CH153450A - Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichem Seidenfibroin, insbesondere zur Herstellung künstlicher Fäden, Bändchen und dergleichen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichem Seidenfibroin, insbesondere zur Herstellung künstlicher Fäden, Bändchen und dergleichen.

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CH153450A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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      Verfahren        zur        Herstellung    von     wasserlöslichem        Seidenfibroin,    insbesondere zur       Herstellung        künstlicher    Fäden, Bändchen und dergleichen.

      Es ist bekannt,     Seidenfibroin    in wasser  freiem Ammoniak zu lösen und diese Lösun  gen durch Zusammenbringen mit Wasser  und Verdampfen des Ammoniaks in praktisch       ammoniakfreie    wässerige     Fibroinlösungen          überzuführen.    Hierbei ist auch schon so ver  fahren worden, dass     die        ammoniakalische          Fibroinlösung    vor dem Zusammentreffen mit  Wasser bis zu einem gewissen Grad kon  zentriert wurde, indem man sie vor dem       Auftreffen    auf eine Wasseroberfläche eine  grössere Luft- beziehungsweise Gasstrecke in  Tropfenform durchfallen liess.

   Das     Fibroin     bleibt bei diesem Verfahren bis     @    zum Zusam  mentreffen mit dem Wasser im Zustand der       ammoniakalischen    Lösung, da nur ein Teil  des Löseammoniaks verdampft.  



  Es wurde nun gefunden, dass das     Fibroin     Beine Löslichkeit in Wasser auch dann nicht       verliert,    wenn es aus der wasserfreien     am-          moniakalischen    Lösung als praktisch am-         moniakfreier    Trockenstoff durch Verdampfen  abgeschieden wird, wobei ohne Schaden für  die Löslichkeit in Wasser zum Verdampfen  des Ammoniaks höhere Temperaturen ange  wendet werden können.

   Dieses ist um so  überraschender, als bekanntlich zum Lösen  des nativen     Fibroins    ein Mehrfaches des       Fibroingewichts    an flüssigem Ammoniak auf  gewendet werden muss und erst wesentlich  unterhalb -400 das     Fibroin    in Ammoniak  glatt in Lösung geht.  



  Die Wasserlöslichkeit des erfindungsge  mäss gewonnenen     Trockenfibroins    hängt bis  zu einem gewissen Grad von     d er    Feinheit  seiner Verteilung ab. Man verfährt daher  zweckmässig so, dass man die filtrierte Lö  sung von     Fibroin    in wasserfreiem Ammoniak  in Gestalt dünner Schichten auf einer er  wärmten Unterlage eindampft, oder sie in  bekannter Weise zerstäubt und so das     Fi-          broin    in Gestalt eines lockeren Pulvers oder      von Flocken oder in Faserform gewinnt, je  nach der angewandten     Zer8täubungsap-          paratur.     



  Das Verdampfen des Ammoniaks kann  durch Vakuum oder durch einen Gasstrom  bewirkt werden.     Mai)    kann dabei Tempera  turen von +400 und mehr anwenden, ohne  dadurch die Wasserlöslichkeit des     Trocken-          fibroins    zu schädigen. Führt man die zur  Verdampfung des Ammoniaks nötige Wärme  durch einen Gasstrom zu, so geschieht die  ses zweckmässig derart, dass man als Wärme  träger einen Teil des verdampften Ammoniaks  selbst benützt, den man im Kreislauf unter  Einschaltung einer Heizvorrichtung der Ap  paratur dauernd in erwärmtem Zustand wie  der zuführt, während die Hauptmenge des  verdampften Ammoniaks durch ein Über  druckventil der     Wiedergewinnungsanlage,     zum Beispiel einem Kompressor, zugeführt  wird.

   Das Verfahren arbeitet also ohne jeden       Ammoniakverlust,    und es ist keine Trennung  des Ammoniaks von Wasser oder Gasen  nötig.  



  Das so erzielte     Trockenfibroin    behält bei  trockener Aufbewahrung seine Wasserlöslich  keit mehrere Tage bei, trotzdem sein     Am--          moniakgebalt    zum Beispiel kaum 1 % vom       Fibroingehalt    beträgt. Es ist praktisch voll  kommen in Wasser löslich, die Lösungen  eignen sich vorzüglich zur Weiterverarbeitung,  zum Beispiel auf künstliche Fäden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von wasser löslichem Seidenfibroin, dadurch gekenn zeichnet, dass eine Lösung von Fibroin in wasserfreiem Ammoniak mittelst Trocken vorrichtungen in feiner Verteilung zur Trockne verdampft wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Verdampfen der Fibroinlösung durch Vakuum bewirkt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Verdampfen der Fibroinlösung durch einen Gasstrom be wirkt wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Gasstrom ein Teil des verdampf ten Ammoniaks benützt wird, der im Kreislauf der Trockenvorrichtung immer wieder zugeführt wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 2 und 3, dadurch gekenn zeichnet, dass in den Kreislauf des ver dampften Ammoniaks eine Heizvorrichtung eingeschaltet wird.
CH153450D 1930-12-23 1931-05-12 Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichem Seidenfibroin, insbesondere zur Herstellung künstlicher Fäden, Bändchen und dergleichen. CH153450A (de)

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