CH153899A - Reibungskupplung mit selbsttätiger Ausrückvorrichtung. - Google Patents

Reibungskupplung mit selbsttätiger Ausrückvorrichtung.

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CH153899A
CH153899A CH153899DA CH153899A CH 153899 A CH153899 A CH 153899A CH 153899D A CH153899D A CH 153899DA CH 153899 A CH153899 A CH 153899A
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friction clutch
friction
electrical contact
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Magnet-Werk G M B H Eisenach
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Magnet Werk G M B H Eisenach
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Description


      Reibungslzupplung    mit selbsttätiger     Ausrückvorrichtung.       Bei Reibungskupplungen,     insbesondere     solchen für grössere Leistungen, besteht der  Übelstand, dass bei länger .dauernden starken  Überlastungen die Reibflächen infolge des  dann     eintretenden        Gleitens    unter vollem  Druck verbrennen, wenn     .die    Kupplung nicht  schleunigst ausgerückt wird.

   Ein nur kurze  Zeit     dauerndes    Rutschen, wie es durch  kleinere Leistungsstösse verursacht wird oder  auch ein längeres langsames Gleiten der  Reibflächen als     Folge    einer geringfügigen       Überlastung    ist für die Fernhaltung der  Überlastungsstösse vom     Triebwerk    meist er  wünscht und für die Reibflächen bei rich  tiger     Dimensionierung    auch unschädlich. Da  gegen müssen lange dauernde stärk     Gere        Über-          lastungen    zur Schonung ,der Reibflächen ver  mieden werden, was zur Zeit durch Aus  rücken der Kupplung von Hand geschieht.

    Da solche Überlastungen aber häufig über  raschend auftreten, kommt man mit dem       Ausrücken    von Hand oft zu spät, um das    Verbrennen der Reibflächen noch verhüten zu       können.     



  Zur     Beseitigung    dieser     Nachteile.    besitzt  die Reibungskupplung .gemäss der Erfindung  eine bei Temperaturerhöhung :der     Reibflächen     mit einer Bewegung reagierende     Vorrich-          tung,    welche :den:     Reibungsschluss    der Kupp  lungsglieder durch Betätigung eines elek  trischen Kontaktes unterbricht, der in einem  den     Reibungsschluss    beherrschenden Strom  kreis eingeschaltet ist.

   Diese Vorrichtung  kann in verschiedener Weise     ausgebildet     sein; sie kann zum Beispiel ein     Wärmemesser     oder ein Kapselmanometer sein, sie kann nur  durch mechanische     Mittel    wirken oder unter  Zuhilfenahme von Schmelzmitteln oder  leichtsiedenden Flüssigkeiten oder der  gleichen.  



  Der elektrische Kontakt kann über ein  Relais auf den den     Kupplungsschluss    be  herrschenden Stromkreis einwirken, indem er  zum Beispiel' bei einer     elektromagnetischen         Kupplung den Erregerstromkreis unterbricht.  Die     Zeichnung,    :die die Erfindung in Anwen  dung auf eine elektromagnetisch betätigte  Reibungskupplung beispielsweise veran  schaulicht, stellt einen teilweisen     Achsial-          sehnitt    durch die betreffende Kupplung dar.  



  Auf :die Welle 1,  & e als die treibende an  gesehen werden möge, ist der eine Magnet  wicklung 2 enthaltende Kupplungsteil 3 auf  gekeilt, während der mit :diesem zusammen  wirkende Anker 4 auf :der getriebenen Welle  5 befestigt ist, und zwar so, dass er sich in       achsialer    Richtung verschieben, nicht aber  auf :der Welle :drehen lässt.

   Mit 6; ist der  Reibbelag     bezeichnet,        :der    an der Anker  scheibe 4 angebracht ist und mit der an dem       gegenüberliegenden        Flanschteil    7 des Mag  netkörpers 3: vorgesehenen metallischen     Reib-          fläche    8 zusammenwirkt, sobald beim Ein  schalten des :durch die Schleifringe 9 zuge  führten Erregerstromes die Ankerscheibe ge  gen den Magnetkörper gezogen wird.

   Indem       Flanschteil    7 ist eins metallische Kapsel 10,  die nach Art der     Aneroid-Barometer    aus  gebildet ist,     :eingelassen,    und zwar durch Ein  schrauben von :der     Aussenseite    her, derart,  dass die Innenfläche der Kapsel, die zweck  mässig aus gut leitendem Metall, zum Beispiel  Kupfer besteht, mit der Reibfläche 8 ab  schneidet. Der Luftraum der Kapsel ist  durch eine Membran 11 abgeschlossen, die  ein     Kontaktplättchen    12     trägt,    das mit einer  einstellbaren Kontaktschraube 1'3 in Berüh  rung treten kann, wenn die Membran 11 in  folge der durch Erwärmung verursachten  Ausdehnung der in der Kapsel eingeschlos  senen Luft sich nach aussen bewegt.

   Auf  diese     Weise    wird ein Stromkreis geschlossen,  .der ein Relais: enthält, durch das der die  Wicklung 2 enthaltende Erregerstromkreis  unterbrochen wird. Die     Ankersüheibe    wird  dann vom     Magnetkörper    freigegeben und  durch eine (nicht dargestellte) Feder in       achsialer    Richtung vorgedrängt, wodurch die  Reibflächen voneinander freikommen und die  Kupplung     ausgerückt    wird. An Stelle :der  beschriebenen, auf der     Wärmeausdehnung     der Luft beruhenden Vorrichtung kann die    beim Gleiten der Reibflächen auftretende  Erwärmung auch in anderer Weise für das       Ausrü.eken    der Kupplung nutzbar gemacht  werden.

   Beispielsweise könnte zu diesem  Zweck ein     Bimetallstreifen    in bekannter Aus  führung Verwendung finden oder ein mit  einem Relais zusammenwirkendes:     Thermo-          element,    :das, sobald die Erwärmung ein be  stimmtes Mass erreicht, :einen das Relais     be-          tätigenden    Strom erzeugt. Die auf :die Tem  peraturerhöhung ansprechende Vorrichtung  braucht auch nicht     unmittelbar    an der Reib  fläche der Kupplung vorgesehen zu sein.

   Sie  kann vielmehr auch an den andern Stellen  untergebracht werden, vorausgesetzt,     :dass    .die  betreffende Stelle beim     Gleiten    der Reib  flächen infolge der dabei auftretenden  Wärmebildung eine genügend schnelle Tem  peratursteigerung :erfährt. Die in der     Zei.ch-          nung    dargestellte Anordnung ist aber beson  ders vorteilhaft, weil sie nicht nur infolge  der durch Leitung auf sie übertragenen Er  wärmung wirkt, sondern infolge :der unmit  telbaren Erwärmung des beim Gleiten der  Reibwirkung selbst ausgesetzten metallischen  Bodens der Kapsel 10.  



  Die Vorrichtung lässt sich leicht so ein  stellen, dass bei kurz .dauernden Kraftstössen,  die eine Beschädigung der Reibflächen nicht  zur Folge haben können, ein selbsttätiges  Ausrücken der Kupplung nicht erfolgt, wäh  rend     länger,dauernde    Überlastungen, die eine  Zerstörung :der     Reibflächen,    durch Über  hitzung herbeiführen würden, unbedingt  zum schnellen Abschalten der Kupplung  führen.  



  Die Kapsel 10 ist     allseitig    geschlossen, so  dass .die in ihr enthaltende Luft nicht ent  weichen kann. Die Ausschaltung lässt sich  dadurch bei verschiedenen Erwärmungs  graden erreichen,     :dass    man kleine Mengen  von     Flüssigkeiten    verschieden hoher Siede  temperatur in der Kapsel     unterbringt.    Bei  spielsweise kann man bei     Verwendung    von  Schwefelkohlenstoff, Schwefeläther oder der  gleichen ein Abschalten :der Kupplung bei  Temperaturen erreichen,     die    unter<B>50'</B> C lie-      gen.

   Das ist zum Beispiel für solche Fälle  von     Bedeutung,    wo die Kupplung in Räumen       untergebracht    ist, in denen leicht entzünd  liche Stoffe gehandhabt werden.  



       Statt    durch Verwendung     einer    Membran  kapsel kann eine unmittelbare Abschaltung  der     Magnetwicklung    beispielsweise auch  dadurch bewirkt     werden,    dass durch die Er  wärmung ein leicht     schmelzbarer    Schmelz  körper, mit dem ein Kontakt festgehalten  wird, zum Schmelzen gebracht wird, wo  durch .der Kontakt freigegeben und mittelst  Federwirkung .die     Stromunterbrechung    der  Erregerspule der Kupplung     herbeigeführt     wird.

   Da je     nach,der        Zusammensetzung    des  Schmelzkörpers die verschiedensten Schmelz  punkte     erreicht    werden können, lässt sich  auch     diese    Einrichtung ohne weiteres den  verschiedensten Verhältnissen anpassen. Statt  der Stromunterbrechung lässt sich durch diese  Einrichtung auch ein Kurzschluss zwischen  den     beiden,        Schleifringen,    die die Stromzu  führung zur Kupplung bewirken, herbei  führen.

   Dadurch würde die in dem Strom  kreis der Kupplung eingeschaltete     Schmelz-          sicherung    in Tätigkeit treten, so     dass    die Er  regerwicklung stromlos gemacht und die  Kupplung ausgerückt wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Reibungskupplung mit selbsttätiger Aus rückvorrichtung, gekennzeichnet durch eine bei Temperaturerhöhung der Reibflächen mit einer Bewegung reagierende Vorrichtung, welche den Reibungsschluss der Kupplungs glieder durch Betätigung eines elektrischen Kontaktes unterbricht, der in einenden Rei- bung.sschluss beherrschenden Stromkreis ein- geschaltet ist.
    UNTERANSPRüCHE: 1. Reibungskupplung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die auf Tem peraturerhöhung reagierende Vorrichtung eine in den einen Kupplungsteil ein gebaute Kapsel ist, welche den elek trischen Kontakt so betätigt, dass ein in dessen Stromkreis liegendes Relais die Unterbrechung des Reibungsschlusses be wirkt.
    2. Reibungskupplung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die zur elek- tromagnetischen Betätigung der Kupp lung dienende Vorrichtung einen Schmelz körper enthält, durch dessen Schmelzen bei einem bestimmten Erwärmungszustand der elektrische Kontakt betätigt wird. d. Reibungskupplung nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekenn zeichnet, dass der durch .den Schmelz körper überwachte elektrische Kontakt .die Erregerwicklung kurz schliesst, so dass eine in dem Stromkreise liegende Sicherung anspricht und die Wicklung stromlos wird. 4.
    Reibungskupplung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass .die Kapsel eine Flüssigkeit von niedriger Siedetemperatur enthält, um ein Abschalten, der Kupplung schon bei entsprechend niedrigen Temperaturen zu " erreichen.
CH153899D 1930-02-15 1931-02-09 Reibungskupplung mit selbsttätiger Ausrückvorrichtung. CH153899A (de)

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CH153899D CH153899A (de) 1930-02-15 1931-02-09 Reibungskupplung mit selbsttätiger Ausrückvorrichtung.

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CH (1) CH153899A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1112353B (de) * 1954-10-08 1961-08-03 Siemens Ag Elektromagnetisch betaetigte Reibungs-kupplung

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