Vereinigter elektromagnetischer Regler und Schalter, insbesondere für elektrische Anlagen auf Fahrzeugen. Der Erfindungsgegenstand bezieht sich auf vereinigte elektromagnetische Regler und Schalter, insbesondere für elektrische Anlagen auf Fahrzeugen, mit je einem An ker für den Regler und Schalter und einem gemeinsamen Elektromagnetkern, der senk recht auf der Grundplatte eines U-förmigen Eisengestelles steht.
Gemäss der Erfindung erstrecken sich die beiden je an einem Schenkelende des U-Ge- stelles aufgehängten Anker über der Anzugs fläche des Elektromagnetkernes ungefähr bis zu dessen Mitte und die von den beiden An kern beeinflussten Kontakte liegen innerhalb des U-Gestelles. .
Durch diese Anordnung erhalten die bei den Anker eine geringe Länge. Diese ist nicht nur wegen des dadurch erzielten ge drängten Aufbaues des Reglerschalters vor teilhaft, sondern auch deswegen, weil die beiden Anker infolge des kurzen Hebelarmes durch die Erschütterungen im Fahrbetrieb nicht so leicht in Schwingungen versetzt werden können. Ausserdem schützt das U-förmige Gestell die innerhalb desselben untergebrachten Kontakte gegen Beschädi gungen von aussen.
In der Zeichnung ist als Ausführungsbei spiel der Erfindung ein für die elektrische Anlage eines Kraftfahrzeuges bestimmter vereinigter Reglerschalter veranschaulicht.
Fig. 1 zeigt einen senkrechten Schnitt durch den Reglerschalter zusammen mit einem Schaltplan, und Fig. 2 eine Draufsicht auf den Regler schalter von oben.
An die Grundplatte eines U-förmigen Gestelles 1 aus Flacheisen ist ein Eisenkern 2 angenietet, um den eine Stromspule 3, eine Spannungsspule 4 und eine Entmagnetisie- rungsspule 5 gewickelt sind. Um die beiden Enden des Kernes 2 sind zwei Kupferringe 21 gelegt, die als Dämpferwicklung wirken. An den Enden der beiden Schenkel des U-Ge- stelles 1. sind zwei an je einer Blattfeder 6 hängende Anker 7 durch Schrauben 8 be festigt. Die beiden Anker 7 haben die Gestalt eines rechten Winkels mit ungefähr gleich langen Schenkeln, die nach ihren Enden keil förmig verjüngt sind, damit die Schwer punkte beider Anker möglichst in Nähe ihrer Aufhängungspunkte liegen.
Die über der Anzugsfläche des Kernes 2 liegenden Schen kel der beiden Anker 7 erstrecken sich un gefähr bis zur Kernmitte, durch die ein Schlitz 22 geht, und tragen an ihren Enden je einen Messingniet 9, der den Anzugweg der beiden Anker gegen die Anzugsfläche des Kernes 2 begrenzt. Die nach unten gerich teten Schenkel der beiden Anker 7 tragen je einen Kontakt 10 bezw. 11. Der Kontakt 10 ist unmittelbar an seinem Anker befestigt und bildet den einen Kontakt des Reglers. Der Kontakt 11 ist durch eine Bimetallfeder 12 an seinem Anker befestigt und bildet den einen Kontakt des Schalters. Der Gegenkon takt 13 des Reglers und der Gegenkontakt 14 des Schalters sind unten an den beiden Schenkeln des Gestelles 1 isoliert angebracht.
Die Grundplatte des Eisengestelles 1 wird durch eine Isolierscheibe 15 isoliert an einem geeigneten Träger, zum Beispiel dem Lager schild der Lichtmaschine befestigt.
Wären die Kupferringe '21 nicht vorge sehen, so könnte unter gewissen Betriebsver hältnissen der Schalteranker ins Schwingen geraten und hierbei können Resonanzerschei nungen zwischen dem Schalter- und Regler anker auftreten, wodurch ihr richtiges Arbei ten gestört wird. Dieser Nachteil wird durch die als Dämpferwicklung wirkenden Kupfer ringe 21 behoben, die jeder schnellen Ände rung des elektromagnetischen Feldes ent gegenwirken. An Stelle der beiden Kupfer ringe 21 könnte zu demselben Zweck auch eine Kupferhülse auf dem Kern angebracht werden.
Durch den Schlitz 22 des Magnetkernes 2 werden die durch die beiden Anker 7 gehenden Kraftlinien schon im Kern etwas voneinander getrennt, damit sich die zu den beiden Ankern gehörenden Magnetkreise gegenseitig weniger stark beeinflussen. Wie aus dem Schaltplan ersichtlich ist. führt von der Plusbürste einer Lichtmaschine 16, deren Minusbürste an "Masse" liegt, eine Leitung zu dem Eisengestell 1, mit dem auch die Anfänge der beiden Spulen 4 und 5 ver bunden sind. Das Ende der Spule 4 ist an "Masse" angeschlossen. Von dem Kontakt 13 des Reglers führt eine Leitung zu dem An fang der Erregerwicklung 17, deren Ende an "Masse" liegt. Von dem Kontakt 14 des Schalters führt eine Leitung über die Strom spule 3 zu dem Pluspol der Batterie 18, deren Minuspol an "Masse" liegt.
Das Ende der Spule 5 führt über den Vorschaltwiderstand 19 zum Anfang der Erregerwicklung 17. An den Pluspol der Batterie 18 sind Stromver braucher 20 angeschlossen, deren Minusklem men an "Masse" liegen.
In der gezeichneten Ruhelage ist das Schalterkontaktpaar 11, 14 geöffnet, wodurch die Batterie 18 von der Lichtmaschine 16 ab geschaltet ist, und das Reglerkontaktpaar 10, 13 geschlossen ; hierbei wird die Entmagneti- sierungsspule 5 und der mit ihr in Reihe liegende Vorschaltwiderstand 19 durch das Eisengestell 1, den Regleranker 7 und das Kontaktpaar 10, 13 kurz geschlossen. So bald die Lichtmaschine 16 bei einer bestimm ten Drehzahl genügend Spannung erzeugt, wird durch die Erregung der Spannungsspule 4 der Schalteranker 7, dessen Aufhängefeder eine geringere Vorspannung hat als die Auf hängefeder des Reglerankers, vom Kern 2 angezogen, so dass das Schalterkontaktpaar 11, 14 geschlossen wird. Dadurch wird die Lichtmaschine 16 über das Eisengestell 1.
den Schalteranker 7, die Bimetallfeder 1'2, das Kontaktpaar 11, 14 und die Stromspule 3 mit der Batterie 18 verbunden. Steigt bei höherer Drehzahl die von der Lichtmaschine 16 erzeugte Spannung, so wird auch der Regleranker vom Kern 2 angezogen und da durch das Reglerkontaktpaar 10, 13 geöff net. Infolgedessen muss der Strom von der Lichtmaschine 16 zur Erregerwicklung 17 über die Entmagnetisierungsspule 5 und den Vorschaltwiderstand 19 fliessen. Hierbei schwächt die Entmagnetisierungsspule 5, die der Spannungsspule 4 entgegenwirkt, das Feld des Reglerkreises. Durch das Einschal ten des Vorschaltwiderstandes 19 wird die Felderregung der Lichtmaschine 16 ge schwächt und infolgedessen sinkt die von die ser erzeugte Spannung.
Daher lässt der Kern 2 den Regleranker 7 rasch wieder los, wor auf die Lichtmaschinenspannung wieder steigt und das Reglerspiel in bekannter Weise weitergeht.
Bei einem etwaigen Kurzschluss in einer hinter dem Schalterkontaktpaar 11, 14 lie genden Leitung öffnet und schliesst sich der Schalter in rascher Folge. Die hierbei auf tretenden Unterbrechungsfunken erwärmen die Bimetallfeder 12, die sich infolgedessen derart biegt, dass das Schalterkontaktpaar 11, 14 geschlossen wird. Sobald sich die Bi metallfeder abgekühlt hat, öffnet sie das Schalterkontaktpaar 11, 14 wieder. Hierauf geht das durch die Bimetallfeder 12 bewirkte Spiel des Schalters weiter, solange der Kurz schluss besteht, ohne dass die Unterbrechungs funken die Schalterkontakte 11, 14 beschä digen können. Wenn gewünscht, kann die Bimetallfeder auch so gewählt werden, dass sie beim Erwärmen durch die Unter brechungsfunken den Schalter öffnet anstatt schliesst.
Wie aus der Fig. 1 hervorgeht, ragen die Köpfe der vier Befestigungsschrauben 8 über die beiden Anker 7 hinaus. Deshalb wird der Reglerschalter, wenn er etwa beim Einbau versehentlich fallen gelassen wird, nicht auf die beiden Anker 7 fallen, so dass diese nicht so leicht beschädigt werden können. Dadurch, dass das Regler- und Schalterkontaktpaar innerhalb des U-Gestelles untergebracht ist, sind sie gegen Beschädigungen von aussen bestens geschützt.
Durch die Anwendung der Bimetallfeder 12 kann man die Stromspule sparen, die .sonst bei vereinigten Reglerschaltern mit einem ge meinsamen Elektromagneten und zwei An kern um den zum Schalter gehörenden Schen kel des Eisengestelles gelegt zu werden pflegt und den Aufbau des Reglerschalters stört. Der beschriebene Reglerschalter besitzt eine gleichmässige glatte Form, die sowohl für die Herstellung wie für den Einbau günstig ist.