CH153481A - Verfahren zur Darstellung von Essigsäureanhydrid. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Essigsäureanhydrid.

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CH153481A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00—Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/54—Preparation of carboxylic acid anhydrides
    • C07C51/56—Preparation of carboxylic acid anhydrides from organic acids, their salts, their esters or their halides, e.g. by carboxylation

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Description


  Verfahren zur Darstellung von Essigsäureanhydrid.    Es ist     gefunden    worden,     dass    man die  Darstellung von Essigsäureanhydrid aus  Eisessig und Acetylchlorid in überraschen  dem Ausmass     beschleunigen    und das Ver  fahren ausserordentlich     ergiebig    und dazu       kontinuierlich    gestalten kann,     wenn    man die  Komponenten von Anfang an bei Tempera  turen nahe dem Siedepunkt des Essigsäure  anhydrids und in Gegenwart von siedendem  Essigsäureanhydrid zur Reaktion bringt.

    Dies geschieht am besten durch Einführen  der Reaktionskomponenten in eine kontinuier  lich wirkende Kolonne, in der die aufsteigen  den Essigsäureanhydrid-Dämpfe und das  zurückfliessende Essigsäureanhydrid-Konden  sat - also das Endprodukt der Reaktion  selbst - sich stets und schon von Anfang an  in relativem Überschuss gegenüber den ein  tretenden, noch     unverbundenen        Komponenten     befindet, so dass die Temperatur des     Re-          aktnonsgemisches    von Anfang an dauernd  über dem Siedepunkt des Eisessigs (und erst  recht des Acetylchlorids) liegt. Eisessig und  Acetylchlorid können flüssig oder gasförmig    zugeführt werden, in gleicher Richtung oder  im Gegenstrom zueinander.

   Zur Einleitung  des kontinuierlichenProzesses legt man zweck  mässig vor Zuführung der     Reaktionkompo-          nenten    in, die Kolonne so viel Essigsäure  anhydrid in eine mit Überlauf versehene Blasse  vor, dass die Kolonne mit     Essigsäureanhydrid-          Dampf    geheizt werden kann.  



       Ferner    werden     gemäss    dem Verfahren der  Erfindung die Komponenten in ungefähr  stöchiometrischen Mengen, vorteilhaft eher  mit einem kleinen Überschuss an     Acetylehlo-          rid,        verwendet.    Die     Vermeidung        des        Essig-          säureüberschusses    bei dem vorliegenden Ver  fahren erleichtert und     beschleunigt    die kon  tinuierliche Gewinnung des     Anhydrids,    da  es     nun.    nicht mehr nötig ist,

   grössere Mengen  durch     fraktionierte        Destillation    vom An  hydrid     zu    trennen. Die geringfügigen Men  gen (der     Ausgangskomponenten,    die sich der       Reaktion    entzogen haben, werden zum Bei  spiel     nach    der kontinuierlichen     Abscheidung     des     Anhydrids,        zweckmässig    kontinuierlich,      kondensiert und dem System wieder zu  geführt.  



  Es kann bei der Ausführung des Ver  fahrens auch Acetylchlorid verwendet wer  den, das aus Stoffen, die mit Eisessig  Acetylchlorid zu bilden vermögen, wie zum  Beispiel Thionylchlorid, im Reaktionsgefäss  erzeugt wurde. In diesem Falle kann man  zur Ausführung des erfindungsgemässen Ver  fahrens zum Beispiel auf 2 Mol. Eisessig  1 Mol. Thionylehlorid, SOCl2, einwirken las  sen. Das freiwerdende Schwefligsäure  anhydrid entweicht hierbei mit dem Chlor  wasserstoff.  



  Beispiele:  1. Ein Gemisch von 60 Gewichtsteilen  Eisessig und 78,5 Gewichtsteilen     Acetyl-          chlorid    wird durch einen mit Düse     ver-          sehenen    Siphon, direkt oder durch ein kup  fernes Verdampferrohr, in den untern Teil  einer durch siedendes Essigsäureanhydrid  vorgeheizten Kolonne eingeführt, die das sich  bildende Essigsäureanhydrid kontinuierlich  nach unten abfliessen lässt, zunächst in die  Destillierblase und aus dieser durch einen  Überlauf und eine Kühlvorrichtung in die  Vorlage, während der     Chlorwasserstoff    oben  entweicht,

   und durch einen absteigenden  Wasserkühler ein Staugefäss und einen     tief-          gekühlten        Entlüftungskühler,    gegebenenfalls  auch durch einen Rieselturm, in dem das Gas  mit einer Flüssigkeit, die dass Acetylchlorid  aufnimmt, ohne viel Chlorwasserstoff zu ab  sorbieren, gewaschen wird, in die Salzsäure  absorptionsanlage eintritt.  



  Die vom     Chlorwasserstoff        mitgeführten     geringfügigen Reste von Acetylchlorid und  Eisessig, sowie geringe Mengen von Essig  säureanhydrid werden in den beiden Küh  lern     fast        restlos        kondensiert    und durch     das          Staugefäss    und einen Siphon wieder in die  Kolonne zurückgeführt. Das in fast quan  titativer Ausbeute entstehende rohe     Essig-          säureenhydrid    ist etwa 95 %ig. Es wird durch  Rektifizieren gereinigt.

   Ausbeute und Rein  heit des Rohproduktes können noch etwas  gesteigert werden, wenn man das     Acetyl-          chlorid    statt in der genau berechneten stöchio-    metrischen Menge in einem kleinen Überschuss  anwendet, der mindestens ausreicht, um etwa  eintretende Acetylchloridverluste auszuglei  chen.  



  2. Annähernd äquivalente Mengen Eis  essig und Acetylchlorid werden der durch  siedendes Essigsäureanhydrid vorgeheizten  Kolonne kontinuierlich im Gegenstrom zu  geführt, derart, dass das Acetylchlorid in  den untern Teil der Kolonne eintritt, in dem  Masse, wie die Reaktion eintritt. Im übri  gen ist die Apparatenanordnung und der  Reaktionsverlauf ganz ähnlich wie bei Bei  spiel 1.  



  3. Ein Gemisch von 120 Gewichtsteilen  Eisessig und 119 Gewichtsteilen     Thionyl-          chlorid    wird kontinuierlich in den untern  Teil einer durch vorgelegtes siedendes     Essäg-          säureanhydrid    vorgeheizten Kolonne ein  geführt und zur Reaktion gebracht, wie in  Beispiel 1 für das     Eisessig-Acetylchlorid-          Gemisch    beschrieben.

   Das gebildete Essig  säureanhydrid     fliesst    kontinuierlich nach un  ten ab, während     Chlorwasserstoff    und       Schwefeldioxyd    oben entweichen und durch  einen tiefgekühlten Entlüftungskühler in  die     Salzsäure-Absorptionsanlage    eintreten.  Auch die austretende     schweflige    Säure     kann          verarbeitet        werden.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Essig- säureanhydrid durch Erhitzen von Eisessig mit Acetylchlorid, dadurch gekennzeichnet,
    dass man die Komponenten kontinuierlich in annähernd stöchiometrischem Verhältnis bei Temperaturen nahe dem Siedepunkt des Essigsäureanhydnids und in Gegenwart von siedendem Essigsäureanhydrid zur Reaktion bringt. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reaktion in einer Kolonne mit angeschlossenem Tiefküh ler vornimmt.
CH153481D 1931-01-09 1931-01-09 Verfahren zur Darstellung von Essigsäureanhydrid. CH153481A (de)

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