CH153621A - Elektrische Entladungsröhre mit einer oder mehreren hülsenförmigen Elektroden. - Google Patents

Elektrische Entladungsröhre mit einer oder mehreren hülsenförmigen Elektroden.

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CH153621A
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F Patent-Treuhand-Gesellschaft
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Patent Treuhand Ges Fuer Elektrische Gluehlampen Mbh
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  Elektrische Entladungsröhre mit einer oder mehreren hülsenförmigen Elektroden.    Die Erfindung betrifft eine elektrische  Entladungsröhre, z. B. eine     elektrische    Leucht  röhre, die eine oder mehrere hülsenförmige  Blechelektroden aufweist. Solche Elektroden  waren     bisanhin    nach der Entladungsbahn hin  geschlossen, auf der Aussenseite mit elektro  nenemittierenden Stoffen bedeckt und mit  einem eingeschmolzenen Heizdraht strom  leitend verbunden.

   Die     Erfindung    bezweckt,  die Lebensdauer der Elektroden und damit  der Entladungsröhre zu verlängern und  gleichzeitig auch durch bessere Erhitzung der       elektronenemittierenden        Glühelektroden    eine       Ökonomiesteigerung    zu erzielen.  



  Bei den bisher     bekannten    Entladungs  röhren     mit        derartigen        hülsenförmigen    Blech  elektroden kommt es nämlich manchmal vor,  dass die elektronenemittierende Schicht der  als Kathode wirkenden glühenden Metall  hülse durch     heftigen    Aufprall der von der  Anode ausgehenden Ionen vorzeitig     zerstört     wird, und zwar dann, wenn die Metallhülse    durch ungleichmässige Erwärmung Stellen       aufweist,    an denen sich der     Ionenaufprall     konzentriert.

   Um dies zu vermeiden, wird er  findungsgemäss von einer Metallhülse Ge  brauch gemacht, die zwar ebenfalls nach der  Entladungsbahn hin geschlossen und mit dem  eingelagerten Heizdraht stromleitend ver  bunden:, jedoch am hintern Ende offen und  statt auf der Aussenseite     nunmehr    auf der  Innenseite mit dem     elektronenemittierenden     Belag versehen ist.

   Zweckmässig ist die Me  tallhülse hierbei nach hinten     trichterförmig          erweitert,    obwohl sie gegebenenfalls auch  zylindrisch oder prismatisch gestaltet sein       könnte.    Bei dieser Ausbildung der Metall  hülse muss die Entladung über die Aussen  wandung derselben     hinwegstreichen,    um am       hintern    Hülsenende ins Innere der     Illetall-          hülsie        umzubiegen    und an dem     elektronen-          emittierenden    Innenbelag anzusetzen.

   Die  von der Anode kommenden Ionen prallen da  bei bereits zum Teil auf der     glatten         Aussenwand der zweckmässig trichterförmigen  Metallhülse auf, so dass der elektronenemit  tierende Innenbelag der Hülse einem weniger  heftigen     Ionenaufp.rall    ausgesetzt ist. Da die  innen an der trichterförmigen Hülse an  setzende Entladung nunmehr gezwungen ist.  über die gesamte Aussenfläche der     tricUter-          förmigen        Metallhülse        hinwegzustreichen,    so  wird diese gleichmässiger und auch gleich  zeitig stärker durch die Entladung erhitzt,  was für die Ökonomie der Röhre vorteilhaft  ist.

   Die stärkere Erhitzung der     hülsenförmi-          gen    Elektroden durch die Entladung selbst  gestattet es auch, gegebenenfalls, nach be  wirkter Zündung der Röhre, an Heizstrom  zu sparen, sofern dieser nicht nach     erfolgter     Zündung, wie an sich bekannt, ganz abge  schaltet wird.  



  Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs  beispiel der neuen Entladungsröhre in     Fig.    1  in Ansieht     dargestellt;    die       Fig.    2 und 3 zeigen in grösserem Mass  stabe zwei zugehörige Ausführungsformen  der Kathode.  



  Die in     Fig.    1 dargestellte Leuchtröhre  besitzt- ein mit beliebigen Gasen, Gas  gemischen oder auch     Gasdampfgemischen    ge  fülltes Glasgefäss 1, das am einen Ende zwei  rechtwinklig abgebogene Einsätze 18 zur  Unterbringung von zwei     plattenförmigen     Anoden 5', 5" aufweist. Letztere werden von  in Fussrohren 2 eingeschmolzenen Stromzu  führungen 4 getragen. Am andern     Leucht-          rohrende    ist eine als Glühkathode wirkende       Metallblechhülse    7' eingebaut, die von zwei  durch das Fussrohr<B>3</B> hindurchgeführten  Stromzuführungen 11, 12 getragen wird.

   Die  Metallhülse 7' ist nach hinten     trichterförmig     erweitert und auf der Innenseite mit einem  elektronenemittierenden Belag versehen, der  zweckmässig aus     Erdalkalimetallen    oder Ver  bindungen derselben besteht. Im Innern der  trichterförmigen Metallhülse 7' ist ein auf  einer Isolierhülse 65 aufgewickelter Heiz  draht 8 untergebracht, dessen vorderes Ende  mit dem die Hülse nach der Entladungsbahn  hin abschliessenden Deckel 9' verbunden ist.    Das rückwärtige Ende des Heizdrahtes 8 ist  an einen in der Isolierhülse 65 eingebetteten       Kerndra.ht66    angeschlossen., der seinerseits mit  dem Stütz- und     Stromzuführungsdraht    11  verbunden ist.

   Der zweite Stütz- und Strom  zuführungsdraht 12 ist aussen an der trich  terförmigen Metallhülse 7' befestigt. In das  hintere Hülsenende ist eine Bodenwand 67  eingesetzt, die eine zentrale     Durchtritts-          öffnung    68 aufweist, damit die Entladung  ins Innere der trichterförmigen Metallhülse  eintreten kann, nachdem sie vorher über die  ganze Länge der trichterförmigen Hülse     hin-          weggegangen    ist. Durch die     Abschlusswand    67  wird eine     Wärmestauung    erreicht und auch  verhindert, dass etwa losgerissene Teilchen  des elektronenemittierenden Innenbelages in  das Rohrinnere gelangen.

   Die     Abschluss'wand     67 ist jedoch nicht unbedingt erforderlich;  sie kann     gegebenenfalls,    wie in     Abb.    3 ge  zeigt, auch fortfallen. Am Deckel 9' der  trichterförmigen Hülse 7' kann ferner, wie  in     Abb.    3     gezeigt,    eine zweite     trichterförmige     Hülse 69 angebracht werden, welche die  eigentliche Entladungshülse 7' mit geringem  Abstand umschliesst, so dass letztere alsdann  doppelwandig ist.

   Auch die doppelwandige  Gestaltung     derMetallhülsevermindertWärme-          abstrahlungsverluste.    Diese Ausführung ist  zudem besonders dann vorteilhaft, wenn auch  während des     Leuchtröhrenbetriebes    die zusätz  liche Heizung durch den Heizdraht aufrecht  erhalten werden soll.  



  Die Leuchtröhre kann natürlich auch an  beiden Enden mit je einer glühenden, trich  terförmigen Hülsenelektrode versehen werden.  Die     trichterförmigen    Elektroden können auch  aus einem gesinterten Gemisch von hoch  schmelzenden Metallen und nichtmetallischen,  insbesondere     oxydischen    Stoffen von hohem  Emissionsvermögen bestehen.  



  Die beschriebene Leuchtröhre kann wegen  der sehr stabilen und äusserst hitzebeständi  gen Elektroden mit ungewöhnlich grossen  Stromstärken und, sofern normale Rohrdurch  messer gewählt werden, auch mit sehr hohen      Stromdichten betrieben werden, was von be  sonderem Vorteil ist, wenn die Röhre ausser  einem leicht     ionisierbaren    Grundgas noch  einen zu verdampfenden Bodenkörper besitzt.  Die Elektroden lassen sich auch mit Vorteil  bei andern, mit hohen Stromstärken zu be  treibenden Entladungsgefässen, wie beispiels  %veise     hochamperigen        Edelgasgleichrichtern,     verwenden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrische Entladungsröhre mit einer oder mehreren hülsenförmigen Elektroden, in deren Innern ein Heizdraht untergebracht ist. dadurch gekennzeichnet, da.ss die nach der Entladungsbahn der Röhre hin geschlossene, mit dem eingelagerten Heizdraht stromleitend verbundene Metallhülse am hintern Ende offen und auf der Innenseite mit einem elek tronenemittierenden Belag versehen ist. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Entladungsröhre nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Metallhülse nach hinten trichterförmig erweitert ist. 2.
    Entladungsröhre nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die trichterförmige Metallhülse am hintern Ende einen Abschlussboden mit mittlerer Durchtrittsöffnung für die Ent ladung aufweist. 3. Entladungsröhre nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die trichterförmige Me tallhülse doppelwandig ausgebildet ist.
CH153621D 1930-04-05 1931-03-21 Elektrische Entladungsröhre mit einer oder mehreren hülsenförmigen Elektroden. CH153621A (de)

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