CH154948A - Verfahren zum Regeln der Leuchtstärke von mit Wechselstrom betriebenen elektrischen Leuchtröhren. - Google Patents

Verfahren zum Regeln der Leuchtstärke von mit Wechselstrom betriebenen elektrischen Leuchtröhren.

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CH154948A
CH154948A CH154948DA CH154948A CH 154948 A CH154948 A CH 154948A CH 154948D A CH154948D A CH 154948DA CH 154948 A CH154948 A CH 154948A
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F Patent-Treuhand-Gesellschaft
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Patent Treuhand Ges Fuer Elektrische Gluehlampen Mbh
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  Verfahren zum Regeln der     Leuchtstärke    von mit Wechselstrom betriebenen  elektrischen     Leuchtröhren.       Die Erfindung bezieht sich auf elektrische  Leuchtröhren, die mit Wechselstrom betrieben  werden und zur Erzielung einer grossen  Leuchtdichte der Entladung und auch Herab  setzung der Betriebsspannung mit einer Glüh  kathode versehen sind. Die Erfindung be  zweckt, bei derartigen Leuchtröhren die  Leuchtstärke, ohne Veränderung der üblichen       Vorschaltwiderstände    zu regeln.

   Zu diesem  Zwecke werden erfindungsgemäss Gitter, die  in der Nähe der Anoden der Leuchtröhre  angeordnet sind, während jeder Halbwelle  des Wechselstromes mit regelbarer Phasen  verschiebung gegenüber den Anoden elektro  statisch aufgeladen, so dass die Brennzeit  während jeder Halbwelle des Wechselstromes  beliebig verändert wird. In der Leuchtröhre  entsteht dadurch keine kontinuierliche Ent  ladung, sondern, da die Entladung während  jeder Halbwelle zeitweise unterbrochen ist,  eine Aufeinanderfolge von Entladungen. Diese    Aufeinanderfolge ist jedoch eine derart rasche,  dass das menschliche     Auge    die     UnterbrechUn-          gen    der Entladung nicht wahrnimmt. Es  bleibt somit der Eindruck einer gleichmässig  leuchtenden Säule erhalten.

   Anderseits ist  jedoch die     Leuchtstärke    ganz verschieden, je  nachdem die in jeder Halbwelle des Wechsel  stromes entstehenden Unterbrechungen der  Entladung von längerer oder kürzerer Dauer  sind.  



  Eine besonders einfache Einrichtung zur  Durchführung des neuen Regelverfahrens er  gibt sich, wenn die Gitter in bei Entladungs  röhren bekannter Weise die Anoden um  schliessen und an die Sekundärspule eines  Transformators angeschlossen sind in dessen  Primärstromkreis ein durch einen regelbaren  Widerstand überbrückter     Kondensator    ein  geschaltet ist.

   Damit die Leuchtröhre trotz  der in jeder Halbwelle des     Wechselstromes     auftretenden Unterbrechung der Entladung      sicher in Betrieb bleibt, und zwar selbst  auch dann, wenn die einzelnen Unterbrechun  gen verhältnismässig lang gewählt sind, ist es  zweckmässig in der Leuchtröhre ständig eine  von einer Gleichstromquelle gespeiste Hilfs  entladung von geringem Stromwert zwischen  der Glühkathode und einer besonders vorge  sehenen Hilfsanode aufrecht zu erhalten.  



  Auf     der    Zeichnung ist eine beispielsweise  Ausführungsform der Erfindung in     Abb.    1  schematisch dargestellt.  



  Die     Abb.    2 zeigt in grösserem     Massstabe     eine von einem Gitter umschlossene Anode  der Leuchtröhre im Aufriss.  



  Die mit beliebigen unedlen oder edlen  Gasen oder aber auch mit einem Gasdampf  gemisch gefüllte Leuchtröhre 1 besitzt am  einen Ende zwei entgegengesetzt gerichtete  Arme 2, 2', die zur Aufnahme von     block-          förmigen    oder hülsenförmigen Anoden 3, 3'  aus Graphit, Nickel, Eisen, Wolfram oder  beliebigem anderem leitfähigem Stoff dienen.  Das andere Ende der Leuchtröhre enthält  eine Glühkathode, die in bekannter Weise  aus einer mit elektronenemittierenden Stoffen  bedeckten Hülse 4 und einem eingelagerten  Heizkörper 5 besteht. Der Heizkörper 5 ist  mit einem Ende an eine Stromzuführung 6  und mit dem andern Ende an die Hülse 4  angeschlossen, die ihrerseits mit dem zweiten       Stromzuführungsdraht    7 verbunden ist.

   Diese  Stromzuleitungen 6, 7 sind mit der Sekundär  wicklung eines kleinen Heiztransformators 8  verbunden, dessen Primärwicklung an Zwi  schenpunkte des zum Betriebe der     Leucbt-          röhre    verwendeten Autotransformators 11 an  geschlossen ist. Die von den Enden des  selben abzweigenden Leitungen 13, 14 sind  unter Zwischenschaltung von Widerständen  15, 16 mit den Anoden 3, 3' verbunden.  Letztere sind von Gittern 17, 17' umgeben,  welche, wie aus     Abb.    2 ersichtlich ist, ent  weder aus einem gelochten Blech oder aus  einem feinmaschigen Drahtnetz bestehen.

    Diese Gitter sind je durch eine Leitung 18  unter Zwischenschaltung eines Widerstandes  19 mit der Sekundärwicklung 20 eines Trans-         formators    verbunden, dessen Primärwicklung  21 durch Leitungen 22, 23 an die auch zum       Antotransformator    11 führenden Wechsel  stromspeiseleitungen 24, 25 angeschlossen  ist. Der zugeführte Wechselstrom hat eine  übliche Frequenz, etwa von 25 bis 60 Peri  oden. In der Leitung 23 ist ein Konden  sator 26 eingeschaltet, der von einem ein  stellbaren Widerstand 27 überbrückt ist.

      In der an den Nullpunkt des Autotrans  formators 11 angeschlossenen Kathodenzu  leitung 28 ist ein von Hand zu betätigender  Schalter 29 und eine Induktionswicklung 31  eingebaut, deren Kern 32 durch einen Hebel  33 mit einem     Quecksilberschalter    30 verbun  den ist. Letzterer ist in einer von der Lei  tung 28 abzweigenden Leitung 34 eingebaut,  welcher unter Zwischenschaltung eines Wider  standes 35 mit der Zuleitung 13 für die  Anode 2 verbunden ist.  



  Nahe dem Anodenende der Leuchtröhre  ist eine Hilfselektrode 36 vorgesehen, die an  den     Mittelpunkt    der Sekundärwicklung 20  des Gittertransformators angeschlossen und  ausserdem durch eine einem Widerstand 38  enthaltende Leitung 37 mit der positiven  Klemme einer Gleichstromquelle verbunden  ist. Die negative Klemme der Gleichstrom  quelle ist durch eine Leitung 39 mit dem  Mittelpunkt des Autotransformators 11 und  der zur Glühkathode 5 führenden Leitung 28  verbunden. Während des     Leuchtröhrenbe-          triebes    wird eine Entladung von geringem  Stromwert (z. B. 10 bis 50     Milliampere)     ständig zwischen der Glühkathode 5 und der  Hilfselektrode 36 aufrechterhalten.  



  Wenn der Schalter 29 geschlossen wird,  so fliesst Strom durch den Stromkreis, der  von der Leitung 28, der Induktionswicklung  31, dem Quecksilberschalter 30, der Leitung  34, dein Widerstand 35 und der Leitung 13  gebildet ist. Zufolge des dann eintretenden       Kippens    des Quecksilberschalters 30 wird  dieser Stromkreis sofort unterbrochen, wobei  an die Röhre in an sich bekannter Weise  ein hohes Potential gelegt wird, das die Zün  dung der Röhre veranlasst, sofern die Kathode      bereits eine genügend hohe Temperatur an  genommen und schon genügend Elektronen  in die Entladungsbahn gesandt hat. Ist dies  nicht der Fall, so wiederholt sich in be  kannter Weise das Schliessen und Unter  brechen des     Anlassstromkreises    mittelst des  Quecksilberschalters mehrmals, bis die Zün  dung eintritt.

   Durch Einstellen des Wider  standes 27 kann die Phase des an die Pri  märwicklung 21 des Gittertransformators ge  legten Wechselstromes beliebig verschoben  werden, die an die Sekundärwicklung 20 an  geschlossenen Gitter 17 werden daher bei  eingeschaltetem Widerstand 27 mit ver  schobener Phase elektrostatisch aufgeladen.  Dies bedeutet, dass während jeder Halbwelle  des Anodenstromes die Gitter für einen  kürzeren oder längeren Zeitraum entgegen  gesetzt aufgeladen sind. Ist beispielsweise  während einer Halbwelle des Anodenstromes  die obere Anode 3 positiv aufgeladen, so ist  für einen Teilbetrag dieser Halbwelle das  zugehörige Gitter 17 negativ geladen.

   Wäh  rend dieser     Teilzeit    der Halbwelle kann sich  aber durch die sperrende Wirkung des Git  ters 17 keine Entladung zwischen der     Glüh-          kathode    4 und der obern Anode 3 ausbilden,  sondern erst dann, wenn auch das zugehörige  Gitter 17 positiv aufgeladen wird. Der gleiche  Vorgang spielt sich in der anderen Halbwelle  des Anodenstromes an der unteren Anode 3'  ab. Die Entladung zwischen der     Glühkathode     4 und den Anoden 3, 3' ist demgemäss nicht,  wie bei Fortfall der Gitter, eine kontinuier  liche, sondern sie setzt sich aus kurzen,  rasch aufeinanderfolgenden Teilentladungen  zusammen, deren jede je nach Einstellung  der     Phasenverschiebungseinrichtung    26, 27  zeitlich begrenzt werden kann.

   Erstreckt sich  der     Stromfluss    der Röhre während eines       Halbwellen-Intervalles    über eine längere  Periode; so hat die Röhre eine grössere  Leuchtstärke als in dem Falle, wo der     Strom-          fl.uss    kürzer und somit die zwischen den     Ent-          fadungen    auftretenden Unterbrechungen länger  sind.  



  Zufolge der Blickbeharrung sind jedoch  die Unterbrechungen nicht sichtbar, so dass    die Röhre, wie auch die Leuchtstärke ein  gestellt sei, ununterbrochen leuchtend er  scheint. Die durch den zweckmässig ständig  angelegten schwachen Gleichstrom veranlasste  geringe Ionisation der     Gasentladungsstrecke     zwischen Glühkathode 4 und Hilfsanode 36  bewirkt hierbei, dass  ach jeder Unter  brechung die     Entladung    mit Sicherheit ein  setzt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum Regeln der Leuchtstärke <B>von mit</B> Wechselstrom betriebenen, eine Glühkathode aufweisenden, elektrischen Leuchtröhren, dadurch gekennzeichnet, dass mittelst Gitter, die in der Nähe der Anoden angeordnet sind und während jeder Halb welle des Wechselstromes mit regelbarer Phasenverschiebung gegenüber den Anoden elektrostatisch aufgeladen werden, die Brenn- zeit während jeder Halbwelle des Wechsel stromes beliebig verändert<B>wird.</B> PATENTANSPRUCH II:
    Einrichtung zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Gitter an die Sekun därspule eines Transformators angeschlossen sind, in dessen Primärstromkreis ein durch einen regelbaren Widerstand über-brüekter Kondensator eingeschaltet ist. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Gitter die Anoden umschliessen. 2. Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Röhre noch eine Hilfsanode aufweist und dass zwischen die Glühkathode und die Hilfsanode eine Gleichstromquelle geschaltet ist.
CH154948D 1930-06-24 1931-05-18 Verfahren zum Regeln der Leuchtstärke von mit Wechselstrom betriebenen elektrischen Leuchtröhren. CH154948A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE758268C (de) * 1938-06-05 1954-03-01 Siemens & Halske A G Impulsgeber, vorzugsweise fuer Fernmess- und Regelzwecke

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE758268C (de) * 1938-06-05 1954-03-01 Siemens & Halske A G Impulsgeber, vorzugsweise fuer Fernmess- und Regelzwecke

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