CH153766A - Verfahren zur Herstellung von Glas mit Verstärkungsschicht, und nach dem Verfahren hergestelltes Glas. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Glas mit Verstärkungsschicht, und nach dem Verfahren hergestelltes Glas.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Glas mit Verstärkungsschicht, und nach dem Verfahren hergestelltes Glas. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Glas mit Verstärkungs schicht, und nach dem Verfahren hergestell tes Glas.
Es ist ein Verfahren zur Herstellung von nichtsplitterndem Glas -bekannt., bei dem be legte Glasscheiben und eine Verstärkungs- schicbt aufeinandergelegt werden, während die Schichten in 'eine Flüssigkeit, wie zum Beispiel Alkohol, mit verhältnismässig niedri gem Siedepunkt untergetaucht sind.
Es be steht auch ein derartiges Verfahren, bei wel chem Adhäsion zwischen einer Verstärkungs schicht und dem belegten Glas dadurch zu stande gebracht wird, dass man mindestens eine der zu verbindenden Oberflächen mit einer Flüssigkeit benetzt, die mindestens ein Lösungs- bezw. Aufweichungsmittel ent hält, welches seinen Siedepunkt bei einer Temperatur oberhalb<B>130'</B> C hat.
Ferner ist ein abgeändertes Verfahren dieser Art be kannt, bei welchem die zu verbindenden Ober- flächen nach dem Belegen mit einem Binde mittel, wie Gelatine mit oder ohne Klebstoff (enamel), in einem Bad aufeinandergelegt werden, das eine inerte Flüssigkeit mit ho hem Siedepunkt, sowie einen geringen An teil mindestens eines Lösung- oder Auf - weiehungs.mittels von hohem Siedepunkt ent hält.
Bei einem weiteren bekannten Verfahren wird zu dem Bad ein geringer Prozentsatz einer Lösung eines Zelluloseesters in einem Lösungsmittel mit hohem Siedepunkt zu gesetzt, wenn der Belag auf dem Glas keinen Klebstoff enthält oder wenn der Klebstoff nicht aus Zelluloseester besteht oder solchen enthält.
Alkohol hat einen verhältnismässig niedrigen Siedepunkt, und wenn folglich im Fall von Verwendung von Alkohol das nich t- s.plitternde Glas der Hitze ausgesetzt wird, so besteht Neigung zur Blasenbildung. Übri gens ist festgestellt worden, dass bei Verwen dung von Alkohol Verfärbung des nicht splitternden Glases eintreten kann, wenn das Glas während längerer Zeit dem Sonnenlicht ausgesetzt wird.
Durch vorliegende Erfindung ist man in der Lage, bei der Herstellung von verstärk tem Glas mit einer nichtsplitternden Ver stärkungsschicht unter den die Adhäsion der Verstärkungsschicht auf den Glasplatten sichernden Flüssigkeiten eine grössere Aus wahl zu treffen als bisher, und das Ver fahren so zu gestalten, dass die Produkte in vielen Fällen bedeutend besser ausfallen als nach den bisher bekannten Methoden.
Bei dem Verfahren gemäss der Erfindung wird bei der Herstellung von verstärktem Glas durch Verbindung zweier Glasplatten, die je auf einer Seite mit einem gelatine- haltigen Bindemittelüberzug belegt sind, ver- mittelst einer Verstärkungsschicht aus pla stischer Zelluloseestermasse so gearbeitet, dass die Verstärkungsschicht und die belegten Be rührungsflächen der Glasplatten mit einer Flüssigkeit,
deren Siedepunkt oberhalb<B>120'C</B> liegt und die den in der Verstärkungsschicht verwendeten Zelluloseester nicht löst, behan delt werden, worauf man die Flächen zu sammenbringt und das Ganze unter Erwär men presst.
Bei .dem vorliegenden Verfahren wird also statt einer Flüssigkeit, bestehend .aus einem Gemisch einer nichtlösenden Flüssig keit mit hohem Siedepunkt mit einem ge ringen Anteil mindestens eines Lösungs- oder Aufweichungsmittels, eine den in der Ver stärkungsschicht verwendeten Zelluloseester nicht lösende Flüssigkeit (zum Beispiel bei Verwendung von Nitrozellulose Zyklohexa- nol), die aber auch ein nicht lösendes Ge misch verschiedener Flüssigkeiten sein kann. benützt.
Im nachstehenden wird der Ausdruck "plastische Zelluloseestermass.e" für ein sol ches Material, wie zum Beispiel Zelluloid, das einen Zelluloseester enthält, gebraucht, welches während der Verarbeitung plastisch bleibt.
Unter dem Ausdruck "den in der Ver stärkungsschicht verwendeten Zelluloeester nichtlösende Flüssigkeit vom Siedepunkt. ober- halb 120 C" ist eine aus einem oder meh reren Bestandteilen bestehende Flüssigkeit zu verstehen, die nicht ein Lösungmittel für den betreffenden Zelluloseester ist und nicht unterhalb 120 zu sieden beginnt.
Das Un- iertauchen in einer nichtlösenden Flüssigkeit (wie Zyklohexanol oder ein Homologes des selben), beziehungsweise das Bespülen mit einer solchen Flüssigkeit hat die Wirkung, die Nachteile, wie sie in der Einleitung be schrieben worden sind, zu beheben, die der Verwendung von Alkohol oder dergleichen anhaften.
Die vereinigten Schichten können nach .dem Bespülen mit Flüssigkeit und vor dem Pressen und gleichzeitigen Erhitzen der Wir kung einer maschinell betätigten Quetschvor richtung unterworfen werden, um überschüs sige Flüssigkeit auszutreiben. Ferner kann die Flüssigkeit, in welche die Schichten un tergetaucht oder mit welcher sie bespült wer den, heiss sein. Bei Anwendung eines Kleb stoffes oder Kittes kann dieser zweckmässig Telluloseester enthalten.
Dis Verbindung einer plastischen Nitro zellulose enthaltenden Schicht mit einer Glas scheibe, die zuvor mit Gelatine belegt wurde, kann dadurch erreicht werden, dass man die Oberflächen zusammenbringt, während sie in eine Flüssigkeit untergetaucht bezw. von die ser überflutet werden, die Zyklohexanol mit Glyzerin und Wasser gemischt enthält, und dann die vereinigten Schichten Druck und Hitze aussetzt.
Die nichtlösende Flüssigkeit mit Siede punkt nicht unterhalb 120 C kann aus Zyklohexanol oder einemHomologen desselben bestehen.
Einer solchen, zum Beispiel Nitrozellulose nichtlösenden Flüssigkeit mit Siedepunkt. nicht unterhalb 120 C kann man Toluol oder Xylol oder dessen Homologe zusetzen oder auch ein 1VIineralöl mit hohem Siede punkt, ohne dass dadurch deren nichtlösende Eigenschaften verändert würden.
Bei der Ausübung des Verfahrens kann die nichtlösende Flüssigkeit mit Siedepunkt oberhalb 120' C in die Metalltröge oder Bä- der eingebracht werden, welche bisher für Alkohol benutzt wurden, oder es können die Schichten mit der Behandlungsflüssigkeit durch bewegliche oder stationäre Düsen über flutet werden oder durch Bespülen der Ober flächen mit der Flüssigkeit, während sie durch eine Fördervorrichtung unter einer Vorrichtung zur Herstellung eines Überzuges durchgeführt werden, wie solche zum Auf tragen gleichmässiger flüssiger Überzüge auf feste Oberflächen üblich sind.
Bei dem be schriebenen Verfahren wird vorzugsweise ein Klebstoff verwendet, welcher sich auf einer trockenen Oberfläche ansetzt, die sozusagen kein Haftvermögen: besitzt.
Im nachstehenden wird eine beispielsweise Ausführungsmöglichkeit des beschriebenen Verfahrens bei der Herstellung von nicht splitternden Glas angegeben, welches zwei Glasschichten mit ,einer Zwischenschicht aus Zelluloid aufweist.
Die nicht exponierte Seite jeder Glas scheibe wird nach dem üblichen Reinigen und Trocknen auf einer Maschine zur Herstellung von Belägen mit einer dünnen Gelatineschicht überzogen, die ebenfalls getrocknet wird. Die Oberfläche der .getrockneten Gelatine wird dann mit Klebstoff belegt, der auf die Ober fläche der Gelatine in 'einer hierzu geeigneten Maschine aufgetragen wird.
Zweckmässiger weise besteht der Auftrag aus Zelluloid, das in Essigsäure oder Essigsäureester bezw. einer Mischung der beulen, vorzugsweise un ter Zusatz von andern Lösungsmitteln, auf gelöst wurde. Der fertige Auftrag wird ge trocknet.
Die Schichten des belegten Glases werden dann mit .einer Flüssigkeit der oben beschriebenen Art behandelt, das heisst mit einer nichtlösenden Flüssigkeit mit einem Siedepunkt von mindestens 120 C, wie zum Beispiel Zyklohexanol. Die Zellulo.idschicht wird in ein Bad aus der genannten Flüssig- keit'eingetaucht und auf die überzogene Ober fläche der einen Glasscheibe gelegt. Die an dere überzogene Glasscheibe wird auf die an dere Oberfläche des Zelluloids belegt.
Der so geschichtete Körper wird durch eine maschi nell betätigte Quetschvorrichtung geführt und dann Hitze und Druck ausgesetzt. Hier zu kann der Schichtkörper zum Beispiel in eine hydraulische Presse eingebracht werden, deren Platten auf eine Temperatur von 60 bis 1.20' C erhitzt sind, und der ausgeübte Druck kann 150 bis 240 Pfund pro Quadrat zoll (zirka 1l-17 kg/em2) betragen.
Vor zugsweise wird der Druck während ungefäbr -zwei Minuten aufrecht erhalten und dann wird der Schichtkörper gewendet und von neuem gepresst.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von verstärk tem Glas durch Verbindung zweier Glasplat ten;, die je auf einer Seite mit einem gelatine- haltigen Bindemittelüberzug belegt sind, vermittelst einer Verstärkungsschicht aus pla stischer Zelluloseestermasse, dadurch gekenn zeichnet, dass die Verstärkungsschicht und die belegten Berührungsflächen der Glasplatten mit einer Flüssigkeit, deren Siedepunkt ober halb 120 C liegt und die den in der Verstär kungsschicht verwendeten Zelluloseester nicht löst, behandelt werden,worauf man die Flä chen zusammenbringt und das Ganze unter Erwärmen zusammenpresst. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, I, da .durch gekennzeichnet, dass das Benetzen der Oberflächen durch Untertauchen der selben in die Flüssigkeit erfolgt. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Benetzen der Oberflächen durch Bespülen mit der Flüssigkeit erfolgt. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der Binde mittelüberzug noch mit einer Zellulose- ester enthaltenden Schicht belegt ist..i. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Behand lungsflüssigkeit Zyklohexanol enthält 5. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Behand- lungsflüssigkeit ein Homologes des Zyklo- hexanols enthält. 6. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man eine Be handlungsflüssigkeit verwendet, die einen aromatischen Kohlenwasserstoff enthält. 7.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man eine Be handlungsflüssigkeit verwendet, die To- luo1 enthält. B. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man eine Be handlungsflüssigkeit verwendet, die Xy- lol enthält. 9. Verfahren nach Patentanspruch I, da: durch gekennzeichnet, dass man eine Be handlungsflüssigkeit verwendet, die ein Mineralöl mit hohem Siedepunkt enthält. 10.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man eine Be- handlungsflüssigkeit verwendet, die Zy- klohe.xanol mit Glyzerin und Wasser ge mischt enthält. 11. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man die nach dem Bespülen mit Behandlungsflüssigkeit vereinigten Oberflächen zunächst zum Austreiben eines Flüssigkeitsüberschusses der Wirkung einer mechanisch betätig ten Quetschvorrichtung unterwirft und dann aufeinanderpresst und der Hitze aus setzt.PATENTANSPRUCH II Nach dem Verfahren gemäss Patent anspruch I hergestelltes Glas mit Ver stärkungsschicht.
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