CH154971A - Einrichtung zur Fernmessung physikalischer Betriebsgrössen, insbesondere elektrischer Messgrössen, unter Verwendung einer Glimmentladungsröhre. - Google Patents

Einrichtung zur Fernmessung physikalischer Betriebsgrössen, insbesondere elektrischer Messgrössen, unter Verwendung einer Glimmentladungsröhre.

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CH154971A
CH154971A CH154971DA CH154971A CH 154971 A CH154971 A CH 154971A CH 154971D A CH154971D A CH 154971DA CH 154971 A CH154971 A CH 154971A
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A-G Landis Gyr
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Landis & Gyr Ag
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    • G08C13/02Arrangements for influencing the relationship between signals at input and output, e.g. differentiating, delaying to yield a signal which is a function of two or more signals, e.g. sum or product
    • GPHYSICS
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    • G08C19/26Electric signal transmission systems in which transmission is by pulses by varying pulse repetition frequency

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Description


  Einrichtung<B>zur</B> Fernmessung physikalischer     Betriebsgrössen,    insbesondere elektrischer       Nessgrössen,    unter Verwendung einer     Glimmentladungsröhre.       Zur Erzielung     intermittierender        Glimment-          ladungen    in einer     Glimmentladungsröhre    wird  parallel zu den Elektroden, die wiederum in  Serie mit einer Stromquelle und einem Hoch  olimwiderstand liegen, ein Kondensator ge  schaltet.

   Bei einer derartigen Schaltung, die  allgemein als Kippschaltung bezeichnet wird,  ist die Häufigkeit der aufeinanderfolgenden  Entladungen eine Funktion der drei Grössen  Spannung, Widerstand und Kapazität, so dass  je nach der verlangten Häufigkeit der Ent  ladungsimpulse diese drei Grössen entspre  chend gewählt werden können. Wird die  Spannung und der Widerstand konstant ge  halten, so ist dann die Häufigkeit der auf  einanderfolgenden Entladungen lediglich nur  von der gewählten Kapazitätsgrösse des  Parallelkondensators abhängig.

   Nimmt man  beispielsweise für die Betriebsspannung einen  durchschnittlichen Wert von 200 Volt und  für den     Hochohmwiderstand    ungefähr 200       Megohm    an, so ergibt sich für etwa 5 Ent  ladungen pro Sekunde für die Kapazität des       Kondensators    ein Wert von 0,001     MF.       Gemäss der Erfindung wird nun die     Glimin-          entladungsröhre    in     Kippschaltung    für die  Fernmessung physikalischer Betriebsgrössen,  insbesondere elektrischer     Messgrössen    derart  verwendet, dass eine der drei die Häufigkeit  der     aufeinanderfolgeüden    Entladungen be  stimmenden Grössen, Spannung,

   Widerstand,  Kapazität, in Abhängigkeit von der fernzu  messenden Betriebsgrösse geändert wird und  die der     Messgrösse    proportionalen Entladungs  impulse auf der Empfangsstation ein balli  stisches     Messinstrument    beeinflussen.  



  Handelt es sich um die Fernmessung einer  elektrischen Spannung, so kann diese direkt  als     Zündspannung    für die Entladungsröhre  Verwendung     finden.    Bei der Fernübertragung  der     Messgrösse        eines    Zeigerinstrumentes kann  auch derart vorgegangen werden, dass mit  der Achse des Zeigerinstrumentes eine Kon  taktbürste verbunden wird, die über An  zapfungskontakte der Sekundärwicklung eines  primärseitig an eine     Wechselstromquelle    kon  stanter Spannung angeschlossenen Transfor  mators schleift und die abgenommenen der           Messgrösse    proportionalen Spannungen als  Zündspannung für die Entladungsröhre ver  wendet werden.

   Wie gesagt, ist es natürlich  nicht unbedingt erforderlich, dass als, von der  fernzumessenden Betriebsgrösse beeinflusste  Variable die Zündspannung benutzt werden  muss. Es ist ebensogut auch denkbar, den  Parallelkondensator oder den     hochohmigen     Widerstand von der fernzumessenden Betriebs  grösse beeinflussen zu lassen.  



  Die     Fernmessanlage    gestattet die Fern  messung jeder beliebigen physikalischen  Grösse. Es ist jedoch, falls die physikalische  Grösse nicht eine elektrische ist, erforderlich,  diese in eine elektrische Grösse, am vorteil  haftesten wohl in eine elektrische Spannung  umzuformen, was ja mit Hilfe der an sich  bekannten elektrotechnischen Hilfsmittel gröss  tenteils leicht möglich ist. Die neue     Fern-          messanlage    ist auch, was ohne weiteres ein  leuchten dürfte, zur Summen- wie auch zur  Subtraktionsmessung mehrerer gleichartiger  Betriebsgrössen auf einer Zentralstation ge  eignet.  



  In der Zeichnung sind zwei Ausführungs  beispiele der Erfindung zur Darstellung ge  bracht.  



       Fig.    1 zeigt eine     Fernmessanlage,    bei der  die Zündspannung der Entladungsröhre in  Abhängigkeit von der fernzumessenden Grösse  eines Zeigerinstrumentes gesteuert wird, und       Fig.    2 die schematische Darstellung einer       Summenfernmessanlage.     



  Bei der     Fernmessanlage    nach     Fig.    1 ist  auf der Achse 1 eines Zeigerinstrumentes,  beispielsweise eines Wattmeters eine Kontakt  bürste 2 befestigt, die über, mit     Anzapfun-          gen    einer Sekundärwicklung 3 eines Trans  formators 4 verbundene Kontakte 5 schleift.  Die Primärwicklung 6 des Transformators 4  ist über einen     Eisenwasserstoffwiderstand    7  an das Wechselstromnetz 8 angeschlossen.  Die Sekundärseite des Transformators 4 ist  fernerhin mit der Primärwicklung 9 eines  Transformators 10 verbunden, dessen Sekun  därwicklung 11 einerseits an dem Heizfaden 12  einer     Gleichrichterröhre    13 und anderseits an  einem Kondensator 14 liegt.

   Die Heizung der         Gleichrichterröhre    13 erfolgt über einen Trans  formator 15 von dem Netz 16. Zwischen der  Elektrode 17 der     Gleichrichterröhre    13 und  der Elektrode 18 einer     Glimmentladungs-          röhre    19 liegt ein     hocholnmiger    Widerstand 20.  Der     Kordernsator    14 ist einerseits zwischen  Elektrode 18 der Entladungsröhre 19 und  Erde geschaltet. Die Elektrode 21 der  Entladungsröhre 19 ist mit der Fernleitung 22  verbunden. Das auf der Empfangsstation be  findliche ballistische     Messinstrument    23 ist  zwischen Fernleitung 22 und Erde einge  schaltet.  



  Bei Änderung der     Messgrösse    des Zeiger  instrumentes wird nun die Schleifbürste 2  auf einen andern     Anzapfkontakt    5 bewegt,  so dass die auf den Transformator 10 über  tragene Spannung einen andern Wert erhält.  Durch die Änderung der Spannung erfährt  nun auch die Häufigkeit der aufeinanderfol  genden Entladungen eine Änderung. Die über  die Fernleitung auf die Empfangsseite über  tragenen Entladungsimpulse bewirken dann  eine der     Messgrössenänderung    des     Gebeinstru-          mentes    entsprechende Zeigerverstellung des  Empfangsinstrumentes 23.  



  Bei der in     Fig.    2 dargestellten     Summen-          fernmessanlage    befindet sich .auf jeder Gebe  station<I>a, b, c je</I> eine Geberapparatur, die  beispielsweise in ähnlicher Weise, wie die  der     Fig.    1 ausgebildet ist. Der Einfachheit  halber sind jedoch vorn den     Geberapparaturen          a,   <I>b, c</I> nur die Widerstände 20, 20' 20",  die Kondensatoren 14, 14'. 14" und die Ent  ladungsröhren 19, 19', 19" zur Darstellung  gebracht. Mit jeder Entladungsröhre 19, 19',  19" ist eine Fernleitung 22, 22', 22" ver  bunden, die über je ein elektrisches Ventil  24, 24', 24" mit dem einen Anschluss eines  ballistischen     Messinstrumentes    23 verbunden  sind.

   Der andere Anschluss des     Messinstru-          mentes    23 ist wieder geerdet. Die Einschal  tung der Ventile in die Fernleitungen hat  den Zweck, eine Übertragung der von einer  Fernleitung     ankommenden    Entladungsimpulse  über eine weitere Fernleitung nach einer  andern     Gebestation    zu verhindern; denn es  wäre sonst unter Umständen doch möglich,      dass bei Übertragung der von einer     Gebestation     ankommenden Entladungsimpulse auf eine  andere     Gebestation    diese in irgendeiner  Weise von den Entladungsimpulsen     beein-          flusst    werden kann, was ja in Anbetracht der  Betriebssicherheit vermieden werden muss.

    Einer besonderen Erläuterung der Wirkungs  weise der Summenschaltung nach     Fig.    2 be  darf es nicht, denn es ist ohne weiteres ein  leuchtend, dass das     Messinstrument    23 die  Summe der von den     Gebestationen        a,   <I>b, r,</I>  au? die Fernleitungen 22, 22', 22" übertra  genen Entladungsimpulse und damit auch die  Summe der Einzelgrössen der auf den Gebe  stationen befindlichen     Messinstrumente    anzeigt.  Es ist fernerhin auch denkbar, zur Subtrak  tionsmessung das Empfangsinstrument ent  sprechend auszubilden. Auch ist es möglich  ein     Registrierinstrument    als Empfangsinstru  ment zu verwenden.  



  Die erfindungsgemässe Einrichtung weist  nun gegenüber den bisher bekannt geworde  nen     Fernmessanlagen        eine    Reihe höchst wich  tiger Vorteile auf. So ist besonders einfach  und daher auch billig die Empfangsseite der       Fernmessanlage;    denn es ist dort weiter nichts  erforderlich, als ein einfaches ballistisches       Messinstrument.    Der     ohmsche    Widerstand der  Fernleitung spielt fernerhin so gut wie gar  keine Rolle; er kann ohne jeden Nachteil  mehrere hunderttausend Ohm betragen. Aus  diesem Grunde kann daher auch ohne weiteres  die Erde als Rückleitung benutzt werden,  was in vielen Fällen von ausschlaggebender  Bedeutung ist.

   Da es sich fernerhin bei der       Messanlage    um gleichgerichtete Impulse han  delt, hat die Kapazität der Fernleitung gegen  Erde keinen Einfluss. Die Verwendung gleich  gerichteter Entladungsimpulse hat fernerhin  noch den Vorteil, dass über die Fernleitung  gleichzeitig zwei verschiedenartige     Messgrössen     übertragen werden können.

Claims (1)

  1. EMI0003.0018 PATENTANSPRUCH: <tb> Einrichtung <SEP> zur <SEP> Fernmessung <SEP> physikali scherBetriebsgrössen, <SEP> insbesondere <SEP> elektrischer <tb> Messgrössen <SEP> unter <SEP> Verwendung <SEP> einer <SEP> Glimm entladungsröhre, <SEP> dadurch <SEP> gekennzeichnet, <SEP> dass <tb> eine <SEP> der <SEP> drei <SEP> Grössen, <SEP> die <SEP> die <SEP> Häufigkeit <SEP> der <tb> aufeinanderfolgenden <SEP> Entladungen <SEP> der <SEP> in <SEP> Kipp schaltung <SEP> verwendeten <SEP> Glimmentladungsröhre <tb> bestimmen <SEP> in <SEP> Abhängigkeit <SEP> von <SEP> der <SEP> fernzu messenden <SEP> Messgrösse <SEP> geändert <SEP> wird,
    <SEP> und <SEP> die <tb> der <SEP> Messgrösse <SEP> proportionalen <SEP> Entladungsim pulse <SEP> auf <SEP> der <SEP> Empfangsstation <SEP> ein <SEP> ballisti sches <SEP> Messinstrument <SEP> beeinflussen. <tb> LTNTERANSPRüCHE <tb> 1. <SEP> Einrichtung <SEP> nach <SEP> Patentanspruch <SEP> zur <SEP> elek trischen <SEP> Spannungsfernrnessung, <SEP> dadurch <tb> gekennzeichnet, <SEP> dass <SEP> die <SEP> fernzumessende <tb> Spannung <SEP> direkt <SEP> als <SEP> Zündspannung <SEP> für <SEP> die <tb> Entladungsröhre <SEP> verwendet <SEP> wird. <tb> 2.
    <SEP> Einrichtung <SEP> nach <SEP> Patentanspruch <SEP> zur <SEP> Fern übertragung <SEP> der <SEP> Messgrösse <SEP> eines <SEP> Zeigerin strumentes, <SEP> dadurch <SEP> gekennzeichnet, <SEP> dass <tb> mit <SEP> der <SEP> Achse <SEP> des <SEP> Zeigerinstrumentes <SEP> eine <tb> Kontaktbürste <SEP> verbunden <SEP> ist, <SEP> die <SEP> über <SEP> An zapfungskontakte <SEP> der <SEP> Sekundärwicklung <tb> eines <SEP> primärseitig <SEP> an <SEP> eine <SEP> Wechselstrom quelle <SEP> konstanter <SEP> Spannung <SEP> angeschlosse nen <SEP> Transformators <SEP> schleift <SEP> und <SEP> die <SEP> ab genommenen <SEP> der <SEP> Messgrösse <SEP> proportionalen <tb> Spannungen <SEP> als <SEP> Zündspannungen <SEP> für <SEP> die <tb> Entladungsröhre <SEP> verwendet <SEP> werden. <tb> 3.
    <SEP> Einrichtung <SEP> nach <SEP> Patentanspruch <SEP> zur <SEP> Sum menmessung <SEP> physikalischer <SEP> Grössen, <SEP> da durch <SEP> gekennzeichnet, <SEP> dass <SEP> die <SEP> auf <SEP> jeder <tb> Gebestation <SEP> ausgelösten, <SEP> den@fernzurnessen den <SEP> hIessgrössen <SEP> proportionalen <SEP> Entladungs röhren <SEP> über <SEP> Ventile <SEP> in <SEP> einem <SEP> ballistischen <tb> Empfangsmessgerät <SEP> summiert <SEP> werden.
CH154971D 1931-07-14 1931-07-14 Einrichtung zur Fernmessung physikalischer Betriebsgrössen, insbesondere elektrischer Messgrössen, unter Verwendung einer Glimmentladungsröhre. CH154971A (de)

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