CH154587A - Verfahren und Vorrichtung zum Auftragen eines gleichmässigen Lacküberzuges auf breite Bahnen aus Zellulosehydrat. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Auftragen eines gleichmässigen Lacküberzuges auf breite Bahnen aus Zellulosehydrat.Info
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Description
Verfahren und Vorriehtnng zum Auftragen eines gleichmässigen Backüberzuges auf breite Bahnen aus Zelhilosehydr at. Dünne Häutchen aus Zellulosehydrat, wie sie zum Beispiel aus Viskose in Form von endlosen Bahnen von etwa 1<B>'</B> m Breite und 1i,(_12 bis 0,04 mm Dicke erhalten werden, können durch Lackieren in ihrer Beständig keit gegen Feuchtigkeit erheblich verbessert werden. Das Lackieren dieser Bahnen bietet Jedoch grosse Schwierigkeiten, da man zur Erzielung eines brauchbaren Produktes die beiderseitige Lackschicht sehr dünn - etwa 0.001 bis 0,
002 mm stark - halten muss. Der dünne Lacküberzug soll dabei gleich mässig und frei von Schlieren und Unregel mässigkeiten sein, welche das Aussehen der durchsichtigen Folie beeinträchtigen würden. Dieses Drgebnis lässt sich weder mit den Lackiervorrichtungen, welche nach dem Spritzverfahren arbeiten, noch mit den an- (lern aus der Technik bekannten Auftragvor- richtungen in befriedigender Weise er reichen.
Die Ränder der Zellulosehydratbahnen weichen gewöhnlich in der Dicke von dem mittleren Teil der Bahn ab, verzerren sieh ausserdem oft und werden leicht uneben. Sic nehmen. daher leicht überschüssigen Lack mit, der unvollständig trocknet und ver schmiert und die Bahn dadurch unbrauchbar macht, dass er ihr den Geruch der zurück gehaltenen Lösungsmittel mitteilt. Zur Um gehung dieser Schwierigkeiten hat man be reits eine komplizierte Lackiervorrichtung vorgeschlagen, bei welcher der aufgetragene Lack zunächst an den beiden Rändern der zu lackierenden Bahn und an deren angrenzen den Zonen und dann erst. auf der ganzen Breite der Bahn abgestrichen wird.
Es wurde nun gefunden, dass man eine gleichmässige Lackierung auch in einfacher Weise dadurch erreichen kann, dass man die durch ein Lackbad geführte Bahn aus Zellu- losehydrat über eine Abstreichvorrichtung führt, welche aus zwei im festen Abstand zu einander befindlichen und übereinandergrei- fenden Abstreichleisten besteht, auf deren unterer zwei kurze, die Ränder der zu lackie renden Bahn überdeckende Keile angeordnet sind, welche. sowohl an der obern Abstreich- kante, als auch an dem dazwischenliegenden Teil der Bahn schwach - gegebenenfalls mit federndem Druck - anliegen.
Mit Hilfe die ses Verfahrens lä.sst sich ein sehr regel mässiger Lacküberzug auf der ganzen Breite der Bahn erzielen und die Mitnahme von überschüssigem Lack durch die Ränder der Bahn mit Sicherheit vermeiden. Wie fest gestellt wurde, besteht bei dieser Ausfüh rung keinerlei Gefahr, dass die empfindlichen Ränder der Bahn verletzt werden und ein reissen, oder dass, die dünne, leicht verzerrbare Bahn aus Zellulosehydrat nach der Mitte zu sammengeschoben wird und über den Ab streichkanten Falten bildet, welche das Ma terial unbrauchbar machen würden.
Die kurzen, die Ränder der Bahn über deckenden Keile, können gegebenenfalls fest mit der untern Abstreichleists verbunden sein. Sie werden aber vorteilhafterweise als besondere, leicht herausnehmbare Einzelteile verwandt und leicht verschiebbar gelagert, so dassi sie - beispielsweise an ihrer rückwär tigen Kante - geführt und während des Lackierens, je nach der Breite der Bahn und je nach der Breite des zu überdeckenden Ran des eingestellt werden können. Sie können aus einem Material bestehen, das an sich weich und nachgiebig ist, oder aber zum Bei spiel bei Verwendung von Metall aus zwei mit schwachem Federdruck auseinander gehaltenen Teilen zusammengesetzt sein.
Im letzten Falle ist es zweckmässig, ihre an der zu lackierenden Bahn anliegende Fläche ganz oder teilweise mit Stoff zu überziehen.
Zweckmässig sind die Abstreichleisten mög lichst nahe über der Lackwanne angeordnet und stehen im festen Abstand zueinander. Sie werden am besten so gelagert, da,ss sie zwecks leichterer Einführung des Bandes bei Inbetriebnahme der Vorrichtung auseinander- geführt werden und später wieder in ihre vorbestimmte Arbeitsstellung zurückgeführt werden können.
Es hat sich auch als zweckmässig er wiesen, Abstreichleisten mit abgerundeten Abstreichkanten zu verwenden.
Wie weiter festgestellt wurde, ist es zur Erhöhung der Gleichmässigkeit des Lack überzuges ausserdem vorteilhaft, vor der Lackwanne ein System von verhältnismässig nahe beieinanderstehenden Walzen anzuord nen, welche die zu lackierende Bahn in engen Windungen der Lackwanne zuführen. Die Bahnen aus Zellulosehydrat werden bekannt lich bei ihrer Herstellung auf Rollen auf gewickelt und zeigen bei Abrollen grössere Verzerrungen und Verspannungen, welche eine gleichmässige Lackierung erschweren. Durch das erfindungsgemäss vor der Lack wanne angeordnete Walzensystem lassen sich auch diese Schwierigkeiten umgehen.
Die Walzen können in einer Ebene oder auch gegeneinander versetzt angeordnet sein. Sie besitzen zweckmässig einen Durchmesser zwischen 50 und 100 mm und einen Abstand voneinander, der gerade zur Durchführung der Bahn bei Inbetriebsetzung der Vorrich tung genügend ist.
Eine zur Ausführung des Verfahrens praktische Vorrichtung wird durch die bei gefügte Zeichnung beispielsweise veranschau licht.
Fig. 1 -zeigt eine Anordnung der gesam ten Auftragvorrichtung, die aus einem System von nahe beieinander stehenden Wal zen C, einer Lackwanne B und einer Ab streichvorrichtung A besteht, welche durch zwei übereinander greifende Abstreichleisten 1 und 2 und die beweglichen Keile 3 gebildet wird; Fig. 2 zeigt die beiden Abstreichleisten 1 rnd 2 für sich, in der Aufsicht und lässt die Anordnung der beweglichen Keile 3 er kennen;
Fig. 3 zeigt in grösserem Massstab einen Querschnitt nach Linie D-D von Fig. 2 ; Fig. 4 zeigt eine Ausführungsform der die Ränder der zu lackierenden Bahn über- deckenden Keile 3.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE: I. Verfahren zum Auftragen eines gleich mässigen Lacküberzuges auf breite Bah nen aus Zellulosehydrat, dadurch gekenn zeichnet, dass die Zellulosehydratbahnen von der Abwickel- bezw. Aufstapelvor- richtung aus zunächst durch eine Lack wanne geführt werden und dann durch eine Abstreichvorrichtung bestehend aus zwei über der Lackwanne befindliche, in festem Abstand zueinander stehende und übereinandergreifende Abstreichleisten und zwei kurze, die Ränder der zu lackie renden Bahn überdeckende Keile,welche auf der untern Abstreichleiste angeord net sind und sowohl an der obern Ab streichkante, als auch an dem zwischen den Leisten laufenden Teil der Bahn schwach anliegen. II. Vorrichtung zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch eine Lackwanne und zwei über derselben befindliche, in festem Ab- stand zueinander stehende und tibereiu- andergreifende Abstreichleisten und zwei kurze, die Ränder der zu lackierenden Bahn überdeckende Keile,welche auf der untern Abstreichleiste angeordnet sind und sowohl an der obern Abstreichkante. als auch an dein zwischen den Leisten laufenden Teil der Bahn schwach an liegen. UNTERANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass die Kanten der Abstreichleisten abgerundet sind. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass vor der Lack wanne ein System von verhältnismässig nahe beieinander stehenden Walzen an geordnet ist, über welche die Bahnen in engen Windungen zu der Lackwanne ge führt werden. 3.Vorrichtung gemäss Patentanspruch IL dadurch gekennzeichnet, dass die auf den Abstreichleisten angebrachten Keile ver schiebbar gelagert sind.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE154587X | 1929-12-27 |
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|---|---|---|---|
| CH154587D CH154587A (de) | 1929-12-27 | 1930-12-22 | Verfahren und Vorrichtung zum Auftragen eines gleichmässigen Lacküberzuges auf breite Bahnen aus Zellulosehydrat. |
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| CH (1) | CH154587A (de) |
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1930
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