CH154188A - Blattförmiges, wasserfestes, thermoplastisches, faseriges Material und Verfahren zu dessen Herstellung. - Google Patents

Blattförmiges, wasserfestes, thermoplastisches, faseriges Material und Verfahren zu dessen Herstellung.

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CH154188A
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Description


  Blattförmiges, wasserfestes, thermoplastisches, faseriges Material und Verfahren  zu dessen Herstellung.    Die Erfindung betrifft ein blattförmiges.  wasserfestes, thermoplastisches, faseriges  Material, bestehend aus Fasern,     nichtverfilz-          baren    Füllstoffen und auf - die Fasern zer  flossenen, wasserfestmachenden, thermo  plastischen Substanzen, wobei der Faserge  halt des Materials nicht mehr als 35  seines Trockengewichtes beträgt und gerin  ger ist als der Fasergehalt, der normaler  weise bei Abwesenheit der thermoplastischen  Substanz zur Erzeugung eines     formbestän-          rligen    verfilzten Blattes     nötig    wäre.  



  Ein derartiges Material kann vorzugs  weise die Struktureigenschaften eines ver  filzten Blattes besitzen, das bei gewöhnlicher  Temperatur hart und steif ist, und in der  Wärme und unter Druck zu formbeständigen,  mit     Heraustreibungen    und Einprägungen  versehenen Gegenständen geformt werden  kann.  



  Gemäss der Erfindung     wird    das Verfah  ren zur Erzeugung des oben beschriebenen    Produktes in der Weise durchgeführt, dass       man    eine Fasermasse mit     nichtverfilzbaren     Füllstoffen und mit schmelzbaren thermo  plastischen, wasserfestmachenden Substan  zen vermischt, wobei das Verhältnis der ver  schiedenen Bestandteile derart gewählt wird,  dass der Fasergehalt im fertigen Endprodukt  nicht mehr als 35 % seines Trockengewichtes  beträgt, worauf die Mischung zu einem Blatt  mit verfilztem Gefüge verarbeitet, das Blatt  getrocknet und die thermoplastische Substanz  zum Schmelzen gebracht wird, so dass sie  auf der Faser zerfliesst.  



  Vorzugsweise verwendet man die thermo  plastische wasserfestmachende Substanz in  Form einer wässerigen Dispersion. Es ist  auch vorteilhaft, das verfilzte und getrock  nete Blatt bei hoher Temperatur zu pressen,  wobei die thermoplastische     Substanz    zum  Schmelzen gebracht wird und eine harte und  steife Struktur der gewünschten Gestaltung  entsteht, welche je nach der Form der     Press-          vorrichtung    mit     Heraustreibungen    und Ein-           prägungen    versehen sein kann und imstande  ist, ihre Form dauernd beizubehalten.  



  Das erfindungsgemässe Produkt kann eine  Reihe von Eigenschaften aufweisen, die das  selbe besonders     wertvoll    machen. So kann es  trotz seines niedrigen     Faserstoffgehaltes    eine  genügend starke Struktur aufweisen, um ohne  Schwierigkeiten) in Formeines nassen Gefüges  von der Formmaschine abgenommen zu wer  den und im trockenen Zustand dem gewöhn  lichen Verschleiss beim Gebrauch Widerstand  zu bieten. Durch seinen niederen Faserstoff  gehalt ist es auch geeignet, ohne Abreissen,  Brechen oder sonstige     Faserschädigung     zwecks Erzeugung von scharfen Kamee- oder       Intaglio-Effekten    in der Wärme bearbeitet  zu werden.

   Bei passender Bemessung der  Fasermenge zu den andern Bestandteilen des  Materials kann das Produkt sehr wider  standsfähig gegen Wasser- oder Feuchtig  keitsabgabe oder     Adsorption    werden, wo  durch das Schwellen und Schrumpfen auf  ein Minimum reduziert     wird.     



  Bei der Ausführung der Erfindung kann  man Fasern verschiedener Art anwenden,  wie Holzschliff, entweder chemisch oder  mechanisch zerkleinert, tierische Fasern, wie  zum Beispiel Haare oder mit pflanzlichen  Gerbstoffen oder mit Chrom gegerbtes Leder,  oder mineralische Fasern, wie Asbest oder  dergleichen. In     gewissen    Fällen kann die  Fasermasse aus einer geeigneten Mischung  von Fasern verschiedener Art bestehen, wo  bei in jedem Falle die im Erzeugnisse zu  erzielende     Zugfestigkeit    zu berücksichtigen  ist.  



  Zur     Ausführung    des Verfahrens nach der  Erfindung wird der Holzschliff oder die an  dere Fasermasse in einem Rührgefäss mit  einer solchen Menge Wasser zusammenge  bracht,- die genügt, um eine gute Zirkulation  während des     Rührvorganges    zu ermöglichen.  Dieser wässerigen Fasermasse     wird    sodann  das wasserfestmachende Material zugesetzt.

    Dieses letztere dient nicht nur zum Erzeugen  der     VTasserfestigkeit    im Produkte, sondern  ebenfalls zum     Zusammenbinden    der Fasern,    Verfestigen des     Blattes    und     Hervorru    en  eines hohen Grades von     Thermoplastizität.     Die Verfestigung des Erzeugnisses wird so  wohl in seinem trockenen und fertigen Zu  stande wie in seinem nassen Zustande wäh  rend der Herstellung erzielt, so dass das  nasse Erzeugnis trotz seines geringen Faser  gehaltes nicht so weich und     unfest    ist,     dass     es beim Abnehmen von der Maschine zer  rissen wird.

      Als wasserfestmachendes Material kann  man jede geeignete bituminöse Substanz,  wie Asphalte, Peche, Teere, Harze oder harz  artige Materialien oder dergleichen anwen  den, und vorzugsweise werden diese Substan  zen in Form einer wässerigen Dispersion in  die Fasermasse einverleibt. Die Dispersion  kann von jeder geeigneten Art sein, die  nicht leicht durch ausflockende oder fällende       Reagentien    gebrochen wird, und die gegen  Druck und andere Einflüsse, denen das Er  zeugnis während seiner Herstellung ausge  setzt ist, beständig ist, so dass keine     Ver-          schmierung    der Herstellungsmaschinen auf  tritt.

   Vorzugsweise kann man die Disper  sion nach dem in der amerikanischen Patent  schrift Nr. 1615303 von L.     Kirschbraun    be  schriebenen Verfahren herstellen. Eine der  artige Dispersion lässt sich zum Beispiel aus  mexikanischem Asphalt von 35   bis 9.5   C  Schmelzpunkt herstellen, unter Anwendung  eines der in dieser Patentschrift erwähnten       Emulgators    oder eines Gemisches daraus  oder jedes andern geeigneten     Emulgators.          Die    Dispersion kann zum Beispiel - aus un  gefähr 50 Teilen Asphalt, 10 Teilen     Emul-          gator    und 40 Teilen Wasser bestehen.  



  An Stelle der obenerwähnten     bituminösen     Stoffen kann man auch in bestimmten Fäl  len andere     Kohlenwasserstoffe,    wie Kaut  schuk, verwenden, welch letzterer vorzugs  weise nach     dem.    Verfahren der amerika  nischen Patentschrift Nr.     14983-87    von  L.     Kischbraun    in eine wässerige Dispersion  übergeführt     wird.     



  Man kann auch als wasserfestmachendes  Material eine Kombination von Kautschuk    
EMI0003.0001     
  
     Die Dispersion, welche nach jedem ge  eigneten Verfahren hergestellt und gege  benenfalls mit Wasser verdünnt sein kann,  wird dann mit der Papiermasse im Hollän  der oder sonstigen     Rührgefässen    gemischt und  innig in der Masse verteilt. Die Menge der  mit der Fasermasse gemischten Dispersion  wird in hohem Masse von den im zu erzeu  genden Fertigprodukte     gewünschten    Eigen  schaften abhängen.

   Bei     Anwendung    von  Asphalt und wenn ein steifes, wasserfestes  und thermoplastisches Erzeugnis verlangt  wird, kann man die Asphaltdispersion in  solchen Mengen zufügen,     dass    im erzeugten  Material der Fasergehalt dem Asphaltgehalt  nahezu gleich ist. Zum Beispiel wenn das  Material ungefähr<B>30%</B> Fasern enthält, so  kann es 28 bis<B>33%</B> Asphalt enthalten, wäh  rend der Rest aus Füllstoffen besteht.  



  Als Füllstoff kann jedes Material dienen,  wobei dem     Erzeugnis    das erforderliche Ge  wicht und die erforderliche Masse erteilt  wird, zum Beispiel Hartpulver, Kork, Säge  mehl, Kautschukpulver oder dergleichen,  wie auch unlösliche mineralische Farbstoffe,  um dem Erzeugnis die gewünschte Farbe zu  erteilen. Falls erwünscht, können     Vulkani-          siermittel,    wie pulverisierter Schwefel oder  dergleichen zugesetzt werden, um das ange  wendete Bitumen oder Kautschuk zu vul  kanisieren und     unschmelzbar    zu machen.  Das Füllmaterial soll vorzugsweise so fein  sein, dass es durch ein Sieb von 20 Maschen  pro laufendem Zoll hindurchgeht.  



  Die Füllstoffe haben nicht nur den  Zweck, das Erzeugnis voluminöser und  schwerer zu machen, sondern sie     haben    nach  der Erfindung noch den Vorteil, dass in  einem nur 30 bis<B>35%</B> Fasern enthaltenden  Erzeugnis die grosse Menge festes, amorphes       Füllmaterial    ebenfalls dient, um die Fasern  voneinander zu trennen und in dieser Weise  das Aufquellen und Einschrumpfen, sowie  das Krümmen oder Ziehen und andere Ver  biegungen des Erzeugnisses zu verhindern.

           naC        Ti';illrna+.rial        inrd--der    Fasermasse  und der     Dispersion    im Rührgefäss zugesetzt  und mit diesem letzteren innig vermischt,  worauf geeignete, lösliche     Reagentien,    wie       Natriumhydroxyd,        Natriumsilikat    und Alaun  zugefügt werden können, zwecks Bildung  eines Niederschlages, wodurch die     disper-          gierten    Asphaltteilchen auf die Fasern  fixiert werden.

   Vorzugsweise wird das Alaun  in solchen Mengen angewendet, dass die Was  serstoffionenkonzentration der Masse auf un  gefähr den     iso-elektrischen    Punkt des Alu  miniumhydroxydes, das heisst auf     pH    = 4,5  bis 5,5 gebracht wird.  



  In einem Ausführungsbeispiel der Erfin  dung bestand die Fasermasse aus 360 Teilen  gemischtem Papier und 90 Teilen weichem  Leder. Die Dispersion, auf Trockensubstanz  berechnet, betrug ungefähr 500 Teile und  das Füllmaterial bestand aus ungefähr 100  Teilen Sägemehl, 200 Teilen     Asbestin,    200  Teilen gelbem Ton und einer geringen Menge,  zum Beispiel 10 bis 15 Teilen, Knochenkohle.  



  Um in diesem Gemische nahezu die ge  samte Menge Asphalt auf die Fasern zu       fixieren,    braucht man ungefähr 15 Teile Na  triumhydroxyd, 20 Teile     Natriumsilikat    und  60 Teile Alaun.  



  In dieser Weise wird ein schwarzes, was  serfestes Fasermaterial erzielt. Falls irgend  eine andere Färbung gewünscht wird, so  kann die Zusammensetzung des Füllmaterials  entsprechend geändert werden. Will man  etwa ein rotes Material mit demselben Fa  sern- und Asphaltgehalt wie im     ersten    Bei  spiel erzeugen, so kann das Füllmaterial bei  spielsweise aus 80 Teilen Sägemehl, 15 bis  20 Teilen Asbest, 40 Teilen     Asbestin    und  400 Teilen rotem Oxyd bestehen.  



  Nach einem andern Beispiel der Herstel  lung eines     Asbestproduktes,    bestand die Mi  schung aus 20 bis 25 Teilen geringwertiger  Asbestfasern, 70 Teilen Asphaltdispersion,  die ungefähr<B>50%</B> Asphalt und 40 bis 45  Teile mineralisches Pulver in Form von fei  nem Asbeststaub enthielt. Dieser Mischung      wurde dann die     erforderliche-Men,-;e        Fällunffs-          mittel,    wie.     Natriumsilikat    -und Alaun, wie  oben beschrieben, zugesetzt.  



  Nachdem die     Fällungsmittel    einverleibt  worden sind, wird die Masse einer Papier  maschine, zum Beispiel einer     Rundsiebma-          schine    zugeführt zur Bildung einer Pappe  bahn, die durch Filzlappen vom     Bildungs-          zvlinder    zu einer Wickelrolle befördert wird,  wo ein Blatt in der gewünschten Stärke er  halten wird, das dann von der Rolle abge  schnitten und zwecks Entfernung des Was  sers getrocknet     wird.     



  Das Blatt kann darauf zwischen heissen       Kalanderrollen    hindurchgeführt werden, oder       ec    kann erhitzt und zwischen kalten     Kalan-          derrollen        hindurchgeführt    oder in anderer  Weise behandelt werden, so dass es auf eine  genügende Temperatur erhitzt. wird, um das  Schmelzen und Zusammenfliessen der Teil  chen des wasserfestmachenden Materials auf  die Fasern zu     bewirken    und ein hartes, stei  fes und thermoplastisches     Gebilde    in Pappe  form hervorzurufen.

   Im Falle der     Zumi-          schung    von     Vulkanisiermitteln    wird die  Wärme und Pressung auch zur     Vulkanisie-          rung    der Kohlenwasserstoff in     Situ    dienen,  um diese letzteren     unschmelzbar    zu machen.  



  Gegebenenfalls kann man Marmor- oder  gefleckte Effekte durch Anwendung von Ge  mischen verschiedener Farbe bekommen.  



  Zwecks Erzielung einer glatten Oberfläche  kann man das Erzeugnis nach seiner Bildung  und während seiner Beförderung auf den  Filzlappen mit einem geeigneten Pulver, wie  Kautschukpulver bestreuen. In ähnlicher  Weise kann man Pulver auf das Erzeugnis  streuen zum Hervorrufen verschiedenartiger  Ziereffekte. In gewissen Fällen, nämlich  zum Erzeugen einer steifen Pappe,     kann    man       Portlandzement,    Gips oder andere hydrau  lische zementierende Materialien auf das Er  zeugnis streuen, wobei der Zement während  der weiteren Verarbeitung auf den Rollen  durch das anwesende Wasser     hydratiert    und  abgebunden     wird.     



  Man kann das     Blatt    auch mit einer hei  ssen     Druckplatte    behandeln, um das erfarder-         liehp        -Wl.nxpn    zu     erziplen    und eine     glattp_     Oberfläche hervorzurufen.  



  Infolge der in dieser Weise entwickelten  thermoplastischen Eigenschaften kann das  Blatt in der Wärme und unter Druck ver  schiedentlich geformt oder mit herausgetrie  benen oder eingeprägten Mustern gleich  zeitig mit oder nach der Pressung versehen  werden, und die Aufrisse dieser Muster kön  nen möglichst scharf und deutlich gemacht  werden, ohne dass das Heraustreiben oder  Einprägen zu Rissen im     Blatte    durch Bre  chen der Fasern Anlass gibt.    Ein wertvolles Merkmal der Pappe oder  des Blattes nach der Erfindung ist sein  Widerstand gegen Formänderung in der  Wärme bei Abwesenheit von Druck, so dass  es trotz seiner     Thermoplastizität    doch seine  Form sogar bei hohen Temperaturen behält.

    Daher kann das Blatt ;oder die Pappe in  verschiedenen unregelmässigen Formen unter       Anwendung    von Stempeln gepresst, wie auch  unter Anwendung einer     Bossiervorrichtung     oberflächlich herausgetrieben werden, wobei  das fertige Erzeugnis die so erhaltene Ge  staltung beständig behält. So können zum  Beispiel diese thermoplastischen Blätter zu  Füllungen zur Innenbekleidung von Auto  mobilkarosserien, zu Reklame- oder andern  geschäftlichen Schildern, Bildern und ober  flächlichen Aufdrücken als Imitation von  narbigem Leder oder dergleichen verarbeitet  werden.

   Zur Herstellung von     geformten,    oder       bossierten        -Gegenständen    dieser Art     wird    die  getrocknete und     kalandrierte    Pappe von ge  eigneter Dicke vorzugsweise in erforderlicher  Form und Abmessungen     geschnitten,    ent  sprechend dem Umriss des Stempels.

   Falls  die fertigen Gegenstände mit     Durchlöcherun-          gen    zu versehen sind,     wie    zum Beispiel bei  Bekleidungsplatten für Automobile, um die       Verschlussorgane    und dergleichen zu erhal  ten, so werden diese Löcher. in den     Blättern     gleich beim Abschneiden in der     gewünschten     Form angebracht.

   Die geschnittenen Blätter  können dann in kleinen Bündeln zu einem  mit Gas oder Dampf geheizten Ofen beför-           dert    und     augenblicklich    bis auf eine ober  flächliche Temperatur von ungefähr 120   C  erhitzt werden, um den Asphalt zu erwei  chen oder zu schmelzen und in dieser Weise  die Form- oder     Bossierbehandlung    zu erleich  tern.

   Die Blätter werden dann unmittelbar  und gesondert zu den Form- oder     Bossier-          pressen    befördert, welche entweder geheizt  oder nicht sein können, abhängig von der  Art des zu erzeugenden Materials und des  darin einverleibten     Asphaltes.    Infolge der  thermoplastischen Eigenschaften des Mate  rials können die Stempel darauf einwirken  zwecks Erzeugung eines Gebildes mit den  gewünschten     Heraustreibungen    und Einprä  gungen. Die Tiefe der     Bossierung    oder der  Umfang des Zuges, welche das     Blatt    ertragen  kann, wird in grossem Masse von seinem As  phaltgehalt abhängen.

   Bei der Herstellung  von Platten zur Innenbekleidung von Auto  mobilkarosserien, zum Beispiel welche keines  Zuges von mehr als 1 Zoll bedürfen, kann  man nach der Erfindung thermoplastische  Blätter mit einem Asphaltgehalt von 25 bis  <B>30%</B> anwenden, während im Falle von  Schildern, Bildern usw., die an gewissen  Stellen 2 Zoll oder mehr ausgezogen     werden,     der Asphaltgehalt vorzugsweise     zwischen     30 und 40 % sein muss. Ebenso wird die  Dauer der     Anwesenheit    in der Form- oder       Bossiervorrichtung,    das heisst die Zeit, wäh  rend welcher der obere und untere Stempel  in voller und endgültiger Berührung mit  dem behandelten Blatt sind, je nach dem  Umfang des vorzunehmenden Zuges wech  seln.

   So kann im Falle eines verhältnismässig  geringen Zuges eine Pressung von wenigen  Sekunden genügen, wobei die Stempel das  Blatt nur mit einem kurzen Schlag berühren,  während im Falle eines langen oder tiefen  Ausziehens eine längere Dauer der Pressung  mit allmählicher Näherung der Stempel er  forderlieh ist. Dabei     wird    dann vorzugsweise  so verfahren, dass die Stempel zunächst die  höchsten     Konturen    berühren, damit die  besten Erfolge erzielt werden, ohne Gefahr,  dass die Einzelheiten der Endgestaltung ver  loren gehen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Blattförmiges, wasserfestes, thermopla stisches, faseriges Material, bestehend aus Fasern, nichtverfilzbaren Füllstoffen und auf die Fasern zerflossenen, wasserfest machenden, thermoplastischen Substanzen, wobei der Fasergehalt des Materials nicht mehr als 35 % seines Trockengewichtes be trägt. UNTERANSPRUCH: 1. Material nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass es die Struktureigen schaften eines verfilzten Blattes besitzt, bei gewöhnlicher Temperatur hart und steif ist und in der Wärme und unter Druck zu formbeständigen, mit Heraus treibungen und Einprägungen versehenen Gegenständen geformt werden kann.
    PATENTANSPRUCH II: Verfahren zur Erzeugung eines wasser festen, thermoplastischen, faserigen Mate rials nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass eine Fasermasse mit nichtver- filzbaren Füllstoffen und mit schmelzbaren, thermoplastischen, wasserfestmachenden Sub stanzen gemischt wird, wobei das Verhältnis der verschiedenen Bestandteile derart ist, dass der Fasergehalt im fertigen Erzeugnis nicht mehr als 35% seines Trockengewichtes be trägt; worauf die Mischung zu einem Blatt mit verfilztem Gefüge verarbeitet, das Blatt getrocknet und die thermoplastische Substanz zum Schmelzen gebracht wird, so dass sie auf die Fasern zerfliesst. UNTERANSPRüCHE 2.
    Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die thermo plastische, wasserfestmachende Substanz in Form einer wässerigen Dispersion an gewendet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass das erzeugte Blatt mit verfilztem Gefüge nach der Trocknung bei hoher Temperatur gepresst wird, wobei die thermoplastische Sub- stanz zum Schmelzen gebracht wird und eine harte und steife Struktur der ge wünschten Gestaltung entsteht, welche mit Heraustreibungen und Einprägungen versehen sein kann und dauernd ihre Form zu behalten imstande ist.
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BE884712A (fr) * 1979-07-10 1981-02-11 Arjomari Prioux Produits nouveaux en feuille contenant un thermoplastique et des fibres cellulosiques, procede pour leur preparation et application de ces produits

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