CH153944A - Elektrische Glimmentladungsröhre mit einer ein Alkalimetall enthaltenden Elektrode. - Google Patents

Elektrische Glimmentladungsröhre mit einer ein Alkalimetall enthaltenden Elektrode.

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CH153944A
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Gloeilampenfabrieken N Philips
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Philips Nv
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Description


  Elektrische     Glimmentladungsröhre    mit einer ein     Alkalimetall    enthaltenden Elektrode.    Die Erfindung bezieht sich auf eine elek  trische     Glimmentladungsröhre.    Solche mit  Gas     bezw.    Dampf gefüllte und eine selb  ständige Entladung aufweisende Entladungs  röhren werden für verschiedene Zwecke be  nutzt, zum Beispiel als Signallampen, Re  lais zur Überführung von elektrischen Strom  schwankungen in Lichtschwankungen, zum  Beispiel in Vorrichtungen für den Empfang  von auf telegraphischem     bezw.    radiotelegra  phischem Wege übermittelten Bildern.  



  Solche     Glimmentladungsröhren    haben oft  den Nachteil, dass die Spannung, bei der die  Entladung einsetzt, ziemlich gross ist, wobei  diese Zündspannung, bedeutend grösser ist als  die Betriebsspannung, das heisst die zwischen  den Elektroden bestehende Spannung, wenn  die Entladung einmal herbeigeführt worden  ist. Man hat bereits vorgeschlagen, die     Zünd-          und    die Betriebsspannung dadurch herabzu  setzen, dass die Kathode der Röhre mit einem       Alkalimetall    überzogen wird.    Die Erfindung bezweckt diese Spannun  gen noch weiter herabzusetzen und ausserdem  auch andere Eigenschaften der Röhre zu ver  bessern.  



  Die elektrische     Glimmentladungsröhre    ge  mäss der Erfindung weist eine ein     Alkaliine-          tall    enthaltende Elektrode auf. Das Alkali  metall ist auf eine     Alkalimetallogydschicht     von der Zusammensetzung     R20    aufgebracht,  wobei R ein     Alkalimetall    ist. Bei dieser       Glimmentladungsröhre    sind nicht nur die       Zünd-    und die Betriebsspannung, sondern  auch ihr innerer Widerstand ausserordent  lich niedrig, während sich die mit Alkali  metall überzogene Elektrode nur wenig zer  stäubt.

   Ein weiterer Vorteil, der sich beson  ders bemerkbar macht, wenn die Röhre zum  Beispiel in Fernsehapparaten für den Emp  fang von Bildern benutzt wird, besteht darin,  dass die Anzahl von durch die leuchtende  Glimmentladung ausgestrahlten Kerzen pro       '9jatt    Stromverbrauch gross ist. Das Nach  leuchten einer solchen Röhre, das heisst das      Fortdauern der leuchtenden Entladung, nach  dem die Stärke des durch die Röhre flie  ssenden Stroms verändert ist, lässt sich durch  eine geeignete Wahl der Gasfüllung nahezu  ganz vermeiden. Wahrscheinlich dauert das  Nachleuchten einer zum Beispiel mit Neon  gefüllten     Glimmentladungsröhre    gemäss der       Erfindung    weniger als<B>0,00001</B> Sekunde.  



  Die Betriebs- und die Zündspannung der       Glimmentladungsröhre    lassen sich noch wei  ter herabsetzen, wenn man für die Gasfül  lung ein Gemisch eines Gases, zum Beispiel  Neon, und eines andern Gases, zum Beispiel  Argon, benutzt, dessen     Ionisierungsspannung     geringer als die     Zündspannung    des erstge  nannten Gases ist.  



  Die Zündspannung der     Glimmentladung     kann ferner vorteilhaft dadurch herabgesetzt  werden, dass die mit     Alkalimetall    überzogene  Elektrode beleuchtet wird.  



  In der Zeichnung ist eine Ausführungs  form einer     Glimmentladungsröhre    gemäss der  Erfindung beispielsweise dargestellt.  



  Die dargestellte Entladungsröhre, die als  Signallampe verwendet werden kann, weist  eine aus Glas bestehende Wand 1 auf, an  der ein Füsschen 2 aasgeschmolzen ist, auf  dem zwei Elektroden angeordnet sind. Eine  dieser Elektroden besteht aus einem Metall  ring     \3',    der von einem Stützdraht 4 getragen  wird.

   Die andere von dem Stützdraht 6 ge  tragene Elektrode 5 besteht aus einer, zum  Beispiel-aus Kupfer hergestellten Platte, die  auf der der Elektrode ss zugewandten Seite  mit einer     Cäsiumoxydschicht    von der Zusam  mensetzung     Cs20    bedeckt ist, auf die eine       Cäsiumschicht    aufgebracht ist.     Gewünsch-          tenfalls    kann die andere Seite der Platte,  ebenso wie auch die Stützdrähte 4 und 6  mit     einem.    Isolierstoff, zum Beispiel mit Alu  miniumoxyd, bedeckt sein.  



  Im folgenden sind einige Weisen be  schrieben, auf welche die Oberfläche der Ka  ihode 5 hergestellt werden kann.  



  Zu diesem Zweck kann nach der Anord  nung der Elektroden in der Röhre und nach  dem letztere entlüftet worden ist, ein wenig    Cäsium in die Röhre eingebracht werden, das  sich auf der     Kupferplatte    5 absetzt. Das  Cäsium kann zum Beispiel durch Verdamp  fen aus einem mit der     Glimmentladungsröhre     in Verbindung     stehenden    Behälter in die  Röhre eingeführt werden. Nachdem das Cä  sium in die Röhre eingebracht ist, wird  Sauerstoff im Ü     berschuss    in die Röhre     @    ein  geführt. Infolgedessen oxydiert sich das Cä  sium, wobei     Cs2        O.,    gebildet wird.

   Nachdem  der     Sauerstoffüberschuss    aus der Röhre ent  fernt ist, wird eine neue     Cä.siummenge    in die  Röhre eingebracht, die das     Cs204    zu     Cs20     reduziert. Diese Reduktion kann durch Er  hitzung bis annähernd 200   C erleichtert  werden. Das gebildete     Cs20    ist an seiner  goldbraunen Farbe erkennbar. Wenn das  Cäsium im Überschuss vorhanden ist, so setzt  es sich auf dem gebildeten     Cs20    ab. Wenn  das Cäsium nicht im     Übersehuss    vorhanden  ist, so wird eine neue     Cäsiummenge    in die  Röhre eingebracht, die sich dann auf der ge  bildeten     Cäsiumoxydschicht    absetzt.

   Das  freie Cäsium wird dabei teilweise von dem       Cäsiumoxyd    absorbiert.  



  Ferner ist es auch möglich, nach dem  ersten Einbringen des Cäsiums eine be  stimmte     Sauerstoffmenge    in die Röhre ein  zuführen, so dass sich das Cäsium zu     Cs20     oxydiert. Darauf wird eine neue     Cäsium-          menge    in die Röhre eingebracht, die sich auf  der gebildeten     Cäsiumoxydschicht    absetzt.  



  Weiter kann man durch Einführung einer  kleinen     Wasserdampfmenge    in die Röhre  eine Schicht Wasser an der Kupferplatte 5  absorbieren lassen. Wenn nach Entfernung  des     Wasserdampfüberschusses    aus der Röhre  Cäsium im     Überschuss    zugeführt wird, so  reagiert dieses Cäsium mit dem Wasser, wo  bei     Cs20    gebildet wird und Wasserstoff frei  wird, der aus der Röhre entfernt werden  kann, während sieh der     Cäsiumüberschuss    auf  der gebildeten     Cäsiumoxydschicht    absetzt.  



  Obwohl bei diesem Verfahren Cäsium be  nutzt wird,     versteht    es sieh, dass sich das Ver  fahren auch mit den andern     Alkalimetallen     durchführen lässt.      Nachdem die Kathode gebildet ist, wird  die Röhre mit einer geeigneten Gas-     bezw.     Dampffüllung versehen. Gute Ergebnisse  sind zum Beispiel mit einer aus Neon und       0,25o1'    Argon bestehenden Gasfüllung bei  einem Druck von 8 mm erzielt worden. Die       Zündspannung    dieser Röhre, in welcher der       Elektrodenabstand    8 mm war, war ausser  ordentlich niedrig.

   Es wurde gemessen,     dass.     sich diese Spannung auf 56 Volt belief, wenn  die Röhre im Dunkel     betrieben        wurde.    Bei  Bestrahlung der Kathode der Glimmlampe  mit einem Lichtbündel, wobei die Beleuch  tung der Kathode eine Intensität von 0,015       Lume    per Quadratzentimeter hatte, war die       Zündspannung    54 Volt. Für die Betriebs  spannung der     Glimmentladungsröhre    fand  man einen Wert von 87 Volt.  



  Bei Bestrahlung der Glimmlampe mit       einer        gesonderten    Lichtquelle kann für die  Bestrahlung der verschiedenen Glimmlampen  zweckmässig die gleiche Lichtquelle benutzt  werden. Auch ist es möglich, die Lichtquelle  und die Glimmlampe baulich zu einem Gan  zen zu vereinigen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrische Glimmentladungsröhre mit Gas- oder Dampffüllung und mit einer ein Alkalimetall enthaltenden Elektrode, da durch gekennzeichnet, dass das Alkalimetall auf eine Alkalimetalloxydschicht von der Zusammensetzung R20 aufge bracht ist, 111 der R ein Alkalimetall ist. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Elektrische Glimmentladungsröhre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Gasfüllung der Röhre aus einem Gemisch eines Gases und eines andern Gases besteht, dessen Ionisierungsspan- nung niedriger als die Zündspannung des erstgenannten Gases ist. 2. Elektrische Glimmentladungsröhre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet. dass das erstgenannte Gas Neon und das zweitgenannte Gas Argon ist.
CH153944D 1930-02-25 1931-02-09 Elektrische Glimmentladungsröhre mit einer ein Alkalimetall enthaltenden Elektrode. CH153944A (de)

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