CH152289A - Verfahren zur Herstellung von Tonfilmen nach dem Amplitudenverfahren. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Tonfilmen nach dem Amplitudenverfahren.

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CH152289A
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Aktiengesellschaft Siem Halske
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Siemens Ag
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  Verfahren     zur    Herstellung von Tonfilmen nach dem     Amplitudenverfahren.       Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur       Herstellung        vön    Tonfilmen, die nach .dem       Amplitudenverfahren    hergestellt werden, wo  bei bekanntlich die an     Dichte        .gleichbleibende          Schwärzung        -des        Filmes    senkrecht zur       Längsrichtung    .des     Filmes    nach Massgabe  der aufzuzeichnenden     Schallschwingungen     schwankt.

   Bei der Wiedergabe     ,solcher    Ton  filme. machen sich bei bestimmten. Klang  formen, insbesondere     bei        S-Lauten    der       menschlichen    Sprache, .     .störende    Nebentöne       mittlerer    oder     niederer        Frequenz    von be  trächtlicher Amplitude     bemerkbar,        deren     Beseitigung das Ziel der vorliegenden Er  findung ist.  



  Zur Aufzeichnung der     Klangbilder    be  nutzt     maneinen        .schmalen    Lichtspalt, dessen  Höhe     mit    der     Amplitude,cler    aufzuzeichnenden       Tonschwingungen        ;

  schwankt    und dessen Bild  auf diese Weise auf     dem,    laufenden Film  bande eine mit der     Amplitude    und Fre  quenz der Tonschwingungen schwankende    Kurve ergibt, deren Grenzlinie die Grenze  zwischen dem belichteten und dem unbelich  teten Teil des Filmes     darstellt.    Im allge  meinen macht man den Spalt so schmal wie  möglich, findet jedoch hierbei optische und       sonstige        Schwierigkeiten,    die eine Herabset  zung     der'    wirksamen Spaltbreite unter     \35    , < .c       bisher    nicht zugelassen haben.

   In dieser       endlichen        Breite    des     Lichtspaltes    ist die Ver  anlassung zur Entstehung der     .störenden    Ne  bentöne zu erblicken.  



  Will man nämlich beispielsweise eine  reine     Sinuskurve    mit einem Lichtstrich, des  sen Breite ungefähr     1/4.    der aufzuzeichnen  den.     Schwingung    beträgt, als Grenze zwischen  schwarz und weiss aufzeichnen, so ergibt sich       statt    der reinen     Sinus,form    eine     verzerrte          ]Kurve,        wie    sie in Abt. 1 gezeigt ist.

   Die       Fourieranalyse    ergibt wohl eine grosse An  zahl von     Oberschwingungen,    die aber im vor  liegenden Falle ohne Bedeutung sind, da der  von der Erfindung zu beseitigende     Störeffekt         erst von zirka 5000     Ha    an Bedeutung ge  winnt, wo die     Oberschwingungen        bereits    jen  seits der     übern        Hörgrenze    liegen.  



  Von     Bedeutung        .dagegen    ist die     ai-ts    der  Abbildung ersichtliche, nicht unbeträchtliche       Verflachung    des Tals     --ä-er    zweiten Halb  periode einer     Schwingung.    Die Grösse dieser  Verflachung d ist von mehreren Faktoren  abhängig, und zwar: von der     Amplitude    der  Schwingung, der     Lichtstrichbreite,    der     Film-          geschwindigkeit    und der aufzuzeichnenden  Frequenz in Hz. Rechnerisch     ergeben    sich.

    unter     Zugrundelegung    einer beispielsweisen       Filmgeschwindigkeit    von zirka 500 mm pro  Sekunde und einer wirksamen Lichtstrich  breite von     25,a    bei einer Frequenz von  8000 Hz, die für die menschlichen     Zischlaute     wesentlich ist, Verluste in der     Taltiefe    von       zirka    10 %.

   Die Verflachung der Talampli  tude bedeutet, dass bei der     Wiedergabe        dem.          Signalwechselstrom    ein Gleichstrom     überla-          gert    ist, dessen Amplitude g infolge der       gleichzeitigen        Verschmälerung    .des Tals noch  grösser ist, als die in der Zeichnung darge  stellte Grösse d der     Verflachung.     



  Solange Frequenzen     aufgezeichnet    wer  den, deren     Amplitude    langsam auf- und ab  schwenkt,     wie    zum Beispiel bei     musikalischen     Tönen, schwankt die Amplitude des Gleich  stromes ebenfalls langsam und es     ,ergeben     sich     keine    hörbaren     Schwingungen.    Anders  dagegen     liegt    der Fall,     sobald        Schwingungen     aufzuzeichnen sind, deren Amplitude ;

  schnell  und in     weiten    Grenzen moduliert wird, wie  es zum Beispiel beim menschlichen     "s"    der  Fall ist, dessen     Frequenzspektrum    von 8000  Hz in dieser     Weise    moduliert ist.     Hierbei     schwankt .der     überlag        arte    Gleichstrom ent  sprechend der     schnellen        Änderung    der Am  plitude,     m    einer     Fi-eqiienz,    :die aber innerhalb  der Hörgrenze liegt und deren Schwingungs  werte,     ziemlich        gross        sind.     



  Beim     Amplitudenaufzeichnungsverfahren          tritt    aber nun noch     .ein        weiterer    Effekt auf,       .der        bisher    ebenfalls keine     Beachtung    gefun  den hat.

       Stellt        man    sich     den    Lichtspalt in  sehr     viele        (n)    Teilspalten zerlegt vor,     so@    las  sen diese     Teilspalten        '/n    der     den    Gesamt-         spalt    durchsetzenden Lichtmenge hindurch.

    Da sie ihre Helligkeit, das heisst ihre Höhe       gleichphasig    ändern, so ergibt     ;sich    bei     sinus-          förmiger        Helligkeitsänderuno-    die Summe von  n zueinander     phasenversehobeneii    Sinus  kurven. Die     Summierungdieser    Kurven stellt  die in der     Abb.    1     dargestellte    und bereits  besprochene stark     verzerrte    Kurve dar.

   Tritt  nun infolge plötzlicher     Amplitudenänderun-          gen        eine    plötzliche Belichtung auf, so wird  die     Belichtungszeit    für den     ersten    Teilspalt       '/n,    für Aden     zweiten    Teilspalt     '/7z    der maxi  malen Belichtungszeit     sIv        usf.    sein.

   Infolge  dessen     zeichnet    sich auf dem Film, wie       Abb.    2 verdeutlicht, .ein Graukeil     zunehmen-          Jer    Drohte von der Breite des Spaltes ab,  der     bei        längerer    Dauer des Lichtstosses in die  normale     Schwärzung    entsprechend einer Be  lichtungszeit     sIv        übergeht.    In der     Abb.    2  stellt a den zeitlichen Verlauf des Spaltlich  tes,     b    den in Teilspalte     n.    zerlegten Lichtspalt  und c den     .Schwärzungsverlauf    auf dem Film  -dar.

   Wie ersichtlich,     tritt    der gleiche Rand  keil parallel zu jeder beliebigen Amplituden  änderung auf. Ist deren Dauer     kleiner    als       slv,    so wird sie nur durch die Keilzone, das  heisst mit     verringerter        Intensität    aufgezeich  net.  



  Einen     derartig        belichteten    Film hat man  bisher     in    der     Weise        .entwickeln    zu     müssen     geglaubt, dass     @sämtliche    vom -Licht betrof  fenen     Teile        des        Filmweine    möglichst     grosse          Schwä=ung    aufwiesen.

   Man     erreichte    dies  durch     eine    entsprechend lange Entwicklungs  zeit, wodurch, wie     bekannt"der        Gradiatious-          verlauf        ,stark        versteilert    wird.

   Auf     diese     Weise wurden auch die mit     schwächerer    In  tensität aufgezeichneten     Randzonen    auf  nahezu     dieselbe        -Sehwärzungsdiehte    gebracht,  als .die mit voller     Intensität        sjv        belichteten          Teile.     



  Gemäss der     Frfindung    wird nun im Ge  gensatz zu .dem bisherigen     Herstellungsver-          fahren,    zum Beispiel ,durch     Bemessung        der     Belichtung oder durch Dauer und     Art        der          photochemischen    Behandlung oder durch  beides nur eine derartige     Schwärzung    des  Filmes vorgenommen,

       .dass        zwischen    Auf-           naameliohtmenge    und der bei     oder    Wiedergabe  durch den Film     fallenden    Lichtmenge ein  linearer     Zusammenhang    besteht.

   Um ein  lineares Verhältnis zwischen Aufnahmelicht  menge und der bei der Wiedergabe     durch    den  Film fallenden Lichtmenge zu erhalten, wird       dem    Film im Gegensatz zu früher nicht mehr       hart,    -sondern normal     entwickelt.    Bei einem  derartigen Verfahren stellen sich die     Auf-          zeichnungen    gemäss     Abb.        ,3    dar, wobei näm  lich in     jedem        Schwingungsberg    ein gern  grösster Schwärze vorhanden ist, dessen  Dichte nach den     Rändern    der Schwingungs  kurve zu allmählich verläuft.

   Das Gleiche  ist in jedem     Schwingungstale    vorhanden, wo  die :dicht     benachbarten    Talwände eines schwä  chere und nach der     untern    Kante des Filmes  zu     zunehmende    Dichte aufweisen.

   Wird ein  solcher Film wiedergegeben, so gleichen     sich     infolge der verlaufenden     Schwärzungsdichte     die Flächenintegrale von Tal und Berg     ein-          ander    angenähert aus, so dass .sich .:eine un  <I>gefähre</I> Kurve e für die Wiedergabe der  Schwingung     :ergitbt.    Durch diesen Ausgleich       verringert    sich im     wesentlichen    Masse :der       Gleichrichtereffekt    und damit auch bei       .>chnellen    und plötzlichen '     Amplituden-          schwankungen    der störende Nebenton.

      Es ist bekannt, Tonfilme so herzustellen,  dass nach Möglichkeit     eine    lineare     Beziehung     zwischen     Aufnahmelichtmenge    und :durch  gelassener     Wiedergabelichtmenge    besteht.  Diese Notwendigkeit hatte man bisher aber  nur für nach dem Intensitätsverfahren auf  genommene Tonfilme erkannt. Die nach :dem       Amplitudenverfahren    hergestellten Tonfilme  sind bisher stets mit nichtlinearer Schwär  zung hergestellt worden, da man der An  sicht war, dass bei diesem Aufnahmeverfah  ren ein Intensitätseffekt überhaupt nicht  vorlag.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Tonfilmen nach :dem Amplituden-Aufzeichnungsv:erfali- ren, :dadurch gekennzeichnet. dass :eine der a a rtige Schwärzung des Tonfilmes <B>1</B> vorgenom- men wird, dass zwischen Aufnalimelicht- menge und der bei :
    der Wiedergabe durch den Film fallenden Lichtmenge ein linearer Zusammenhang besteht, der Film also nicht hart, sondern normal entwickelt wird.
CH152289D 1929-11-11 1930-10-27 Verfahren zur Herstellung von Tonfilmen nach dem Amplitudenverfahren. CH152289A (de)

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