Einrichtung zur Fernübertragung von Messwerten, Betriebsgrössen und dergleichen. Bei Einrichtungen zur Fernübertragung von Alesswerten, Betriebsgrössen und derglei- ehen verwendet man im allgemeinen für die verschiedenen Gebergeräte eine gemeinsame Fernleitung und schliesst die Geräte mittelst eines Umschalters oder dergleichen nachein ander an die Fernleitung an.
Um zu ver meiden, dass bei dem jeweiligen Anschluss eines Gebergerätes nur zufällige Augen blickswerte übertragen werden, hat man den einzelnen Gebergeräten Integrierwerke zu geordnet, die periodisch aus den Augenblicks werten der Gebergeräte den Mittelwert bil den. Dieser Mittelwert wird dann bei dem ,jeweiligen Anschluss des Gebergerätes über- tra(ven. Bei den bisherigen Einrichtungen dieser Art hat man den Integrierwerken wiederum besondere Geräte zugeordnet, die den Mittelwert zum Zwecke der Übertragung durch Impulse entsprechender Dauer oder Häufigkeit nachbilden.
Die Erfindung verfolgt den Zweck, die genannten Einrichtungen zu vereinfachen. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss da durch gelöst, dass den einzelnen Integrier- werken ein einstellbarer Widerstand zu geordnet wird, dessen Einstellung durch das zugehörige Integrierwerk erfolgt und der beim Anschluss des betreffenden Gebergerätes über die Fernleitung in den Stromkreis des Empfang8gerätes geschaltet wird.
Diese Ein richtung ist in ihrer Bauweise sehr einfach, insbesondere wenn man als einstellbare Wi derstände Ringrohrwiderstände verwendet, die man gegebenenfalls unmittelbar auf der Achse des zugehörigen Integrierwerkes an ordnen kann. Weiterhin bietet die neue Ein richtung die Möglichkeit, mittelst entspre- eltender Schaltwalzen an der Geberstelle aus den Mittelwerten mehrerer Gebergeräte die Summe zu bilden und diese zu übertragen.
Bei dem in Abb. <B>1</B> dargestellten Ausfüh rungsbeispiel sind<B>1,</B> 2 und<B>3</B> Unterbrecher. die in dem Stromkreis der in Abb. <B>1</B> nur schematisch angedeuteten Integrierwerke 4, <B>5</B> und<B>6</B> liegen. Die Unterbrecher wer-den in Abhängigkeit von den zugehörigen Mess- ,oler#,ten der Sendestelle mit bestimmter Ge- D seliwindigkeit gedreht und 'leiten entspre chend. ihrer Drehzahl den Integrierwerken Impulse bestimmter Häufigkeit zu.
Die ein zelnen Integrierwerke 4,<B>5, 6</B> stellen zum Beispiel über die Stangen 4a, 5a, 6a perio disch entsprechend den gefundenen Mittel werten die zugeordneten Widerstände<B>7, 8</B> -und<B>9</B> ein. Diese Widerstände sind unter Vorschaltung von Justierwiderständen <B>10, 11</B> und <B>12</B> an die Leitung<B>13</B> angeschlossen, während die Schiebekontakte der Wider stände zu den Kontakten<B>15, 16, 17</B> des Um- selialters <B>18</B> geführt sind.
Durch den mit- telst eines Synchrünmotors oder dergleichen fortgeschalteten Kontektarm 18a werden die Widerstände<B>7, 8, 9</B> nacheinander über die Fernleitun <B>g 13,</B> 14 in -den Stromkreis eines Empfangsgerätes geschaltet. Das Empfangs gerät wird dadurch entsprechend dem jewei ligen Viderstandswert des auf der Sende seite eingeschalteten Widerstandes auf einen bestimmten Wert eingestellt.
Bei dem Ausführungsbeispiel ist als Empfangsgerät ein Sechsfarbenschreiber an genommen, dessen Messwerk 20 als Kreuz- spulgerät ausgebildet ist. Die Umschaltung des Sechsfarbenschreibers erfolgt, wie in der Zeichnung schematisch veranschaulicht, mit- telst eines Elektromagnetes 21 über die mit dessen Anker verbundene Schaltklinke und das Schaltrad 22.
Zur Steuerung des Elek tromagnetes 21. dient das in der Leitung 14 lie-ende Ruliestromrelais <B>23,</B> über dessen -Ruhekontakt tn 23a der Erregerkreis des Elek- tromao,netes geführt ist. Wenn der Kontakt,- arm 18a der Sendestelle einen Stromkreis über die Übertragungsleitung schliesst, ist das Relais<B>23</B> erregt und infolgedessen der Kon takt 23a geöffnet.
Sobald aber der Kontakt arm isa von einem Konfakt zu dem folgen den Kontakt des Umschalters<B>18</B> weiter gerückt und infolgedessen die Fernleitung stromlos wird, fällt das Relais<B>23</B> ab und schliesst über den Kontakt 23a den Erreger kreis des Magnetes<B>291,</B> der darauf den Sechs- farbenschreiber umschaltet. In der Abbil- dung sind zur Vereinfachung der Zeichnung auf der Sende-stelle nur drei Gebergeräte dar gestellt.
Bei Anwendung eines Sechsfarben- schreibers werden aber auf der Sendestelle natürlich- in der Regel sechs Sendegeräte an geordnet sein.
Um einen Ausschlag des Empfangsgerä tes infolge des Umschaltvorganges auf der Sendestelle zu verhindern, kann man, wie in der Zeichnung dargestellt, den zweiten Stromkreis des Messwerkes 20 über einen Ar- beitskonfakt <B>23b</B> des Relais<B>23</B> führen, so dass beim Umschalten des Umschalters<B>18</B> die beiden Wicklungen des Messwerkes 20 ab geschaltet werden. Durch die Verwendung eines Kreuzspulenmesswerkes erhält man den Vorteil, dass die Riehtigkeit der Übertragung von Spannungsschwankungen der Strom quelle unabhängig ist.
Statt einen Sechsfarbensehreiber zu ver wenden, kann man auf der Empfangsstelle auch mehrere Empfangsgeräte vorseh en und diese nacheinander mit den entsprechenden Geberaeräten mittelst eines in Synchronis mus mit dem Umschalter<B>18</B> fortgeschalteten Umschalters der Empfangssielle verbinden. In diesem Fall kann der Elektromagnet 21 zur Fortschaltuno, des Umschalters der Emp- fan(Ysstelle dienen.
Sofern zur Übertragung Wechselstrom verwendet wird, können die einstellbaren Ohmschen Widerstände durch einstellbare Reaktanzen, also Kapazitäten oder Induktivitäten, ersetzt werden.
Die in Abb. <B>1</B> nur scheinatiseli angedeu teten Integrierwerke können die aus der Abb. 2 ersichtliche Bauweise besitzen. Hier bei ist<B>30</B> ein Elektromagnet, der entspre chend dem Wert der zu übertrauenden Grösse durch Impulse bestimmter Häufigkeit erregt wird.
Der Magnet<B>30</B> schaltet bei jeder Er regung das Schaltrad<B>31</B> weiter, das auf der Welle<B>32</B> befestigt ist, die durch die magne tische Kupplung<B>033</B> mit der Welle 34 ver- bundeu ist.<B>35</B> ist eine Rückstellfeder und <B>36</B> ein Mitnehmerarm der Welle 34.<B>In</B> der Bahn des Mitnehmerarmes <B>36</B> liegt ein Arm <B>3-7</B> der Welle<B>38.</B> Auf der Welle<B>38</B> ist mit- telst eines Querträgers ein Ringrohrwider- stand<B>39</B> befestigt.
Der Ringrohrwiderstand enthält in bekannter Weise innerhalb eines gekrümmten Rohres aus nicht leitendem Stoff einen Widerstand, der bei einer Dre hung des Rohres durch eine in dem Rohre befindlic'he Quecksilbermenge entsprechend der Dreliung des Rohres zum Teil kurz geschlossen wird. 40 ist eine an der Welle <B>38</B> ancyreifende Rückstellfeder und 41 eine. magnetische Kupplung zwischen den Wellen <B>38</B> und 42. Auf der Welle 42 ist,ein Sperr- racl 43 befestigt.
Die Erregerstromkreise der magnetischen Kupplungen<B>33</B> und 41 sind über einen mit konstanter<B>-</B> Geschwindigkeit umlaufenclen Schleifring 44 geführt, der durch ein Isolier- slüek 45 unterbrochen ist. Die tangeutiale Ausdehnung des Isolierstückes 45 ist gerin- ,ger als der Abstand der beiden Schleifbür sten 46 und 47, während die Schleifbürste 48 breiter als die tangentiale Länge des Isolier- stückes 45 ist.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende: Entsprechend der Zahl der in<B>-</B>der Mess- periode dem Elektrumagneten <B>30</B> zugeleiteten Impulse wird über die Wellen<B>32</B> und 34 der Mitnehmerarin <B>36</B> um einen bestimmten Be trag aus der Nullstellung gedreht. Am Ende der Messperiode wird durch das Isolierstück 15 zunächst der Erregerkreis der Kupplung 41 unterbrochen.
Das hat zur Folge, dass,die Welle<B>38</B> unter der Wirkung der Rückstell- feder 4.0 sich mit ihrem Arm<B>37</B> gegen den Mitnehmerarm <B>36</B> anlegt, sofern sie nicht <B>C</B> schon zuvor diese Stellung einnahm. Bei der weiteren Drehung des Schleifringes 44 wird die Kupplung 41 wieder eingeschaltet und infohredessen,die Welle<B>38</B> in der betreffen den Stelluno, durch das Sperrad 43 fest gehalten.
Anschliessend gleitet das Isolier stück 45 unter der Bürste 46 her und unter bricht dadurch kurzzeitig den Erregerkreis der Kupplung<B>33,</B> so dass die Welle 34 von der Welle<B>32</B> abgekuppelt wird und unter der Wirkung der Rückstellfeder <B>35</B> den Mit- nehmerarin <B>36</B> in die Nullstellung zurück- führt-. Es beginnt darauf,die Messperiode von neuem.
Wie sich aus obigem ergibt, ist der in einer Messperiode erreichte Ausschlag des Mitnehmers <B>36</B> der Zahl der in der Mess- periode zugeleiteten Impulse proportional und gibt somit ein Mass für den Mittelwert der durch die Impulshäufigkeit bestimmten Augenblickswerte.
Der Stellung des Mit- nehmers <B>36</B> entspricht am Ende der Mess- periode auch die Einstellung des Ringrohr- widerstandes <B>39,</B> so dass der jeweils ein gestellte Widerstandswert ein Mass für den Mittelwert der durch Impulshäufigkeit be stimmten Augenblickswerte abgibt.
Bei Ver wendung der aus der Abb. 2 ersichtlichen Anordnung für die Übertragungseinrichtung nach Abb. <B>1</B> treten die Rin,-,rohrwiderstände der einzelnen Integrierwerke an die Stelle der Widerstände<B>7, 8</B> und<B>9.</B> Die Integrier- werke können auch in bekannter Weise mit Zeigern oder Schreibfedern versehen sein, um auch an der Sendestelle die jeweiligen Mit- felwerte ablesen oder registrieren zu können.
Um die Summen der Anzeigen mehrerer Gebergeräte zu übertragen, kann man die <B>C</B> aus Abb. <B>3</B> ersichtliche Anordnung treffen. Wie aus der Darstellung hervorgeht, werden über die Kontakte<B>15, 16, 17</B> des Umschal ters<B>18</B> in gleicher Weise wie bei der An ordnung nach Abb. <B>1</B> die Geberwiderstände einzeln in die Übertragungsleitung<B>13, 1-1</B> eingeschaltet.
Es sind aber ausserdem auf dem Umschalter<B>18</B> noch Kontakte angeord net, durch welche über den Kontaktarm<B>18a</B> mehrere Geberwiderstände parallel in die Übertragungsleitung eingeschaltet werden, und zwar werden über die Kontakte<B>50, 51</B> die Geberwiderstände<B>7</B> und<B>8,</B> über die Kon takte<B>52, 53</B> die Geberwiderstände<B>7</B> und<B>9</B> und über die Kontakte 54,<B>55, 56</B> die Geber widerstände<B>7, 8</B> und<B>9</B> parallel in die Über tragungsleitung<B>13,</B> 14 eingeschaltet. Diese Schaltung ergibt aber nur dann richtige Er gebnisse, wenn der 'vViderstand der Über tragungsleitung<B>13,</B> 14 klein gegenüber den Widerstandswerten der Geberwiderstände ist.
Die Einstellung der Geberwiderstände kann bei der Anordnung nach Abb. <B>3</B> in gleicher Weise, wie bei der Anordnung nach Abb. <B>1,</B> durch Integrierwerkeerfolgen. Ebenso kann als Empfangsgerät ein Sechsfarbenschreiber dienen. Selbstverständlich könnte man auch verschiedene Empfangsgeräte für die Einzel werte und die Summen-werte vorsehen.