CH152017A - Elektrode. - Google Patents
Elektrode.Info
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- Powder Metallurgy (AREA)
Description
Elektrode. Gegenstand der Erfindung ist eine Elek trode zum Punkt- und Nahtschweissen. Sol che Elektroden werden sehr hohen Schweiss temperaturen und Drücken unterworfen und müssen dabei eine hohe elektrische Leitfähig keit beibehalten. Für Elektroden früher be nutztes, reines Kupfer ist in erheblichem Masse durch Kupfer-Wolfram- oder Kupfer Molybdänmischungen verdrängt worden, de ren .grosser Vorteil darin; liegt, dass sie bei ihren Arbeitstemperaturen viel härter sind als reines Kupfer, so dass sie ihre Form auf eine viel längere Zeit beibehalten.
Obgleich das oben erwähnte Material ganz dauerhaft ist, ist seine Lebensdauer doch zu sehr begrenzt. Die Elektrode gemäss der vorliegenden Erfindung ist mehrfach dauerhafter als die jetzt allgemein benutzten Kupfer-Wolfram- oder Kupfer-Molybdän- elektroden, und .da die elektrische Leitfähig keit der Elektrode nach der Erfindung un gefähr gleich jener der früheren Elektroden ist, so kann erstere letztere ersetzen und dauert unter gleichen Umständen mehrmals so lang.
Die Elektrode gemäss der Erfindung besteht aus mit Kupfer gesättigtem Wolf ramkarbid. Wolframkarbid hat eine grössere Härte als metallisches Wolfram, besitzt je doch eine gute elektrische Leitfähigkeit und andere zur Erzeugung einer zufriedenstellen den Elektrode nötigen Eigenschaften.
Es ist wohl bekannt, dass Wolfram und Molybdän, sowie auch andere Metalle dersel ben Gruppe im periodischen System sich leicht mit Kohlenstoff verbinden, um eine Verbindung von äusserster Härte und Bestän digkeit zu bilden. Das trifft besonders bei Verbindungen zwischen Wolfram und Koh lenstoff zu, von denen die bekanntesten die Wolframkarbide WC und WZC sind. Diese Karbide, deren Herstellung nachstehend bei spielsweise beschrieben wird, werden vorteil haft in Form eines feinen Pulvers hergestellt, das dann mit Wolfram oder Molybdän als Bindemittel gemischt, in Matrizen von pas sender Grösse komprimiert, dann gesintert wird.
Die Elektrode wird hierauf, wie später beschrieben, mit Kupfer gesättigt. Eine so gebildete Wolframkarbidelektrode besitzt eine erheblich höhere Härte als es bei der An wendung von metallischem Wolfram oder Molybdän zu erreichen ist; erstere ist somit gegen Abnutzung erheblich widerstandsfähi ger. Gleichzeitig wurde gefunden, dass die Wolframkarbidelektroclen auf irgend einer Normalschweissmaschine für Wolfram- und Molybdänelektroden verwendbar sind.
Da die Lebensdauer einer solchen Wolframka.rbid- elektrode mehrfach grösser ist als jene von Wolfram- oder Molybdänelektroden, so wer den die geringen Mehrkosten durch die ver längerte Lebensdauer mehr als kompensiert.
Zur Herstellung des Wolframkarbides kann zuerst gepulvertes Wolfram mit Lam- penrusspulver gründlich gemischt und hier auf die Mischung in einem Graphitbehälter während einer halben bis zu einer Stunde auf eine Temperatur von zirka 12-1400 C er hitzt werden, worauf der Behälter zwecks Verhinderung von Oxydation in einer redu zierenden Atmosphäre rasch abgekühlt wird. Ein Kohlenstoffwiderstandsofen hat sich für diesen Zweck sehr geeignet erwiesen, ob gleich auch ein anderer, für hohe Tempera tur geeigneter Ofen, verwendet werden kann.
Das Karbid kann auch durch Einbringen des Wolframpulvers in einen Röhrenofen und Hindurchführen von Kohlenstoffmonoxyd durch denselben hergestellt werden. Das erst genannte Verfahren ist aber vorzuziehen, da es eine scharfe Kontrolle des Karburations- vorganges gestattet. Dies wird dadurch er möglicht, indem das Wolfram und der Koh lenstoff im richtigen Verhältnis gemischt werden, um das gewünschte Wolframka@rbicl zu bilden.
Wenn nach der Karburation noch freier Kohlenstoff übrig bleibt, so ist er in folge .des Farbenunterschiedes sehr leicht er kennbar, in welchem Falle die Mischung nochmals erhitzt werden kann, bis eine voll kommene Karburation stattgefunden hat.
Das so gewonnene Wolframkarbidpulver kann :dann mit Molybdän oder Wolfram ge- mischt, welches als Bindemittel wirkt, und in passenden Matrizen in die für die Elek trode passende Form gepresst werden. Der für diese Pressung erforderliche Druck va riiert mit der Grösse und Form der Elektrode und wurde herausgefunden, dass Drücke von 2000-16000 kg per cm' gewöhnlich erfor derlich sind. Der Druck hängt von der Grösse und dem erforderlichen Härtegrade ab.
Es kann als erwünscht befunden werden, ein anderes Metall mit dem Molybdän ähnlichen Eigenschaften als Bindemittel zu benutzen oder das Molybdän durch Kupfer zu ersetzen. Es hat sich jedoch herausgestellt, dass Kup fer als Bindemittel .eine Elektrode von gerin gerer Härte und grösserer Abnutzung ergibt.
Nachdem Pressen wird die Elektrode vor teilhaft in einer reduzierenden Atmosphäre, vorzugsweise von. Wasserstoff, gesintert. Bei gewissen Grössen .der Elektroden ist jedoch diese Operation nicht nötig. Die Elektroden werden nun mit Kupfer gesättigt, indem man sie zum Beispiel in flüssiges Kupfer taucht. Die Eintauchdauer bis zur Sättigung variiert mit der Grösse der Elektroden und mit der Mischung und dem beim Formen angewand ten Druck. Vorzugsweise wird ein Wässer- Stoffofen für den Sättigungsvorgang benutzt und werden die Elektroden vor dem Eintau chen vorgeheizt.
Unter den Vorteilen der beschriebenen Elektrode ist hervorzuheben"dass sie, obwohl etwas teurer als eine gewöhnliche Wolfram elektrode, eine mehrfach längere Lebensdauer als diese hat, wodurch sich die Kosten per Schweissung zirka um<B>50%</B> vermindern. Ein weiterer Vorteil ergibt sich daraus, dass .die Schweissmaschinen, bei denen solche Elektro den verwendet werden, infolge der längeren Lebensdauer der letzteren eine längere Zeit fortlaufend arbeiten können, als es bisher der Fall war.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Elektrode zum Punkt- und NahtseUwei- ssen, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus mit Kupfer gesättigtem Wolframkarbid besteht. UNTERANSPRUCH: 1. Elektrode nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, @dass sie Molybdän als Bindemittel besitzt.PATENTANSPRUCH II: Verfahren zum Herstellen von Elektroden nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeich net, dass man eine Mischung von Wolfram karbid und einem Bindemetall der Chrom- gruppe in Matrizen presst und alsdann mit flüssigem Kupfer sättigt. UNTERANSPRUCH: 2. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass iuan Wolfram- karbid mit Holybdän gemischt in einer Matrize zu einer Elektrode presst.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| US152017XA | 1930-02-04 | 1930-02-04 |
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| CH152017A true CH152017A (de) | 1932-01-15 |
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| CH152017D CH152017A (de) | 1930-02-04 | 1931-01-07 | Elektrode. |
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| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH152017A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1185041B (de) * | 1961-11-06 | 1965-01-07 | Lehfeldt & Co G M B H Dr | Vorrichtung zum Ultraschallschweissen |
-
1931
- 1931-01-07 CH CH152017D patent/CH152017A/de unknown
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