CH154523A - Verfahren zur Herstellung von Kunstharzpressmischungen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kunstharzpressmischungen.

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CH154523A
CH154523A CH154523DA CH154523A CH 154523 A CH154523 A CH 154523A CH 154523D A CH154523D A CH 154523DA CH 154523 A CH154523 A CH 154523A
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Richard Hessen
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Aug Nowack Ag
Richard Hessen
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  • Processing And Handling Of Plastics And Other Materials For Molding In General (AREA)
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  Verfahren zur Herstellung von     Kunstharzpressmischungen.       Es ist bekannt,     gunstharz-Pressmischun-          gen,    das heisst innige Mischungen von Kunst  harz, insbesondere     härtbaren,    löslichen und  schmelzbaren     Kondensationsprodukten    aus       Phenolen    und     Formaldehyden    und Füll  stoffen, insbesondere Holzpulver, in der  Weise     herzustellen,

          .dass        Resole    entweder in  flüssigem oder     feingepulvertem    Zustande  oder in     Form    einer     spiritösen    Lösung mit  Füllstoffen innig vermischt     bezw.    verknetet  werden.  



  Bei dem     Lösungsmittelverfahren    werden  diese durch     Erwärmen    entfernt und die feste  Masse in gekörnter oder gepulverter     Form    in  bekannter Weise     verpresst.    Das Arbeiten mit  Lösungsmitteln hat den Nachteil,     .dass    diese  Lösungsmittel ausserordentlich fest an der  Mischung haften, und erst     -durch    längeres  Erhitzen     ausgetrieben    werden können. Dieses  längere Erhitzen aber vermindert die     Fliess-          barkeit    der fertigen     Pressmischungen    ausser  ordentlich.

   Wird aber das längere Erhitzen    umgangen, so lässt sich das Material infolge  des     Verbleibens    des Lösungsmittels in der       Pressmischung    ausserordentlich schwer     ver-          pressen,    da Dampf-     bezw.    Blasenbildung ein  tritt, und es resultieren keine hochwertigen       Pressstücke.     



  Das Mischverfahren auf den Walzen hin  gegen hat den Nachteil, dass beim     Zusammen-          mischen    des Mischgutes auch gleichzeitig  eine Weiterkondensation des Harzes erfolgt,  wodurch es ausserordentlich schwierig wird,  den Punkt zu treffen, in -dem das Produkt  homogen durchgemischt ist und die Konden  sation genügend vorgeschritten ist. Auch  hier ist es ausserordentlich schwer,     Press-          mischungen    von der gewünschten     Fliessbar-          keit    und     Pressdauer    gleichmässig zu erhalten.  



  Es     wurde    nun gefunden, dass sich ohne       Schwierigkeiten        Pressmischungen,    die be  liebig weit     vorkondensiert    sind und ausser  dem     vollkommen    homogen durchgemischt  sind, dadurch herstellen lassen, dass fein pul-           verisiertes,        vorkondensiertes    Harz mit     fein-          gepulvertem    Füllmaterial, gegebenenfalls un  ter Zugabe von Farbstoffen und Mitteln, die  das Kleben an     Matrizen    verhindern- zu  sammengebracht, innig in einer     geeigneten     Vorrichtung, zum Beispiel einer Mühle,

   ver  mischt und hierauf das Gemisch kurze Zeit  bei hoher Temperatur     einem    hohen     Press-          druck    ausgesetzt     wird,    wobei zweckmässig       Druck    und     Temperatur    rasch     aufgehoben     werden können. Diese Behandlung hat den       Zweck    und die Wirkung, das Harz     duTCh    die  hohe Temperatur in eine flüssige Form zu  bringen unter gleichzeitigem, durch den  hohen -Druck verursachtem Einpressen des  Harzes in :die     feinsten    Poren des Füll  stoffes.

   Diese Behandlung kann zum Bei  spiel auf die Weise durchgeführt werden,  dass auf eine Platte das Gemisch in dünner  Schicht gestreut wird, hierauf mittelst einer  zweiten Platte die Mischung einem hohen  Druck ausgesetzt, kurz erhitzt und die Mi  schung unter Aufhebung des Druckes rasch       abgekühlt        wird.    Das Verfahren kann auch  vorteilhaft     kontinuierlich        in    der Weise aus  geführt werden, dass die oben beschriebene       Mischung    durch auf hohe     Temperatur    er  hitzte Düsen     durchgepresst    wird.

   In der  Düse geht dabei eine gleichmässige Mischung  und     Imprägnierung    des Harzes und der       Füllstoffe    vor sich.  



  Die     Bedingungen,    bei denen diese Be  handlung     stattfindet,    müssen so gewählt  werden, dass das Schmelzen des Harzes in  der ganzen Schicht vor sich geht, jedoch die       äussern    Schichten bei Anwendung der ent  sprechenden Temperaturen noch nicht     in    den       Endzustand    übergegangen sind, damit das  Material nach der Imprägnierung sich noch  in jeder Weise beliebig     verpressen    lässt  Als Füllstoffe lassen sich verwenden       Holzmehl-Faserstoffe    aller Art, mineralische       FülIstoffe,    wie Asbest, Talkum,     Lithopon,          Magnesia    usw.  



  <I>Beispiel:</I>  45 Gewichtsteile     Resol    (entsprechend vor  kondensiert     und    (einst gepulvert), 50 Ge-         wichtsteile    Holzmehl, 1,3; Gewichtsteile Lack  schwarz, 3 Gewichtsteile Talkum, 0,7 Ge  wichtsteile Stearin werden     in    einer Mühle  innig vermischt und hierauf die Mischung  durch auf etwa 200   C erhitzte, enge Düsen  von entsprechender Länge, das heisst     Heiz-          wirkung,    rasch     durchgepresst    und nach dem  Erkalten gegebenenfalls pulverisiert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Kunst harzpressmisehungen, dadurch gekennzeich net, dass fein pulverisiertes, vorkondensiertes Harz mit fein gepulvertem Füllmaterial zu sammengebracht, innig gemischt und hier auf das Gemisch kurze Zeit bei hoher Tem peratur einem hohen Pressdruck ausgesetzt wird. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren gemäss Patentansprueh, da durch gekennzeichnet, dass dem Harz Farbstoffe zugegeben werden. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur rasch aufgehoben wird. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass der Druck rasch aufgehoben wird. 4.
    Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass der Druck und die Temperatur rasch aufgehoben werden. 5. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Gemisch von Harz und Füllmaterial so lange Zeit der vereinten Einwirkung von hohem Druck und hoher Temperatur ausgesetzt wird, als das Harz sich noch mindestens zum wesentlichen Teil im Resolzustand befindet. 6. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass erhitzte Düsen benutzt werden, durch die das Material kontinuierlich gepresst wird. i.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der Düsen derart gewählt wird, dass die Heizwirkung ausreicht, um der Mischung den gewünschten Wärme grad zu erteilen.
CH154523D 1930-03-27 1931-03-25 Verfahren zur Herstellung von Kunstharzpressmischungen. CH154523A (de)

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