CH153481A - Verfahren zur Darstellung von Essigsäureanhydrid. - Google Patents
Verfahren zur Darstellung von Essigsäureanhydrid.Info
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Description
Verfahren zur Darstellung von Essigsäureanhydrid. Es ist gefunden worden, dass man die Darstellung von Essigsäureanhydrid aus Eisessig und Acetylchlorid in überraschen dem Ausmass beschleunigen und das Ver fahren ausserordentlich ergiebig und dazu kontinuierlich gestalten kann, wenn man die Komponenten von Anfang an bei Tempera turen nahe dem Siedepunkt des Essigsäure anhydrids und in Gegenwart von siedendem Essigsäureanhydrid zur Reaktion bringt.
Dies geschieht am besten durch Einführen der Reaktionskomponenten in eine kontinuier lich wirkende Kolonne, in der die aufsteigen den Essigsäureanhydrid-Dämpfe und das zurückfliessende Essigsäureanhydrid-Konden sat - also das Endprodukt der Reaktion selbst - sich stets und schon von Anfang an in relativem Überschuss gegenüber den ein tretenden, noch unverbundenen Komponenten befindet, so dass die Temperatur des Re- aktnonsgemisches von Anfang an dauernd über dem Siedepunkt des Eisessigs (und erst recht des Acetylchlorids) liegt. Eisessig und Acetylchlorid können flüssig oder gasförmig zugeführt werden, in gleicher Richtung oder im Gegenstrom zueinander.
Zur Einleitung des kontinuierlichenProzesses legt man zweck mässig vor Zuführung der Reaktionkompo- nenten in, die Kolonne so viel Essigsäure anhydrid in eine mit Überlauf versehene Blasse vor, dass die Kolonne mit Essigsäureanhydrid- Dampf geheizt werden kann.
Ferner werden gemäss dem Verfahren der Erfindung die Komponenten in ungefähr stöchiometrischen Mengen, vorteilhaft eher mit einem kleinen Überschuss an Acetylehlo- rid, verwendet. Die Vermeidung des Essig- säureüberschusses bei dem vorliegenden Ver fahren erleichtert und beschleunigt die kon tinuierliche Gewinnung des Anhydrids, da es nun. nicht mehr nötig ist,
grössere Mengen durch fraktionierte Destillation vom An hydrid zu trennen. Die geringfügigen Men gen (der Ausgangskomponenten, die sich der Reaktion entzogen haben, werden zum Bei spiel nach der kontinuierlichen Abscheidung des Anhydrids, zweckmässig kontinuierlich, kondensiert und dem System wieder zu geführt.
Es kann bei der Ausführung des Ver fahrens auch Acetylchlorid verwendet wer den, das aus Stoffen, die mit Eisessig Acetylchlorid zu bilden vermögen, wie zum Beispiel Thionylchlorid, im Reaktionsgefäss erzeugt wurde. In diesem Falle kann man zur Ausführung des erfindungsgemässen Ver fahrens zum Beispiel auf 2 Mol. Eisessig 1 Mol. Thionylehlorid, SOCl2, einwirken las sen. Das freiwerdende Schwefligsäure anhydrid entweicht hierbei mit dem Chlor wasserstoff.
Beispiele: 1. Ein Gemisch von 60 Gewichtsteilen Eisessig und 78,5 Gewichtsteilen Acetyl- chlorid wird durch einen mit Düse ver- sehenen Siphon, direkt oder durch ein kup fernes Verdampferrohr, in den untern Teil einer durch siedendes Essigsäureanhydrid vorgeheizten Kolonne eingeführt, die das sich bildende Essigsäureanhydrid kontinuierlich nach unten abfliessen lässt, zunächst in die Destillierblase und aus dieser durch einen Überlauf und eine Kühlvorrichtung in die Vorlage, während der Chlorwasserstoff oben entweicht,
und durch einen absteigenden Wasserkühler ein Staugefäss und einen tief- gekühlten Entlüftungskühler, gegebenenfalls auch durch einen Rieselturm, in dem das Gas mit einer Flüssigkeit, die dass Acetylchlorid aufnimmt, ohne viel Chlorwasserstoff zu ab sorbieren, gewaschen wird, in die Salzsäure absorptionsanlage eintritt.
Die vom Chlorwasserstoff mitgeführten geringfügigen Reste von Acetylchlorid und Eisessig, sowie geringe Mengen von Essig säureanhydrid werden in den beiden Küh lern fast restlos kondensiert und durch das Staugefäss und einen Siphon wieder in die Kolonne zurückgeführt. Das in fast quan titativer Ausbeute entstehende rohe Essig- säureenhydrid ist etwa 95 %ig. Es wird durch Rektifizieren gereinigt.
Ausbeute und Rein heit des Rohproduktes können noch etwas gesteigert werden, wenn man das Acetyl- chlorid statt in der genau berechneten stöchio- metrischen Menge in einem kleinen Überschuss anwendet, der mindestens ausreicht, um etwa eintretende Acetylchloridverluste auszuglei chen.
2. Annähernd äquivalente Mengen Eis essig und Acetylchlorid werden der durch siedendes Essigsäureanhydrid vorgeheizten Kolonne kontinuierlich im Gegenstrom zu geführt, derart, dass das Acetylchlorid in den untern Teil der Kolonne eintritt, in dem Masse, wie die Reaktion eintritt. Im übri gen ist die Apparatenanordnung und der Reaktionsverlauf ganz ähnlich wie bei Bei spiel 1.
3. Ein Gemisch von 120 Gewichtsteilen Eisessig und 119 Gewichtsteilen Thionyl- chlorid wird kontinuierlich in den untern Teil einer durch vorgelegtes siedendes Essäg- säureanhydrid vorgeheizten Kolonne ein geführt und zur Reaktion gebracht, wie in Beispiel 1 für das Eisessig-Acetylchlorid- Gemisch beschrieben.
Das gebildete Essig säureanhydrid fliesst kontinuierlich nach un ten ab, während Chlorwasserstoff und Schwefeldioxyd oben entweichen und durch einen tiefgekühlten Entlüftungskühler in die Salzsäure-Absorptionsanlage eintreten. Auch die austretende schweflige Säure kann verarbeitet werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Essig- säureanhydrid durch Erhitzen von Eisessig mit Acetylchlorid, dadurch gekennzeichnet,dass man die Komponenten kontinuierlich in annähernd stöchiometrischem Verhältnis bei Temperaturen nahe dem Siedepunkt des Essigsäureanhydnids und in Gegenwart von siedendem Essigsäureanhydrid zur Reaktion bringt. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reaktion in einer Kolonne mit angeschlossenem Tiefküh ler vornimmt.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH153481D CH153481A (de) | 1931-01-09 | 1931-01-09 | Verfahren zur Darstellung von Essigsäureanhydrid. |
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