CH152090A - Aggregat zur subaqualen Darmspülung. - Google Patents
Aggregat zur subaqualen Darmspülung.Info
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Description
Aggregat zur subaqualen Darn ispülung. Die Erfindung betrifft ein Aggregat zur Vornahme subaqualer Darmspülungen, das sich gegenüber den bisher bekannten Einrich tungen :dieser Art dadurch auszeichnet, dass es von dem Badenden selber, also ohne Be dienungspersonal angelegt und gehandhabt werden kann, was insofern von Vorteil ist, als dadurch die Vornahme solcher Darmspü- lungen im Hause wesentlich erleichtert ist.
Dies wird erfindungsgemäss dadurch er reicht, .dass das an zwei an dem Badewannen- ra.ud festgelegten, quer über die Wanne rei chenden elastischen Schnüren, gabeln oder dergleichen aufgehängte Tragstück für den Spülkopf aus einem im Wesen V-förmigen Gebilde besteht, dessen freie Schenkelenden in der Längsrichtung des Gebildes etwas nachgehen können, in der Querrichtung je doch gegenüber dem den Spülkopf aufzu nehmenden Mittelteil keine wesentliche La genänderung zulassen, und dass ein in die Irrigationsleitung eingeschalteter Dreiweg hahn in Reichweite,
des Badenden angeordnet ist. Durch die verhältnismässig starre Aus bildung .des Tragstrickes für den Spülkopf ist es möglich, dass der Badende sich ohne fremde Hilfe auf den Spülkopf wetzen kann, da ein Verschieben des Spülkopfes nicht zu befürchten ist.
Ferner kann der Badende den Spülvorgang steuern, da er selber den Zulauf des Irrigationswa,ssers regeln und im Be darfsfalle, zum Beispiel bei Afterkrampf, durch Verstellen .des Dreiwegliahn.es den -b- lauf des im Darm befindlichen Irrigation,- wassers durch das Irrigationsrohr zurück veranlassen kann.
In der Zeichnung ist der Erfindungsge genstand beispielsweise .dargestellt, und zwar zeigt die Fig. 1. und 2 (las Aggregat in teilweiser Drauf- und Seitenansicht, Fig. 3 einen aufrechten Längsschnitt durch den Spülkopf in grösserem Massstabe, und Fig. I eine Ausführungsform des Irrigationsröhr- chens im Längsschnitt, gegenüber Fig. :3 nochmals vergrössert.
An dem Wannenrand 1 sind quer über die Wanne reichend .drei elastische Zug schnüre, Bänder, Kabel oder dergleichen, 2, 21, 22 mittelst Schuhen 3 festgelegt; das vordere Kabel 2 dient zum Niederhalten der in den 'Wannenablauf lose eingesteckten Ab laufvorrichtung 4, während an den Kabeln 21 und 22 das Tragstück für den Spülkopf aufgehängt ist.
Dasselbe besteht aus einem rahmen oder ringförmigen Mittelteil 5, in den der Spülkopf 6 eingesetzt wird; von dem Mittelteil führen, mit ihm starr verbun den, also entweder aus einem Stück mit die sem hergestellt oder durch Lötung festver- bunden, vorne zwei schräg nach aufwärts reichende Drahtstangen 7, deren freie En den an einem in das Kabel 21 einzuhängen den Schuh 8 befestigt sind. Rückwärts ist an dem Rahmenteil 5 ein federndes Metall band 9 angelötet, dessen freies Ende zwecks Einhängens in das Kabel 21 hakenförmig um gebogen ist.
Das so gebildete, im Wesen V-förmige Gebilde kann an den freien Schen kelenden wohl in der Längsrichtung etwas federn, hingegen ist jede Lagenänderung des Rahmenteils in der Querrichtung ausge schlossen.
In der Fig. 1 und 2 sind der Mittel teil 5 und die vordern Tragschenlzel 7 aus einem Drahtstück: gebogen; eine Spange 10 hält die Drahtschenkel an der Biegungsstelle zusammen.
Der in Fig. 3 ersichtliche Spülkopf 6 be steht aus einem Hohlkörper, dessen oberer an dem menschlichen Körper abdichtend an liegender Rand 11 wulstförmig, also konvex ausgebildet ist, wodurch eine bessere Ab dichtung als bei flachem oder konkavem Rande erzielt wird. Vorne weist der Dich tungsrand eine hügelartige Erhöhung 12 auf, die (bei Frauen) den Scheideneingang gegen die Darmmündung zuverlässig abdichtet.
Der Kotablaufstutzen 13 schliesst vorne unmittelbar an den Scheidenhügel -1,2 an, und zwar mit glatter oberer Innenfläche, so dass keine Nischen und Winkel entstehen, in denen sich der Kot festlegen könnte. Das Irrigationsrohr besteht aus einem in den. Stutzen 14 eingesetzten oder einge schraubten Teil 15 und dem an diesen durch die Crutnmiznuffe 16 oder in anderer geeig neter Art beweglich all"-esehlossenen After röhrchen<B>15,</B> das in seinem ausserhalb des Darmes befindlichen Teil nach hinten zu rückgebogen ist.
Die gelenkige Verbindung 16 des Röhrchens ist bezüglich der Darm mündung und der Läligsachse des Mastdar- m-es nach vorne verlegt. so dass beim Defäka- tionsakt in der dabei erweiterten Darmmün dung das Afterröhrchen 1.51 durch die ab gehenden Kotmassen nach unten gedrückt wird und dabei nach hinten ausweichen muss.
wodurch der Kotablauf infolge. der Rück- wärtskrümmung des Afterröhrchens beinahe vollständig freigegeben und hierdurch ein imiiber*efflich leichtes Funktionieren des Spülkopfes gewährleistet ist.
Um dem Badenden die Möglichkeit zu geben, den Einlauf des Irrigationswassers in den Darm zu regeln und im Bedarfsfalle zum Beispiel bei auftretendem Afterkrampf das im Darm und im Irri;;ationsröhrehen befind liche Wasser ablassen zu können, ist der in die Irrigationsleitung eingeschaltete Dreiweg hahn 17 in Reichweite des Badenden, zum Beispiel an dem Kabelschuh des mittleren Kabels 21 angebracht.
Von den drei Stutzen des Hahnes führt 171 zu dem Spülwasser behälter. 172 ist mit dem Irrigationsröhrchen verbunden, während 17, in die Ablaufvor richtung 4 führt. Beim Spülvorgang ist der Hahn so gestellt, dass Leitung 171 und<B>17.2</B> miteinander in Verbindung sind.
Durch Um stellen des Hahnes wird der Zufluss vom Vorratsbehälter unterbrochen und die Lei tung 172 mit 17, verbunden, so @dass das im Darm befindliche Irrigatiouswasser, wenn es zum Beispiel bei Afterkrampf durch das Kot ablaufrohr nicht entweichen kann, durch den Hahnstutzen 17:j ablaufen kann.
Die Ablaufvorrichtung ist in bekannter 'Weise in den üblichen Ablauf der Wanne lose eingesetzt, und durch das elastische Kabel 2 niedergehalten. Für diesen Zweck ist auf das eigentliche Ablaufrohr ein Bügel <B>18</B> aufgesetzt, der oben mit einer Gabel 19 zur Aufnahme des Kabels versehen ist. Der Stutzen 20 des Ablaufrohres ist durch einen Schlauch mit dem Kotablaufstutzen des Spül kopfes verbunden; an das Röhrchen 2.1 wird der zum Hahnstutzen 17;S führen.d-e angeschlossen.
Um auch bei Afterkrampf eine konstante; wenn auch schwächere Zirkulation des Irri ga.tionswassers im Darm aufrechtzuerhalten, ist nach Fig. 1. in das Afterröhrchen 151 des Irrigationsrohres ein zweites Röhrchen 15= von kleinerem Querschnitt in Längsrichtung eingesetzt,
dessen untere Mündung aus dem grösseren Röhrchen ausserhalb des Afters bei 153 nach aussen führt und das an den Luden schräg abgeschnitten ist, um durch den so vergrösserten Mündungsquerschnitt ein Verlegen des Zirkulationsröhrchens durch im Kot enthaltene Fleisch- oder Pflanzenfasern hintanzuhalten.
Diesem Zirkulationsröhrchen <B>152</B> kommt eine besondere Bedeutung auch noch insofern zu, als beim Patienten, wenn er durch da:. in ,das Kotablaufrohr eingesetzte Schauglas sieht, dass trotz bestehendem Afterkxampf Spülwasser abläuft, die Vorstellung erweckt wird, dass sein After trotz Krampf offen ist, worauf sieh, durch diese Erscheinung suggeriert, der verkrampfte After tatsäch lich wieder öffnet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Aggregat für subaquale Darmspülung; dadurch gekennzeichnet, .dass das den Spül kopf tragende, auf zwei quer über die Bade wanne reichenden elastischen Schnüren oder dergleichen aufgehängte Tragstück aus einem im Wesen V-förmigen.Gebilde besteht, das an den freien Schenkelenden in der Längs richtung wohl etwas nachgibt, in der Quer richtung hingegen als einigermassen starres Gebilde erscheint, so dass der Spülkopf, wenn sich der Badende auf ihn niederläss t, keine Lagenveränderung vollführen kann, und dass ein in die Irrigationsleitung eingeschalteter Dreiweghahn in Reichweite des Badenden angebracht ist, um Selbststeuerung des Irri- gationswassers durch den Badenden zu er möglichen.UNTERANSPRüCHE: 1. Aggmegat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Tragstück für den Spülkopf einen verhältnismässig star ren, rahmenartigen, den Spülkopf aufneh menden, Mittelteil (5) besitzt, von dem vorne zwei im Abstand voneinander an geordnete Drahtschenkel (7) nach oben führen, während hinten am Mittelteil ein federndes Metallband (9) starr befestigt ist. 2.Aggregat nach Patentanspruch, dadurcü gekennzeichnet, dass der Spülkopf einen im ganzen Umfang seiner Kotauffangöff- nung konvexen, kissenartig vorgewölbten Dichtungsrand (11) aufweist, der vorne zu einem (bei Frauen) den Scheideneingang zuverlässig abschliessenden buckelförmigen Seheidenhügel (12) ausgebildet ist. 3.Aggregat nach Unteranspruch \3, dadurch gekennzeichnet., dass das Irrigationsrohr in seinem ausserhalb des Darmes befind lichen Teil (151) nach hinten ausgebogen und mit dem in den Spülkopf eingesetz ten Anschlussrohrstück (15) durch eine C'summimuffe gelenkig verbunden ist, welches Gelenk bezüglich der Längsaelise des Mastdarmes und der 1)armmündun' nach vorne verlegt ist, so da.ss beim De fäkationsakt das Afterröhrchen (15,)durch die Kotmassen nach unten gedrückt wird und dadurch nach hinten ausweichen muss, wodurch der Kotablauf infolge der Rückwärtskrümmung des Afterröhrehens beinahe vollständig freigelegt wird. Aggregat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die in den Bad-ewan- nenablauf einzusetzende Ablaufvorrich tung für den ausgespülten Darminhalt mit.einem Rohrstutzen (21) versehen ist, der mit dem Rücklaufstutzen (173) des in die Irrigahonsleitung eingeschalteten Drei- Z, verbunden ist. 5.Aggregat nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Afterröhrchen des Irrigationsrohres in der Längsrichtung desselben ein Röhrchen (152) von klei nerem Querschnitt angeordnet ist, dessen untere Mündung durch die Wandung des Afterröhrchens ausserhalb des Darmes nach aussen führt, um auch bei bestehen dem Afterkrampf eine dauernde Zirkula tion des Irrigationswassers im Darm auf rechtzuhalten. 6.Aggregat hach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet., dass das Zirkulatiansröhr- chen (15=), an den Enden (15. und 153) nabgeschrägt ist, um ein Verlegen des Röhr- . chens durch im Kot enthaltene Fleisch- oder Pflanzenfasern hintanzuhalten.
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