CH153813A - Vorrichtung zur elektrolytischen Behandlung von Flüssigkeiten zum Zwecke des Ionentransportes. - Google Patents
Vorrichtung zur elektrolytischen Behandlung von Flüssigkeiten zum Zwecke des Ionentransportes.Info
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Description
Vorrichtung zur elektrolytischen Behandlung von Flüssigkeiten zum Zwecke des Ionentransportes. Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Vorrichtung zur elektrolytischen Behandlung von Flüssigkeiten zum Zwecke des Ionen- transportes. Die Vorrichtung gemäss der Er findung besteht aus mindestens einer Zelle mit je einem durch ein Diaphragma getrenn ten äussern und innern Elektrodenraum, und ist dadurch gekennzeichnet,
dass beide Elek- trodenräume die Form verhältnismässig schma ler Kanäle besitzen, wobei der innere Elek- trodenraum durch Einsatz eines seinen Inhalt fast vollständig ausfüllenden Tauchkörpers verengt ist. Das Volumen der beiden Elektro- denräume kann das gleiche sein. Für manche Zwecke empfiehlt es sich jedoch, das Volu men des innern Elektrodenraumes grösser als das des äussern Elektrodenraumes zu wählen, oder umgekehrt. Der Zellenbehälter kann einen quadratischen, kreisförmigen oder ovalen Querschnitt besitzen.
Dem Diaphragma wird vorzugsweise die Form eines unten geschlos senen Zylinders gegeben.
Die Kathode wird beispielsweise im innern Elektrodenraum angeordnet. Der den Elek- trodenraum von innen begrenzende Tauch körper kann hohl ausgebildet sein, um gleich zeitig als Kühler zu dienen, indem ihm durch ein geeignetes Zuführungsrohr Kühlflüssigkeit zugespeist und diese durch einen Ablauf ab geführt wird. Die Zelle kann mit je einer Zuführungsvorrichtung für die im innern Elektrodenraum und im äussern Elektroden raum zu behandelnde Flüssigkeit und mit entsprechenden Abläufen ausgestattet sein.
Zwecks Ausübung eines hydrostatischen Druckes auf die im innern Elektrodenraum behandelte Flüssigkeit wird vorteilhaft ein Diaphragma gewählt, das die Behälterwand in der Höhenrichtung überragt, und der Ab lauf für die den innern Elektrodenraum er- füllende Flüssigkeit höher angeordnet, als der Ablauf für die den äussern Elektroden raum erfüllende Flüssigkeit. Der ausgeübte Druck entspricht der Niveaudifferenz der Ab läufe.
In Fig. I der Zeichnungen ist ein Aus- führungsbeispiel der Vorrichtung im Vertikal schnitt schematisch dargestellt. Fig. 2 zeigt die Schaltung mehrerer Zellen.
In den aus einem gegen den Elektrolyten widerstandsfähigen Material, z. B. Ton, her gestellten oder mit einem solchen widerstands fähigen Belag ausgekleideten Behälter cc ist das Diaphragma b und in dieses der Tauch körper a, der beispielsweise aus einem hohlen Glaskörper besteht, eingesetzt.
Das Dia phragma besteht aus dünnem porösen Material, beispielsweise aus unglasiertem Porzellan, Ton, Gurocel (ein Material, welehes aus Kie- selgur mit Wasserglasbindung mit Hilfe eines nachträglichen Brennprozesses hergestellt wird) oder Kunstharzgewebe. Diaphragmen und Tauchkörper werden in ihrer Lage durch Stützplatten d festgehalten.
Die Grössenver hältnisse sind so zu wählen, dass zwischen der Diaphragmenwand und der Behälterwand einerseits und zwischen der Wand des Tauch körpers uild der Diaphragmenwand anderseits Kanäle entstehen, nämlich der innere Elek- trodenraum e und der äussere Elektrodenraum f Die Weite der die Elektrodenräume bildenden Kanäle kann beispielsweise 5-20 mm betra gen. Es kann jedoch auch mit weitern oder engern Kanälen erfolgreich gearbeitet werden.
Im innern Elektrodenraum ist die Elektrode g angeordnet, beispielsweise die Kathode in Form von ringförmig angeordneten Graphit stäben, die durch den Metallring fa (z. B. aus Aluminium) untereinander und mit der Strom quelle leitend verbunden sind. Im äussern Elektrodenraum befindet sich die Elektrode i. z. B. die Anode, die aus Platin-Tantalstreifen bestehen kann.
Dem Tauchkörper c wird Kühlwasser durch ein fast bis zum Boden reichendes Rohr k zugeführt. Durch den Ablauf l wird das Kühl wasser abgeführt. Die Zuspeisung des Elek- trolyten zum innern Elektrodenraum e erfolgt bei o, die des äussern Elektrolyten bei p). yn ist der Ablauf für den innern Elektroden raum, n für den äussern Elektrodenraum.
Der Tauchkörper kann unter Umständen aus einem gegen den Elektrolyten wider standsfähigen Metall, z. B. aus Zinn, oder V 2 a-Stahl hergestellt sein und in diesem Fall gleichzeitig als Elektrode dienen.
Beim Betriebe werden die beiden Elektro- denräume mit den betreffenden Flüssigkeiten gefüllt. Es hat sich bei der Behandlung emp findlicher Flüssigkeiten als vorteilhaft erwie sen, diese kontinuierlich; eventuell im Kreis lauf durch den innern Elektrodenraum hin durchzuführen, wogegen die Flüssigkeit im äussern Elektrodenraum nicht bewegt wird, sondern der äussere Elektrolyt ohne Zulauf von aussen, nur durch Diffusion und elektro lytischen Transport ergänzt wird, so dass die Flüssigkeit aus dem äussern Elektrodenraum nur ganz langsam abtropft.
Sind mehrere Zellen kaskadenförmig geschaltet, so fliesst die Flüssigkeit von innerm zu innerem Elek- trodenraum durch die Abläufe in, während die Flüssigkeit in den äussern Elektrodenräu- men vom Ablauf<I>n</I> über die Leitrinnen q in den nächsten äussern Elektrodenraum abtropft oder auch gesondert abgeleitet wird. Die Vor richtung gemäss der Erfindung ist besonders für die elektrolytische Reinigung von Wasser stoffsuperoxydlösungen (Entsäuerung und Sta bilisierung) geeignet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zur elektrolytischen Behand lung von Flüssigkeiten zum Zwecke des Ionen transportes, bestehend aus mindestens einer Zelle mit je einem durch ein Diaphragma getrennten äussern und innern Elektrodenraum, dadurch gekennzeichnet, dass beide Elektroden räume die Form verhältnismässig schmaler Kanäle besitzen, wobei der innere Elektroden raum durch Einsatz eines seinen Inhalt fast vollständig ausfüllenden Tauchkörpers verengt ist. . ÜNTERANSPPVCRE I.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass im innern Elektroden- raum die Kathode, im äussern Elektroden raum die Anode angeordnet ist. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch; dadurch gekennzeichnet, dass der Tauchkörper hohl und mit einem Zu- und Ablauf für Kühl flüssigkeit versehen ist. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Diaphragma die Wand des Zellenbehälters in der Höhen richtung überragt, wobei der Ablauf für die den innern Elektrodenraum erfüllende Flüssigkeit höher als der Ablauf für die den äussern Elektrodeirraum erfüllende Flüssigkeit angeordnet ist.
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| CH153813D CH153813A (de) | 1930-08-18 | 1931-03-23 | Vorrichtung zur elektrolytischen Behandlung von Flüssigkeiten zum Zwecke des Ionentransportes. |
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