrückender Flüssig keitshäutchen so gut wie unmöglich machen.
Es können nach den Erfahrungen der Hoch spannungsisolierung ausgebildete Celler- oder glockenartig geformte Elemente zur Verwen-
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dung <SEP> kommen. <SEP> Solche <SEP> Elemente <SEP> werden <SEP> wei ter <SEP> unten <SEP> anhand <SEP> der <SEP> Zeichnung <SEP> im <SEP> einzelnen
<tb> beschrieben.
<tb> Im <SEP> einfachsten <SEP> Falle <SEP> können <SEP> schon <SEP> zwi schen <SEP> Gefäss <SEP> und <SEP> Erdboden <SEP> gelegte <SEP> Streifen
<tb> oder <SEP> Blöcke <SEP> aus <SEP> stromisolierendem <SEP> Material,
<tb> zum <SEP> Beispiel <SEP> Glas, <SEP> keramischen <SEP> Stoffen,
<tb> Hartgummi <SEP> und <SEP> dergleichen, <SEP> eine <SEP> Lösung
<tb> darstellen,
<SEP> wobei <SEP> die <SEP> Isolierung <SEP> vorteilhafter weise <SEP> in <SEP> die <SEP> Sockel <SEP> oder <SEP> Füsse <SEP> der <SEP> Gefässe
<tb> eingebaut <SEP> wird.
<tb> Die <SEP> beiliegenden <SEP> Abbildungen <SEP> zeigen <SEP> bei spielsweise <SEP> Ausführungsformen <SEP> von <SEP> zur <SEP> Aus übung <SEP> des <SEP> Verfahrens <SEP> geeigneten <SEP> Apparaten.
<tb> Fig. <SEP> 1 <SEP> ist <SEP> ein <SEP> Längsschnitt <SEP> einer <SEP> ersten
<tb> Ausführungsform <SEP> nach <SEP> der <SEP> Linie <SEP> 14-.-1 <SEP> dur
<tb> Fig. <SEP> 2, <SEP> und <SEP> Fig. <SEP> 2 <SEP> ein <SEP> Querschnitt <SEP> nach <SEP> der
<tb> Linie <SEP> <I>B-B</I> <SEP> der <SEP> Fig. <SEP> 1; <SEP> Fig. <SEP> 3 <SEP> und <SEP> -1 <SEP> zei gen <SEP> je <SEP> eine <SEP> weitere <SEP> Ausführungsform <SEP> im
<tb> Längsschnitt;
<SEP> Fig. <SEP> 5 <SEP> zeigt <SEP> in <SEP> grösserem <SEP> l#1a13 stab <SEP> 'ein <SEP> Detail <SEP> von <SEP> Fig. <SEP> 4 <SEP> und <SEP> Fig. <SEP> 6 <SEP> ehre
<tb> Detailvariante.
<tb> Gemäss <SEP> Fig. <SEP> 1 <SEP> und <SEP> 2 <SEP> ist <SEP> der <SEP> Gärbottich <SEP> 1
<tb> mit <SEP> einer <SEP> Umhüllung <SEP> 2, <SEP> zum <SEP> Beispiel <SEP> ans
<tb> Stampfbeton, <SEP> umgeben, <SEP> die <SEP> aussen <SEP> in <SEP> üblicher
<tb> Weise <SEP> mit <SEP> Klinkerplatten <SEP> 3 <SEP> verschalt <SEP> ist.
<tb> Das <SEP> Gärgefäss <SEP> 1 <SEP> ruht <SEP> nur <SEP> mit <SEP> seiner <SEP> Bord kante <SEP> auf <SEP> der <SEP> Umhüllung <SEP> 2 <SEP> auf <SEP> und <SEP> läfit
<tb> zwischen <SEP> sich <SEP> und <SEP> der <SEP> Umhüllung <SEP> eint>>>
<tb> Raum <SEP> 13 <SEP> frei.
<SEP> Zur <SEP> Abstützung <SEP> der <SEP> Seiten wände <SEP> und <SEP> des <SEP> Bodens <SEP> des <SEP> Gefässes <SEP> inner halb <SEP> des <SEP> Raumes <SEP> 13 <SEP> sind <SEP> Stützrippen <SEP> 11.
<tb> aus <SEP> Belageisen <SEP> oder <SEP> Eisenträgern <SEP> (Grev Profile) <SEP> vorgesehen. <SEP> Diese <SEP> Stützrippen, <SEP> die
<tb> natürlich <SEP> auch <SEP> aus <SEP> Mauerwerk <SEP> gebildet. <SEP> sein
<tb> können, <SEP> sind <SEP> zweckmässig <SEP> labyrinthartig <SEP> an geordnet, <SEP> wie <SEP> das <SEP> auf <SEP> Abb.
<SEP> 2 <SEP> zu <SEP> sehen <SEP> is1-.
<tb> dass <SEP> das <SEP> durch <SEP> den <SEP> Raum <SEP> 13 <SEP> strömend(,
<tb> Teniperierungsmittel <SEP> gezwungen <SEP> ist, <SEP> die
<tb> ganze <SEP> Gefässwand <SEP> und <SEP> Bodenfläche <SEP> zu <SEP> be streichen.
<tb> Das <SEP> Temperierungsmittel, <SEP> im <SEP> einfachsten
<tb> Falle <SEP> Luft, <SEP> tritt <SEP> bei <SEP> dem <SEP> Einlassrohr <SEP> 6 <SEP> ein,
<tb> durchstreicht <SEP> :den <SEP> Mantelraum <SEP> 13, <SEP> gelangt
<tb> durch <SEP> das <SEP> Abzugsrohr <SEP> 7 <SEP> zu <SEP> dem <SEP> Exhaustor <SEP> 9
<tb> und <SEP> das <SEP> Abzugsrohr <SEP> 11 <SEP> ins <SEP> Freie <SEP> oder <SEP> zur Kühlkammer 4 zurück, in welcher die Tem- perierung der Luft erfolgt.
Diese Kühl kammer 4 ist mit der Aussenluft ausserhalb des Gärraumes oder mit dem Rohr 11 durch den Windkanal 5 verbunden. Im ersteren Falle wird dann Frischluft aus der Atmo sphäre entnommen und nach Ausübung des Kühleffektes wieder dorthin entlassen; es wird also in offenem Kreislauf gearbeitet, während im zweiten Falle die Kühlluft im geschlossenen Kreislauf umgepumpt wird.
Man kann nun auch die Kellerluft in den Kreislauf mit einbeziehen, indem man Ver bindungskanäle vorsieht, die die Kühlkam mer mit dem Kellerraum verbinden. Wenn man zum Beispiel den Windkanal 5 mit dem Kellerraum verbindet und das Rohr 7 in den Keller münden lässt, so nimmt die Keller luft an der umwälzenden Bewegung teil und wird gleichzeitig temperiert. Will man dem Keller Frischluft zuführen, so lässt man, wenn die Kühlkammer 4 mit der Aussenluft verbunden ist, die Kühlluft ganz oder teil weise aus dem Rohr 7 in den Keller aus treten. Zur Luftmengenregulierung ist in den Kanal 5 eine Mappenjalousie 8 oder ir gend eine andere Regulierungseinrichtung ein gebaut.
Innerhalb der Kammer 4 befindet sich eine der bekannten Einrichtungen zur Luft kühlung. Beim gezeichneten Ausführungs beispiel ist eine von kalter Sole oder der- g o leichen durchströmte Kühlschlange 10 vor- gesehen.
Eine Kühlkammer 4, sowie der Exhaustor 9 kann für eine ganze Serie von hinterein ander oder parallel geschalteten Gefässen ge meinsam Verwendung finden, wobei im Falle der Hintereinanderschaltung das Temperie- rungsmedium nacheinander mehrere Gefässe bestreicht, bevor .es wieder in die Kühlkam- m-er zurückkehrt, um dann erneut zu dem ersten Gefäss der Reihe zurückgeleitet zu werden, während im Falle der Parallelschal tung von der Kühlkammer ein Abzweigungs- rohr für das Temperierungsmedium ausgeht, das Abzweigungen besitzt,
die jeweils zu einem Gefäss führen und dessen Mantelraum mit dem Temperierungsmedium bestreichen. Das aus den Mantelräumen austretende Tem- perierungsmedium sammelt sich wieder in .einem gemeinsamen Sammelrohr, das zur Kühlkammer führt. Die Temperierung der einzelnen Bottiche kann bei Parallelschal tung durch Dosierung des durch die einzel nen Räume 13 strömenden Temperierungs- mediums mittelst in die Abzweigrohre ein gebauter Regulierorgane erfolgen.
Die einzelnen oder mehreren hinterein ander oder parallel angeordneten Gefässen zu geordnete Kühlkammer kann eine Kühlein richtung enthalten, wie eine solche in Fig.1 dargestellt ist. Wenn immer dasselbe Tem- perierungsmedium in geschlossenem Kreislauf zirkulieren soll, so bilden die einzelnen oder die mehreren hintereinander oder parallel geschalteten Gefässe mit der zugehörigen Temperierungsvorrichtung ein in sich ge schlossenes Aggregat.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 ist der Gärbottich 1 wie beim ersten be schriebenen Ausführungsbeispiel von einer Umhüllung 2 aus Gussbeton und einer Klin- kerschicht 3 umgeben. In den Raum zwischen Gefässwand und Umhüllung sind Hohlklin- kerscha.len 15 derart eingelegt, dass deren Hohlräume 16 um den ganzen Gärbottich und seinen Boden herum ein System von miteinander kommunizierenden Kanälen bil den. Diese Umhüllung selbst ist mit einer Gussbetonschicht 2 und einer Klinkerdecke 3 umbaut.
Den Kanälen 16 wird von der Pumpe 17 durch das Rohr 19 das gas förmige oder flüssige Temperierungsmedium zugeführt und bei 20 abgeführt. Das Z.üz- führungsrohr 19 passiert vor dem Eintritt in die Kanäle 16 eine Einrichtung 21, um das Temperierungsmedium auf die richtige Temperatur einzustellen.
Bei der dritten Ausführungsform nach Fig. 4 ist der Gärbottich 1, wie bei der ersten Ausführungsform, mit einer Umhül lung 2, zum Beispiel aus Stampfbeton, um- geben, die aussen in herkömmlicher Weise mit Klinkerplatten 3 verschalt ist. Der Bot tich 1 ruht nur mit seiner Bordkante auf einer in die Umhüllung 2 eingelassenen Ein lage 22 aus einem elektrisch isolierenden Ma terial, zum Beispiel Kautschuk oder Kunst harzplatten, auf und lässt, zwischen sich und der Umhüllung den mantelförmigen, mit Luft gefüllten Raum 13 frei.
Zur Abstützung des Gefässbodens sind die Isoliersockel 18 vorgesehen, die in ähnlicher Weise auch zur Abstützung der Gefässseitenwände verwendet werden können. In dem Raum 13. ist die Rohrschlange 10 untergebracht, der durch das Zuführungsrohr 20 und das Abführungsrohr 21 das Kühlmittel für das Temperierungs- medium, zum Beispiel gekühlte Sole oder dergleichen, zu- und abgeführt wird. Die Schlange 10 wird an drei Stellen von Trä gern 33 gehalten, die zweckmässigerweise in die Umhüllung 2 eingelassen sind.
Die Kühlschlange 10 berührt die Bottich wände nicht direkt, sondern gibt die Kälte nur an die den Mantelraum ausfüllende Luft ab, die als Kälteträger ihrerseits gleichmässig die Bottichwände temperiert.
Der Bottich 1 ist durch die elektrisch isolierenden Sockel 18 und die Einlage 22 vollkommen isoliert aufgestellt und besitzt keine irgendwie geartete leitende Verbindung mit der Erde.
Bei 34 ist -ein in den Mantelraum füh- rend-er Auslass vorgesehen, um etwa sich in dem Mantelraum bildendes Kondenswasser abzulassen.
An und für sich kann natürlich der Man telraum 13 auch vollkommen luftdicht gegen die Umgebung abgeschlossen und statt mit Luft mit einem andern gasförmigen Tempe- rierungsmedium gefüllt sein.
Die Kühlschlange 10 kann innerhalb das Mantelraumes in jeder gewünschten Weise angeordnet sein, so dass sie zum Beispiel auch unterhalb des Bottichbodens entlang laufen kann. Es können auch mehrera Kühlschlangen in Raum 13 angeordnet seit.
Es sei darauf hingewiesen, dass auch Gär-
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gefässe <SEP> von <SEP> vornherein <SEP> mit <SEP> hohlen <SEP> Wänden
<tb> und <SEP> Böden <SEP> hergestellt <SEP> werden <SEP> können.
<tb> Die <SEP> Gärgefässe <SEP> der <SEP> beschriebenen <SEP> Aus führungsform <SEP> sind, <SEP> wie <SEP> die <SEP> Zeichnung <SEP> zeigt,
<tb> oben <SEP> offen.
<SEP> Sie <SEP> könnten <SEP> aber <SEP> auch <SEP> geschlossen
<tb> sein.
<tb> Besonders <SEP> zu <SEP> erwähnen <SEP> ist, <SEP> dass <SEP> bei
<tb> wendung <SEP> der <SEP> beschriebenen <SEP> Gär- <SEP> und <SEP> Lager gefässe <SEP> die <SEP> Tiefkühlung <SEP> der <SEP> Gär- <SEP> und <SEP> Lager räume <SEP> gar <SEP> nicht <SEP> mehr <SEP> in <SEP> der <SEP> bisher <SEP> erforder lichen <SEP> exakten <SEP> Weise <SEP> für <SEP> den <SEP> ganzen <SEP> Raum
<tb> erfolgen <SEP> muss, <SEP> sondern <SEP> da.ss <SEP> sich <SEP> die <SEP> Tem perierung <SEP> in <SEP> der <SEP> Hauptsache <SEP> auf <SEP> die <SEP> ge rade <SEP> gefüllten <SEP> Gefässe <SEP> beschränken <SEP> kann,
<tb> was <SEP> zu <SEP> ganz <SEP> wesentlichen <SEP> Ersparnissen <SEP> führt.
<tb> Die <SEP> Isoliersockel <SEP> 18 <SEP> von <SEP> Fig.
<SEP> 4 <SEP> werden
<tb> zweckmässigerweise <SEP> zur <SEP> Unterstützung <SEP> von
<tb> starkwandigen <SEP> Gefässen <SEP> mit <SEP> frei <SEP> tragendem
<tb> Boden <SEP> verwendet. <SEP> Gemäss <SEP> Fig. <SEP> 5 <SEP> besitzt <SEP> jeder
<tb> dieser <SEP> Sockel <SEP> einen <SEP> kräftigen <SEP> Klotz <SEP> 23 <SEP> aus
<tb> Gummi, <SEP> Hartgummi <SEP> und <SEP> dergleichen, <SEP> der
<tb> zentral <SEP> in <SEP> dem <SEP> Scheitelpunkt <SEP> einer <SEP> Glock,
<tb> 24 <SEP> aus <SEP> Steinzeug, <SEP> Porzellan <SEP> oder <SEP> dergleichen
<tb> sitzt <SEP> und <SEP> auf <SEP> dem <SEP> der <SEP> Boden <SEP> des <SEP> <I>Gefässes</I> <SEP> 1
<tb> ruht. <SEP> In <SEP> der <SEP> Mitte <SEP> der <SEP> Unterfläche <SEP> der
<tb> Glocke <SEP> 24 <SEP> ist.
<SEP> eine <SEP> Lagerbüchse <SEP> aus <SEP> oxyd festem <SEP> Metall <SEP> eingesetzt, <SEP> in <SEP> deren <SEP> Innerem
<tb> die <SEP> Spitze <SEP> 25 <SEP> einer <SEP> kräftigen <SEP> Schrauben spindel <SEP> 27 <SEP> gelagert <SEP> ist. <SEP> Ungefähr <SEP> in <SEP> ihrer
<tb> Mitte <SEP> trägt <SEP> die <SEP> Schraubenspindel <SEP> 27 <SEP> den <SEP> ver breiterten <SEP> Bund <SEP> 26 <SEP> mit <SEP> .eingebohrten <SEP> radialen
<tb> Löchern, <SEP> so <SEP> da-ss <SEP> die <SEP> Schraubenspindel <SEP> mit telst <SEP> eines <SEP> Steckschlüssels <SEP> gedreht <SEP> werden
<tb> kann:
. <SEP> Die <SEP> Schraube <SEP> \37 <SEP> selbst <SEP> steht <SEP> mit <SEP> der
<tb> Mutterbüchse <SEP> 28, <SEP> die <SEP> unverdrehbar <SEP> in <SEP> dem
<tb> zylindrischen <SEP> Fusssockel <SEP> 29 <SEP> aus <SEP> Isoliermate rial <SEP> eingesetzt <SEP> ist, <SEP> im <SEP> Eingriff. <SEP> Die <SEP> Anord nung <SEP> der <SEP> Schraubenspindel <SEP> mit <SEP> Mutter <SEP> zwi schen <SEP> den <SEP> Isolierkörpern <SEP> 24 <SEP> und <SEP> 29 <SEP> hat <SEP> den
<tb> Zweck, <SEP> Unebenheiten <SEP> des <SEP> Bodens <SEP> unter <SEP> denn
<tb> Gefäss <SEP> auszugleichen <SEP> und <SEP> den <SEP> Gefässboden
<tb> von <SEP> Spannungen <SEP> zu <SEP> entlasten.
<tb> In <SEP> einfacherer <SEP> und <SEP> billigerer <SEP> Ausführung
<tb> kann <SEP> der <SEP> Fusssockel <SEP> 29, <SEP> wie <SEP> üblich, <SEP> aus <SEP> 'Me tall <SEP> ausgebildet <SEP> werden,
<SEP> in <SEP> den <SEP> dann <SEP> die
<tb> Mutterbüchse <SEP> 28 <SEP> aus <SEP> Isoliermaterial <SEP> einge setzt <SEP> ist. <SEP> Mit <SEP> dieser <SEP> Mutterbüchse <SEP> 28 <SEP> steht dann. wieder die Schraubenspindel 27 mit verbreitertem Bund 26 in Eingriff. Unter Fortlassung der Glocke 24 kann dann die Spitze 25 der Schraubenspindel in einem am Gefässboden vorgesehenen Schulter- oder Spurlager geführt sein.
Fig. 6 veranschaulicht eine Variante der isolierenden Stützeinrichtung, die zur Unter stützung schwachbödiger, flacher oder zy lindrischer Gärgefässe zweckmässig ist, und zwar stellt die linke Hälfte der Figur einen Querschnitt in der Schnittebene C-C und die rechte Hälfte einen Längsschnitt in der Ebene D-.D und eine Teilansicht dar.
Der Gefässboden 1 kommt auf einen pris matischen Gummiklotz 23 geeigneter Länge zu liegen, der in der Scheitellinie einer schwalbenschwanzförmigen Leiste 30 aus Isoliermaterial ruht. Zwischen dieser Leiste und der darunter liegenden Grundleiste 32, ebenfalls aus Isoliermaterial, sind kräftige Streifen 31 aus schmiegsamem, aber genügend starrem Material, zum Beispiel Blei, ein gesetzt, die mit ihrer untern Kante in einer Längsnut im Scheitel der Grundleiste 32 zu liegen kommen.
Diese Anordnung ermög licht es, vermöge ihrer innern Elastizität, auch grössere Gefässstrecken spannungsfrei zu lagern.
Es sei noch erwähnt, dass die Gefässe auch isoliert aufgehängt werden können, zum Beispiel an Isolatoren nach Art der Hochspannungsisolatoren bei Überland leitungen.