CH153184A - Verfahren zur Erzeugung von Hefe. - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von Hefe.

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CH153184A
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yeast
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A-G Hefefabriken
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Hefefabriken A G
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    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12NMICROORGANISMS OR ENZYMES; COMPOSITIONS THEREOF; PROPAGATING, PRESERVING, OR MAINTAINING MICROORGANISMS; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING; CULTURE MEDIA
    • C12N1/00Microorganisms; Compositions thereof; Processes of propagating, maintaining or preserving microorganisms or compositions thereof; Processes of preparing or isolating a composition containing a microorganism; Culture media therefor
    • C12N1/14Fungi; Culture media therefor
    • C12N1/16Yeasts; Culture media therefor
    • C12N1/18Baker's yeast; Brewer's yeast

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Description


  Verfahren zur Erzeugung von     Befe.       Vorliegende Erfindung bezweckt die Her  stellung von Hefe nach dem Lüftungsverfah  ren. Es ist bekannt, dass bei langsamer Zu  führung, also langsamem Zulauf oder periodi  scher Zugabe der zuckerhaltigen Nährlösung,  beispielsweise Melasse, Holzzuckerlösung, Ge  treidewürzen     etc.    zur in Gärung befindlichen,  gelüfteten Hefe der durch die Zuckerspaltung  entstehende Alkohol ganz oder teilweise zum  Zellenaufbau als     gohlenstoffquelle    herange  zogen wird.  



  Bei diesem Verfahren ist die zur Vermeh  rung gelangende Hefe während der ganzen  Zeit der Gärdauer schlechten Bedingungen  ausgesetzt. Das Verfahren gemäss vorliegen  der Erfindung zur Herstellung von Hefe ist  dadurch gekennzeichnet, das Hefe unter  schwacher Lüftung in einer zuckerhaltigen  Nährlösung zur Vermehrung gebracht wird,  die erzeugte Hefe hierauf von der alkohol  haltigen Würze getrennt wird und minde  stens ein Teil von dem gewonnenen Heferahm  in einem geräumigen Gefäss mit Wasser stark    verdünnt und stark gelüftet zur nochmaligen  Vermehrung gebracht wird, indem die sepa  rierte, alkoholhaltige Würze im Verlauf län  gerer Zeit der in Lüftung befindlichen Hefe  zugesetzt wird, wobei der vorhandene Alko  hol als     gohlenstoffquelle    zur weiteren Zellen  bildung verbraucht wird.  



  Es kann bei diesem Verfahren die ganze  Menge, oder nur ein Teil der gesamten  Menge Hefe für die Operation, bei welchem  die Alkoholassimilation stattfindet, verwendet  werden.  



  Wie aus der oben angeführten Definition  hervorgeht, gliedert sich das Verfahren quasi  in zwei Teile. Erstens die Herstellung einer  Hefe unter schwacher Lüftung in einer     zuk-          kerhaltigen    Nährlösung. Eine Arbeitsweise,  die dem     wohlbekannten        Abstellverfahren    ähn  lich ist. Bei diesem Verfahren wird gewöhn  lich die vergärende Nährlösung in ganz kur  zer Zeit, beispielsweise 2-4 Stunden, in den  Gärbottich gebracht und von der zugesetzten       Stellhefe    unter schwacher Belüftung vergoren.

        Der zweite Teil der Erfindung, bei welchem  die separierte alkoholhaltige Würze im Ver  laufe längerer Zeit der in Lüftung befindli  chen Hefe zugesetzt wird, wobei der vorhan  dene Alkohol als     Kohlenstoffquelle    zur wei  teren Zellbildung verbraucht wird, stellt eine  ähnliche Arbeitsweise dar, wie das Zulauf  verfahren. Als     Zulaufverfahren    wird gewöhn  lich das ebenfalls bekannte Verfahren be  zeichnet, bei dem die Hefevermehrung zu  nächst in Wasser oder verdünnter Nährlösung  vorgenommen wird und der Rest der Nähr  lösung in verhältnismässig konzentriertem Zu  stande allmählich der verdünnten Lösung  unter     lAftung    zugesetzt wird.

   Beim     Abstell-          verfahren    bilden sich meist bedeutende Men  gen Spiritus und man erhält kleinere Hefe  ausbeuten als beim     Zulaufverfahren,    das das  modernere ist. Zwischen den oben angegebe  nen zwei Verfahrensschritten liegt die nötige  Separation oder Trennung der ersten Hefe  von ihrer alkoholischen Würze. Diese Tren  nung geschieht zum Beispiel auf Zentrifugen.  



  Bei der Ausführung des Verfahrens ge  mäss der Erfindung wird beispielsweise die  abgetrennte Hefe sofort in einem Gärgefäss  mit Wasser verdünnt und gelüftet und die  alkoholische Würze wird in einem sterilisier  ten Reservoir gesammelt, zum Beispiel nöti  genfalls auf etwa<B>100</B> C gekühlt, und dann  der in Lüftung befindlichen Hefe langsam in  der Zeit von 6--8 Stunden zulaufen gelassen.  Vor dem Zulauf kann eine     Entkeimungsfil-          tration    der Würze eingeschaltet werden, doch  wird sich dies in den meisten Fällen erübri  gen, da bei reiner Arbeit die sauren, alko  holischen Würzen nicht gefährlich infiziert  sind.    Nach beendeter zweiter Gärung wird die  Hefe zweckmässig zentrifugiert und     abgepresst.     



  Die Würze der zweiten     (D'räc,ung    ist selbst  verständlich alkoholfrei.    <I>1.</I>     Ausführungsbeispiel:     <B>100</B> kg     Alelasse    werden in der üblichen  Weise durch     Verdüni)ung    und Erwärmung  mit oder ohne Zusatz von Säuren oder Chemi-         kalien    geklärt. Die geklärte, verdünnte     Me-          lasselösüng,    der organische     Stickstoffextrakte     oder anorganische     Ammoniumsalze,    sowie  lösliche Phosphorverbindungen die zum Hefe  wachstum nötig sind, zugesetzt werden kön  nen, wird in einem Gärgefäss mit Wasser  von zirka 24" C auf 1400 Liter verdünnt.

    In diese Würze wird entweder 10 kg ge  presste     Anstellhefe    eingebracht oder aber es  wird eine     Vorgäre,    die     aus        Reinzuchthefe    in       Melassewürze    hergeführt wurde, zugegeben.

    Bei schwacher Lüftung     vergährt    die gesamte  Würze in zirka 6 Stunden und man erhält eine       Ausbeute        von        zirka        35-40        %        Hefe        neben        zirka     12-15 % Alkohol, das heisst also aus 100 kg  Melasse, 35-40 kg Hefe und 12-15 Liter  Alkohol. Nach der Vergärung, doch vor dem  sogenannten Ausreifen, das ist eine Nachlüf  tung der vergorenen Würze bei gleichblei  bender     Saccharometeranzeige,    wird separiert.  1400 Liter Würze sind auf einem gewöhnli  chen     Separator    in kaum einer Stunde ver  arbeitet.

   Die alkoholhaltige Flüssigkeit ge  langt in ein eigenes Reservoir, welches mit  Schwimmer oder     Wasserstandglas    versehen  sein kann, um die jeweilige Flüssigkeitsmenge  ablesen zu können. Die separierte Hefe hin  gegen kommt sofort in einen -Gärbottich, in  dem sich bereits zirka 1200 Liter Wasser  von 24 o C befinden und wird hier stark ge  lüftet. Gleichzeitig beginnt der Zulauf der       alkoholhaltigen,    Würze. Dieser Zulauf dauert  zirka 6-8 Stunden, die sehr eiweissreiche,  grosszellige Hefe, welche im ersten Teil des  Prozesses gebildet wurde, erfährt durch die  starke Verdünnung und Lüftung und durch  die sparsame     Ernährung    eine Veränderung.

    Die Zellteilung, die bloss einmal zu erfolgen  braucht, macht die neue Hefe kleinzellig und  eiweissarm, jedoch bedeutend haltbarer. Die  Triebkraft ist die einer guten Bäckerhefe.  Der gesamte Alkohol wird assimiliert und  zur Zellbildung verbraucht. Zusätze von Stick  stoff- oder Phosphorverbindungen sind im  zweiten Teil des Prozesses nicht mehr nötig,  nachdem doch genügend Material in der se  parierten     Würze    der ersten Gärung vor  handen ist.      Bei einfacher Zellteilung erhält man die  doppelte Menge Hefe wie bei der ersten  Gärung, das heisst also 70-80 kg, berech  net auf das Ausgangsmaterial entspricht es  einer Ausbeute von 70-80 % Hefe und kein  Alkohol.  



  <I>2.</I>     Ausführungsbeispiel:     100 kg Getreide,     vorzugsweise    aus Mais,  Grünmalz und     Malzkeimen    bestehend, wird  in     bekannter    Art gedämpft, verzuckert, ge  säuert und geläutert. In der blanken Würze  wird analog der     Melassegärung    im Ausfüh  rungsbeispiel 1 Hefe erzeugt, dann separiert  und mit Zulauf der alkoholischen Würze  nochmals die Hefe zur Vermehrung gebracht.  Die Ausbeute ist die gleiche wie bei Ver  wendung von Melasse.  



  <I>3. Ausführungsbeispiel:</I>       Sulfitablauge,    welche zirka     20/0        vergär-          baren    Zucker enthält, wird nach Neutralisa  tion und eventueller Oxydation der freien  schwefeligen Säure mit     Wasserstoffsuperoxyd,     Kaliumpermanganat oder dergleichen mit oder  ohne gleichzeitiger     Mitverarbeitung    von Me  lasse oder Holzzuckerlösungen in analoger  Weise wie im Ausführungsbeispiel 1 auf Hefe  ohne Alkohol verarbeitet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Hefe, da durch gekennzeichnet, dass Hefe unter schwa cher Lüftung in einer zuckerhaltigen Nähr lösung zur Vermehrung gebracht wird, die erzeugte Hefe hierauf von der alkoholhaltigen Würze getrennt wird und mindestens ein Teil von dem gewonnenen Heferahm in einem geräumigen Gefäss mit Wasser stark verdünnt und starkgelüftet zur nochmaligen Vermeh rung gebracht wird, indem die separierte, alkoholhaltige Würze im Verlaufe längerer Zeit der in Lüftung befindlichen Hefe zuge setzt wird, wobei der vorhandene Alkohol als gohlenstoffquelle zur weiteren Zellbildung verbraucht wird. .
    UNTERANSPRüCHE Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die separierte, alko holhaltige Würze während längerer Zeit periodisch der in Lüftung befindlichen Hefe zugesetzt wird. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die separierte alko holhaltige Würze während längerer Zeit kontinuierlich der in Lüftung befindlichen Hefe zugesetzt wird. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Nährstoff ein zuk- ker- und stärkehaltiges Rohmaterial ver wendet wird. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Nährstoff Sulfit- ablauge verwendet wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Nährstoff Holzzuk- kerlösung verwendet wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die separierte, alko holhaltige Würze vor ihrem Zulauf als Hefenährstoff einer Entkeimungsfiltration unterworfen wird.
CH153184D 1929-10-22 1930-10-13 Verfahren zur Erzeugung von Hefe. CH153184A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE927262C (de) * 1949-11-01 1955-05-02 Backhefe G M B H Verfahren zur Herstellung von Backhefe

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE927262C (de) * 1949-11-01 1955-05-02 Backhefe G M B H Verfahren zur Herstellung von Backhefe

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