CH152052A - Verfahren zum Betrieb von ventilgesteuerten Elektromotoren. - Google Patents

Verfahren zum Betrieb von ventilgesteuerten Elektromotoren.

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CH152052A
CH152052A CH152052DA CH152052A CH 152052 A CH152052 A CH 152052A CH 152052D A CH152052D A CH 152052DA CH 152052 A CH152052 A CH 152052A
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Cie Aktiengesellschaft Boveri
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Bbc Brown Boveri & Cie
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  Verfahren zum Betrieb von ventilgesteuerten Elektromotoren.    Es ist bekannt, dass man bei Gleichstrom  motoren den Kommutator weglassen und  durch gesteuerte Quecksilberdampfventile er  setzen kann. Durch geeignete Steuerung die  ser Ventile, die an Stelle der Kommutator  lamellen an die einzelnen Anzapfungen der  vom Magnetfeld induzierten Arbeitswick  lungen treten, kann genau die Wirkung des  Kommutators erzielt werden. Derartige Mo  toren lassen sich für sehr hohe Spannungen  bauen, ohne dass Überschläge zu befürchten  sind. Diese Motoren haben indessen den  Nachteil, dass bei Speisung mit reinem  Gleichstrom beim Anlauf aus dem Stillstand  die Steuerung der Ventile versagt.

   Dies ist  darauf zurückzuführen, dass bei Speisung des  Motors mit reinem Gleichstrom zum Löschen  des Lichtbogens an den Anoden die vom Mo  tor selbst bei der Rotation erzeugte Eigen  spannung benutzt wird. Beim Anlauf aus  dem Stillstand des Motors fehlt aber diese  Eigenspannung, und es müssen daher be  sondere Massnahmen getroffen werden, um    das Löschen des Lichtbogens in den nachein  ander arbeitenden Steuerventilen beim An  fahren zu erzwingen. Die negative Auf  ladung der Steuergitter genügt nicht zur  Löschung des Lichtbogens, da die negative  Ladung des Gitters durch den Lichtbogen  selbst neutralisiert und unwirksam gemacht  wird.

   Damit die Gitter nun auch beim An  fahren zur Wirkung kommen, wird gemäss  der Erfindung mindestens zu Beginn des An  lassvorganges die Arbeitswicklung des Mo  tors mit einem pulsierenden Gleichstrom ge  speist, dessen Momentanwert während eines  Arbeitsintervalles jeder Anode periodisch  auf den Wert Null sinkt. Da beim Anfahren  die Länge der Arbeitsdauer der einzelnen  Anoden infolge der geringen Geschwindig  keit des Motors verhältnismässig gross ist, ge  nügt es, wenn die Pulsation des zugeführten  Gleichstromes beispielsweise 50 Mal pro Se  kunde erfolgt.

   Auf diese Weise nimmt der  Anodenstrom beim Anfahren bei einer be  stimmten Geschwindigkeit einen Verlauf      nach Abb. 1, während er bei Zuführung  eines gewöhnlichen Gleichstromes beim still  stehenden Motor an der der Rotorstellung  entsprechenden Anode einen Lichtbogen bil  den würde, der bei der Drehung des Rotors  nicht gelöscht und somit auch nicht auf die  nächstfolgende Anode hinübergeleitet wer  den könnte.  



  In Abb. 1. stellt die obere Kurve den  Anodenstrom beim Anfahren dar und die  untere Kurve die Gitterspannung; mit a ist  ein Arbeitsintervall bezeichnet.  



  In Abb. 2 ist die Schaltung des Haupt  stromkreises eines Elektromotors zur Durch  führung des Anlassvorganges gemäss der Er  findung schematisch dargestellt.  



  Die Motorklemmen sind mit dem Um  schalter u verbunden und können für den  Anlauf an das Wechselstromnetz w und für  den Normalbetrieb an das Gleichstromnetz  g gelegt werden. Die Gitter für die Gitter  steuerung sind über die Widerstände r1 mit  dem Kontaktgeber k, und über die Wider  stände r2 mit dem negativen Pol des     Span-          nungsteilers    s verbunden, der von der Gleich  stromquelle h gespeist wird.

   Der positive  Pol des Spannungsteilers ist mit der Bürste  des Kontaktgebers verbunden und die Mitte  des Spannungsteilers mit der Kathode des  Steuerventils. Über die Widerstände r2 er  halten die Gitter dauernd negatives Potential  gegenüber der Kathode. Über den von der  Rotorwelle aus angetriebenen Kontaktgeber k  und die Widerstände r1 erhalten die Gitter  in zyklischer Reihenfolge positive Spannung  gegenüber der Kathode, wodurch die den  Gittern zugeordneten Anoden zünden, und    die zugehörigen Wicklungen im Stator in  derselben Reihenfolge mit Strom beschickt  werden.  



  Auf diese Weise werden die gegenein  ander verschobenen Statorwicklungen a  (Abb. 2) nacheinander mit Strom beschickt  und auf den Rotor ein konstantes Dreh  moment ausgeübt. Der Rotor wird je nach  der gewünschten Charakteristik des Motors  mit dem aus der Kathode des Steuerventils  austretenden Gleichstrom oder durch eine  andere Gleichstromquelle erregt, so dass jede  beliebige Charakteristik erreicht werden kann.  genau wie bei einem normalen Kommutator  motor. Die durch die Erfindung bewirkte  Verbesserung bezieht sich ausschliesslich auf  den Anlassvorgang, während der laufende  Motor sowohl mit pulsierendem, als auch mit  kontinuierlichem Gleichstrom gleich gut ge  speist werden kann.

   Der pulsierende Gleich  strom kann auf einfachste Weise dadurch ge  wonnen werden, dass man den Motor beim  Anfahren an eine Einphasenwechselstrom  quelle statt an eine Gleichstromquelle legt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Betrieb von ventilgesteuer ten Elektromotoren, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zu Beginn des Anlassvor ganges die Arbeitswicklung des Motors mit einem pulsierenden Gleichstrom gespeist wird, dessen Momentanwert während eines Arbeitsintervalles jeder Anode periodisch auf den Wert Null sinkt.
CH152052D 1929-03-30 1930-03-19 Verfahren zum Betrieb von ventilgesteuerten Elektromotoren. CH152052A (de)

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CH152052D CH152052A (de) 1929-03-30 1930-03-19 Verfahren zum Betrieb von ventilgesteuerten Elektromotoren.

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CH (1) CH152052A (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1181798B (de) * 1959-10-23 1964-11-19 Georges Kniazeff Als Motor oder Generator verwendbare rotierende elektrische Maschine
DE1247453B (de) * 1960-12-21 1967-08-17 Airotor Vertriebsgesellschaft Gleichstrom-Elektromotor fuer hohe Drehzahlen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1181798B (de) * 1959-10-23 1964-11-19 Georges Kniazeff Als Motor oder Generator verwendbare rotierende elektrische Maschine
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