Buchhaltungseinrichtung. Vorliegende Erfindung betrifft eine Buchhaltungseinrichtung.
Bei der Buchhaltungseinrichtung gemäss der Erfindung besteht das Wesentliche darin, dass die Buchhaltungsblätter zur Aufnahme der Beträge schmale Kolonnen. nebst einer gemeinsamen Beträgerubrik besitzen, wobei die Kolonnen lediglich zur klufnalime Ton Zeichen zum Hinweisen auf die betreffenden Konten dienen.
Zweckmässigerweise sind hierbei auf den Buchhaltungsblättern die horizontalen Bu chungsräume in den Beträgerubriken, sowie in allen. Kolonnen, welche für die den Ge genkonten nicht gemeinsamen Eintragungen bestimmt sind, zwecks getrennter Aufnahme dieser Eintragungen in horizontale Konten felder unterteilt.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel mit einer Variante des Erfindungs gegenstandes dargestellt.
Fig. 1 zeigt ein Journalblat-t, und Fig. 2 einen Teil eines Kontoblattes; Fig. 3 zeigt eine Variante, und Fig. 4 ein Deckblatt.
Jeder der Buchungsräume 1?, zum Bei spiel eines Journalblattes (Fig. 1) ist in der Beträgerubrik und in den Kolonnen 8 und 9 in zwei Kontenfelder 13 und 1.1 un- terteil. Kolonnen 3 his 7 erhalten die den Gegenkonten gemeinsamen Buchungsteile, worauf das eine Feld 13 den Soll-, das andere Feld 14 den Häbenbetrag (.oder unigekehrt) aufnimmt und in jedem dieser Felder durch ein Kontenzeichen 15, in der entsprechenden der Kolonnen 8 das Konto bezeichnet wird, dem der betreffende Betrag gehört.
Mittelst Kontenzeichen <B>16</B> werden die Gegenkonten bezeichnet. Die Kolonnen 8 sind in Gruppen und Untergruppen angeordnet, damit die richtige Kolonne ohne Ablesen der Über schrift rasch gefunden werden kann. Kolonne 9 dient zur Aufnahme der Kontennummern und ermöglicht eine unbegrenzte Unterteilung in Particularkonten. Beim Durchschreibeverfahren werden zwei Farbblätter verwendet, von denen das eine an allen den ersten Kontenfeldern 13, das andere an allen den zweiten Kontenfel dern 14 entsprechenden Stellen mit Aus schnitten oder farbleeren Feldern versehen ist,
so dass ausser den Eintragungen der Ko lonnen 3 bis 7 auf das darunterliegende Buch haltungsblatt. im folgenden Durchschrift blatt genannt, nur die der Felder 14 und auf das folgende nur die der Felder 13 durchgeschrieben werden. Sind die Aus schnitte auf die Kolonne 9 nicht erstreckt, dann erscheint in jedem mit einer Gegen buchung versehenen Kontenfeld bezw. Teil feld (Fig. 2, dritter Buchungsraum und Fig. 3) die Nummer des Gegenkontos in dem sonst leeren Feld 14 bezw. 13.
Die zur Durchschrift bestimmten Buch haltungsblätter bestehen aus losen, den Bu chungsräumen 12 (Fig. 2) entsprechenden Streifen, die bloss durch zwei Seitenstreifen 1 und 11 (Fig. 1) zusammengehalten wer den und sind im folgenden Durchschrift blätter genannt.
Nach Vollendung des Bu- chens werden die Seitenstreifen abgetrennt und die nunmehr getrennt bereitliegenden Horizontalstreifen anhand der Kontenzeichen 15 in den Kolonnen 8 und in der Reihen folge der letzteren nach Konten gesammelt und auf die Kontenblätter der in gleicher Reihenfolge geordneten Kartei geklebt, kopiert (umgedruckt) oder sonstwie übertra gen.
Auf jedem Kontoblatt (Fig. 2) sind die Kontenzeichen 15 sämtlicher Buchungen in ein und derselben Kolonne, was nicht bloss eine auffällige Sichtkontrolle, sondern auch die Verhütung einer fehlerhaften Übertra gung auf ein falsches Kontoblatt ergibt, da schon beim Auflegen des Streifens das Her ausfallen des Kontenzeichens aus der Reihe aller übrigen auffallen muss. Vorordnen und Wandern der Belege ist überflüssig; alle aus einem Geschäftsfall bezw. einem Beleg hervorgehenden Buchungen werden unmittel bar aufeinanderfolgend an einer Stelle ein getragen (in Fig. 1, zum Beispiel in. dein 2., 3. und 4.
Buchungsraum 12), wodurch erst die Erledigung der Gegenbuchungen in einem Federzug in der Praxis zu einem wirk lichen Vorteil wird. Mehrere Gegenbuchun gen, die einer oder mehreren Buchungen ge genüberstehen, werden in den aufeinander folgenden Buchungsräumen eingetragen (in Fig. 1, der 5. und 6. Buchungsraum 12), so dass Beträge und Gegenbeträge voneinander deutlich unterschieden und leicht verglichen werden können. In Kolonne 7 wird die Zu sammengehörigkeit solcher Buchungen (zu-in Beispiel durch Nummern) angezeigt, wo durch auch auf den Kontenblättern jede der Teilbuchungen als solche bezeichnet er scheint und auf den im Journal nachzuse henden Gesamtgeschäftsfall verwiesen wird.
Die Kolonnen 2 und 10 können auf den Durchschriftblättern mit einem Trocken- klebemittel versehen sein, damit benachbarte Streifen, die auf ein und dasselbe Konto blatt gehören Ti.-. 2) vor dem Abtrennen der Seitenstreifen 1 und 11 durch Auflegen von kurzen Papierstreifen zu einem Ganzen ver bunden und dann als solches übertragen wer den können.
Soll die Originalschrift auf eines der Durchschriftblätter selbst eingetragen wer den, so wird über dasselbe ohne Zwischen schaltung eines Farbblattes ein mit Fenster ausschnitten 18 und im übrigen mit der glei chen Linierung wie das Journal und die Durclischriftblätter versehenes Deckblatt (Fig. 4) derart gelegt, da.ss dessen Querstrei fen 38 die auf dem Durchschriftblatt leer zu lassenden Kontenfelder 13 oder 14 be decken und statt ihrer die zur Durchschrift auf die untern Blätter bestimmten Eintra gungen aufnehmen, und dass dessen Aus schnitte 18 über diejenigen Kontenfelder des Durchschriftblattes zu liegen kommen,
die in Originalschrift auszufüllen sind. Ein sol ches Deckblatt ermöglicht auch den Umdruck aus einer beide Felder 13 und 14 enthalten den Durchschrift, indem man es zunächst mit den Querstreifen 38 über den Feldern 13 anbringt und sämtliche Buchungen des Blat- teumdruckt und dann wieder mit den Quer streifen 38 über den Feldern 14 den Um- druck des ganzen Blattes wiederholt. Die Fensterausschnitte können auch an den Durchschriftblättern selbst angebracht sein. Dann ist es möglich, beide Durchschriftblät ter in den Kontenfeldern 13, 14 mit Original schrift zu beschreiben.
Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform eines mit einem Fensterausschnitt 18 versehenen Streifens, der ausser den Feldern 13, 14 noch einen Rahmen 17 aufweist.
Die mit den Ausschnitten versehenen Farbblätter können miteinander verbunden oder (indem das Papier zur Hälfte auf der einen, zur Hälfte auf der andern Seite mit der Farbschicht versehen wird, damit nach der Faltung beide Blätter die Farbe auf der gleichen Seite haben) aus einem Stück her gestellt und so gefaltet sein, dass deren Aus schnitte gegeneinander versetzt sind. Ebenso können Journalblatt und Durchschriftblatt verbunden oder aus einem Stück hergestellt und richtig gefaltet sein.
Das gleiche gilt von den Deckblättern bezw. Deck- und Durchschriftblättern bezw. Deck- und Farb- blättern. Die Faltung kann derart angeord net sein, dass die Falze Anschlagstellen für die Blätter der andern Gruppen bilden, wo bei die Anschlagsränder der Farbblätter (zum Beispiel durch eine Tränkmasse oder einen aufgeklebten Streifen) verstärkt sein können.
Besonders vorteilhaft ist es, die Falze der einen Blättergruppe, zum Beispiel Journal- blatt und Durchschriftblätter, an beiden seit lichen, die der andern, zum Beispiel Farb- blätter an den Horizontalrändern anzuord nen, so dass sie gegenseitig Anschlagstellen für einander bilden und damit nicht nur eine Erleichterung des richtigen Einlegens be wirken, sondern auch eine Sicherung des steten Verbleibens der Blätter in der rich tigen gegenseitigen Lage bilden und das Ein spanngerät entbehrlich machen.
Dadurch wird es möglich, für eine längere Zeit im voraus solche buchungsfertige Blättergruppen bereitzustellen oder auch durch eine Hilfskraft bereitstellen zu lassen, und schliesslich auch an mehreren Spezialjournalen gleichzeitig zu arbeiten, indem man für jede einzelne Buchung das entsprechende unter allen buchungsfertig zur Verfügung stehenden Journalen vornimmt und somit auch bei Führung von Spezialjournalen das Verord nen und Wandern der Belege vermeidet.
Dabei kann überdies bei der Hälfte der Bu chungen die weitere Übertragung überhaupt erspart werden, indem das eine der zur Durchschrift bestimmten Buchhaltungsblät ter selbst als Kontoblatt für das Konto des betreffenden Spezialjournals (zum Beispiel Kassakonto bei Kassajournal), usw. für die Soll- und Rabenbuchungen, geführt wird. Alle diese Journale können zum Beispiel für die direkte Beschriftung in einem ordnerähn lichen Buche bereitliegen, dessen einzelne Blätter für die Durchschrift undurchlässig und mit Haltemitteln für die Blättergruppen versehen sind.
Die beschriebene Buchhaltungseinrich tung ermöglicht, bei Vorhandensein nur einer Beträgerubrik die gemeinsamen Teile von Buchung und Gegenbuchung bloss einmal niederzuschreiben, ohne das Summieren der Konten zu erschweren und die Übersichtlich keit zu verringern, wie dies bei dem hekann- ten Verfahren der Fall ist, wo beide Gegen beträge in der gleichen Zeile geschrieben und beide Konten in der gleichen Kontenbezeich- nungskolonne oder in zwei solchen angezeigt werden, so dass zwecks Summierens der ein zelnen Konten beide Reihen, und dies in zwei getrennten Vorgängen durchgegangen werden müssen;
sie ermöglicht ferner, unter Ver wendung der beschriebenen Farbblätter beide Gegenbuchungen in einem Federzug durchzu schreiben, wobei ebenfalls im Gegensatz zu dem obenerwähnten Verfahren, ,jedes der Buchhaltungsblätter Soll, und Rabenbuchun gen aufnehmen kann, so dass Buchungen ein und desselben Kontos stets auf das gleiche Blatt durchgeschrieben werden können.
Aueh werden die zu den einzelnen Konten gehöri gen Beträge für das Addieren getrennt auf gezeigt und das dabei bisher erforderliche wiederholte Durchgehen der ganzen Konten- bezeichnungskolonne mit den Fehlermöglich keiten infolge der Verwechslungsfähigkeit der sogenannten Kontensymbole erspart und vermieden.
Ferner ist für die beschriebene Durehschreibebuchhaltung eine auffällige Sichtkontrolle und insbesondere für das be schriebene Streifen-Übertragungsverfahren ein Fehlübertragungen verhütendes Sicht mittel gewonnen;
überdies ist im Verein mit der obenerwähnten Horizontalunterteilung der Buchungsräume gegenüber der sogenann- ten amerikanischen Buchhaltung der Vorteil, sowohl des auf einen Bruchteil reduzierten Raumbedarfes, als auch gleichzeitig der Möglichkeit, eine bedeutend grössere Zahl von Konten führen zu können, sowie durch die angegebene Gruppierung das Heraus suchen der richtigen Kolonne unter den Über schriften sämtlicher Kolonnen ersparen zu können, gewonnen.
Ferner ist eine Verwechs lung zwischen Soll und Haben ausgeschlos sen und Betrag und Gegenbeträge stehen einander deutlich gegenüber, wobei auch die Verwendungsmöglichkeit bei der Durch schreibebuchhaltung besteht, die bei dem amerikanischen Journal nicht vorhanden ist.
Dank den zur Aufnahme der Buchungs durchschriften vorgesehenen Durchschrift blättern, welche aus durch zwei vertikale Seitenstreifen zusammengehaltenen losen Streifen von der Grösse der horizontalen Bu chungsräume zusammengesetzt sind, wird das zickzacl,:
artige mehrmals wiederholte Durchgehen der Kartei beim Heraussuchen der jeweiligen Kontenblätter vermieden, das Vorordnen und sogenannte Wandern der Be lege mit der damit verbundenen Gefahr der Auslassung von Teilbuchungen erspart und beim Streifen-Übertragungs-(Einklebe-)ver- fahren überdies auch die beträchtliche Arbeit des gesonderten Abtrennens jedes einzelnen Streifens erspart.
Die zur Durchschrift bestimmten Buch haltungsblätter müssen nicht unbedingt aus losen Streifen bestehen, sondern es könnten auch unverschnittene Buchhaltungsblätter verwendet werden.