CH154764A - Aus einer flachgedrückten Schraubenfeder bestehendes Federband, sowie Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung desselben. - Google Patents
Aus einer flachgedrückten Schraubenfeder bestehendes Federband, sowie Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung desselben.Info
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Description
Aus einer flachgedrfiekten Schraubenfeder bestehendes Federband, sowie Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung desselben. Federbänder, welche aus einer flach gedrückten Schraubenfeder gebildet sind, finden vorzugsweise als federnde Gurten für die Netzbespannung von Matratzen Verwen dung. Die Bildung eines flachen Federbandes durch einfaches Flachdrücken einer gewik- kelten Schraubenfeder ist nicht möglich, denn die Schraubenfeder ist zu elastisch, um sich nach einfachem Flachpressen der Win dungen nicht wenigstens teilweise wieder aufzurichten.
Ausserdem haben die so her- gestellten Federbänder das Bestreben, sich im Drehsinne der Schraubenfedern zusam menzurollen. Werden die schraubenförmigen Windungen flachgedrückt, so legen sie sieh schuppenartig übereinander. Nun ist es aber keineswegs ausreichend, die Windungen nur so weit flach nufeinanderzudrücken, dass sie sich gerade berühren, weil bei Aufhören des Druckes die einzelnen Windungen sich teilweise wieder aufrichten würden.
Würde aber die Pressung weiter gesteigert, so wür den an den Kreuzungsstellen der einzelnen Windungen Quetschungen auftreten, weil Draht auf Draht stark gedrückt wäre; da durch würden die Federbänder an den Quetschstellen geschwächt.
Es sind nun Federbänder in der Weise erzeugt worden, dass in einem besonderen Arbeitsgange die je zwei benachbarte Ringe verbindenden Zwischenstücke gestreckt oder aber nach einwärts gebogen werden. Diese Herstellung erfordert aber einen teuren, komplizierten Arbeitsgang, und die ein zelnen Federringe liegen nicht mehr schup penartig aufeinander, das heisst, es liegen in einem Federbande bestimmter Länge weniger Windungen. Soll daher ein solches Federband die gleiche Federkraft wie ein anderes mit mehr Windungen besitzen, so muss ein stärkerer Draht verwendet werden, der den Nachteil grösserer Steifigkeit auf weist.
Den Gegenstand der vorliegenden Er findung bildet nun ein aus einer flach gedrückten Schraubenfeder bestehendes Fe- derband, welches diese Nachteile vermeiden soll, sowie ein Verfahren und eine Voriich- tung zur Herstellung _ desselben.
Dieses Federband zeichnet sich dadurch aus, da-ss dessen einzelne Windungen sich schuppenartig teilweise überdecken und dass die überlappenden Bögen der einzelnen Windungen in die darunter, beziehungsweise darüber liegenden benachbarten Windungen eingepresst sind, ferner dass die Windungen in der Längsrichtung des Federbandes ge- streckt sind.
Das Verfahren zur Herstellung eines Federbandes zeichnet sieh dadurch aus, dass die Windungen einer Schraubenfeder schup penartig aufeinandergelegt und derart um geformt werden, dass sie an Stelle der kreis runden eine in der Längsrichtung des Feder bandes längliche Form erhalten, ferner dass die in der Bandmittellinie liegenden Kul minationspunkte einer Windung in die je weils darunter, beziehungsweise darüber lie gende benachbarte Windung eingepresst wer den.
Die Vorrichtung zur. Ausübung des vor erwähnten Verfahrens weist einen runden, um eine Achse drehbaren Scheibenkörper mit auf seinem Umfang eingesetzten abge rundeten Zähnen auf, welcher Scheiben körper bei der Drehung mit einer Einrich tung zusammenarbeitet, derart, dass die zu einem Federbande umzuformende Schrauben feder zwischen diesen beiden Teilen hin durchgezogen wird.
Auf der Zeichnung sind zwei Ausfüh rungsformen einer Vorrichtung zur Aus übung des Verfahrens, sowie ein nach dem Verfahren hergestelltes Federband beispiels- weise dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 die Ansicht der Vorrichtung nach einem ersten Ausführungsbeispiel, teil weise im Schnitt, Fig. 2 einen Querschnitt zu Fig:
1, Fig. 3 eine Ansicht eines in grösserem Massstäbe gezeichneten Einzelteils, Fig. 4 eine Unteransicht dieses Einzel teils, Fig. 5 die Ansicht der Vorrichtung nach .einem zweiten Ausführungsbeispiel, teilweise im Schnitt, Fig. 6 einen Querschnitt zu Fig. 5, Fig. 7 eine Ansicht eines Federbandes und Fig. 8 eine Draufsicht auf das Feder band nach Fig. 7.
Die Vorrichtung gemäss dem ersten Aus führungsbeispiel zur Herstellung einer flachgedrückten Schraubenfeder weist einen um eine Achse drehbaren, gehärteten Schei benkörper a auf, in dessen Umfang abge rundete Zähne b in einer Entfernung, die der Steighöhe einer Schraubenfeder c ent spricht, eingesetzt sind. Dieser Scheiben körper a arbeitet bei der Drehung mit einem aus zwei verschieden hohen Druckplatten d und e bestehenden, ortsfest angeordneten Drucklager zusammen, derart, dass die Zähne b zwischen den Druckplatten d, e hindurch bewegt werden.
Die Druckplatten nähern sich in Bewegungsrichtung des Federbandes allmählich dem Scheibenrand, wobei sich der Spalt an engster Stelle aus der Draht stärke der zur Umbildung gelangenden Schraubenfeder ergibt.
Ein Verfahren zur Herstellung einer flachgedrückten Schraubenfeder besteht nun darin, dass mittelst der Zähne b des Schei benkörpers a, die zwischen die einzelnen Windungen der Schraubenfeder greifen, diese Windungen gegen die beiden Druck platten d, e gepresst werden, bei welchem Vorgang die Zähne b in die einzelnen Win dungen der Schraubenfeder c hineingreifen. Die Windungen der Schraubenfeder werden nun mitteilst der Zähne b zwischen dem Drucklager d, e und dem Scheibenkörper a hindurchgezogen,
wobei sie aufeinander gepresst und in der Längsrichtung etwas auseinandergezogen (gestreekt) werden, wo durch eine bleibende Deformation der Schraubenfeder erzielt wird. Das Schrauben- federb-and kommt als gerades Band aus der Vorrichtung heraus, ohne sich nachträglich hach der Art einer Schnur zusammenzuAre- hen. Die einzelnen Windungen @e.rhaIten also längliche Gestalt, wie aus der Fig. 8 ersicht lich ist, in welcher sich eine Windung von,
g nach g1 erstreckt.
Wenn die Schraubenfeder durch den Spalt zwischen Scheibenkörper a und Drucklager d, e gezogen wird, so werden auch gleich zeitig die oben liegenden Bogenstücke h, h, in die jeweils darunterliegende Windung l und die darunterliegenden Bogenstücke k, kl in die jeweils darüberliegende Windung l gepresst, .so dass, wie aus Fig. 7 ersichtlich ist, die Windungen des Schraubenfederban- des f schuppenartig fest aufeinanderliegen. Die einzelnen Windungen besitzen,
von der Seite aus gesehen, schlanke, $-förmige Ge stalt. Auf diese Weise wird jede Rück federung der Glieder nacherfolgter Pres sung vermieden. Die Windungen sind trotz der Beibehaltung der schuppenartigen Über deckung genügend freigelegt, so dass das seitliche Einhängen von Haken und derglei chen in einen aus einem solchen Federbande gebildeten Gurt zur Bildung der Netzbespan nung von Matratzen erfolgen kann. An Stelle des beschriebenen Drucklagers kann gemäss dem zweiten Ausführungsbei spiel auch ein weiterer drehbarer Scheiben körper m vorgesehen sein, der mit dem Scheibenkörper a in der gleichen Ebene liegt.
Dieser Scheibenkörper m ist mit Bohrungen 7a für die Aufnahme der Zähne des Scheiben körpers a versehen, während sein Mantel verschieden hohe Druckränder o und p auf weist, ähnlich wie dies beim ersten Ausfüh- rungsbeispiel beim Drucklager d, e der Fall ist. Bei Verwendung des Scheibenkörpers 7n werden die unten liegenden Bogenteile der Schraubenfederwindungen besonders stark in die darüber liegenden Windungen ein gepresst.
Vorteilhaft ist es jedenfalls, dass die Zähne b des Scheibenkörpers a die Schrau benfedern gleichmässig durch die Druckstelle ziehen und sämtliche flachgedrückten Win- dungen in der Längsrichtung des Schrauben federbandes gleichweh voneinander abstehen. Durch die in die Windungen hineinragen den Zähne b wird so viel Platz geschaffen, dass die als Bespannung für eine Matratze dienenden Schraubenfederbänder mit Haken gegenseitig leieht befestigt werden können.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. ,Aus einer flachgedrückten Schrauben feder bestehendes Federband, insbeson dere für Matnatzenbes.pannungen, da durch gekennzeichnet, dass dessen ein zelne Windungen sich schuppenartig teilweise überdecken und dass die über- larppenden Bögen der einzelnen Win dungen in die darunter- bezw. Barüber liegenden benachbarten Windungen ein gepress't sind, ferner dass die Windungen in der Längsrichtung des Federbandes gestreckt :sind.II. Verfahren zur Herstellung eines Fed@er- bandes nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Windungen einer Schraubenfeder schuppenartig auf einandergelegt und derart umgeformt werden, dass sie an Stelle der kreis runden eine in der Längsrichtung des Federbandes längliche Formerhalten,ferner dass die in der Bandmittellinie liegenden gulminatio@nspunkte einer Windung in die jeweils darunter- bezw. darüber liegende benachbarte Windung eingepresst werden.III. Vorrichtung zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass diese einen runden, nun eine Achse drehbaren Scheibenkörper mit .auf dem Umfang eingesetzten abgerundeten Zähnen auf weist, welcher Scheibenkörper bei der Drehung mit einer Einrichtung zusam menarbeitet, derart, dass die zu einem Federbande umzuformende Schrauben feder zwischen diesen beiden Teilen hin durchgezogen wird.Ü@TTEI1ANSPItüC$g1. Federband nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die einzelnen Windungen, von der Seite aus gesehen, schlanke, S-förmige Gestalt besitzen. 2. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die längliche Form jeder Windung dadurch erzeugt wird, dass die kreisrunden Windungen der umzuformenden Schraubenfeder ge- s.treckt werden. 3.Verfahren nach Patentanspruch II und Unteranspruch 2, dadurch .gekennzeich net, dass die einzelnen Windungen der umzuformenden Schraubenfeder von in Steighöhe der letzteren gleichweit aus einanderstehenden, in einem Scheiben körper eingelassenen Zähnen erfass't und zwischen den vom Scheibenkörper und einem Drucklager gebildeten Spalt hin-, durchgezogen werden. 4.Vorrichtung nach Patentanspruch III, dadurch gekennzeichnet, dass die Ein- richtung, mit welcher der Scheiben körper zusammenarbeitet, aus zwei ver- s:chieden hohen, sich allmählich in Be wegungsrichtung des Federbandes dem Scheibenrand nähernden Druckplatten besteht, welche derart angeordnet sind, da.ss die Zähne des Scheibenkörpers zwischen ihnen hindurch bewegt werden körnen. 5.Vorrichtung nach Patentanspruch III, dadurch gekennzeichnet, dass die Ein richtung, mit welcher der Scheibenkör per zusammenarbeitet, aus einem dreh baren, mit dem Scheibenkörper in der gleichen Ebene angeordneten weitererem Scheibenkörper besteht, der Bohrungen für den Eingriff der Zähne des ersten Scheibenkörpers aufweist und mit ver schieden hoch angeordneten Druckrän dern versehen ist.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH154764D CH154764A (de) | 1931-08-19 | 1931-08-19 | Aus einer flachgedrückten Schraubenfeder bestehendes Federband, sowie Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung desselben. |
Country Status (1)
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| CH (1) | CH154764A (de) |
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1931
- 1931-08-19 CH CH154764D patent/CH154764A/de unknown
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