CH152054A - Kabelarmierung. - Google Patents

Kabelarmierung.

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CH152054A
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Sonnenfeld Hugo
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      gabelarmier        ung.       Es hat sich gezeigt, dass Kabel, welche  einer hohen     Erwärmung    ausgesetzt werden,  nach der Abkühlung an elektrischer Festig  keit verlieren, weil die     durch    die     Erwärmung     aus ihrer ursprünglichen Lage verschobenen  Isolationsschichten nicht wieder in diese  zurückkehren. Weiter haben Versuche er  geben, dass die Durchschlagsfestigkeit des       Kabelisolationsmaterials        (ölgetränktes    Pa  pier)     mit    zunehmendem Druck stark an  wächst. Es besteht sonach ein Bedürfnis nach  Kabeln, deren Isolationsmaterial unter er  höhtem Druck steht.

   Durch diese Massnahme  wird nämlich einerseits erreicht, dass die  isolierenden Papierschichten bei der Erwär  mung und der     nachherigen    Abkühlung     keine     Hohlräume bilden und daher an elektrischer       Festigkeit    nicht     einbüssen,    anderseits wird  durch den erhöhten Druck die     dielektrische     Festigkeit des     Kabelisolationsmaterials    an  sich erhöht. Der Druck auf die Isolation des  Kabels kann bekanntermassen ein hydrau  lischer oder     pneumatischer    sein. Er kann auf    die Isolation     direkt    wirken; er kann aber  auch auf den Bleimantel des Kabels von       aussen    her wirken.

      Wird in dem durch die     beigelegte    Zeich  nung angegebenen Ausführungsbeispiel der       Raum,5    unter Druck gesetzt, dann wirkt der  Druck auf den Bleimantel 4 des Kabels von  innen her<B>;</B> werden die Räume 6 unter Druck  gesetzt, dann wirkt dieser auf den     Bleäntel     4 des Kabels von aussen her. In beiden Fällen       wird    die     Armatur    2, 3 des Kabels von innen  auf den Druck beansprucht.  



  Die bisher bekannt gewordenen Armatu  ren von Kabeln sind den hier in     Betracht     kommenden Drücken im Innern des     Babels          n        ie   <B>'</B>     lit        gewachsen.        Die        vorliegende        Erfindung     betrifft eine Kabelarmierung, welche     gegen     Innendruck druckfest ist.    In der Zeichnung ist ein senkrecht zur  Kabellängsachse geführter Schnitt durch  eine beispielsweise     Ausführung    eines erfin  dungsgemäss ausgeführten     Dreileiterkabels         dargestellt.

   Das gezeichnete Kabel besitzt  ein biegsames und lückenloses Metallrohr 2,  über welchem mittelbar oder unmittelbar  zwecks Abstützung desselben eine Umwick  lung 3     schraubengewindeförmig    mit einer  geringen Ganghöhe aufgebracht ist. Dabei  nimmt die Umwicklung .3 die Innendruck  kräfte auf, während das biegsame und  lückenlose Metallrohr 2 an sich nicht beson  ders druckfest sein muss, da es sich gegen  die Umwicklung .3 abstützt. Es hat sonach  das Metallrohr 2 nur den Zweck, die     Kabel-          armierung    dicht zu gestalten.

   Die Umwick  lung 3 ist im Gegensatz zu den bisher  bekanntgewordenen Kabelarmierungen mit  einer geringen Ganghöhe     schraubengewinde-          förmig    aufgebracht und kann daher erheb  liche Druckkräfte aufnehmen. Als     IMeta.ll-          rohr    2 kann zum Beispiel ein Bleirohr oder  ein Aluminiumrohr Verwendung finden.

   Das  Bleirohr 2.     allein    würde den     Druckkräften,     welche in     seinem    Innern 1 auftreten, nicht  gewachsen sein, da aber über demselben die       mit    geringer Ganghöhe     schraubengewinde-          förmig    angebrachte Umwicklung 3 vorhanden  ist, dient das Bleirohr 2 sozusagen nur als  Dichtung     zwischen    den einzelnen Windungen  der Umwicklung 3. Versuche haben ergeben,  dass erhebliche Druckkräfte von der beschrie  benen Kabelarmierung aufgenommen werden  können und eine gute Biegsamkeit derselben  vorhanden ist, wenn der Steigungswinkel der  Umwicklung 3 kleiner ist als 10  .

   Als     Um-          -v#7icklung    3 können dabei     draht-    oder     stab-          förmige    Körper verwendet werden. Diese  müssen jedoch mechanisch fester als Blei  sein. Sie können gegen     Witterungs-    und  chemische Einflüsse durch Überzüge, zum  Beispiel durch     Verbleiung,        Verzinkung    oder       Verchromung        geschützt    werden.

   Falls eine  erhöhte Festigkeit gegen Innendruck er  forderlich ist, kann der einzelne     draht-    oder       stabförmige    Körper 3 aus Drähten bestehen,  die durch Zement miteinander verbunden  sind, so dass eine Art von     Eisenbeton-Spria-          len    entsteht. Die metallischen     Abstützungen     3 können auch durch das an sich bekannte  Verfahren der elektrischen Lichtbogen-         schweissung    auf das biegsame und lückenlose  Metallrohr 2 auf     gebraeht    werden.

   Um die       Wechselstromverluste    in der Armatur herab  zusetzen, können die     draht-    oder     stabfiirmi-          gen    Körper 3 auch aus Kunstharz oder ähn  lichen Materialien mit     eingelagerten    Faser  stoffen bestehen.

   Diese Materialien werden  in einem formbaren Zustand aufgebracht  und nachher in einen Zustand übergeführt,  in welchem sie bei den in Betracht kommen  den Temperaturen nicht mehr     deformierbar     sind, zum Beispiel im Fall von     Bakelitharzen     durch Überführen in den     sogena.ndten        C-Zu-          sta.nd.    Es liegt durchaus im Rahmen der Er  findung, wenn der Körper 3 aus einzelnen  in sich geschlossenen Ringen besteht, welche  nebeneinander zu liegen kommen. Diese  Ringe werden über das biegsame und lücken  lose Metallrohr 2, zum Beispiel über den  Bleimantel     darübergeschoben,    so dass sie enge  nebeneinander zu liegen kommen.

   Wird das  Kabelinnere 1 unter Druck gesetzt,     dann     weitet sich -das Metallrohr 2 (zum Beispiel  der Bleimantel) und legt sich gegen die ab  stützenden Ringe 3. Die zwischen zwei Rin  gen 3 liegenden Teile des Metallrohres 2  (zum Beispiel des Bleimantels) sind von so  geringer Ausdehnung, dass sie erheblichen  Innendrücken zu widerstehen im Stande sind.  Erforderlichenfalls können die     Abstützungs-          elemente    3 so aneinander gelegt werden, dass  die Armierung und mit ihr das Kabel um  grosse     Krümmungsradien    leicht gebogen wer  den kann.

   Bei Krümmung des Kabels um  kleine     Krümmungsradien    stossen jedoch ein  ander benachbarte     Abstützungselemente    in  der gedrückten Faser aneinander und     lassen     eine weitere Krümmung des Kabels nur un  ter     Aufwendung    erheblicher Kräfte zu.  Durch entsprechende Bemessung des Abstan  des der einander benachbarten     Abstützungs-          elemente    kann die Grösse des     Krümmungs-          ra.dius,    um welchen-das Kabel leicht gebogen  werden kann, mit dem sechsfachen des       Kabel-Aussenumfauges    bestimmt werden.

   Ein  solches Kabel ist demnach gegen Beschädi  gungen infolge von zu schaffen Krümmun  gen geschützt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCU I: Gegen Innendruck druckfeste Kabelar- mierung, gekennzeichnet durch ein biegsames und lückenloses Rohr (2), über welchem zwecks Abstützung desselben eine Umwick lung (3) aufgebracht ist. UNTERANSPRÜCHE: 1. Kabelarmierung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (2) aus Metall besteht. 2!. Kabelarmierung nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die Ganghöhe der schraubenlinienförmigen Umwicklung (3) einem Gewindesteigungswinkel ent spricht, der kleiner ist als 10 .
    3. Kabelarmierung nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 1 und 2, da durch gekennzeichnet, dass die Umwick lung (3) aus drahtförmigen Körpern be steht. 4. Kabelarmierung nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 1 und 2, da durch gekennzeichnet, dass die Umwick lung (3) aus stabförmigen Körpern be steht. 5. Kabelarmierung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Um- w#eklung (3) aus Metall besteht, welches mechanisch fester iwt als Blei. 6.
    Kabelarmierung nach Patentanspruch I und Unteranspruch 5, dadurch gekenn zeichnet, dass das Metall der Umwicklung (3) gegen Witterungs- und chemische Einflüsse durch Überzug geschützt ist. 7. Kabelarmierung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Um wicklung (3) aus einer Verbindung von Metall und Zement nach Art von Eisen beton besteht. B. Kabelarmierung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Um wicklung (3) aus Kunstharz mit einge lagerten Faserstoffen besteht. 9. Kabelarmierung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Um wicklung aus einzelnen, getrennten und in sich geschlossenen Ringen besteht. 10.
    Kabelarmierung nach Patentanspruch I und Unteranspruch 9, dadurch gekenn zeichnet, dass die Ringe aus Metall be stehen, welches mechanisch fester ist als Blei. 11. Kabelarmierung nach Patentanspruch 1 und Unteranspruch 9, dadurch gekenn zeichnet, dass das Metall der Ringe gegen Witterungs- und chemische Einflüsse durch Überzug geschützt ist. 12. Kabelarmierung nach Patentanspruch I und Unteranspruch 9, dadurch gekenn zeichnet, dass die Ringe aus einer Ver bindung von Metall und Zement nach Art von Eisenbeton bestehen. 13.
    Kabelarmierung nach Patentanspruch 1 und Unteranspruch 9, dadurch geheim zeichnet, dass die Ringe aus Kunstharz mit eingelagerten Faserstoffen bestellen. 14. Kabelarmierung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der All stand einander benachbarter Abstüt- zungselemente (3) so bemessen ist, dass der Krümmungsradius, um welchen das Kabel leicht gebogen werden kann, durch Aneinanderstossen der benachbarten Wicklungselemente in der gedrückten Phase nicht unter das Sechsfache des Kabel-Aussenumfanges sinkt.
    PATENTANSPRUCH II: Verfahren zur Herstellung einer Kabel- armierung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Umwicklung in einem formbaren Zustande aufgebracht wird und nachher in einen Zustand übergeführt wird, in welchem sie praktisch nicht de formierbar ist.
CH152054D 1930-06-21 1930-10-07 Kabelarmierung. CH152054A (de)

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