CH154181A - Verfahren zum Entleimen von leimhaltigem Gut in einer Dämpferbatterie. - Google Patents

Verfahren zum Entleimen von leimhaltigem Gut in einer Dämpferbatterie.

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CH154181A
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Aktiengesellscha Scheidemandel
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Chemische Produkte Vormals H S
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  Verfahren zum     Entleinten    von leimhaltigem Gut in einer     Dämpferbatterle.       Bisher wurde entsprechend vorbehandelter  Knochenschrot in     Dämpferbatterien    von vier  oder mehr Einzeldämpfern     entleimt,    die nach  dem Gegenstromprinzip arbeitend, eine An  reicherung der Brühen von     Dämpfer    zu  Dämpfer ermöglichten.  



  Bekanntlich ist die Leimsubstanz in dem       Knochenschrot    noch nicht in löslicher Form  vorhanden und     muss    in diese Form durch  Dampfdruck überführt werden. Dabei wird  aber     jedesmal    nur ein Bruchteil der     leim-          ()#eben,clen    Substanz in Leim überführt, so       dass    sich bei der bisher üblichen Verfahrens  weise diese Drücke sehr oft, bis zu fünfzehn  mal, wiederholen     mussten,    um die gesamte  leimgebende Substanz aufzuschliessen.

   Nach  jedem     Aufschluss    mit Dampf erfolgte die       Auslaugung    des vorgebildeten Leimes durch       Stehenlassen    in heissem Wasser auf die  Dauer von ein bis zwei Stunden.  



  Die Arbeitsweise in der     Dämpferbatterie     erfolgte nun in der Weise,     dass    immer die    Brühen von dem Dämpfer gegen das     Friseh-          gut    zu auf den andern übe     rdrückt    wurden,  und zwar vorzugsweise mittelst     Dampfdruck.     Der somit von der Flüssigkeit entleerte  Dämpfer bekam alsdann einen Dampfdruck  und wurde hierauf wieder mit der Flüssig  keit des vorhergehenden Dämpfers aufge  füllt, worauf dieser Dampfdruck erhielt     usw.     Wenn ein Dämpfer die vorgeschriebene An  zahl an Dampfdrücken und     Wasserstehzeiten     durchgemacht hatte, war er     entleimt    und  wurde entleert.

   An seiner Stelle wurde  gleichzeitig am andern Ende der Batterie  ein mit frischem Knochenschrot gefüllter  Dämpfer wieder an den Kreislauf angehängt.  



  Das bisher übliche Verfahren weist einige       Missstände    auf, durch die sowohl die Be  handlungszeit übermässig verlängert, wie  auch das gewonnene Leimprodukt nach Güte  und Menge beeinträchtigt wird.  



  Zweck der Erfindung ist, eine neuartige  Verfahrensweise zu schaffen, durch die we-           sentliche    Vorteile gegenüber der bisherigen  Arbeitsweise erzielt werden können.  



  Die systematische Untersuchung des     bis-          lierigen        Verfahrensganges    hat gezeigt, wie  eine solche Verbesserung erzielt werden kann.  Zunächst wurde durch vergleichende Ver  suche festgestellt,     dass    die     Auslaugun   <B><I>g</I></B>  rascher und gründlicher vor sich geht, wenn  während der     Auslaugeperiode    die Auslauge       wässer    oder     Auslaugebrühen    in stetig     fort-          sehreitender    Bewegung durch die Batterie  begriffen sind.  



  Eine derartige     Entlaugungsweise    liess  sich, wie die     obenstehende    Schilderung des  üblichen. Verfahrens zeigt, bisher nicht er  möglichen, vielmehr     musste    den ganzen Ver  hältnissen nach stets mit stehendem Wasser  ausgelaugt werden, wodurch grössere Leim  mengen im Schrot verblieben. Diese bezüg  lich der erforderlichen Behandlungszeit un  günstige Tatsache wirkt aber auch bezüg  lich der erzielbaren Leimgüte nachteilig,  weil beim Herausdrücken des Wassers vor  Beginn der nächsten     Dämpferperiode    im  Schrot verbliebene, aufgelockerte, aber nicht  ausgelaugte Leimmengen durch den nach  folgenden Dampfdruck in ihrer Güte     erlieb-          lieh    geschädigt werden.  



  Ein weiterer     Missstand    der bisherigen  Verfahrensweise, der sich ebenfalls aus der  Unmöglichkeit einer     Auslaugung    mit strö  mendem Wasser ergab, besteht darin,     dass     die zur     Auslaugung    in einer     Auslaugungs-          periode    verwendbaren Flüssigkeitsmengen  durch die Fassungskraft eines mit Schrot  gefüllten Dämpfers nach oben hin fest     e-          grenzt    werden.  



  Demgegenüber wurde festgestellt,     dass    es  von wesentlichem Vorteil ist, mit grösseren  Wassermengen zu arbeiten, was durch Ein  führung der strömenden     Auslaugung    ohne  weiteres möglich ist.  



  Die     gründliehere        Auslaugung    der durch  einen Dampfdruck aufgeschlossenen Leim  menge     durel-i    die strömende     Auslaugung     bringt es ohne weiteres mit sieh,     dass    man    bei der neuen     Verfahrensweise    mit einer     we-          sentlich    geringeren Anzahl von     Dampfdrük-          ken    auskommen kann als bei der bisherigen  Arbeitsweise.  



  Da, wie oben gezeigt, der Dampfdruck  schädigend auf die Güte des gewonnenen  Leimgutes einwirkt, bringt die Verringerung  der Anzahl der anzuwendenden Dampf  drücke ausser der Ersparnis an Wärmeenergie  noch eine Erhöhung der Güte des erzielten  Leims mit sich. Selbstverständlich wird der  Grad der möglichen     Gesamtentleimung    des  Knochengutes durch die neue Verfahrens  weise ebenfalls erhöht.  



  Es wurde ferner festgestellt,     dass    das nach  dem alten Verfahren unbedingt notwendige  häufige Drücken der Leimbrühe von einem  Dämpfer zum andern mittelst Dampfdruck  schädigend auf die Güte des gewonnenen  Leims einwirkt. Es werden deshalb neu  artige Mittel vorgeschlagen, um die För  derung der     Auslaugeflüssigkeit    ohne Zu  hilfenahme von     Dampfdruck    zu ermöglichen.  



  Demgemäss bildet der Erfindungsgegen  stand ein Verfahren zum     Entleimen    von  leimhaltigem Gut in einer     Dämpferbatterie     durch abwechselnde     Dampfdruckbehandlung     und     Auslaugung,    dessen Kennzeichnung  darin besteht,     dass    während jeder     Dampf-          druckperiode    alle im Betrieb befindlichen  Dämpfer von Flüssigkeit entleert und unter  Dampfdruck gesetzt werden.  



  Dies kann man zweckmässig in der Weise  durchführen,     dass    'man während der     Dampf-          druckperioden    den flüssigen Inhalt jedes  -Dampfers in einem gesonderten Aufnehmer  bereit hält, um ihn nach Beendigung jeder       Dampfdruckperiode    dem zugehörigen Dämp  fer wieder zuzuführen.  



  Während jeder     Auslaugeperiode    kann die       Auslaugeflüssigkeit    in stetigem Strom durch  die     Dämpferbatterie    geführt werden, und  zwar kann man zweckmässig die hierzu er  forderliche Flüssigkeitsströmung durch  Nachschieben von     Reinwasser    erzeugen.  



  In diesem letzten Fall, kann das Frisch  wasser in den Dämpfer mit am stärksten ent-           leimter        Schrotbeschickung    so eingepumpt  werden,     dass    eine Strömung durch die Bat  terie in Richtung auf den am wenigsten     ent-          leiniten    Dämpfer entsteht, die die     gesäMigten     Brühen dem     Auslass    zuschiebt.  



  Die zur Durchführung des neuen Verfah  rens zu benutzende     Dämpferbatterie,    die in  bekannter Weise mit mehreren durch Rohr  leitungen unter Einschaltung von     Schalt-          und    Absperrmitteln verbundenen Dämpfern  ausgerüstet ist, soll nach der Erfindung so  angeordnet sein,     dass    jedem Dämpfer ein ge  sonderter     Flüssigkeitsaufnehnier    zugeordnet  ist.  



  Ein wesentlicher neuer Teil der Anlage  ist eine Heisswasserpumpe, deren Druckseite  mit jedem Dämpfer verbunden werden kann.  Jedem Dämpfer ist zweckmässig ein     Flüs-          sigkeitsvorwärmer    vorgeschaltet.  



  Kurz     zusammengefasst    werden durch die  Anwendung des neuen Verfahrens gegen  über der alten Arbeitsweise folgende Vor  teile erreicht.  



  <B>1.</B> Bei gleichem Rohgut     lässt    sich die  Güte des gewonnenen Leims erheblich stei  gern.  



  <B><U>').</U></B> Die erwünschte schnellere     Entleimung     wird erzielt. Damit ist es möglich, die bis  her übliche Zahl von     Aufschliessdrücken    auf  etwa die Hälfte     herunterzLisetzen    und hier  durch wesentliche Dampf- und Kohlen  ersparnisse zu machen.  



  <B>3.</B> Die Knochen werden weitergehender       entleimt    als nach dem alten Verfahren. Die  übliche     Stickstoffbestimmung    im     entleimten     Schrot ergibt -unter sonst gleichen Umstän  den bei dem neuen Verfahren bemerkenswert       ge          ringere        N-Gehalte.     



  Ein Ausführungsbeispiel einer für die  neue Verfahrensweise     anwündbaren    Anlage  ist in der Zeichnung schematisch dargestellt.  



  Eine Batterie von beispielsweise sechs  Dämpfern a- bis     al    ist durch Leitungen h  oder<B>1</B> so verbunden,     dass    durch das Arbeiten  einer Pumpe<B>d</B> auf eine<B>-</B> n beliebigen Dämp  fer das     zugepumpte    Wasser     bezw.    die Brühe  der weiter vorliegenden Dämpfer durch die         Übertriftsleitungen    durch die ganze Batterie  hindurchgeht.  



  Zur bequemen Einhaltung der gewünsch  ten Temperatur der     Auslaugebrühen    gehen  die Ausgangsleitungen durch     Heizvorrich-          tungen   <B>f,</B><I>bis</I><B>f,</B> Die Batterie ist weiterhin  durch die Leitungen m so eingerichtet,     dass     nach entsprechender Absperrung der einge  zeichneten Ventile der Flüssigkeitsinhalt  jedes Dämpfers in einen darüber angeord  neten Aufnehmer<B>b,</B> bis<B>b,</B> mit Dampf oder       Dr-tickluft    oder durch eine Pumpe separat  gefördert werden. Selbstverständlich könn  ten diese in der Zeichnung     hochliegendeii          Aufnebmer   <B>b,</B> bis<B>b,</B> auch unter der Batterie  liegen.  



  Weiterhin ist die Batterie eingerichtet,       dass;    die in den erwähnten Aufnehmern     1),     bis<B>b,</B> befindlichen Brühen wieder auf den  Dämpfer zurückgehen     köniien    (14, welchem  sie entnommen waren. Die Pumpe<B>d</B> ist mit  ei<B>,</B> nein Wasserbehälter     c    verbunden, aus dein  sie das 'Wasser durch einen     entsprecheii(1     bemessenen     Vorwärmer    e durch die Leitung  <B>h</B> jedem     gewünscht-en    Dämpfer zuführen  kann. Weiterhin ist jeder Dämpfer der Bat  terie mit     Frischdampfzufuhr   <B>g</B> und Entlüf  tungsleitung i versehen.

   Die Leitung<B>k</B>     ei,-          möglicht    es, durch entsprechende     stellun-          der        eincezeichneten    Ventile aus jedem<B>ge-</B>  wünschten Dämpfer die     Ablaufbrübe    zu ent  nehmen.  



  Die Arbeitsweise geht     folgeridermassen     vor sich:  Es sei angenommen,     dass    Dämpfer a, bis       a51    die nach dem Prinzip der     Gegenstrom-          Auslaugung    betrieben werden, eine     Aus-          laugezeit    hinter sich hätten und mit Wasser  oder Brühe gefüllt wären.  



  Dämpfer a, befindet sich beim     Entleereii          bezw.    Frischfüllen. Um nunmehr aus den  Knochen weitere Leimmengen mit Dampf  aufschliessen zu können, werden nach ent  sprechender Einstellung der eingezeichneten  Ventile die Flüssigkeitsinhalte für jeden  einzelnen Dämpfer getrennt in die dazuge  hörigen     Aufnehmer   <B>b,</B> bis<B>b,</B> abgeschoben.  Hierzu kann Dampfdruck, Luftdruck oder      Pumpenarbeit benutzt werden. Sobald die  Dämpfer von ihrem flüssigen Inhalt entleert  sind, bekommen sie zwecks weiterer Auf  schliessung der leimgebenden Substanz den  gewünschten     Dampfdruck,    der nach der vor  geschriebenen Zeit durch Leitung i abgelas  sen wird.

   Hierauf     lässt    man die Brühen aus  den Aufnehmern<B>b,</B> bis<B>b,</B> wieder in die  dazugehörigen Dämpfer     zurückiliessen.    Sie  finden dort neue aufgeschlossene leimge  bende Substanz vor und haben die Möglich  keit, sich anzureichern.

   Diese Anreicherung  wird wesentlich begünstigt und beschleunigt  durch die nunmehr folgende     Einschaftung     der Pumpe<B>d</B> und durch entsprechende Ein  stellung der Temperatur der     Auslaugebrühen     mit Hilfe der     Heizvorrielitungeji        f.#    bis<B>f,</B>  Die     Pumparbeit    gab nach dem angezogenen  Beispiel heisses Wasser auf den Dämpfer a,  das zunächst     auf    a, übergeht und den flüs  sigen Inhalt der     Dämpferbatterie    von a, bis  a5 vor sich herschiebt, bis schliesslich die  Brühe mit einer höheren Konzentration auf  Dämpfer a5 zum Ablaufen kommt.

      Ist die Pumpenarbeit so lange betrieben,       dass    eine nennenswerte     Auslaugung    nicht  mehr zu erwarten ist, so wird die Pumpen  arbeit eingestellt, und das Spiel zwischen       Druckgeben    und     Auslaugezeit    wiederholt  sich. Im angezogenen Beispiel ist zu diesem  Zeitpunkt der Dämpfer a, fertig extrahiert  und wird nach Ablassen seines Flüssigkeits  gehaltes von ausgelaugtem Schrot entleert  und mit frischer Füllung versehen. In die  sem Fall wird nach dem angezogenen Bei  spiel der Dämpfer a, dem System vorge  schaltet, bei der folgenden     Pumparbeit    läuft  dann von diesem Dämpfer die konzentrierte  Brühe ab und so fort.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum Entleimen von leimhalti- gem Gut in einer Dämpferbatterie durch ab wechselnde Dampfdruckbehandlung und Auslaugung, dadurch gekennzeichnet, dass während jeder Dampfdruckperiode alle im Betrieb befindlichen Dämpfer von Flüssig keit entleert und unter Dampfdruck gesetzt werden.
    UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass während der Dampfdruckperioden der flüssige Inhalt jedes Dämpfers in einem gesonderten Aufnehmer bereitgehalten wird, um nach Beendigung jeder Dampfdruckperiode dem zugehörigen Dämpfer wieder zuge führt zu werden. 2. Verfahren nach Patentanspruell I und Unteranspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass während jeder Auslageperiode die Auslageflüssigkeit in stetigem Strom durch die Dämpferbatterie geführt wird.
    <B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch<B>1</B> und Unteransprüchen<B>1</B> und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die Flüssigkeitsströmung durch Nachpumpen von Reinwasser er- zeuzt wird. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Un teransprüchen<B>1,</B> 2 und<B>3,</B> dadurch gekenn zeichnet, dass das Frischwasser in den Dämpfer mit am stärksten entleimter Schrotbeschickung so eingepumpt wird, dass eine Strömung durch die Batterie in Richtung auf den am wenigsten entleim- ten Dämpfer entsteht, die die gesättigten bl Brühen dem Auslass zuschiebt;
    PATENTANSPRUCII Il<B> </B> Dämpferbatterie zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I und Un- teransprüclien <B>1</B> bis 4, mit mehreren durch Rohrleitungen unter Einsehaltung von Schalt- und Absperrmitteln verbundenen Dämpfern, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Dämpfer (a, bis a,) ein gesonderter Flüs sigkeitsaufnehmer<B>(b,</B> bis<B>b,)</B> zugeordnet ist.
    UNTERANSPRüCHE: <B>5.</B> Dämpferbatterie nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch eine Heisswasser pumpe<B>(d),</B> deren Druckseite mit jedem Dämpfer (a, bis a,) verbunden werden kann. <B>6.</B> Dämpferbatterie nach Patentansprueh II und Unteranspruch<B>5,</B> dadurch gekenn zeichnet, dass jedem Dämpfer (a, bis a") ein Flüssigkeitsvorwärmer (f, bis f') vor geschaltet ist.
CH154181D 1930-04-08 1931-03-18 Verfahren zum Entleimen von leimhaltigem Gut in einer Dämpferbatterie. CH154181A (de)

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