CH153191A - Verfahren zur Herstellung von glukonsaurem Calcium durch Gärung. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von glukonsaurem Calcium durch Gärung.

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CH153191A
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Pharmaceutische Werke Norgin G
Siegwart Dr Hermann
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Pharmaceutische Werke Norgine
Siegwart Dr Hermann
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    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12PFERMENTATION OR ENZYME-USING PROCESSES TO SYNTHESISE A DESIRED CHEMICAL COMPOUND OR COMPOSITION OR TO SEPARATE OPTICAL ISOMERS FROM A RACEMIC MIXTURE
    • C12P7/00Preparation of oxygen-containing organic compounds
    • C12P7/40Preparation of oxygen-containing organic compounds containing a carboxyl group including Peroxycarboxylic acids
    • C12P7/58Aldonic, ketoaldonic or saccharic acids

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Description


  Verfahren zur     HersteRung        -von        glulionsatirem        Caleium    durch Gärung.    Es ist seit langem bekannt,     dass    bei der  Einwirkung von     Essigsäure-Bakte-rien    auf       (dukose        Glukonsäure    in wechselnden, zu  meist aber geringen Mengen     als    Nebenpro  dukt, entsteht.     Soi    hat dies beispielsweise       Henneberg    bei einer vergleichenden quanti  tativen Untersuchung für die folgenden     Bak-          t(#rien    festgestellt:

   B.     industrium,    B.     oxy-          dans,    B.     acetosum,    B.     aceti,        Thermob.        aceti,     B.     acetigenum,    B.     xylinum,    B.     Kützingia.num,     <B>13.</B>     Pasteurianum.    Bekannt ist ferner,     dass    bei  spielsweise das, B.     xylinum    sehr     na-he    ver  wandte     Sorbose-Bakterium,    die     Glukonsäure          (11.011-(CH   <B>- 01:

  1), -</B>     COOH    durch weiter  gehende Oxydation in die     Ketoglukonsäure          CH-,011-CO(Cil   <B>-</B>     OH)#,-cooii        überzufübxen     vermag.

   Schliesslich     erwälint        Lafar    im fünf  ten Band seines     Handhuahes    der Technischen       Mykologie   <B>(1905</B> bis 1914) auf Seite<B>586,</B>     deuss'          (,ine    allmähliche Aufzehrung der entstande  nen     Glukonsäure        #durch    ihre     Erzf,#uger    schon  mehrmals festgestellt worden sein, so durch         Henneberg    an B.     xylinum    und B.     xylinoid-es.     und     dass    eine solche vielleicht noch öfter ohne  Wissen des Beobachters eingetreten sein;

   mit  dieser Möglichkeit sei zu     rech,1,1,eri,    sobald an  die Bewertung der Ergebnisse     geschritter     wird, zu denen     Henn-eberg    bei seiner ver  gleichenden Untersuchung über die Ausbeute  an     Glukonsäure    gelangt ist.  



  Bei planmässiger     Durehforsehung    dieses  Gebietes sind nun neue     Cxes-etzmässigkeiten     aufgefunden, worden, die erst die sichere Her  stellung von reiner     Glukonsäure    in Form  ihrer Salze durch Gärung ermöglicht haben.  



  Es hat sich nämlich gezeigt,     dass    die       Essigsäure-Bakterien    in zwei grosse Gruppen  zerfallen. Die eine dieser Gruppen bildet aus  Glukose neben     Glukonsäure,    gleichzeitig     Keto-          glukonsäure,    durch Einwirkung der andern  Gruppe auf     Gluko-se    entsteht nur     Glukon-          sWare    ohne eine Spur von     Ketoglukonsäure.     Bestimmte     Essigsäure-Bakterien    besitzen also  die Fähigkeit, die sekundäre     Alkoliolgruppe     n           (CII   <B>-</B> OH)

       anzugTeifen    und durch Oxydation  in die     CO-Gruppe    überzuführen, wogegen an  dern diese Fähigkeit fehlt. (So entsteht auch  zum Beispiel bei der Einwirkung der     Keto-          gluko,nsäure    bildenden Bakterien auf Glyze  rin     Dicxyaceton.)    Ferner bat sich gezeigt,       dass    in     gluküsehaltigen    Nährlösungen unter  dem     Einfluss    von     ketoglukonsäurebildenden     Bakterien vorwiegend oder sogar fast aus  schliesslich     k#etoglulzo-nsa.urer    Kalk.

   gebildet  wird, wenn die sich bildenden Säuren durch  zugesetztes     Calciumkarbonat    fortlaufend an  Kalk gebunden -werden. Es wird also unter  diesen Umständen die Bildung von     Caleium-          ketogInkonat    auf Kosten der Bildung von       Ca,le,iumglul"o,na-t    sehr erheblich erhöht.

    Hingegen entsteht unter dem     Einfluss    von       Bakterien"denen    die     Fä,higkeit,    die     sekun#däre          Alkoliolgruppe    anzugreifen,     abgelit,

      auch bei  Gegenwart von     Caleiumkarbonat    nur     Cal-          eiumglukonat    ohne eine Spur von     Caleium-          ketoglukonat.    Es     kanualso    bei Wahl solcher       Baliterien    durch die Säuerung in Gegenwart  von     CaIr-iumka.rbonat   <B>-</B> ebenso wie bei der  bakteriellen Erzeugung anderer Säuren<B>-</B>  die Ausbeute an     Caleiumglukona-t    wesentlich  gesteigert werden.

   Aus diesen Erkenntnissen  hat sieh das Verfahren gemäss der Erfindung  zur Herstellung von     glukonsa.urem        Caleium     durch Gärung ergeben, welches dadurch. ge  kennzeichnet ist,     dass        Kohlenliydrate        enthal-          t#ende        NäUrlösungen    der     Säuerun#g    durch       Essigsä.ure-Bal-,terien,    welche die     s#ekundä.re     Alkoholgruppe nicht angreifen, in Gegenwart  von.     Ca.leiumsalzen,    wie zum Beispiel     Cal-          eiumkarbonat,    überlassen werden.

   Solche  Bakterien sind zum Beispiel B.     acetosum,     B.     rancens,    B.     viiii        ä.cet#a-ti,    B.     aseenden.s.     Hingegen gehören zu den     Keto,-Iiil#:onsäure     bildenden Bakterien, die, wie schon erwähnt,  auch durch die Bildung von     Dioxyaceton    aus  Glyzerin charakterisiert sind, beispielsweise  B.     xylinum,    B.     xylino-ides,    B.     orleanense,     B.     aceti    Hansen.  



       Ausf        Ührungsbeispiel:     <B>70</B>     gr    frische     Prosshefe    werden in einem  Liter     Leitun-#swa-sser    langsam bis zum     Ko-          21            chen    erhitzt und hernach eine halbe Stunde       gekoclit.        Ma.n,

          lässt    die Suspension in einem       Standzylinderetwa24Stundenlangstehen.Die     klar     aIgezogene    Flüssigkeit wird an drei     auf-          einanderfolgenden    Tagen     jeeine    halbe Stunde  lang sterilisiert,. Dieses Hefewasser wird     nun.          mit    der dreifachen Menge     Quell-wasser    ver  dünnt, als Nährlösung verwendet.  



  Einem Liter dieser     Lösun-    werden<B>150</B>     Olr     von technischem Traubenzucker und     a'ö        -r          Caleiumkarbonat    zugesetzt, worauf man die  Mischung bis zum Kochen erhitzt" in sterili  sierte     Gefässe        #einfüllt    und unter den üblichen  Vorkehrungen zur Verhinderung einer In  fektion mit Kulturen von B.     rancens        heimpft.     Die     Nä.hrbö#den    werden nun bei<B>28' C</B> be  brütet.

   Nach, wenigen Tagen schon ist an  einer dünnen weissen     Hautdecke,    die sieh an  der Wand des Gefässes emporzieht, und an  grossen Blasen, die in der Flüssigkeit empor  steigen, die beginnende     Sä-uerung    zuerkennen.       Nachetwa,    vier- bis sechswöchiger Säuerung  hat sich. der grösste Teil des     Caleiumkarbonats     in der Flüssigkeit aufgelöst. Nunmehr -wird  der gesamte Inhalt der Gefässe zum Kochen  erhitzt, filtriert und am Wasserbade ein  geengt. Es kristallisieren     na-eh    kurzer Zeit       axis    der Flüssigkeit bräunliche Massen aus,  die abgesaugt, und zum Beispiel mit verdünn  tem Alkohol gewaschen werden.

   Man kristal  lisiert nun ein- bis zweimal aus heissem Was  ser um, und zwar vorzugsweise unter Zusatz  von Tierkohle.     Esergibt    sich, ein     reinweisses          Pro#dukt,    das in     blumenkohlähnliehen    Aggre  gaten auskristallisiert und unter dem Mikro  skop feine     NaUeln    zeigt. Der Schmelzpunkt  des     Phenylliydrazi.ds    liegt bei     20#0'   <B>C.</B> Der       Caleiumgehalt    beträgt etwa<B>8,9%</B> Ca, was  genau der Formel     (CeH".0,):!Ca   <B>-</B> H,0 ent  spricht.

   Die Ausbeuten bewegen sich     zwi-          sehen   <B>60</B> bis<B>80%</B> der theoretischen Ausbeute.  



  An Stelle von Glukose kann auch     Sae-          charose    der bakteriellen Oxydation unter  warfen werden, wofern     solelie    Bakterien ver  wendet werden, welche die sekundäre     Al-          ko,holgruppe    nicht angreifen und zur Spal  tung der     Saccharose    geeignete Enzyme,     her-          tD          vo.rzt"brin,gen    vermögen.

         t'         Bei der Analyse der unter dem Namen       .,Kombueha"    bekannten     Pilzgenossene,Gliaft,     die zur Herstellung therapeutisch wirksamer  Präparate durch Säuerung     kolilenliydrathaJ-          tiger    Nährlösungen benutzt wird, konnte ein  bis dahin unbekanntes     Bak-terium.    isoliert  werden, das sieh durch sein besonderes Ver  mögen zur     Glukonsäurebildung    auszeichnet       hnd    deshalb B.     glakonikum        genanut    wurde.  Es hat sich nun gezeigt"     dass    dieses Bakterium.

    zu der ersten der oben     exwähnten    Gruppen       Wehört,    das heisst bei der Säuerung     beträcht-          liebe        Meno,en    von     Ketoglukonsäure    neben  <B>b</B>       Glukonsäure    und bei     Abstumpfung    der ge  bildeten Säure durch     Calciumkarbonat    oder  dergleichen sogar vorwiegend     ketoglukon-          sauren    Kalk: bildet.

   B.     glukonikum    kommt  also zur Herstellung reiner     Glukonsäure    im  Sinne des     vorIiegenden    Verfahrens nicht in  Betracht-.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von glu'kon- saurem Caleium durch Gärung, dadurch ge kennzeichnet, dass Kohlenhydrale enthal- fende Nährlösungen der Einwirkung von F,-c#s-i-säure,-Ba.kterien, welche die sekundäre Alko,holgruppe (CH <B>-</B> OH) nicht angreifen, in Gegenwart von Calciumverbindungen über- tn lassen werden.
    UNTERANSPRMJE: <B>1.</B> Verfahren gemäss Patentanspruch,<B>da-</B> durch gekennzeichnet, dass die Nährlösun gen Glukose enthalten. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Gärung in Gegenwart von Caleiuml#.9,rbo#n"tt durch geführt wird. <B>3.</B> Verfahren gemäss Potentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Kulturen des Bakteriums acetosum verwendet werden. 4.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, da- durcli gekennzeichnet dass Kulturen des Bakteriums rancens verwendet werden. <B>5.</B> Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Kulturen des Bakteriums vini acetati verwendet werden. <B>6.</B> Verfahren gemäss Patentausprueh, da durch gekennzeichnet, dass Kulturen des Baukteriums a.seendens verwendet werden.
    <B>7.</B> Verfahren gemäss Patentanspruph, da durch gekennzeichnet, dass die Nährlösun gen Disaecharide enth,%lten und der Ein wirkung von Bakterien -unterworfen wer den, welche die sekundäre Alkoholgruppe nicht angreifen und zur Spaltung der Di- sa,ccharide geeignete Enzyme hervorzubriii- gen vermögen.
CH153191D 1930-11-06 1930-11-24 Verfahren zur Herstellung von glukonsaurem Calcium durch Gärung. CH153191A (de)

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