CH154971A - Einrichtung zur Fernmessung physikalischer Betriebsgrössen, insbesondere elektrischer Messgrössen, unter Verwendung einer Glimmentladungsröhre. - Google Patents
Einrichtung zur Fernmessung physikalischer Betriebsgrössen, insbesondere elektrischer Messgrössen, unter Verwendung einer Glimmentladungsröhre.Info
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Description
Einrichtung<B>zur</B> Fernmessung physikalischer Betriebsgrössen, insbesondere elektrischer Nessgrössen, unter Verwendung einer Glimmentladungsröhre. Zur Erzielung intermittierender Glimment- ladungen in einer Glimmentladungsröhre wird parallel zu den Elektroden, die wiederum in Serie mit einer Stromquelle und einem Hoch olimwiderstand liegen, ein Kondensator ge schaltet.
Bei einer derartigen Schaltung, die allgemein als Kippschaltung bezeichnet wird, ist die Häufigkeit der aufeinanderfolgenden Entladungen eine Funktion der drei Grössen Spannung, Widerstand und Kapazität, so dass je nach der verlangten Häufigkeit der Ent ladungsimpulse diese drei Grössen entspre chend gewählt werden können. Wird die Spannung und der Widerstand konstant ge halten, so ist dann die Häufigkeit der auf einanderfolgenden Entladungen lediglich nur von der gewählten Kapazitätsgrösse des Parallelkondensators abhängig.
Nimmt man beispielsweise für die Betriebsspannung einen durchschnittlichen Wert von 200 Volt und für den Hochohmwiderstand ungefähr 200 Megohm an, so ergibt sich für etwa 5 Ent ladungen pro Sekunde für die Kapazität des Kondensators ein Wert von 0,001 MF. Gemäss der Erfindung wird nun die Glimin- entladungsröhre in Kippschaltung für die Fernmessung physikalischer Betriebsgrössen, insbesondere elektrischer Messgrössen derart verwendet, dass eine der drei die Häufigkeit der aufeinanderfolgeüden Entladungen be stimmenden Grössen, Spannung,
Widerstand, Kapazität, in Abhängigkeit von der fernzu messenden Betriebsgrösse geändert wird und die der Messgrösse proportionalen Entladungs impulse auf der Empfangsstation ein balli stisches Messinstrument beeinflussen.
Handelt es sich um die Fernmessung einer elektrischen Spannung, so kann diese direkt als Zündspannung für die Entladungsröhre Verwendung finden. Bei der Fernübertragung der Messgrösse eines Zeigerinstrumentes kann auch derart vorgegangen werden, dass mit der Achse des Zeigerinstrumentes eine Kon taktbürste verbunden wird, die über An zapfungskontakte der Sekundärwicklung eines primärseitig an eine Wechselstromquelle kon stanter Spannung angeschlossenen Transfor mators schleift und die abgenommenen der Messgrösse proportionalen Spannungen als Zündspannung für die Entladungsröhre ver wendet werden.
Wie gesagt, ist es natürlich nicht unbedingt erforderlich, dass als, von der fernzumessenden Betriebsgrösse beeinflusste Variable die Zündspannung benutzt werden muss. Es ist ebensogut auch denkbar, den Parallelkondensator oder den hochohmigen Widerstand von der fernzumessenden Betriebs grösse beeinflussen zu lassen.
Die Fernmessanlage gestattet die Fern messung jeder beliebigen physikalischen Grösse. Es ist jedoch, falls die physikalische Grösse nicht eine elektrische ist, erforderlich, diese in eine elektrische Grösse, am vorteil haftesten wohl in eine elektrische Spannung umzuformen, was ja mit Hilfe der an sich bekannten elektrotechnischen Hilfsmittel gröss tenteils leicht möglich ist. Die neue Fern- messanlage ist auch, was ohne weiteres ein leuchten dürfte, zur Summen- wie auch zur Subtraktionsmessung mehrerer gleichartiger Betriebsgrössen auf einer Zentralstation ge eignet.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungs beispiele der Erfindung zur Darstellung ge bracht.
Fig. 1 zeigt eine Fernmessanlage, bei der die Zündspannung der Entladungsröhre in Abhängigkeit von der fernzumessenden Grösse eines Zeigerinstrumentes gesteuert wird, und Fig. 2 die schematische Darstellung einer Summenfernmessanlage.
Bei der Fernmessanlage nach Fig. 1 ist auf der Achse 1 eines Zeigerinstrumentes, beispielsweise eines Wattmeters eine Kontakt bürste 2 befestigt, die über, mit Anzapfun- gen einer Sekundärwicklung 3 eines Trans formators 4 verbundene Kontakte 5 schleift. Die Primärwicklung 6 des Transformators 4 ist über einen Eisenwasserstoffwiderstand 7 an das Wechselstromnetz 8 angeschlossen. Die Sekundärseite des Transformators 4 ist fernerhin mit der Primärwicklung 9 eines Transformators 10 verbunden, dessen Sekun därwicklung 11 einerseits an dem Heizfaden 12 einer Gleichrichterröhre 13 und anderseits an einem Kondensator 14 liegt.
Die Heizung der Gleichrichterröhre 13 erfolgt über einen Trans formator 15 von dem Netz 16. Zwischen der Elektrode 17 der Gleichrichterröhre 13 und der Elektrode 18 einer Glimmentladungs- röhre 19 liegt ein hocholnmiger Widerstand 20. Der Kordernsator 14 ist einerseits zwischen Elektrode 18 der Entladungsröhre 19 und Erde geschaltet. Die Elektrode 21 der Entladungsröhre 19 ist mit der Fernleitung 22 verbunden. Das auf der Empfangsstation be findliche ballistische Messinstrument 23 ist zwischen Fernleitung 22 und Erde einge schaltet.
Bei Änderung der Messgrösse des Zeiger instrumentes wird nun die Schleifbürste 2 auf einen andern Anzapfkontakt 5 bewegt, so dass die auf den Transformator 10 über tragene Spannung einen andern Wert erhält. Durch die Änderung der Spannung erfährt nun auch die Häufigkeit der aufeinanderfol genden Entladungen eine Änderung. Die über die Fernleitung auf die Empfangsseite über tragenen Entladungsimpulse bewirken dann eine der Messgrössenänderung des Gebeinstru- mentes entsprechende Zeigerverstellung des Empfangsinstrumentes 23.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Summen- fernmessanlage befindet sich .auf jeder Gebe station<I>a, b, c je</I> eine Geberapparatur, die beispielsweise in ähnlicher Weise, wie die der Fig. 1 ausgebildet ist. Der Einfachheit halber sind jedoch vorn den Geberapparaturen a, <I>b, c</I> nur die Widerstände 20, 20' 20", die Kondensatoren 14, 14'. 14" und die Ent ladungsröhren 19, 19', 19" zur Darstellung gebracht. Mit jeder Entladungsröhre 19, 19', 19" ist eine Fernleitung 22, 22', 22" ver bunden, die über je ein elektrisches Ventil 24, 24', 24" mit dem einen Anschluss eines ballistischen Messinstrumentes 23 verbunden sind.
Der andere Anschluss des Messinstru- mentes 23 ist wieder geerdet. Die Einschal tung der Ventile in die Fernleitungen hat den Zweck, eine Übertragung der von einer Fernleitung ankommenden Entladungsimpulse über eine weitere Fernleitung nach einer andern Gebestation zu verhindern; denn es wäre sonst unter Umständen doch möglich, dass bei Übertragung der von einer Gebestation ankommenden Entladungsimpulse auf eine andere Gebestation diese in irgendeiner Weise von den Entladungsimpulsen beein- flusst werden kann, was ja in Anbetracht der Betriebssicherheit vermieden werden muss.
Einer besonderen Erläuterung der Wirkungs weise der Summenschaltung nach Fig. 2 be darf es nicht, denn es ist ohne weiteres ein leuchtend, dass das Messinstrument 23 die Summe der von den Gebestationen a, <I>b, r,</I> au? die Fernleitungen 22, 22', 22" übertra genen Entladungsimpulse und damit auch die Summe der Einzelgrössen der auf den Gebe stationen befindlichen Messinstrumente anzeigt. Es ist fernerhin auch denkbar, zur Subtrak tionsmessung das Empfangsinstrument ent sprechend auszubilden. Auch ist es möglich ein Registrierinstrument als Empfangsinstru ment zu verwenden.
Die erfindungsgemässe Einrichtung weist nun gegenüber den bisher bekannt geworde nen Fernmessanlagen eine Reihe höchst wich tiger Vorteile auf. So ist besonders einfach und daher auch billig die Empfangsseite der Fernmessanlage; denn es ist dort weiter nichts erforderlich, als ein einfaches ballistisches Messinstrument. Der ohmsche Widerstand der Fernleitung spielt fernerhin so gut wie gar keine Rolle; er kann ohne jeden Nachteil mehrere hunderttausend Ohm betragen. Aus diesem Grunde kann daher auch ohne weiteres die Erde als Rückleitung benutzt werden, was in vielen Fällen von ausschlaggebender Bedeutung ist.
Da es sich fernerhin bei der Messanlage um gleichgerichtete Impulse han delt, hat die Kapazität der Fernleitung gegen Erde keinen Einfluss. Die Verwendung gleich gerichteter Entladungsimpulse hat fernerhin noch den Vorteil, dass über die Fernleitung gleichzeitig zwei verschiedenartige Messgrössen übertragen werden können.
Claims (1)
- EMI0003.0018 PATENTANSPRUCH: <tb> Einrichtung <SEP> zur <SEP> Fernmessung <SEP> physikali scherBetriebsgrössen, <SEP> insbesondere <SEP> elektrischer <tb> Messgrössen <SEP> unter <SEP> Verwendung <SEP> einer <SEP> Glimm entladungsröhre, <SEP> dadurch <SEP> gekennzeichnet, <SEP> dass <tb> eine <SEP> der <SEP> drei <SEP> Grössen, <SEP> die <SEP> die <SEP> Häufigkeit <SEP> der <tb> aufeinanderfolgenden <SEP> Entladungen <SEP> der <SEP> in <SEP> Kipp schaltung <SEP> verwendeten <SEP> Glimmentladungsröhre <tb> bestimmen <SEP> in <SEP> Abhängigkeit <SEP> von <SEP> der <SEP> fernzu messenden <SEP> Messgrösse <SEP> geändert <SEP> wird,<SEP> und <SEP> die <tb> der <SEP> Messgrösse <SEP> proportionalen <SEP> Entladungsim pulse <SEP> auf <SEP> der <SEP> Empfangsstation <SEP> ein <SEP> ballisti sches <SEP> Messinstrument <SEP> beeinflussen. <tb> LTNTERANSPRüCHE <tb> 1. <SEP> Einrichtung <SEP> nach <SEP> Patentanspruch <SEP> zur <SEP> elek trischen <SEP> Spannungsfernrnessung, <SEP> dadurch <tb> gekennzeichnet, <SEP> dass <SEP> die <SEP> fernzumessende <tb> Spannung <SEP> direkt <SEP> als <SEP> Zündspannung <SEP> für <SEP> die <tb> Entladungsröhre <SEP> verwendet <SEP> wird. <tb> 2.<SEP> Einrichtung <SEP> nach <SEP> Patentanspruch <SEP> zur <SEP> Fern übertragung <SEP> der <SEP> Messgrösse <SEP> eines <SEP> Zeigerin strumentes, <SEP> dadurch <SEP> gekennzeichnet, <SEP> dass <tb> mit <SEP> der <SEP> Achse <SEP> des <SEP> Zeigerinstrumentes <SEP> eine <tb> Kontaktbürste <SEP> verbunden <SEP> ist, <SEP> die <SEP> über <SEP> An zapfungskontakte <SEP> der <SEP> Sekundärwicklung <tb> eines <SEP> primärseitig <SEP> an <SEP> eine <SEP> Wechselstrom quelle <SEP> konstanter <SEP> Spannung <SEP> angeschlosse nen <SEP> Transformators <SEP> schleift <SEP> und <SEP> die <SEP> ab genommenen <SEP> der <SEP> Messgrösse <SEP> proportionalen <tb> Spannungen <SEP> als <SEP> Zündspannungen <SEP> für <SEP> die <tb> Entladungsröhre <SEP> verwendet <SEP> werden. <tb> 3.<SEP> Einrichtung <SEP> nach <SEP> Patentanspruch <SEP> zur <SEP> Sum menmessung <SEP> physikalischer <SEP> Grössen, <SEP> da durch <SEP> gekennzeichnet, <SEP> dass <SEP> die <SEP> auf <SEP> jeder <tb> Gebestation <SEP> ausgelösten, <SEP> den@fernzurnessen den <SEP> hIessgrössen <SEP> proportionalen <SEP> Entladungs röhren <SEP> über <SEP> Ventile <SEP> in <SEP> einem <SEP> ballistischen <tb> Empfangsmessgerät <SEP> summiert <SEP> werden.
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| CH154971D CH154971A (de) | 1931-07-14 | 1931-07-14 | Einrichtung zur Fernmessung physikalischer Betriebsgrössen, insbesondere elektrischer Messgrössen, unter Verwendung einer Glimmentladungsröhre. |
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