CH152116A - Kraftlenkvorrichtung für Fahrzeuge, insbesondere für Kraftfahrzeuge. - Google Patents

Kraftlenkvorrichtung für Fahrzeuge, insbesondere für Kraftfahrzeuge.

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CH152116A
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CH
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Inventor
Aktiengesellschaft Rober Bosch
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Bosch Robert Ag
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      Kraftlenkvorriehtung    für Fahrzeuge, insbesondere für Kraftfahrzeuge.    Es sind schon     Kraftlenkvorrichtungen     für     Kraftfahrzeuge        bekannt,    bei denen. ein  Über- oder     Unterdruck    in einem oder meh  reren Zylindern auf Kolben wirkt, .die mit  dem Lenkgestänge verbunden sind.

   Der       Über-    oder     Unterdruck    in den Zylindern wird       mechanisch,    geregelt     dadurch,        .dass,        .ein        mit     dem     Lenkhandrad        gekuppelter    Teil gegen  einen mit dem Lenkkolben verbundenen- Teil  des Lenkgestänges verstellt wird.

   Als Steuer  glied ist ein Schieber vorgesehen, der den  Arbeitsraum -des oder der     Lenkzylinder    von  dem Über- oder Unterdruck     abschaltet,    wenn  das     Lenkhandrad    nicht mehr in     dem.    betref  fenden.     Einschlagsinn    weiterbewegt wird.

   Da  aber bei dieser     Schieberstellung    die     Verbin-          dung    mit der Aussenluft unterbrochen bleibt,  so herrscht im     Lenkzylinder    auch     nach    Er  reichen des gewünschten Einschlages noch  ein     Über-    oder     Unterdruck,    .der die     Räder     über den gewünschten Einschlag hinaus zu  bewegen sucht, denn zum Aufrechterhalten  des betreffenden Einschlages wäre wegen der       Reibung    der Lenkschnecke praktisch keine    Kraft mehr nötig. Der Fahrer muss deshalb  durch Gegensteuern einen Ausgleich schaf  fen.  



  Bei diesen Einrichtungen wird ausserdem  das     Steuerglied,    das den Druck im     Lenk-          zylinder    regelt, mechanisch, zum Beispiel  durch ein Gestänge, bei der gegenseitigen  Bewegung von     Lenkhandrad    und Lenkge  stänge eingestellt. Die mechanische Steue  rung hat aber immer den     Nachteil,    dass ein  bestimmter Leerlauf oder Übergangsweg  nötig ist bis zur Volleinstellung oder Um  stellung des Steuergliedes - ein Weg, der  mit der Betriebsdauer wächst, weil sich die  Gelenke des Steuergestänges ausschlagen   und dass die mechanischen Übertragungsglie  der häufig schwierig unterzubringen sind,  .dass ferner bei nachträglichem Einbau  Schwierigkeiten entstehen, weil umfangreiche  Abänderungen nötig werden.

    



  Die Erfindung betrifft eine     Kraftlenk-          vorrichtung    mit mindestens einem Zylinder,  dessen Kolben mit dem Lenkgestänge ver-           Bunden    ist und durch einen Über- oder Un  terdruck angehoben wird, wobei der Druck  im Lenkzylinder durch die Verschiebung  eines mit dem     Lenkhandrad    gekuppelten       Organes    gegen das mit dem Lenkkolben v er  bundene Gestänge veränderbar ist. Erfin  dungsgemäss ist die     Steuerung    derart ausge  bildet, dass der Arbeitsraum des Lenkzylin  ders     zwangläufig    mit der Aussenluft verbun  den wird, sobald der Fahrer das Lenkhand  rad nicht mehr weiter bewegt.

   Vorzugsweise  wird dabei je ein elektromagnetisch angetrie  benes Steuerglied für die Regelung ,des  Druckes im Lenkzylinder, zum Beispiel ein  Hub- oder     Klappenventil,    durch zwei Kon  takte gesteuert, .deren einer Teil     mit    dem  Lenkgetriebe verbunden ist, mit dem     ar,     der Kolben des     LenlLzylinders    gekuppelt ist  und deren anderer Teil beim Drehen des       Lenkhandrades    gegen den     erstgenannten.    ge  drückt wird.

   Es ist zwar schon eine rein       elektrisch        betätigbare        Servolenkvorrichtung,     bei welcher der Strom des Antriebselektro  motors durch ein Kontaktpaar in einer der  artigen Weise gesteuert, nämlich beim Er  reichen der     gewünschten    Stellung unterbro  chen wird.

   Jedoch bietet diese an sich be  kannte Steuerung durch Kontakte gerade für  Lenkvorrichtungen, die durch einen Über  oder Unterdruck bewegt werden, insofern  einen grossen Vorteil, weil dadurch die Ven  tile sehr rasch     eingestellt    und umgesteuert  werden können und also das bei der     Ge-          stänges.teuerung    nicht zu umgehende lästige  Nacheilen und     übermässige        Nachschieben    der  Lenkkolben vermieden wird, weil ferner ins  besondere der nachträgliche Einbau einer       Über-    oder Unterdrucklenkung erleichtert  wird.  



  In der Zeichnung ist ein Ausführungs  beispiel einer gemäss der Erfindung ausge  bildeten Lenkvorrichtung     dargestellt,    die  durch den von dem Motor     erzeugten,    Unter  druck angetrieben wird, und zwar zeigt       Fig.    1 eine Seitenansicht des Lenkge  stänges und die Verbindung     mit    einem dop  pelt wirkenden Lenkzylinder (im Schnitt),         Fig.    2 eine Draufsicht auf das     Lenkhan.d-          rad,          Fig.    3 einen Längsschnitt durch ein  Steuerventil des Lenkzylinders.  



  Eine Welle 1 treibt ein in einem Ge  häuse 2 angeordnetes Schneckengetriebe an.  Auf der Achse 3 des Schneckenrades sitzt  ein Hebel 4, der durch ein Gestänge 5 auf  .die Lenkräder des Fahrzeuges wirkt. An den  Hebel 4 ist ausserdem noch. eine Stange 6  und an diese die Stange 7 eines Kolbens  8     angelenkt.    Der Kolben 8 gleitet in     einem     Zylinder 9, in dessen Räume 10 und 11 vor  und hinter dem Kolben ein Ventilgehäuse  12     bezw.    13 hineinragt.

   In diesen Gehäu  sen endigen Leitungen 1.4 und 15, die von  einem Behälter 16 kommen, der mit einer       Leitung    17 an eine     Saugleitung    18 einer  nicht gezeichneten     Brenükraftma.schine    für  den Antrieb des Fährzeuges angeschlossen  ist. Die Ventile 19 und 13 werden gesteuert  durch Elektromagnete, von deren     -#Vicklungs-          enden    je ein Draht 19     bezw.    20 zur Masse  und je ein anderer Draht<B>91</B>     bezw.    22 zu  isoliert an einem Rahmen 23 befestigten Kon  taktfedern 24 und 25 führt     (Fig.    2).

   Der  Rahmen 2,3 ist auf der Welle 1     aufgekeilt.     Unmittelbar darüber sitzt gegen die W     elle    1       verdrehbar    aber nicht auf ihr     achsial    ver  schiebbar das     Lenkhandrad    26, das an seiner  Nabe     einen    Anschlag 27 hat, der in eine  Aussparung     28    an der Nabe des Rahmens  23 mit Spiel derart eingreift,     dass    das Lenk  handrad erst einen bestimmten Weg machen  muss, ehe es den Rahmen 23 und damit die  Welle 1 mitnehmen kann.

   An einer Speiche  des     Lenkhandrades    26 ist eine Platte 29 be  festigt, die in den Rahmen 23 hineinragt und  durch Federn 30 und 31 in der Mitte dieses  Rahmens gehalten wird. An den Seiten des  Rahmens 23 sind     ferner    Kontakte 32 und  33 isoliert     befestigt    und durch Leitungen  34 und 35 mit dem einen Pol einer     Batterie     36 verbunden, deren anderer Pol an Masse  gelegt ist. Die Kontaktfedern 24 und 25  sind abgebogen und legen sich gegen     Isolier-          scUeiben    3.7 und 38 an der Platte 29, derart,      .dass ihre Kontakte 39 und 40 nur einen klei  nen Abstand von den     Gegenkontakten    2'4 und  25 am Bügel 23 haben.  



  Die Ventile 12 und 13     sind    einander  gleich. Es genügt deshalb, sie an einem  Schnitt durch das Ventil 12 zu erläutern       (Fig.    3).  



  Das Ventil 12 hat ein Gehäuse 41 mit  einem Deckel 42 und ragt     durch.    eine Boh  rung in den Zylinder 9 hinein. Das Gehäuse  und der Deckel     .haben    einen doppelten Man  tel, deren Zwischenräume miteinander und  mit der Unterdruckleitung 14 verbunden       ,sind.    In dem Gehäuse 41 ist ein Topfmagnet  43 mit einer Wicklung 44. Der gern des       Magnetes    4'3 hat eine Bohrung 45, durch die  der Schaft 46 eines Tellers 47 hindurchgeht.

    Der Teller 47 ist an einer Biegehaut 48 auf  gehängt, die an ihrem Umfang zwischen  das Gehäuse 41 und den Deckel 42 einge  klemmt ist, so     dass    nur ein einziges     Gleit-          lager    50 zur Führung .des     Ventilkörpers    nötig  ist. Die Biegehaut 48 hat Löcher 49 für den       Durchtritt    des Bremsmittels. Das Gehäuse  41 hat eine Bohrung 51,     welche        diä    rechte  Ventilkammer 52 mit dem Zylinderraum ver  bindet und mehrere     Bohrungen    53, welche  ,die Kammer 52 über die weite Bohrung 45  mit der Aussenluft verbinden.

   Der Teller  47 ist gleichzeitig als Anker für den Magnet  ausgebildet und trägt auf jeder Seite eine       Dichtungsscheibe    54     bezw.    55, von     denen,    die  eine einen Kanal 56 zum Mantelraum des  Gehäuses 41, 42, die andere die     Bahrung    45  abschliessen kann.  



  Die     Vorrichtung        wirkt    wie folgt:  Wenn .das     Lenkhandrad    26 im Sinn des  Pfeils     El    gedreht wird, so wird die Feder 30  zusammengedrückt, bis die Kontakte 39 und  32. sich     berühren    und der     Stromkreis    für das  Ventil 12 geschlossen ist. Der Magnet 43  zieht den Teller 47 an, der dann mit einer  Scheibe 55 die zur Aussenluft führende Boh  rung 45 abschliesst und gleichzeitig die  Scheibe 54 von dem     Unterdruckkanal    56 ab  hebt.

   Infolgedessen wird aus dem     ZylinJer-          raum    10 Luft abgesaugt und der Kolben 8    bewegt sich nach rechts, wobei er den Hebel  4 mitnimmt, so dass die Fahrzeugräder ent  sprechend eingeschlagen werden. Der Hebel  4 bewegt aber nicht nur das Lenkgestänge  5, sondern er dreht über den Schneckentrieb  auch die Welle 1 und damit den Rahmen  23 in der     Pfeilrichtung        _A,    so dass die Kon  takte 3239 wieder getrennt werden, wenn  der Fahrer mit dem     Lenkhandrad    nicht nach  folgt.  



  Wenn der Fahrer mit dem     Lenkhandrad     nicht nachfolgt, wird der Stromkreis für     das     Ventil 12 sofort unterbrochen. Der Magnet  43     wird    ebenfalls sofort stromlos und gibt  den Teller 47 frei, der durch den Überdruck  der durch 45 kommenden Aussenluft auf  seinen Sitz am Kanal 56 gedrückt wird. Die  Aussenluft strömt in den Zylinderraum 10  und vernichtet     dort    unmittelbar nach dem  Trennen der     Kontakte    den den Kolben 8 nach       rechts    treibenden Unterdruck. Es ist aber  im Raum 10 auch kein Unterdruck mehr  nötig, weil zum Einhalten des erreichten Ein  schlages keine grosse Kraft mehr nötig ist.

    Vielfach genügt sogar schon der selbsthem  mende     Schneckentrieb    dazu. Der Fahrer hat.  es also, in der Hand, die     Ililfslenkvorrich-          tiing    schnell     auszuschalten,    indem er das  Lenkrad nicht mehr weiter bewegt.  



  Beim Bewegen des     Lenkhandrades    in der  Pfeilrichtung B wird der Zylinderraum 11  von der Aussenluft getrennt und die Unter  druckseite des Ventils 13 geöffnet, während  der Raum 10 mit der Aussenluft verbunden  bleibt, da das Ventil 12 in diesem Falle  nicht beeinflusst wird. Infolgedessen bewegt  sich der Kolben 8 nach links und nimmt das  Lenkgestänge und die Steuersäule im ent  sprechenden Sinne     solange    mit, als der Fah  rer mit dem     Lenkhandrad    den Stromkreis -e  schlossen hält.

   Beim     Stillhalten    des Lenk  handrades stellt sich der Rahmen ?3 w     egeii     der Federn 30 und 31 auf eine     Mittella        ;,e     ein, bei der beide Stromkreise unterbrochen  und     \beide    Zylinderräume mit der Aussenluft  verbunden sind.  



  Beim     Ausbleiben    des Unterdruckes oder  des Steuerstroms kann in der üblichen     'leise         durch Muskelkraft gelenkt werden, weil nach  einer kleinen Drehung des     Lenkhandrades     die Anschläge 27 und 28 aneinander gelegt       werden    und die zum Lenken nötige Kraft       unmittelbar    über diese Anschläge auf die  Steuersäule übertragen wird. Der Wider  stand :des Kolbens 8 ist dabei gering, weil  beide Seiten des Zylinders mit der Aussen  luft verbunden sind.

      Die Federn 30 und 31 werden zweck  mässig mit einer     ,gewissen        Vorspannun.g    ein  gesetzt.     Diese    Massnahme     ist'besonders    wich  tig für     Kraftlenkvorrichtungen,    die durch  einen vom Antriebsmotor des Fahrzeuges er  zeugten und von :einem Behälter aufgespei  cherten Unterdruck     bewegt    werden. Der  Zweck :der Massnahme ist, zu verhindern, dass  auch bei     kleinen    und wenig Kraft     erfordern-          den    Einschlägen Unterdruck verbraucht wird.  



  Beim Öffnen der Kontakte     3,2/39        bezw.     3340 entstehen in den Wicklungen der Ven  tilmagnete Induktionsströme, die durch Fun  kenbildung die Kontakte gefährden. Um dies  zu vermeiden, wird zweckmässig zu jedem  Ventilmagnet eine Lampe 57     bezw.    58 pa  rallel geschaltet, über -deren Faden und die  Masse des     Fahrzeuges    die Induktionsströme  ausgeglichen werden. Dadurch wird ein be  sonderer Kondensator, :der sonst für .den  Ausgleich der Induktionsströme nötig wäre,  gespart. Die Lampen können am Armaturen  brett angebracht werden, so     dass:    der Fahrer  mit ihnen .gleichzeitig die     Kraftlenkvorrich-          tung    überwachen kann.

      Die Vorrichtung kann ebensogut zum  Steuern von Flugzeugen, Schiffen usw. ver  wendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Kraftlenkvorriolitung für Fahrzeuge, ins besondere für Kraftfahrzeuge, mit minde stens einem Zylinder, :dessen Kolben .durch einen Übeir- oder Unterdruck angetrieben wird und mit dem Lenkgestänge verbunden ist, wobei der Druck im Lenkzylinder :
    durch die Verschiebung eines mit dem Lenkhand- rad gekuppelten Organes gegen das mit dem Lenkkolben verbundene Gestänge veränder bar ist, .gekennzeichnet durch .eine derartige Ausbildung der Steuerung, dass der Arbeits raum des Lenkzylinders zwangläufig mit der Aussenluft verbunden wird, sobald das Lenkhandrad vom Fahrer in :der jeweiligen Drehrichtung nicht mehr weiterbewegt wird.
    <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Kraftlenkvorrichtung nach Patentan spruch, .dadurch gekennzeichnet, dass der Druck in den Arbeitsräumen des Lenk zylinders durch elektromagnetisch betä tigte Ventile geregelt wird, die durch Kontakte gesteuert werden, bei denn der eitle Teil mit dem Lenkgetriebe ver bunden ist, an dem auch der Lenkkolben angreift und deren anderer Teil Leim Verdrehen :des Lenkhandrades gegen das Lenkgetriebe an den erstgenannten Teil gedrückt wird.
    2. Kraftlenkvorrichtung nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass -der eine Teil der Kon takte mit dem Lenkhandrad oder mit einem mit diesem verbundenen Glied ge kuppelt ist, während die diesen Teilen zugeordneten Teile der Kontakte an einem auf das obere Ende der Lenkrad welle aufgesetzten Zwischenglied ange ordnet sind, das ein vom Fahrer auf das Lenkhandrad ausgeübtes Drehmoment auf die Lenkradwelle überträgt.
    3. Kraftlenkvorrichtung nach Patentan- spruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen das Lenkhandrad und das kraftübertra gende Zwischenglied auf der Lenkrad welle nachgiebige Glieder mit einer sol chen Vorspannung :eingelegt sind, dass bei Einschlägen, .die nur wenig Kraft erfordern, nur durch Muskelkraft ge lenkt werden kann.
    4. Kraftlenkvorrichtung nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass zu jeden Ventilmagnet eine Lampe parallel ge schaltet ist, welche das Arbeiten der Kraftlenkvorrichtung anzeigt und die beim Öffnen der Schaltkontakte in der Wicklung des Ventilmagnetes entstehen den Induktionsströme ausgleicht.
CH152116D 1930-03-07 1931-01-24 Kraftlenkvorrichtung für Fahrzeuge, insbesondere für Kraftfahrzeuge. CH152116A (de)

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