Verfahren und Vorrichtung zum selbsttätigen Abfüllen gleicher Mengen feinverteilten Gutes in Ventilsäcke. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum selbsttätigen Abfüllen gleichen Mengen feinverteilten Gutes in Ventilsäcke und eine Vorrichtung zur Ausübung dieses Verfah rens.
Das feinverteilte Gut kann hierbei Staub förmiger oder körniger Beschaffenheit sein, dabei auch kristallinische Beschaffenheit und sogar wasseranziehende Wirkung aufweisen. Als abzufüllendes Gut ist in erster Linie Zement oder dergleichen vorgesehen,. es kön nen aber auch Zucker, Soda oder andere ähn liche, feinverteilte Stoffe abgefüllt werden, die die Eigenschaft haben, sich in Förder- vorrichtungen leicht festzusetzen und Klum pen zu bilden, die unter Umständen Anlass zur Unterbrechung der Förderung geben.
Es ist bekannt, staubförmiges oder kör niges Gut in Ventilsäcke, also in sich selbst tätig schliessende Säcke einzufüllen, und es sind auch schon Vorrichtungen für diesen Zweck vorgeschlagen worden. Diese erfor dern jedoch grossen Raum und genügen nicht allen Ansprüchen, insbesondere wenn es sieh darum handelt, das Gut selbsttätig ohne Verluste und ohne Belästigung der Bedie- nungsleutedurch Staub, mit grosser Genauig keit und zugleich zwecks Sackraumersparnis sehr fest in die Säcke zu füllen.
Gemäss der Erfindung wird nun das Ver fahren zum selbsttätigen Abfüllen gleicher Mengen feinverteilten, zum Beispiel staub- förmigen oder körnigen Gutes in die Ventil säcke derart durchgeführt, dass das Gut zweckmässig nach dem Abscheiden von Fremdkörpern und Aufwirbeln mittelst Luft- mengung in ein an einer Wiegevorrichtung hängendes Behältnis gefördert wird, in deni es sich verhältnismässig langsam so lange an sammelt, bis das beabsichtigte Füllgewicht erreicht ist,
worauf durch das Wiegespiel ein weiteres Zulaufen verhindert und die auf gesammelte Gutsmenge aus dem Wiegebehäl- ter zum Entströmen gebracht wird, wonach sie durch ihr Eigengewicht einer Fördervor- richtung zugeführt wird, in -der sie in schnel lere Bewegung gesetzt wird, infolgedessen mit hoher Geschwindigkeit in den zu füllen den Ventilsack gebracht und in :
diesem fest gestaut wird, wonach der Sack nach Auf nahme der abgeworfenen Einfüllmenge durch ]Kippen oder Abwerfen auf eine För- derbahn oder ähnliche Fördereinrichtung verbracht werden kann.
Das Verfahren gemäss der Erfindung wird zweckmässig durch eine derartige Vor richtung ausgeführt, bei der das durch eine Fördervorrichtung zugeführte Gut, zweck mässig nach Reinigung mittelst einer Sieb trommel oder dergleichen durch eine Rühr vorrichtung, beispielsweise eine Rühr- schnecke, verteilt und aufgewirbelt wird. Diese Rührvorrichtung ist hierbei vorteilhaft oberhalb des an .der Wiegevorrichtung hän genden Behältnisses angeordnet, deren Ein spielen in die Wiegestellung den Auslass der Rührvorrichtung abschliesst.
Anderseits ist unterhalb des Wiegebehältnisses ein weiteres Fördermittel, beispielsweise ein Flügelrad, angeordnet, das seinerseits dem das Wiege behältnis verlassenden Fördergut eine schnel lere Bewegung erteilt, so dass dieses mit gro sser Geschwindigkeit in den Ventilsack ver bracht wird und sich hier feststaut, wobei dieser Ventilsack zweckmässig einer rütteln den Bewegung ausgesetzt und nach erfolgter Füllung zum Beispiel eine den Ventilsack tragende Plattform freigegeben wird, zum Beispiel durch Ausheben eines die Plattform festhaltenden Hakens,
wonach die Auslade bewegung selbst durch das Sackgewicht um eine Drehachse eines im hintern Bereich der Plattform eines Sackstuhls angeordneten Lenkerparallelogrammes erfolgt.
Zweckmässig ist es dabei, die Bewegung des den lackträger freigebenden Mittels, die durch das Nachlassen des sich dem Förder- flügelrad bietenden Widerstandes infolge des Aufhörens der Förderung, oder nach Ablauf einer gewissen Zeitdauer, oder durch einen andern Teil des Vorganges ausgelöst werden kann, auch unabhängig hiervon durch einen Handgriff. auslösbar zu machen.
Um einerseits für ein genaues Wiegen die erforderliche Zeit zum langsamen Füllen des Wiegebehältnisses zu gewinnen, ander seits aber auch durch einen einzigen Bedie nungsmann eine grössere Anzahl von Ventil säcken in einer gewissen Zeiteinheit füllen zu können, werden zweckmässig mehrere Einzel vorrichtungen nebeneinander angeordnet und staffelartig derart miteinander gekuppelt, dass die Auslösung des den Ventilsack zum Kippen bringenden Mittels der einen Vor richtung zugleich auch den Auslauf des Wiegebehältnisses derjenigen Vorrichtung öffnet, deren Sack soeben vorher abgekippt worden ist und daher durch einen neuen er setzt werden konnte.
Durch die Erfindung kann erreicht wer den, dass das zum Beispiel in ununterbroche nem Arbeitsgang durch die Vorrichtung lau fende Gut in den verschiedenen Abschnitten je nach Bedarf gelockert oder fest zusammen gepackt werden kann, so dass es sich seiner seits nicht an unerwünschten Stellen fest setzen und zu Verstopfungen Anlass geben kann. Anderseits wird das Gut beim Wie gen, infolge des langsamen Ansammelns und beim Einfüllen festgelagert, so dass das Wie gen mit grosser Genauigkeit erfolgen kann und das Gut beim Einpacken festgestaut ist. Infolgedessen können die verwendeten Ventil säcke bei grösstem Umfang eine kleinstmög liche Umhüllungsfläche besitzen, so dass sie in der Herstellung billig werden.
Ausserdem wird verhindert, dass das in ihnen enthaltene Gut sich bei der Weiterbeförderung zusam- menstaut und die Säcke so hernach nur teil weise gefüllt sind. Dies ist besonders bei einem Füllgut wie Zement von Bedeutung, das dazu neigt, sich erst in einiger Zeit ab zusetzen, nachdem es mit Luft zu einer staubförmigen Emulsion aufgewirbelt wor den ist.
Da die ganze Vorrichtung von der Zu führung bis zur Abführung des Gutes in den Säcken selbsttätig arbeitet, so kann sich die Bedienungsmannschaft ausser auf eine all gemeine Überwachung, auf das Aufstecken der neuen Sackformen auf die zugehörige Abfüllöffnung beschränken, falls nicht auch dies selbsttätig ausgeführt wird. Die Vor richtung stellt daher einen bedeutenden tech nischen und wirtschaftlichen, sowie vor allem hygienischen Fortschritt dar.
Um diesen voll auszunutzen, kann die Vorrichtung staubdicht verkleidet sein und an den etwa erforderlichen Stellen mit an sich bekannten Ableit- und Absaugeeinriohtungen versehen werden, die das entwichene Gut Sammelstel len zuführen. Es werden so restlos Belästi gungen der Bedienungsleute oder Verluste durch Verstauben des Gutes vermieden.
Falls es sieh jedoch um Fördergut kri stallinischer Beschaffenheit handelt, so tritt. hierbei oft .der Übelstand ein, dass sich das Gehäuseinnere der Vorrichtung leicht derart vollsetzt, dass nicht nur die Förderleistung erheblich sinkt, sondern auch der Umlauf zum Beispiel eines Förderrades gehemmt wird. Dies ist insbesondere bei Zucker, Soda und ähnlichem Fördergut kristaIlinischer Be schaffenheit der Fall.
Dieser Übelstand kann .dadurch beseitigt werden, dass die Flügelenden des Förder- rades ein klein wenig entgegen der Umlaufs richtung zurückgebogen werden und der Zu lauf des Fördergutes nicht tangential zum Umkreis des Förderrades angeordnet wird, sondern unter einem Winkel zur Tangente in den' Umlaufskreis nach der Förderraid- achse hin geleitet wird. Zweckmässig ist es ferner, die Aussenkanten der Flügel des För- derrades kurvenförmig, zum Beispiel als Halbkreisbogen, Parabel oder dergleichen., auszubilden.
Bei Abpacken von kristallinischem Gut in Ventilsäcke, insbesondere jedoch von hy groskopischem Gut, hat man bereits Mittel angewandt, um lediglich stellenweise in die Vorrichtung Pressluft einzublasen, anstatt allgemein Pressluft zum Fördern pulverför miger oder körniger Stoffe derart zu benüt zen, dass das gesamte Fördergut von der Pressluft erfasst und durch die Mischung von Fördergut und Luft ein Fluidum geringeren spezifischen Gewichtes als das des Förder- gutes allein gebildet wurde.
Vor ersterem Fall kann auch hier Gebrauch ;.emacht wer den, und zwar soll die Eingabe der Pressluft auf diejenigen Stellen erfolgen, an denen das Gut infolge der Einwirkung des Förderrades zusammengepresst wird und somit eine grö ssere Dichtigkeit als ursprünglich erhält, .da dabei seine eckigen Teilchen fest zusammen gepackt werden und das kristallinische Gut dichter gestaut wird. Die Pressluft lockert nun das Fördergut an diesen verdichteten Stellen wieder auf seine ursprüngliche Dich tigkeit auf und gibt dem fest geballten kri stallinischen Gut seine ursprüngliche Kon sistenz wieder.
In dem Ventilsack dürfen bekanntlich ausser dem Sackventil keine weiteren Öffnun gen, Durchlochungen oder dergleichen zweck schnellen Entweichens der Luft vorgesehen sein. Das Sackventil weist daher eine etwa grössere lichte Weite auf, als der Aussen- durchmesser der Füllschnauze oder -düse be trägt. Die Luft muss also zwischen der Füll düse und der Ventilwand entweichen können.
Hierbei wird jedoch leicht dieser Zwischen raum dadurch verschlossen, dass auch die untere Hälfte der Ventilwand, die ihrerseits nach dem Füllen des Sackes sich als Ventil klappe gegen die Aussenwand des Sackes legt, um das Ventil zu schliessen, schon wäh rend des Füllens durch das einströmende Füllgut oder die Luft emporgedrückt wird. Dies kann nun dadurch vermieden werden, dass an der Unterseite der Füllschnauze oder dergleichen aussen ein oder mehrere Rippen angeordnet sind, die ihrerseits das platte Anlegen der Ventilklappe an die Unterseite der Fülldüse verhindern.
Auf diese Weise werden bei jeder Füllung zwei oder mehr flache Kanäle zwischen der Sackwand und der Fülldüse belassen, durch die ein genügen des Entweichen der Luft sichergestellt ist. Diese Kanäle befinden sich nämlich vorteil haft an der Unterseite der Fülldüse und wei sen einen radial nach aussen hin sich konisch erweiternden Querschnitt auf.
Hierdurch kann sich darin von einer Füllung zur näch sten kein Füllgut ansammeln oder halten, auch wenn dieses stark anbackende Eigen schaften besitzt, wie beispielsweise Zement mehl, Zucker oder dergleichen. Allein schon die Erschütterungen der Düse beim Wech seln des Sackes werden das anhaftende Füll gut jedesmal ablösen, und es kann nicht der liZissstand eintreten, der sich an bereits be kannten Fülldüsen mit auf .der Oberseite des Düsenrohres angeordneten glatten oder gar T-förmigen Rippen herausgestellt hat,
dass sich nämlich zwischen diesen Rippen eine Schicht Füllgut auf dem Düsenrohr vollstän dig festgesetzt und hierdurch nichts weiter als eine unnötige Verdickung der Düse be wirkt, keineswegs aber einen Auslass für die Luft gewährleistet.
Soll eine Rüttelbewegung des zu füllenden Sackes vorgenommen werden, so kann sie durch eine Kurvenscheibe in an sich bekann ter Weise erzeugt werden. Der Sackboden sowohl, als auch seine Wandungen können hierbei vermittelst Luftunterdruck angesogen werden. Hierzu dienen Ansaugkästen mit Netzen, Gittern oder dergleichen. Die Rüttel bewegung selbst geht bei dieser Vorrichtung während des Füllens oder Ansaugens vor sich. Sie kommt vorzugsweise ein senkrechter Richtung auf den Boden des Sackes zur Wir kung. Die Saugkästen können hierbei derart angeordnet und ausgebildet sein, dass sie den Sackboden von unten erfassen und an der Rüttelbewegung teilnehmen. Diese Ansaug kästen wirken zugleich als Absaugkästen für zerstreutes Gut.
Sie können auch stehend angeordnet sein. Auch kann zum Beispiel ein Rütteltisch ausser durch die Kurven scheibe durch die zum An- und Absaugen benutzte Luft bewegt werden.
Zu allen Teilvorrichtungen des Lockerns des Gutes an bestimmten Stellen nach erfolg ter Verdichtung, zum Ansaugen, zum Ab saugen und zum Rütteln des Tisches kann eine einzige Saugluftanlage dienen.
Die Zeichnung stellt ein Ausführungs beispiel .der Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach der Erfindung nebst Einzel heiten dar.
Abb. 1 ist teilweise ein Schnitt, teilweise eine Seitenansicht der Vorrichtung; Abb. 2 ist eine Vorderansicht dazu; Abb. 3 und 4 zeigen unter anderem Länge- und Querschnitt eines Flügelrades oberhalb der Füllschnauze; Abb. 5 zeigt im Längsschnitt ein anderes, eingebautes Flügelrad nebst Windeinrich tung; Abb. 6 und 7 \sind Seitenansicht bezw. Querschnitt durch eine Füllschnauze mit einer Rippe; Abb. 8 und 9 sind Seitenansicht bezw. Querschnitt durch eine Füllschnauze mit zwei Rippen;
Abb. 10 und 11 zeigen unter anderem zwei Schnitte durch eine Rütteleinrichtung bei Anordnung von Absaugkästen; Abb. 12 und 13 sind Seitenansichten hierzu.
Durch einen Einlauf 1 (Abb. 1 und 2) gelangt das Füllgut in ein in einem Gehäuse 2 umlaufendes Trommelsieb 3, das seinerseits etwaige in dem Füllgut enthaltene Fremd körper oder grobe Brocken in einem Auslauf 4 absondert, während das Abgesiebte zu einer Verteilungsschnecke 5 gelangt, von dieser Schnecke aufgerührt und einem Hauptaus lauf zugeführt wird.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind drei solcher Ausläufe 6, nämlich 6', 6" und 6"' vorhanden, gemäss den beispielsweise drei nebeneinander angeordneten gleicharti gen Füllvorrichtungen.
Im folgenden wird nunmehr zunächst eine dieser Füllvorrichtungen beschrieben, wobei die Überweisungszeichen stets ohne Indices angegeben werden, um nicht speziell auf eine der drei Einzelvorrichtungen (Abb. 2) Bezug nehmen zu müssen.
In dem Auslauf 6, der in an sich bekann ter Weise sich nach unten erweitert, damit das Gut stets gleichmässig auslaufen und sich nicht stauen kann, ist ein Schieber 7 an geordnet, der eine genaue Regelung des Zu laufes gestattet. Der Auslauf 6 ist unten durch zwei Schieberklappen geschlossen, deren innere, 8, mit einer Öffnung versehen ist, während die äussere, 9, ein undurchbro- chenes Stück ist und die Öffnung in der Klappe 8 abzuschliessen gestattet. Unter dem Auslauf 6 hängt der Behälter 10 an einem an dem Maschinengestell 12 gelagerten Wage balken 11 und wird durch ein Belastungs gewicht 13 im Gleichgewicht erhalten.
Ein an dem Behälter 10 -angebrachter Hebel 14 stützt einen Hebel 15 ab, der seinerseits auf einer Achse 16 bei dem Auslauf 6 drehbar gelagert ist und die innere Klappe 8 trägt. An der Säule des Maschinengestelles 12 ist an einem Zapfen 17 ein Arm 1:$ gelagert, der einerseits mit einem Hebel 19 in Wirkungs- verbindung steht und anderseits mittelst einer Stange 20 mit einem gleichfalls auf der Welle 16 sitzenden Hebel 21 verbunden ist, der die äussere Klappe 9 trägt.
Der Behälter 10 ist unten durch eine Klappe 22 abgeschlossen, die durch eine an einem Zapfen 28 gelagerte, knieartige Anlen- kung 24 festgehalten wird. Unterhalb des Behälters 10 ist ein Auslauftrichter 25 fest am Gestell 12 angebracht. Die drei Trichter 25', 25" und 25"' hängen dabei zusammen. In dem Auslauftrichter 25 ist unten ein Flü gelrad 26 mit durchgehender Welle 26a an geordnet. Der Auslauftrichter 25 selbst geht sich schnauzenartig verjüngend in eine Düse, das heisst Auslaufschnauze 27, über. Er weist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel noch einen Kanal 28 auf, der die Abfülldüse 27 auf der Oberfläche sichelförmig umgibt und an eine Abführung 29 angeschlossen ist.
Der Unterteil 30 der Schnauzenwandung ist konisch verdickt.
In dem Gestell 12 sind ferner auf einer gemeinsamen Achse 31 drei Paar Doppel hebel 32 gelagert, deren Hinterteile sich mit Rollen 33 gegen auf einer gemeinsamen Welle 34 sitzende Kurvenscheiben 35 legen, während .die Vorderenden jedes Hebelpaare je einen an senkrechten Spindeln 36 verstell baren Sackstuhl 37 tragen. Das obere Ende je der einen .Spindel 36 ist mittelst eines Len- kers 38 an einen Arm 39 angelenkt, der sei nerseits gleichfalls auf der Welle 31 drehbar angeordnet ist und durch einen an einem Zapfen 40 des Gestelles 12 angelenkten Ha ken 42 festgehalten wird.
Durch Gestänge 41 wird der Haken 42 einerseits mit einem am Gestell 12 auf einer Welle 43 (auch durch gehend) gelagerten Handhebel 44 verbunden, während er anderseits mit einer Kurven scheibe 45 in Wirkungsverbindung steht. Auf der Welle 43 sitzt gleichfalls ein mit einem elastischen Unterteil 46 besetzter Festhalter 47, während der Handhebel 44 mit einer Klinke 48 verbunden ist, die in einem an dem Knieschenkel 24 angebrachten Sperrhaken 49 eingreift. Der Arm 39 steht unter der Wir kung einer Schraubenfeder 50, während auf der Vorderseite für ihn ein Federpuffer 51 angeordnet ist.
Ein Förderband 52 läuft auf Rollen 5 3 vor sämtlichen Füllvorrichtungen vorbei. Da hinter liegt eine durchgehende Stossleiste 54. während vor der Anlage ein Geländer 55 an gebracht ist.
Der Fülltrichter 25 ist auf seinen Innen flächen mit schrägen Vorsprüngen besetzt. die das Bezugszeichen 56 aufweisen. Im In nern des Trichters 25 sind ferner noch Quer leisten angeordnet, die teils von dachförmiger Gestalt<B>57,</B> teils von vollem Dreiecksquer= schnitt 58 sind, während einzelne Leisten 59 in den Seitenwänden des Trichters beweglich, zum Beispiel federnd gelagert sind.
Die Wirkungsweise der bisher beschrie benen Vorrichtung ist die folgende: Das durch den Auslauf 6 einströmende Füllgut sammelt sich in den Behälter 10, so dass dieser den Wiegebalken 11 allmählich abwärtsdreht. Hierdurch gibt der Hebel 14 den Hebel 15 frei, so dass durch dessen Nie derfallen die Klappe 8 in Schliessstellung kommt. Der Auslauf des Füllgutes wird hier durch fast ganz abgeschlossen, und es kann nur noch wenig Gut durch die in der Klappe 8 vorhandene Öffnung nachströmen.
Der 1Viegehebel 11 dreht sich daher jetzt nur noch langsam weiter, bis die an dem Gewicht <B>13</B> befindliche Nase den Hebel 19 mitnimmt und hierdurch den Arm 18 freigibt, so dass dieser Arm sich um den Drehpunkt 17 ver lagert und bei,dem Lager,des Armes 18 und der Stange 20 eine Knickung hervorruft, so dass hiernach der Hebel 21 schnell abwärts gedreht wird, wodurch die untere Klappe 9 den Nachstrom des Füllgutes sofort unter bricht und den Auslauf vollständig schliesst.
Sobald die Klappe \22 hernach in zu beschrei bender Weise geöffnet wird, was nach einem bekannten Wagensystem bis zum vollstän digen Füllen des Wiegebehälters 10 verhin dert wurde, strömt das in dem Behälter 10 angesammelte Gut in den. Trichter 25 und wird von ;dem dauernd umlaufenden Flügel rad 26 mit erhöhter Geschwindigkeit durch die Auslaufschnauze 27 in den Ventilsack 60 hineinbefördert. Gleichzeitig werden durch ein nicht dargestelltes Hebelgestänge, die die Klappen 8 und 9 tragenden Hebel wieder in die Ausgangsstellung zurückgebracht.
Um zu vermeiden, dass von dem schnell umlaufenden Flügelrad 26 Aufwirbelungen erzeugt werden, die einen Teil des Füllgutes als Staub in den Trichter 25 wieder empor wirbeln lassen könnten, sind die schrägen Kanten 56 und die Querleisten 57, 58 und 59 in mehreren Höhenlagen angeordnet und fan gen das von oben herunterkommende Gut hierbei nicht in schädlichem Masse auf, lassen es vielmehr ohne merkliche Hemmung nieder fallen, während sie von unten kommendes Gut auffangen und zurückwerfen.
Die Querleiste 59, die den Hauptstrom des niederfallenden Gutes empfängt, ist lose und federnd in dem Trichter 25 gelagert, so dass sie durch den Stoss des Gutes in Schwin gungen versetzt wird und hierdurch etwaiges auf ihr haftendes Gut abstösst.
Auf die Abfüllschnauze 27 ist ein Ventil sack 60 aufgesteckt, dessen Boden sich auf der Plattform, des Sackstuhls 37 lagert, wäh rend die Rückseite an der am Sackstuhl 37 angeordneten Lehne abstützt. Durch die ko nische Verdickung 30 des untern Teils der Abfüllschnauze 27 wird die Ventilöffnung gut dichtend geschlossen und zugleich wird der Sack 60 durch den Festhalter 47 gegen vorzeitiges Abgleiten gesichert.
Der sich beim Einfüllen innerhalb des Sackes bildende Staub zieht mit der durch die Füllung des Sackinhaltes mit festem Gut verdrängten Luft durch den Kanal 28 ab und wird in der Abführung 29 gesam melt. Durch dauernden Umlauf der Welle 34 wird der Sackstuhl 37 fortwährend auf- und abbewegt, so dass der Unterteil des Ventilsackes 60 während des Füllens einer dauernden Schüttelbewegung ausgesetzt ist und das eingeförderte Gut sich fest in dem Sacke 60 anstaut.
Die Kurvenscheibe 35 ist nur auf einem Teile ihres Umfanges kreisförmig gestaltet und die Hubkurve erstreckt sich nicht über den gesamten Umfang der Scheibe 35. In folgedessen bleibt der .durch die Kurve an gehobene und dann plötzlich niederfallende Sackstuhl 37 vor dem nächsten Anheben eine gewisse Zeit in Ruhe, so .dass sich das in dem Sack 60 enthaltene Gut fest auf den Boden aufstaut, bevor das nächste Anheben erfolgt.
Sobald der Sack nach einer bestimmten Zeit gefüllt ist, wird durch den Umlauf der Kurvenscheibe 45 der Haken 42 gehoben, so dass der Arm 39 nur noch von der Feder 50 gehalten ist. Die Stärke der Feder 50 ist nun so bemessen, dass bei leerem Sackstuhl 37 der Arm 39 in seiner senkrechten Stel lung, wie Abb. 1 zeigt, gehalten wird, wäh rend er, sobald .der Sack 60 gefüllt ist und mit seinem Gewichte infolge der seitlichen Ausladung des Sackstuhls 37 um seinen Drehpunkt nach links abwärts gedreht wird. Da der Hebel 32 weiter von der Kurven scheibe 35 auf- und abbewegt wird, so setzt. sich die Rüttelbewegung des Sackstuhls 37 während dieses Abwärtskippens noch fort.
Der ,Sackstuhl 37 dreht sich dabei um die Drehachse am untern Spindelende bezw. um die Achse an der untern linken Ecke des von den Hebeln 32 und 38 mit den Tei len 36 und 39 gebildeten Lenkerparallelo- grammes, so dass der Sack 60 mit heftiger Bewegung nach unten niedergekippt wird. wobei er über die Stossleiste 54 umkantet und auf das Förderband 52 fällt.
Von dem Handhebel 44, der von der Stange 41 be tätigt wird, wird der Festhalter 47 mit genommen; so dass sich sein elastischer Vor derteil 46 vom Sack 60 abhebt und der Sa.ek 60 demnach von der Abfüllschnauze 27 ab gleiten kann. Beim Niederkippen stösst der Arm 39 auf den Federpuffer 51 und wird von diesem, sobald der Sack abgekippt ist, wieder empor geworfen, indem er gleichzei tig von .der Feder 50 zurückgezogen wird. wodurch der Sackstuhl 37 wieder in die ursprüngliche Stellung zurückkehrt. Der Umlauf der Kurvenscheibe 45 ist so geregelt, dass der Abwurf des Sackes nor malerweise erst nach vollständigem Ein füllen der abgewogenen Menge Fördergutes erfolgt.
Die Auslösung des Hebels 41 kann aber auch unabhängig von der Kurvenscheibe 45 mittelst der Handgriffe 44 erfolgen. So bald der Sack abgeworfen ist, wird von dem Bedienungsmann ein neuer Sack 60 mit dem Ventil auf die Abfülldüse 27 oder dergleichen aufgesteckt. Die Stossleiste 54 gibt den Fü ssen des Bedienungsmannes einen Stützpunkt, während er sich nach hinten gegen das Ge länder 55 lehnt.
Für das Fördern feinverteilten Gutes kri stallinischer Beschaffenheit sind in den Trichtern 25 (Abb. 3 und 4) Flügel 26 auf einer Achse 26a eingebaut, und zwar derart, dass der Umlaufkreis der Flügel 26 den Zu laufkanal 61 beim Eintreten schneidet. Die Flügel 26 weisen Enden 62 auf, die ihrerseits abgerundete Aussenkanten aufweisen und ent gegen der Umlaufrichtung ein wenig zurück gebogen sind.
Die Wirkungsweise derartig gestalteter und eingebauter Flügel beruht darauf, dass der Strahl des Fördergutes nicht mit einem Mal, sondern nach und nach von den Flügelradschaufeln erfasst wird, und da.ss infolgedessen an keiner Stelle ein übermässig grosser Druck der Schaufeln auf das Gut stattfindet, wodurch die scharfkantigen Kri stalle zu einer festen Masse zusammen gestampft würden.
Bei wasseranziehenden Stoffen sind fer ner ein oder mehrere derartige Flügel 26 (Abb. 5) mit umgebogenen, runden Flügel spitzen 62 in einer kapselförmigen Erweite rung 25a der Fördergutleitung eingebaut, so dass das zufliessende Gut eine zusätzliche Geschwindigkeit erfährt. Da. an diesen Stel len leicht eine Stauung eintritt, so wird Press luft eingeblasen, und zwar mit Hilfe einer Windeinrichtung 63, wodurch die Stauung beseitigt und eine glatte Förderung sicher gestellt wird.
Je nach der Art des zu fördernden Gute kann die Pressluftleitung auch zu andern Stellen der Kapsel 25a als gezeichnet, oder zu andern Stellen überhaupt geführt sein. falls Störungen auftreten.
Die Verstärkung 30 an der Unterseite der Abfülldüse 27 kann such nur rippenartig ge staltet sein (Abb. 6, 7, 8 und 9) und Rippen 30a aufweisen, die ein- oder mehrfach an geordnet sein können und deren Enden 30b in den Aussenrand der Schnauze 27 auslaufen. Nach Abb. 6 und 7 sind beispielsweise eine, nach Abb. 8 und 9 zwei Rippen 30a dieser Art vorhanden. Diese Rippen sind an der Unterseite der Düse 27 vorgesehen.
Die Wir kungsweise dieser Rippen ist gegenüber den bekannten Rippen an der Oberseite des Dü senrohres 27 eine vorteilhaftere, weil ober flächliche Rippen leicht den Oberboden des gefüllten Sackes beim Abziehen der Länge nach aufschneiden und man bisher Klemmer von aussen und daher nicht absolut sicher wirkend verwenden musste, um den Sack 60 an glatten Düsen 27 festzuhalten. Der Ka nalquerschnitt zwischen den Rippen ist zweckmässig radial nach aussen konisch er weitert, damit keine Gefahr des Haftenblei- bens von Fördergut besteht. Die auslaufen den Rippenenden 30b verhindern eine Be schädigung der Ventilöffnung des Sackes 60.
Bei feinstverteiltem Gut sind oft Absaug- einrichtungen am Platze (Abb. 10 bis 1.1). die aus Kästen 64 mit Gittern 65 oder der gleichen bestehen und Absaugrohre 66 auf weisen. Diese Kästen sind derart fest (Abb. 11 und 13) oder beweglich (Abb. 10 und 1?) vorgesehen, dass sie an dem Spiel des Rüttel tisches nicht oder aber zwangsweise teil nehmen.
Das Rütteln für letzteren Fall erfolgt, wie bereits vorbeschrieben, durch die Dau menscheiben 35 auf Achse 34. Die Kästen sind derart angeordnet, dass sie während des Saugens die Wangen des durch eine strich punktierte Linie angedeuteten Sackes 60 auf blasen helfen und dabei den Sack zugleich festhalten.
Bei der Vorrichtung gemäss der Erfin dung können insbesondere selbstschliessende Ventilsäcke angewendet werden.
Die verschiedenen nebeneinander liegen den Einzelfüllvorrichtungen (Abb. 1 und 2) der Anlage sind nun staffelartig derart mit einander verbunden, dass bei der einen Vor richtung das Wiegen stattfindet, während in der nächsten das vorher abgewogene Gut ab gefüllt und in der letzten Vorrichtung der volle Sack abgeworfen und ein neuer auf gesteckt wird.
Die Kurvenscheiben 35', 35" und 35"' sind auf einer gemeinsamen Welle 34 so ver setzt angeordnet, dass die Rüttelung der ein zelnen Sackstühle 37 taktmässig hintereinan der vor sich geht.
Bei Kupplung von mehr als drei Füllvor richtungen wird die Staffelung der einzelnen Einrichtungen der Zahl entsprechend vor genommen.
Durch die Staffelung an sich wird eine sehr grosse Leistungsfähigkeit ohne Beein trächtigung der Leistungsgüte trotz der Stei gerung erzielt, .da sowohl für das Wiegen, als auch für das Einfüllen und Abwerfen nebst Anstecken des neuen Sackes reichlich bemessene Zeit zur Verfügung steht.
Die .das Öffnen der Bodenklappe 22 des Behälters 10 und das Abwerfen des Sackes steuernden Gestänge sind hierbei derart ge kuppelt, dass durch Umlegen zum Beispiel des Handhebels 44' (Abb. 2} in der Pfeilrichtung (Abb. 1) der Haken 49' ausgelöst und in folgedessen die Bodenklappe des Wiege gefässes 10' geöffnet wird, während gleich zeitig .der Arm 39" freigegeben und somit der an der Düse 27" hängende Sack abgewor fen wurde.
Der Bedienungsmann steckt also nunmehr auf die Düse 27" einen neuen Sack auf, während der bereits vorher auf die Düse 27' aufgesteckte Sack jetzt volläuft. Beim nächsten Spiel wird durch das Umlegen des Handhebels 44" der Haken 49" und damit das Wiegegefäss 10" geöffnet, so dass der vor her auf die Fülldüse 27" gesteckte Sack nun mehr gefüllt wird. Gleichzeitig wird der Arm 39"' freigegeben, so dass jetzt .der auf der Fülldüse 27<B>"</B> befindliche Sack abgewor fen wird.
Während die Handhebel 44' und 44" an auf der gemeinsamen Welle 43 sitzenden Hülsen angeordnet sind, .durch welche somit auch die Klinken 48' und 48", sowie die Stangen 41" und 41"' betätigt werden, sitzt der Handhebel 44"' unmittelbar auf der Welle 43, die ihrerseits auch mit der Klinke 48"' und, an ihren andern Enden, mit der Stange 41' verkuppelt ist.
Der Antrieb der ganzen Anlage erfolgt von einer Welle 75 aus, während die Flügel räder 26 aller drei Vorrichtungen eine ge meinsame, von einem Elektromotor 76 oder dergleichen aus unmittelbar angetriebene Welle 26a aufweisen. Dieser Elektromotor oder dergleichen kann auch die Windeinrich tungen 63 bedienen, falls solche vorhanden sind, und, soweit vorhanden, auch die Saug kästen 64.