Nach dem Iireuzstromprinzip arbeitende Lufterliitzeranlage an Lokomotiven. Die Erfindung bezieht sich auf nach dem Kreuzstromprinzip' arbeitende Lufterhitzer anlagen an Lokomotiven. Den bekannten Anlagen dieser Art haftet vor allem der Nachteil an, dass der Einbau des Luft- erhitzers mit wesentlichen Konstruktions- änderungen einzelner Teile der Lokomotive, gewöhnlich ihrer Rauchkammer, verbunden ist.
Ferner bringt es die bekannte Anord nung der Lufterhitzer mit sich, dass die Rauchgaskanäle bezw. Taschen der Luft erliitzer schwer zugänglich und folglich um- stiindlich zu reinigen sind.
Die Erfindung versucht die beschriebenen Nachteile zu vermeiden. Das Wesen der Er findung besteht darin, dass auf der Rauch kammer des Lokomotivkessels, zum Beispiel an Stelle des Schornsteins, ein Plattenluft erhitzer mit vertikal angeordneten Platten eingebaut ist, durch den die Rauchgase in senkrechter Richtung und Frischluft in wag rechter Richtung strömen. Vorteilhaft ist der Lufterhitzer derart angeordnet, dass die Luft lotrecht zur Fahrtrichtung strömt. Fer ner ist zweckmässigerweise ein Z'entiliiior vorgesehen, mittelst dem die Luft durch ein Luftzuleitungsrohr in den Lufterhitzer cIii- geblasen wird.
Dadurch hat man die 1VIti@@- lichkeit, die durch den Lufterhitzer geför derten Verbrennungsluftmengen in beliebigen Grenzen zu regeln. Diese Möglichkeit wire1 nicht etwa schon dadurch geschaffen, (1a1,1 man die Luftkanäle in Fahrtrichtung und davor einen jalousieartigen V erschluss an bringt, weil in diesem Fall die geförderte Luftmenge in erster Linie von der Fahr i-- geschwindigkeit abhängig ist.
Beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung sind in der Zeiebnung claro-estellt. und zwar zeigt: Fig. 1 den Vorderteil eines mit einer Lufterhitzeranlage versehenen Lokomotiv- kessels schematisch in Seitenansicht, und Fig. 2 die zugehörige Vorderansicht,
wüli- rend Fig. > eine der Fig. 1 entsprechende Sei- f:enansicht einer Variante mit einem um 90 gedrehten Lufterhitzer ist; Fig.4 ist eine Seitenansicht einer a.b- ge.änderten Ausführungsform, und Fig. 5 die zugehörige Stirnansicht.
In die Rauchkammer 1 .des Lokomotiv kessels reicht in üblicher Weise von unten her das Blasrohr 2, über dem in axialer Ver längerung der Zwischenteil 3 angeordnet ist, welcher den Übergang zu dem üblichen Schornstein bildet. An Stelle des in Fig. 3 gestrichelt eingezeichneten Schornsteines ist auf der Rauchkammer ein nach dem Kreuz stromprinzip arbeitender Platten-Lufterhitzer 4 mit vertikal angeordneten Platten angeord net. Die aufwärts gerichteten Rauchgas kanäle 5 werden von den Rauchgasen in Richtung der Pfeile 6 durchströmt.
Die Luft kanäle<B>7</B>, welche in wechselnder Folge mit den Rauchgaskanälen 5 angeordnet sind, be sitzen ein gemeinsames Zuleitungsrohr 8, dessen Öffnung sich nach vorn in der Fahrt richtung erstreckt, so dass Luft unter der Einwirkung des Fahrtdruckes einströmt. Die im Lufterhitzer vorgewärmte Luft wird durch ein sich an den Lufterhitzer an schliessendes Leitungsrohr 9 in der Richtung des eingezeichneten Pfeils 10 unter den Rost der Lokomotivfeuerung geführt (Fig. 2).
Ein Ventilator ist in die Zuleitung ein gebaut.
Anstatt die Luftkanäle des Lufterhitzers quer zur Kesselachse zu stellen, können sie auch parallel zu ihr verlaufen. Es ergibt sich dann die -Anordnung gemäss Fig.3, bei der die Luft durch einen geraden Stutzen 11 unter dem Fahrtdruck in den Lufterhitzer 4 eintritt und letzteren durch eine rticlrwärtige eventuell gegabelte Anschlussleitung 12 ver- lässt, in der ein Ventilator eingebaut ist.
Bei den meisten Lokomotivtypen wird es noch möglich sein, den Lufterhitzer ohne Formänderung auf der Rauchkammer unter zubringen, wenn genügend Schornsteinhöhe zur Verfügung steht. An modernen Lokomo tiven jedoch wird der Schornstein immer kleiner, und in manchen Fällen verschwindet er sogar ganz.
Deshalb wird es, um die Vor teile der beschriebenen Lufterhitzeranlagen auch für solche Lokomotiven auszunutzen, notwendig sein, der Rauchkammer eine Form zu geben,, welche gestattet, der Höhe nach den Lufterhitzer än Stelle des Schornstein: unterzubringen und anderseits auch die ungehinderte Zu- und Abführung der Luft zu ermöglichen, ohne dass es nötig wäre, diese Luftleitungen durch die Rauchkammer hindurch zu führen. Die Fig. 4 und 5 zeigen die Formgebung einer solchen Rauchkammer.
Mit den glei chen Cberweisungszeichen sind -die bleichen Bestandteile wie in den Fig. 1 bis ä bezeich net. Beispielsweise hat die Rauchkammer oben eine Abflachung 13, durch welche es möglich ist, eine Lufterhitzeranlage, bei der die Luft parallel zur Kesselachse, oder eine solche, bei der die Luft quer zur Kesselachse durch den Lufterhitzer strömt, anzuordnen.
Auch hier ist ein Lufterhitzer, der nach dem Kreuzstromprinzip arbeitet, vorgesehen, da bei diesen Lufterhitzern am besten der nötige Platz für die Luftzu- und -abführung geschaffen werden kann. Ein Kreuzstrom- lufterhitzer hat den Vorteil, dass man ihn so wohl derart anordnen kann, dass die Luft in der Fahrtrichtung durch denselben strömt oder auch derart, dass die Luft senkrecht dazu hindurchströmt, je nachdem wie es die Verhältnisse erfordern.
Auch bei der in Fig. 1 und 2 dargestell ten Ausführungsform kann die Rauchkam mer bereits abgeflacht sein, um einen Luft erhitzer mit grösserer Heizfläche unterzu bringen.