CH153449A - Verfahren zur Herstellung von Kunstfäden nach dem Trockenspinnverfahren. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Kunstfäden nach dem Trockenspinnverfahren.Info
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Description
'Verfahren zur BersteRung -von Kanstfäden nach dem Trockenspinnverfahren. Nach einem bekannten Verfahren sollen beim Trockenspinnen Fäden von hoher Fe stigkeit und gutem Querschnitt erhalten wer den, wenn man die Spinnlösung im vor gewärmten Zustande durch die Düsen aus- presst und auf die frischgesponnenen Fäden einen kühlen Gasstrom auftreffen lässt, der die Fäden wenigstens auf einem Teil ihres Weges durch die Spinnzelle, begleitet-.
Es wurde nun gefunden, dass man gleich falls zu Produkten von vorzüglicher Qualität bezüglich Querschnitt und Reissfestigkeit ge langt und dabei auch den Vorteil geniesst, die Fasern in einem für die nachträgliche Verstreckung besonders geigneten Zustande zu erhalten, wenn man die zweckmässig warme Spinnlösung in einer Spinnzelle mit relativ niedriger Temperatur im obern Teil verspinnt und den Spinnfäden kurz unter halb der Düse einen kräftigen Troekengas- strom zuleitet, der nach oben abgesaugt wird zusammen mit einer zweiten Trockengas- menge,
die unten in die Spinnzelle eintritt und den Spinnfäden entgegen von unten naeh oben geführt wird.
Das Volumenverhältnis der gemeinsam abgesaugten Teil-ströme kann in weiten Gren- -zen schwanken, zum Beispiel<B>je</B> nach der in der Zeiteinheit zu verdampfenden Lösungs-- mittelmenge, dem gewünschten Einzeltiter, der Temperatur von Lösung und Zelle und sonstigen für die Erstarrunolsgesehwindigkeit der Fäden massgebenden Faktoren.
Vorzugsweise wird die Menge des unten .in die Zelle eintretenden Teilstrohmess, kurz Zellenstrcm" genannt, relativ niedrig ge halten im Verhältnis zu der in der Düsen gegend zugeführten Gasmenge, die im fol genden als "Düsenstrchm" bezeichnet wird.
Der Düsenstrom, der zweckmässig<B>kühl</B> in oder mässig warm ist, entfaltet seine 'Wir kung an der Stelle kräftigster Verdampf a ng und nimmt bereits einen wesentlichen Teil der Lösungsmitteldämpfe mit sich, so dass die Einzelfähen beim Eintritt in die folgende Zone mit niedrigerer Strömungsge,-#rliwindi,-,
- keit der Gesamtatmosphäre unageggebenen- falls auch entsprechend hoher Beladung<B>an</B> I & ungsmitteldämpfen 'hinreichend erstarrt sind und keine Querschnittsveränderungen oder gar Verklebungen mehr erleiden können.
Dabei bleiben die Fäden in plastischem Zu stande und lassen sich erforderlichenfalls in- nerfialb der Spinnzelle nachstrecken. Zudie- sein Zwecke kann man Bremsfadenführer, Rollen oder sonstige zur Verstreckung von Fäden geeignete Organe an zugänglicher Stelle in die Spinnzelle einbauen.
Uni die Fäden nach der Verstreckung möglichst weieehend vom Lösungsmittel zu befreien, ist es zweckmässig, den untern Teil der Spinnzelle auf höherer Temperatur zu halten, bei Verwendung eines Lösungsmittel- gemisches, das vorzugsweise aus Aeoton <B>be-</B> steht,<B>zum</B> Beispiel a;uf zirka<B>60</B> '. Auch kann man die Fäden nach dem Verlassen der Zelle noch durch eine besondere, gegebenen falls unten offene Kammer oder Röhre fü-h- ren, die beheizt ist, oder von warmer Luft durchströmt wird.
Damit die hierbei auf genommenen LösUngsmitteldämpfe nicht ver loren gehen, kann man die zum Nach trocknen verwendete Luftmenge zur Speisuno- der beiden Teilströme verwenden oder mit- verwenden.
Um die jeder einzelnen Spinnzelle insge samt zugeführte Gasinenage, im einfachsten Fall atmosphärische Luft möglichst wirt schaftlich, auszunutzen, das heisst ein an Lö sungsmitteln möglichst angereichertes Abgas zu erhaJten, kann man die Zufuhr von frischem Trockengas auf die Düsengegend besairänken und die Austrocknung in der Spinnzelle mit Hilfe eines Zirkulationsstromes bewirken"der aus der<B>g i</B> gemeinsamen Absaugeleitung 6ber- halb der DUe abgezweigt wird.
Die in der eigentlichen Zelle auftretende Beladung an Lösungsmitteldämpfen hängt dann ab vom Verhältnis der Frischgasmenge zur Menge des Zirkulatiensstromes und kann<B>je</B> nach Erfordernis in weiten Grenzen variiert wer den;
da in diesem Falle der,Durelisatz durch die Zelle keine die Wiedergewinnung der Lösungsmittel erschwerende Verdünnung der Endkonzentration bewirkt, so steht es frei, die umlaufende Gasnienge beliebig zu ver grössern, was von -Wichtigkeit sein kann, wenn eine zusätzliche Verstreckung nicht be absichtigt ist und eine rasche, möglichst voll ständige Trocknung gewünscht wird.
Befürchtet man nun, dass durch den stark vermehrten Gasdurchsatz in der Gegend der Spinndüse, eine Beunruhi ing des Spinn- 911 prozesses eintreten könnte, besonders bei der Herstellung von Garn-en mit starkem Gesamt- titer, -die entsprechend grosse Trockengas- mengen zur Austrocknung erfordern,
so kann man auch den Zirkulationsstrom von der obern Absaugung unabhängig machen und die Absaugestelle des ersteren tiefer legen, beispielsweise<B>30</B> ein unter der Düse. Man ist <U>dann</U> auch nicht daran gebunden, den Zir- kulationsstrom von unten nach oben zu leiten. sondern kann ihn auch den umgekehrten Weg gellen lassen.
Der Überschuss kann zusammen mit dem Düsenstrom nach oben weggesaugt werden; er kann aber auch auf der Druck seite des Zirkulationsstromes abgezweigt und in die Absaugeleitung gedrückt werden, wenn man bei starker Anreicherung des Zellgases dieses möglichst von der Düsengegend fern- haUen will.
Es ist einleuchtend, dass bei Verwen dung eines unabhängigen Kreislaufes leichter höhere Beladungen in der eigentlichen Zelle erzielt werden können, so dass besonders in diesem Fall die Abscheidung des Lösungs- mittelüberschusses auch aus dem Kreislauf direkt, zum Beipiel durch Kondensation, er folgen kann.
Das Kondensationsverfahren bietet hierbei den Vorteil, dass man durch passende Einstellung der Kondensations- -temperatur jeden gewünschten Beladungs- zustand aufrecht erhalten kann.
Will man die Verinischung vom Zellen- Strom und Düsenstrom nach Möglichkeit ver meiden, so kann man auch nach einem frü heren Vorschlag an geeigneter Stelle der Zelle Trennorgane, zum Beispiel ein blendenförmi- ges Diaphragma oder dergleichen, an bringen.
<I>Beispiel:</I> -Eine 21%igo Lösung -einer hoahviskosen Aceiylzellulose in einem Gemisch von Aoeton- Alkohol imVerhältnis <B>85: 15</B> wird mit einer Temperatur von 60',durch eine Düse mit<B>25</B> Bohrungen von<B>0,07</B> mm Durchmesser in eine Spinnzelle ausgepresst, deren Tempera tur im obern Teil, etwa<B>10</B> cm unter der Düse gemessen, zirka 3-0' beträgt.
Die Pumpenlieferung ist so. geregelt, dass bei einem Abzug von 220 m/Min. ein Gesamt- titer von<B>75</B> den. erhalten wird. Den Spinn fäden wird kurz unterhalb der Düse ein eben falls<B>30'</B> waimer, lösungsmitteldampffreier Luftstrom in einer Menge von <B>5</B> m'/Std. zugeführt.
Eine weitere Luftinenge von <B>1</B> m/Std. wird den Fäden entgegen durch die Spinnzelle geleitet und zusammen mit den übrigen<B>-5</B> m' mit Lösungsmitteldampf beladen, oberhalb der Düse a.bgesaugt und zur Wiedergewinnungsanlage geführt. Man erhält trotz verhältnismässig sehr niedriger Konzentration der Spinnlösung einen Faden von sehr völligem Querschnitt miteiner Fe stigkeit von ungefähr 1,4 gr pro den. und einer Bruchdehnung von 24%. Diese Werte beziehen sich auf 'eine relative Luftfeuchtig keit von<B>60%</B> im Prüfraum.
Claims (1)
- PATENTANSPR-9011: Verfahren zur Herstellung von Kunst fäden nach dem Trockenspinnverfahren aus Lösungen von Zellulosederivaten, dadurch ge kennzeichnet, dass man den Spinnfäden kurz nach Verlassen, der Düse einen kräftigen Trockengasstrom zuleitet, der nach oben weg gesaugt wird, zusammen mit einer zweiten Trockengasmenge, die unten in die Zelle ein tritt und diese d-3n Spinnfäden entgegen von.unten nach oben iurchstrbmt. UNTERANSP,tüCHE: <B>1.</B> Verfahren gemäss Patentanspruch, da- dureh gekennzeichnet, dass der den Spinn fäden in der Düsengegend zugeleitete Trockengasstrüni nach oben abgesaugt wird, zusammen mit der zweiten Gas menge, die in geschlossenem Kreislauf ohne Entfernung von Lösungsmitteln die Spinnzelle von unten nach oben durch strömt. 2,.Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der den Spinn fäden in der -Düsengegend zugeleitete Trockengasstrom. nach oben abgesaugt wird, zusammen mit dem überschiessenden Anteil einer im Kreislauf durch die Spinnzelle zirkulierenden Gasmenge, deren Bewegung unabhängig von der Absaugung der in der Düsengegend zugeführten Gas menge erfolgt.<B>3.</B> Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der den Spinn fäden in der Düsengegend zugeleitete Trookengasstrom nach oben abgesaugt wird, während der überschiessende Anteil einer im Kreislauf durch die Spinnzelle geführten Gasmenge unabhängig von der in der Düsengegend zugeführten Gasmenge entfernt wird. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Spinnfaser- bündtl nach oberflächlicher Trocknung innerhalb der Spinnzelle in bekannter Weise weiter verstreckt wird.<B>5.</B> Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Temperatur im obern Teil der Spinnzelle niedriger ge halten wird als die Temperatur der Spinn lösung vor dem Austritt aus der Düse.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE153449X | 1929-12-31 |
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| Publication Number | Publication Date |
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ID=5675714
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH153449D CH153449A (de) | 1929-12-31 | 1930-12-30 | Verfahren zur Herstellung von Kunstfäden nach dem Trockenspinnverfahren. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH153449A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1291051B (de) * | 1957-06-05 | 1969-03-20 | Celanese Corp | Verfahren zum Herstellen von gekraeuselten Faeden aus Celluloseestern |
-
1930
- 1930-12-30 CH CH153449D patent/CH153449A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1291051B (de) * | 1957-06-05 | 1969-03-20 | Celanese Corp | Verfahren zum Herstellen von gekraeuselten Faeden aus Celluloseestern |
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