CH152214A - Verfahren und Vorrichtung zum selbsttätigen Auswechseln von Schussspulen. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum selbsttätigen Auswechseln von Schussspulen.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zum selbsttätigen Auswechseln von Schussspulen. Gegenstand der Erfindung ist ein neues Verfahren zum selbsttätigen Auswechseln von Schussspulen, sowie eine Vorrichtung zur Durchführung desselben.
Gemäss der Erfindung wird im Gegensatz zu den bekannten Verfahren, bei welchen die neue Spule mit einem kurzen, kräftigen Schlag in den Schützen hineingeschlagen wird, die neue Spule allmählich langsam, sanft und daher erschütterungsfrei ein gedrückt, so dass insbesondere das Schützen und Schussmaterial geschont wird und eine ruhige Stuhllage gewährleistet wird. Dazu ist es aber nicht erforderlich, dass der Stuhl langsamer läuft, oder die Lade in ihrer Be wegung aufgehalten wird.
Das Einführen er folgt vielmehr während die Lade in Bewe gung ist. _ Im Gegensatz zu bekannten Einrichtungen wird dies beispielsweise durch Einschaltung eines Spulenzubringers zwischen Spulen magazin und Schützen erreicht, welcher zweckmässig schwenkbar an der Lade selbst befestigt ist.
Die- Anordnung eines solchen mit Spulen magazin und Schützen unmittelbar zusam menwirkenden, zweckmässig an der Lade selbst schwenkbar befestigten Spulenzubrin- gers ermöglicht ferner die Anordnung eines besonders einfachen Antriebes für einen Schützenzubringer, so dass bei einer solchen weiteren Ausbildung der Auswechseleinrich tung auch unter Anwendung eines leichteren Schützenschlages gearbeitet werden kann.
Auf der anliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der neuen Vorrichtung dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht der neuen Schussspulenauswechselvorrichtung von der Giebelseite des Stuhls aus gesehen; Fig. 2 und d zeigen Einzelheiten der Vor richtung in gleicher Seitenansicht und in Aufsicht, soweit die Teile dieser Vorrichtung auf der Lade selbst angeordnet sind. Wie aus den Abbildungen ersichtlich, ist die Stuhlwand mit 1, der Brustbaum mit 2,, der Warenbaum mit 3, der Magazinhalter mit 4, das Spulenmagazin mit 5, die Lade mit 6, der Schütze mit 7 und die Über tragungswelle vom Spulenfühler mit 8 be zeichnet.
Die Betätigung der Übertragungs welle vom Spulenfühler aus, welcher sich bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel auf der linken Stuhlseite befindet, erfolgt in der Weise, dass die Übertragungswelle im Sinne des Pfeils (Fig. 1) gedreht wird, also der an ihr starr befestigte Übertragungshebel 9 ab wärts schwenkt, und dabei die Betätigungs stange 10, sowie das freie Ende des in seiner Ruhestellung gezeichneten Betätigungshebels 11 in der Pfeilrichtung nach unten zieht.
Der Betätigungshebel 11 steht mit seinem hintern Ende in fester Verbindung mit der schwenkbar gelagerten Welle 12, und ist in seiner Mitte 20 an der bei 19 am Spulen magazin 5 befestigten Aufhängefeder 1$ aufgehängt.
Auf dem Betätigungshebel 11 ist in der Nähe seines Schwenkpunktes neben der Welle 12 der Klinkhebel 22 im Punkte 21 schwenkbar angelenkt, dessen oberes Ende von der Zugfeder 23 nach =vorn gegen den Haken 24 gehalten wird, und dessen unteres Ende 42 gelenkig mit ihm verbunden ist, je doch so, dass es nur nach hinten schwenken kann.
Ausserdem hängt in der Nähe des freien Endes des Betätigungshebels 11 eine Zylin derfeder 28 in der Bohrung-27, und in dieser ein Teller, dessen Verlängerung unten in die Öse 28 greift, und dort federnd den Druck hebel 29 trägt.
Die Betätigung der Übertragungswelle 8 und damit das Herabschwenken des Betäti- gungshebels 1<B>I</B> um seine Schwenkwelle 12 erfolgt, nachdem der Schütze 7 auf dex lin ken Stuhlseite angekommen und abgefühlt ist, und die Lade etwa die Stellung erreicht hat, welche in Fig. 1 gestrichelt gezeichnet ist.
Die Drehung der Welle 12 durch den Be- tätigungshebel 11 nimmt in gleichem Sinne die beiden Wellenarme 13 und 16 mit, von denen der erstere gegen das untere Ende der bei 14 am Spulenmagazin befestigten Feder 43 drückt, und damit die dort befestigte, eine Abfangeinrichtung bildende Druckfläche 15 in das Spulenmagazin in Richtung auf die Spulen hereinbewegt, während der letztere Wellenarm 1,6 die Spulenklappe 17 trägt, welche das Spulenmagazin unten verschliesst.
Durch das Schwenken des Betätigungs hebels nach unten werden also folgende Vor gänge eingeleitet, während sich die Lade etwa in ihrer äussersten Schwenkstellung vorn befindet.
Das Spulenmagazin wird durch SChnven- ken der Spulenklappe 17 nach links geöffnet, wodurch die unterste Spule 37 auf den (nicht gezeichneten) Spulenhalter in die mit .39 be zeichnete Stellung fällt, während gleich zeitig die sich nach rechts bewegende Druck- fläche 15 die zweitunterste Spule 38 und damit die oberhalb derselben befindlichen Spulen am Nachrutschen hindert.
Der Blink hebel 2;2 wird nach unten bewegt, so dass der Haken 24 in die Rast 25 einklinkt, und damit den Betätigungshebel 11 in seiner un tern Schwenklage festhält. Der Druckhebel 29 bewegt sich zusammen mit dem Betäti- gungshebel 11 abwärts und nimmt die strich- punktiert gezeichnete Lage ein, in welcher sich seine untere Fläche auf den Zubringer nocken<B>3</B>0 stützt.
Es beginnt nun die zweite Bewegungs periode, während welcher sich der Schütze auf der entgegengesetzten Stuhlseite in Ruhe befindet und die Lade ihre Bewegun- nach rückwärts ausführt.
Zunächst schiebt sich dabei die Spule<B>39</B> zwischen die beiden Klemmflächen des Spulenzubringers 3,1, welcher die Spule bei seiner Rückwärtsbewegung nach links mit nimmt. Der Zubringernocken 30 schiebt den nach links schwenkbaren untern Endteil 42 des Blinkhebels -22 nach links, und tritt so unter demselben hindurch. Der Druckhebel fällt weiter frei nach unten in seine strich- punktiert gezeichnete Arbeitsstellung. Die Lade schwingt nun frei in ihre hintere Endstellung.
Es beginnt die dritte Bewegungsperiode, während welcher die Lade nach vorn schwingt und der Schützenwechsel von links nach rechts erfolgt, so dass er in dem vor dem Spulenzubringer 31 angeordneten Schützenkasten 41 anlangt.
Bei der Weiterbewegung der Lade aus der voll ausgezogenen gezeichneten Stellung in Fig.1 nach vorn (rechts) drückt der Zu bringernocken 30 zunächst gegen das untere Ende des in dieser Richtung nicht schwenk baren glinkhebelansatzes 42, klinkt den Haken 24 aus der Rast 26 aus, so dass der Klinkhebel unter der Einwirkung der Feder 18 nach oben geht.
Gleichzeitig hat sich der Zubringernocken 310 in die Ausbuchtung 44 im vordern Ende des Druckhebels gelegt, welcher dadurch am Wiederaufsteigen gehindert ist.
Bei der Weiterbewegung der Lade 6 nach vorn drückt der Druckhebel 29 gegen den Zubringernocken 30 und schwenkt da durch den Zubringer um sein Gelenk 3.2, wo durch das Eindrücken der neuen Spule 40 und das Herausdrücken der leeren Spule aus dem Schützen erfolgt.
Bei dieser Schwenkung des Spulen zubringers 31 nimmt der Ansatz 3.3 der Zu bringerachse 32 den Ansatz 35 des Schützen zubringers 34 mit, so dass sich der Arbeits hebel 3,6 des Schiitzenzubringers vorn gegen den Schützen 7 legt, und diesen ganz in die Einrückstellung 'schiebt, kurz ehe der Spulenwechsel vollzogen wird. Dies hat den Vorteil, dass mit leichtem Schlag gearbeitet werden kann und trotzdem der Schütze stets im Augenblick des Spulenwechsels sieh genau in der MTechselstellung befindet, und in dieser gesichert ist.
Bei der nunmehr folgenden vierten Be wegungsperiode geht die Lade mit dem neu besetzten Schützen rückwärts. Der Druck hebel gibt den umgelegten Spulenzubringer frei und geht, nachdem er selbst frei gewor den ist, in seine obere Ruhestellung zurück.
Durch das Aufsteigen des Blinkhebels 22 ist auch vorher die Spulenklappe 17 und die Druckfläche 1-5 in ihre Ruhelage zurück gekehrt, so dass der gesamte Spulenwechsel- meehanismus nach Beginn der vierten Be wegungsperiode vollständig in seiner Ruhe stellung angelangt ist und für den nächsten Spulenwechsel bereit ist. Bei der nächsten Vorwärtsbewegung der Lade 6 erfolgt der Schützenwechsel nach links und damit die normale Arbeit des Schützens mit der neuen Spule.
Während also für die Auswechslung bei den bekannten Auswechslungsvorrichtungen von der Zeit der Ladenbewegung nur etwa höchstens 2,0% ausgenutzt werden, werden gemäss der Erfindung fast 100 % der Zeit der Ladenbewegung zur Auswechslung der Spu len benutzt.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE: I. Verfahren zum Auswechseln von "Sehussspulen für Webstühle, dadurch gekennzeichnet, dass die Einführung der neuen Schussspule schlagfrei durch lang sames Eindrücken in den Schützen er folgt, während dieser in der in Bewe- 2i.-Ln2 befindlichen Lade stillsteht.Il. Vorrichtung zur Durchführunlo- des Ver fahrens nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch einen zwischen Spulen magazin und Schützen eingeschalteten Spulenzubringer, welcher mit diesen bei den Teilen unmittelbar zusammen-wirkt. j1NTERAN SPRüCHE . 1. Verfahren nach Patentanspruch 1, da- durch gekennzeichnet, dass die Einfüh rung der neuen Spule (40) in einem Spulenzubringer (31) erfolgt, ehe der Schütze in den zugeordneten Schützen kasten (41) gelangt. 2.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Ein drücken der Spule (40) in den Schützen (7) während des letzten Abschnittes der Vorwärtsbewegung der Lade (6) erfolgt, welche auf diejenige Rück- wärtsbew@egung der Lade (6) folgt. während welcher die Übernahme der neuen Schussspule (40) vom Spulenmaga- zin (5) in den Spulenzubringer (31) er folgt. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Spulen zubringer schwenkbar am Schutzkasten der Lade (6) befestigt ist. 4.Vorrichtung nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch einen Schützen zubringer (34), welcher den Schützen 7 zwangläufig in seine Endstellung ein rückt und sichert, ehe das Eindrücken der neuen Spule (40) erfolgt.5. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 4, gekennzeichnet durch eine zwangläufige Betätigung des Schützenzubringers (34) vom Spulen zubringer (31) aus, während dieser seine Eindrückbewegung ausführt. 6.Vorrichtung nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch eine solche zwang läufige Verbindung- zwischen Spulen klappe (17) und Abfangeinrichtung (15), dass die Abfangeinrichtung spätestens in Wirksamkeit -tritt, wenn die Spulen klappe sich öffnet. 7. Vorrichtung nach Patentanspruch II; ge kennzeichnet .durch einen Druckhebel <B>(29),</B> welcher sich nur in seiner Arbeits stellung befindet, solange der Spulen zubringer eine neue Spule (39) enthält. B.Vorrichtung nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch einen Klinkhebel (22), welcher nach Einleitung des Ab scheidens einer neuen Spule aus dem Magazin (5) sämtliche Arbeitsteile der Vorrichtung solange in ihrer Arbeits stellung hält, bis das Eindrücken der neuen Spule begonnen hat.9. Vorrichtung nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch einen Betätigungs- teil (11, 12), von welchem aus alle Ar beitsteile der Vorrichtung durch Ein wirkung .des Fühlers in die Arbeitsstel lung, nach Einleiten des Spulenwechsels in ihre Ruhestellung zurückbewegt wer den. 10. Vorrichtung nach Patentanspruch II, derenWirkungsweise durch folgende auf einanderfolgende Beweg ngsphasen ge kennzeichnet ist: I.Bewegungsperiode: Schuss - Schützen nach links. Lade geht nach vorn. Untertretender Lade unter die Spule. 1. Abfühlen, Betätigung der Über tragungswelle vom Spulenfühler (links) und des Betätigungshebels 2. Ausschwenken der Spulenklappo, (17). Herabfallen der ersten Spule (39). 3. Eindrücken der Druckfläche (15). Festhalten der zweiten Spule (38). 4. Einlegen des Sperrhakens (24) in die Rast (25). 5. Freigabe des Druckhebels (29) nach unten auf den Zubringer nocken (3.0). 6.Volles Vorgehen der Lade, Hin durchtreten vor -das Spulenmaga- zin. II. Bewegungsperiode: - Rückwärtsbewe gung der Lade. 1. Mitnehmen der neuen Spule (39) im Spulenzubringer (31). 2. Freier Fall des Druckhebels (29) in die wagrechte Arbeitsstellung. III. Bewegungsperiode: Lade geht nach vorn. Schützenwechsel nach rechts. 1. Anschlag -des Spulenzubringer- ansatzes (30) gegen Sebwenkansatz (42) des Blinkhebels (22).Frei gabe des Betätigungshebels (11). 2. Umlegen des Spulenzubringers (31) und Schützenzubringers (34). Ein drücken der neuen Spule (40) in den Schützen ('7). IV. -Bewegungsperiode: Rückwärtsbewe gung der Lade. Vorwärtsbewegung der Lade. Schützenwechsel nach links.
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